Sony a650 mit dem SEL24105 von Sony

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Lohnt sich die Investition in ein über 1.000,00 € teures Objektiv?

Diese Frage stellte ich mir aktuell. Vor vier Wochen hätte ich noch geschrieben „eher nicht“! Heute sehe ich das völlig anders und meine Meinung hat sich aufgrund neuer Erfahrungen, die ich in der letzten Zeit im Bereich Fotografie machen konnte, geändert.

Herbstlaub im Botanischen Garten in Bochum, Bild ist Out of Cam, also unbearbeitet
Foto ist Out of Cam – SONY a6500 – 16-70 mm Zeiss – 1/60 – f8 – ISO400

Mitte Oktober war ich mit meiner Kamera, der SONY a6500 und dem SONY ZEISS-Objektiv 16-70mm f4 im Botanischen Garten in Bochum und im Rombergpark in Dortmund unterwegs. Ich hoffte auf schöne Fotos von bunt gefärbtem Laub an den Bäumen und von Pilzen, weil ich die Farben und Motive des Herbstes in seinem speziellen Licht mag und in meinem Archiv zu diesem Thema noch keine wirklich brauchbaren Bilder abgelegt sind. Und tatsächlich gelangen mir auch einige wirklich schöne Fotos.

Foto ist Out of Cam – SONY a6500 – 16-70 mm Zeiss – 1/90 – f8 – ISO100

Und dennoch: ‚Da passt was nicht‘, dachte ich, weil ich es nicht schaffte, einige Motive so hinzubekommen, wie andere, die ihre tollen Bilder auf Instagram präsentieren.
Wieso ist das so?
Womit machen diese Fotografen ihre Fotos, die ich so toll finde?
Okay, meist sind es Vollformat-Kameras und den Bildern aus diesen Cams sagt man einen gewissen „Look“ nach, aber das allein konnte es nicht sein. Warum bekomme ich keine oder nur schlechte Sonnensterne hin? Wo ist die Klarheit in meinen Aufnahmen, die ich bei anderen so bewundere und die nicht allein aus Lightroom oder Photoshop stammen kann? Ich zweifelte an meiner Kamera, kam aber nach einer zeitaufwändigen Recherche zu dem Ergebnis, dass das Objektiv das „Problem“ war.

Das Gute an Youtube ist ja, dass wir zu interessanten Videos Vorschläge zu themenähnlichen Filmen bekommen und mir wurden auffällig oft Clips zum Objektiv SONY SEL24105 f4 angezeigt. Irgendwann klickte ich darauf und konnte mir die positivsten Feedbacks zu dieser Linse anhören. Je mehr ich davon sah, desto überzeugter war ich, dass meine Kamera ein echt geiles Arbeitsgerät ist, aber die Schwäche wohl in dem von mir verwendeten Objektiv liegt.

Zu der a6500 hatte ich mir vor zwei Jahren das SONY ZEISS 16-70mm-Glas gekauft. 900,00 € hatte es gekostet und anfangs war ich damit noch sehr zufrieden. Die Kritiken gingen im Web sehr weit auseinander, allerdings konnte ich die negativsten Feedbacks nicht teilen. Aber…war es wirklich möglich, dass ein so teures Objektiv für diese tolle Kamera und für meine hohen Ansprüche, was die Ergebnisse angeht, eigentlich nur bedingt geeignet ist??? Ich wollte es nicht glauben, aber je mehr Videos ich zum SEL24105 sah, schwanden meine Zweifen an der Kamera in dem Maß, in dem die am Objektiv wuchsen 😉 . So kam ich zu dem Schluss, mir das Objek(tiv) meiner Begierde einfach mal auszuleihen, um zu schauen, ob ich damit vielleicht meine Fotoausrüstung auf einen anderen, besseren Level heben könnte.

Knapp eine Woche später zog ich mit einem geliehenen 24-105mm f4 von SONY durchs Ruhrgebiet. Was ich auf diesen FotoTouren erlebte, haute mich echt um: Dieses SEL24-105 kostet aktuell 200,00 € mehr als damals das 16-70mm-Objektiv, das heute bei ca. 750,00 € liegt, aber was es, aus meiner Sicht, an Leistung MEHR bringt, ist nicht nur erstaunlich, sondern in der Kamera auch direkt sichtbar! Dagegen war das 16/70er für mich plötzlich nur noch eine „Gurke“! Obwohl ich es in den letzten Jahren die ganze Zeit als Immer-Drauf-Glas mit auf den FotoTouren hatte und lange Zeit damit zufrieden gewesen war, schraubte ich es an den 6 Tagen nur ein einziges Mal auf die Kamera. Ich wollte es gar nicht mehr 😉 .

Das SEL24105 überzeugte bei Tageslicht, wie beim Sonnenuntergang, aber auch in der Nacht und endlich schaffte ich es, diese tollen Sterne an die leuchtenden Laternen zu zaubern. Es lag also tatsächlich nicht an der Kamera, sondern am Objektiv! Und W O W … was für eine Bildqualität ich auf einmal aus dieser Kamera bekam…IRRE!

Wenn mich jetzt jemand fragt, ob sich ein Aufpreis von fast 350,00 € für ein Objektiv lohnt, kann ich in diesem Fall sagen ‚J A, auf JEDEN Fall!‘, wenn Du den Anspruch hast, Top-Bilder zu machen. Der Spaßfaktor ist bei mir zurück und endlich kann ich mit dem 24/105er die Aufnahmen machen, die ich mir wünsche. Mir scheint, die a6500 und das SONY 24-105mm f4 sind ein wirklich gutes Team. Deshalb kaufte ich mir schließlich Anfang November dieses Objektiv (INFOKLICK https://www.sony.de/electronics/kamera-objektive/sel24105g ).

Wahrscheinlich ist es für die wenigsten von uns easy, mal eben so fast 1.100,00 € auszugeben, aber da das Fotografieren in meinem Leben inzwischen eine recht wichtige Rolle spielt, war es für mich nötig. Zudem gibt SONY den Käufern dieses Objektivs im Rahmen des aktuellen Cash Back-Programms, 100,00 € zurück. Somit war der Kauf für mich, wenn auch immer noch kein Schnäppchen, aber zumindest attraktiv genug, ihn zu diesem Zeitpunkt durchzuführen.

Was mir bisher an dem SONY SEL24105 f4 gefällt bzw. was ich weniger gut finde:

Wie schon beschrieben, hat das Objektiv eine unbeschreibliche Schärfe. Es macht klare Aufnahmen, ist an den Zoom- und Schärferingen leicht und griffig zu bedienen und ich hatte bisher mit dem Autofokus auch keinerlei Probleme. Die Lichtstärke der Blende 4 dieses Vollformat-Objektivs, auf APS-C umgerechnet wohl 5,6, sehe ich nicht als Problem. Wie beschrieben war ich mit dem Glas viel abends/nachts unterwegs und ich konnte alle Fotos schiessen, die ich wollte. Sogar teilweise aus der Hand, also ohne Stativ, gelangen mir, auch bei längeren Belichtungszeiten, noch viele Fotos . Natürlich trägt auch die a6500 dazu bei, weil sie wirklich lichtstark ist. Ob mir eine 2.8er-Blende mehr bringen würde … vielleicht, keine Ahnung …, aber dann wäre die Linse auf jeden Fall noch teurer! Ich vermisse die 2.8 nicht.

Das Sony SEL24105 bringt 727g auf die Waage

Sehr gut gefallen mir die Knöpfe: Den Autofokus kann ich damit am Objektiv direkt abschalten, ebenso die vorhandene Stabilisierung. Zudem gibt es noch eine Fokushaltetaste, die frei belegbar ist. Der Filterdurchmesser von 77mm sorgt dafür, dass man bei Filtern etwas tiefer in die Tasche greifen muss. Nicht jedem wird das Gewicht gefallen: Von SONY auf der Produktseite mit 663g angegeben, kam es auf meiner Waage auf 727 g, allerdings mit aufgeschraubter Sonnenblende. Das Gewicht merkte ich beim Tragen schon, war ich doch bisher das mit 345 g wesentlich leichtere APS-C-Objektiv 16-70mm gewohnt, aber in der Hand baumelnd fand ich das größere Glas nicht unangenehm.

Die Arbeit mit dem 24/105er könnte bei einem Gimbal Probleme machen, denn beim Zoomen fährt es deutlich weit nach vorn aus. Allerdings habe ich da bisher keine Erfahrung. Das Glas wird von SONY als „staub- und feuchtigkeitsresistent“ bzw. „spritzwassergeschützt“ beworben.

Fazit:

Viele Blogger/Fotografen-innen sagen, es ist nicht die Kamera, die das Bild macht, sondern der Kopf dahinter. Richtig! Und es sei auch nicht die Kamera, die BESSERE Fotos macht! Halb richtig! Es ist AUCH die Kamera, wie ich beim Umstieg von CANON zu SONY erfahren durfte, aber insbesondere das richtige Objektiv ist entscheidend, wenn es knackscharfe und farbenfrohe Bilder werden sollen. Das habe ich jetzt praxisnah gelernt 🙂 .

Jedenfalls kann ich das SONY 24-105mm f4 jeder/jedem ambitionierten Fotografen/in empfehlen, der einen höheren Anspruch, als den Durchschnitt, an seine Ergebnisse stellt. Mag sein, dass die G-Master-Objektive noch ein Stück besser sind, aber schaut dabei mal auf den Preis. Für mich muss ein Objektiv bezahlbar sein/bleiben und das Verhältnis von Kamera zu Glas muss ebenso passen, wie der Zweck, für den ich diese Kombo einsetze. Und was man für sein Geld, also knapp 1.000,00 € bekommt (wenn man geschickt einkauft 😛 ), das ist schon der absolute Hammer!

Dennoch bleibt mein langfristiges Ziel, eine Vollformat-Kamera. Der erste Schritt ist mit dem 24-105mm getan. Und vielleicht dürfen es dann auch mal irgendwann G-Master-Objektive sein 😉 .

Und was sagst Du zu diesem Objektiv? Kennst Du es oder ist es erstmal nur interessant für Dich? Nutze gerne das Kommentarfeld.