Jahreszahl 2019

01.Juli 2019 – Das erste Halbjahr ist um und einmal mehr muss ich sagen: Alder, watt ging dat schnell!

Lassen wir das Thema „zunehmendes Alter einhergehend mit dem Gefühl, dass die Zeit immer schneller rennt“ mal beiseite und kommen wir zum Wesentlichen dieses Artikels.

Anfang des Jahres hatte ich mir viel vorgenommen. Insbesondere wollte ich meinen Tagesablauf ändern und mich auf Wichtiges im Leben konzentrieren, sowie arbeitstechnisch einen immensen Schritt nach vorn kommen. Dazu hatte ich lange Zeit nachgedacht und geplant, mich viel über Änderungen im Leben informiert und letztlich stehe ich nach 6 Monaten fast dort, wo ich Anfang des Jahres gestartet bin!

Das ist frustrierend!

Frustrierend nicht etwa, weil ich längst nicht da angekommen bin, wo ich hin wollte, sondern, weil ich es schlicht nicht geschafft habe, mein Leben neu einzustellen, manche Dinge zu lassen und mich auf die wirklichen Prioritäten zu konzentrieren. Angesichts meines #ProjektJust20, sehe ich meine Zeit davonlaufen und das schafft eine immense Unzufriedenheit in mir!

Während andere in meinem Alter sich schon Gedanken darüber machen, wann sie wie mit wieviel Geld in Rente gehen können/wollen und sich damit innerlich von ihrer scheinbar nicht sehr erfüllenden Arbeit bereits verabschieden, plane ich Neues. Allein das gilt ja als „crazy“, weil andere mir nicht zutrauen, was sie selbst eben auch nicht zu schaffen glauben! 😛

Was ich im Privatleben häufig schon (fast extrem) lebe, nämlich eine immense Konsequenz in dem, was ich sage und anschließend auch tatsächlich mache/umsetze/ausführe/lebe, habe ich bisher nicht geschafft, auf der beruflichen Ebene ebenso umzusetzen.

Wie gut, dass ich meinen Sport habe, das derzeit 6-tägige 90-Minuten-Training, das mich körperlich da hin gebracht hat, wo ich meinen Body Anfang Juli als Ziel sehen wollte! Hier habe ich einen Beweis für mich geschaffen, was ich wirklich erreichen kann, wenn ich es will oder…anders gesagt, und diese Selbsterkenntnis schmerzt gerade etwas 🙁 , wenn mir ein Ziel wichtig ist! Das bedeutet eben in der Konsequenz und als logische Schlussfolgerung, dass mir Ziele in anderen Bereichen, hier im beruflichen, offenbar nicht so wichtig sind. Puh, keine einfache Erkenntnis und daraus resultiert meine Wut!

Ich beweise mir mit Hilfe kleiner Projekte immer wieder, dass ich fachlich gesehen, schon sehr gut bin und meine Kunst oder mein Handwerk, locker mit anderen vergleichen und es mit ihnen aufnehmen kann. Allein an der Umsetzung meiner Ideen und Projekte scheitere ich (noch)!

Das Positive an dieser ganzen Misere ist für mich, dass ich in der Lage bin, diese Schwäche erkennen und mich dann eben auch damit auseinandersetzen zu können. Ich brauche jetzt keine Kritiker, keine Leute, die mir ungefragt gute Ratschläge zu meinem offensichtlichen Defizit geben wollen. Viele, die jetzt gedanklich sicher mit Kritik und Häme über mich herziehen, schaffen für sich doch selbst nicht, ihr eigenes Leben zu analysieren und daraus Schlüsse zu ziehen, also sollten sich diese Kritiker und Klugscheisser besser zurückhalten und sich mal ihr Leben vornehmen! Ja, ich weiss, bei Euch läuft alles super! 😆

Für sinnvolle Ratschläge hat man Freunde, die einen kennen und einschätzen können. Einfach nur Tipps aus dem eigenen Leben an andere weiter zu geben, ohne dass es zum Leben des anderen passen könnte, hat wenig Sinn. Das habe ich in der Vergangenheit gelernt.

Mir kann es egal sein, was andere über mich und diesen Artikel denken, denn darum geht es mir an dieser Stelle gar nicht. Zum einen will ich anderen damit helfen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, denn die Veränderung des Lebens, so wie ich sie mir vorstellte, geht nicht so schnell und einfach vor sich, wie ich es zu Beginn dachte. Nehmt Euch Zeit dafür, plant detailliert und fragt Euch, was in welcher Zeit zu schaffen ist. Druck hilft nicht. Ihr müsst zunächst überzeugt von Euren Aktivitäten und Neu-Orientierungen sein und diese konsequent umsetzen. Dabei ist es schwer, sich von Gewohnheiten zu verabschieden und diese sind der größte Stein, der Veränderungen im Weg liegt. Planung deshalb, weil Ihr wissen solltet, wo Euer Weg hinführt, was das Ziel sein soll und genau dieses Ziel sollte tagtäglich motivieren! Wo sonst soll die Energie zur Änderung herkommen?

Außerdem schreibe ich diesen Artikel für mich! Ich will die Erkenntnisse für mich schriftlich festhalten, um am 31.12. zu sehen, ob die zweite Jahreshälfte erfolgreicher war und ob ich tatsächlich voran gekommen bin. Wenn nicht….sollte ich auch darüber nachdenken, wann ich in Rente gehen kann! 🙁

Wie es jetzt weiter geht…

Ich setze mich im Juli noch einmal hin und werde meine Pläne detaillierter ausarbeiten, versehen mit einem Zeitplan, den ich dann konsequent umsetzen werde, koste es, was es wolle! Und dann lautet mein Motto nur noch

„MACHEN, MACHEN, MACHEN! Aktiv sein und nicht mehr labern oder nur wollen!“

Ich glaube fest daran, dass man scheitern darf, solange man bereit ist, die nötigen Schlüsse daraus zu ziehen und es in Zukunft besser zu machen! Let`s go!

Wer zu diesem Artikel kommentieren will…nur zu. Mich interessiert dabei in erster Linie wie und ob Ihr es geschafft habt, Euer Leben zu ändern oder umzustellen. Die Wege interessieren mich, keine klugen Ratschläge! 😉