Orang-Utan im Zoo Dortmund - Ein Blick, der mich beeindruckte

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Dieser Blog-Beitrag gibt meine persönliche Meinung wider! In diesem Artikel werden diverse Markennamen/Firmen aufgeführt! Dafür bekomme ich keine Vergütung und nenne sie nur aus Gründen meiner Argumentation zum Thema!

Eigentlich ist es traurig, dass ich vor etwa 15 Jahren das letzte Mal in Dortmund im Zoo war. Damals war er wenig bekannt, konnte mich aber, aufgrund seiner Art der Anlage, begeistern. Er wirkte kleiner, aber feiner auf mich, als beispielsweise der Zoo in Duisburg. Dieses Jahr ist der Eintritt in den Dortmunder Tierpark in der RuhrTopCard enthalten 🙂 . Also hin…der Start meiner #FotoTourZoo !

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Wie ich den Zoo finde, auch im Vergleich mit denen in Duisburg und Gelsenkirchen, schreibe ich in einem anderen Artikel. Hier geht es um eine ganz besondere Begegnung, wie es sie vielleicht nur gibt, wenn man mit einer Kamera unterwegs und emotional offen ist.

Relaxender Orang-Utan im Zoo DortmundEs war im Affenhaus des Tierparks und ich hoffte, ein paar recht lebendige Aufnahmen von unseren tierischen Verwandten machen zu können. Tageslicht flutete die Räume durch das Dach und im Haus war es warm, ja fast stickig. Kein Wunder also, dass die meisten Affen entweder draussen waren oder innen … schliefen … ein für Fotografen umwerfend spannender Moment, wie Ihr Euch denken könnt.

Ich stellte mich vor eines der großen Fenster und brachte meine Kamera in Anschlag. Vielleicht könnte sich ja doch etwas…tun.

Orang-Utan im Zoo Dortmund - Ein Blick, der mich beeindruckte

Der einzige verfügbare Orang-Utan, lag etwa 10 Meter von mir entfernt, hatte die Augen geschlossen und schien zu schlafen. Mann, wäre das jetzt cool, wenn er aufstehen und zum Fenster/Gitter kommen würde und ich tolle Nah-Aufnahmen von ihm (oder ihr?) machen könnte.

Plötzlich öffneten sich seine Augen, als hätte er meinen Gedanken gehört. Er sah ultra-gelangweilt aus, schaute mich an, dann nach oben und wieder zu mir. Ich machte ein Bild von ihm. Das Objektiv hatte durch die Scheibe nicht richtig scharf gestellt. Wieder schaute er zu mir, fing an, sich zu bewegen, stand auf, schien auf mich zuzukommen bis er die Richtung änderte und ruhig zum Fenster neben mir ging.

Orang-Utan im Zoo Dortmund Ich wechselte also die Position, hin zum Fenster nebenan, hinter einer Säule. Dort gab es aber kein Fenster, sondern einen Maschendrahtzaun. Ich war jetzt ungefähr einen Meter von ihm entfernt, die ideale Position für tolle Fotos. Er setzte sich vor den Zaun. Und wieder das Spiel: Mich anschauen, nach oben oder zur Seite, dann mich wieder, an mir vorbei…es war funny und interessant zugleich. Er wirkte neugierig auf mich, gleichzeitig aber auch schüchtern.

Orang-Utan im Zoo Dortmund - Ein Blick auf den Zaun: Wie sinnvoll sind Zoos und eingesperrte Tiere heute noch in Deutschland?

Der Auslöser der Kamera klackte und jedes Mal, wenn ich zwei oder drei Aufnahmen gemacht hatte, änderte der Orang-Utan die Position. Hey, ganz ehrlich: So ein selbstbewusstes Model, zumindest was die körperliche Präsentation angeht, hatte ich mir in der Vergangenheit schon desöfteren von einigen Menschen gewünscht, die von mir Portrait-Fotos haben wollten 😆 . Es war der Hammer! Und zwischendurch immer dieser Blick…diese lieb, manchmal auch gelangweilt wirkenden Augen…oder war es Traurigkeit, weil er eingesperrt oder alleine war?

Jedenfalls waren die Blicke beeindruckend und durch die Kamera konnte ich ihm so immens nah sein. Wenn er dann in die Linse schaute, kam er mir sehr menschlich vor. Manchmal war sein Blick fast stechend und, mach das mal, wenn du mit dem Zoom extrem nah an ein Affengesicht heran gehst und Du Dich dabei nur noch auf die Augen konzentrierst, kommt es einem nicht mehr tierisch vor!

Orang-Utan im Zoo DortmundSeine Hand griff in den Zaun und wieder schien es, als schaute er, ob ich denn auch ein Foto machen würde. Wenn mir eine Position nicht lag und ich nicht auf den Auslöser drückte, wechselte er tatsächlich schneller die Position und schon hatte ich ein neues Motiv. So ging es viele Male. Immer wieder sein Blick…zwei, drei Auslöser von mir…Bild-Check und wieder sein Blick auf mich. Hatte ich meine Fotos und kam eine Pause, in der ich nicht reagierte…Positionswechsel! Alter, war das C O O L ! 🙂

Als ich genügend Aufnahmen gemacht hatte, schien er es zu merken und wirkte auf mich, als würde bei ihm eine gewisse Langeweile eintreten. Keine Positionswechsel mehr, hin und wieder ein Blick auf mich, dann stand er auf und ging so gemächlich zu seinem Liegeplatz zurück, wie er an den Zaun gekommen war. Dort legte er sich wieder hin und tat so, als wäre nichts gewesen…

Orang-Utan im Zoo Dortmund Okay, vielleicht wollte er etwas zu Fressen, vielleicht Streicheleinheiten, who knows? 😉 Das wäre wahrscheinlich die typisch wissenschaftliche Interpretation eines solchen, tierischen Verhaltens. Beides ist natürlich nicht erlaubt, klar. Aber mit seinen Blicken hatte er mich berührt, mit seiner Art, „zu modeln“, schwer beeindruckt! Alles einfach nur tierische Neugier, nur ein Zufall oder doch ein „Primat“, der mehr drauf hat, als ein einfacher, „doofer“ Affe?

Die Situation war für mich emotional, zumal es auf mich wie ein harmonisches Zusammenspiel zwischen dem fordernden Fotografen und einem extrovertierten Model wirkte, das quasi telepathisch stattfand 😆 . Dazu diese unglaublich sanften, menschlich wirkenden Blicke. Es war ein toller Moment, den ich mit diesem Artikel noch einmal festhalten wollte.

Orang-Utan im Zoo Dortmund - Ein Blick, der mich beeindruckte

Fotografieren macht Spaß, erst recht, wenn Momente, wie hier beschrieben, auch noch zu tollen Aufnahmen führen!

Enjoy ur life! 😉