Das Leben als Kirmes, ein ewiges Auf und Ab und immer diese dunklen Wolken im Hintergrund, die uns warnen, nicht zu euphorisch zu werden...

Es ist soweit: Vor zwei Wochen habe ich meine interne und physische Aufräumarbeit für beendet erklärt! Was folgte, war ein tagelanges, intensives Glücksgefühl. Ein gedanklicher Rückblick brachte mir noch einmal viele (Selbst-)Erkenntnisse, die ich in den letzten Jahren gewinnen konnte.

Aus materieller Sicht habe ich in 2019 soviel aus meinem Haushalt aussortiert, wie nie zuvor. Mein Kleiderschrank ist klamottenmäßig um ein Drittel geschrumpft (und ich vermisse nichts ❗ ) und ich beschränke mich jetzt auf das Nötigste. Meine Regale sind „entmistet“, ich habe viel neuen Platz gewonnen und in der Folge Einiges entsorgen können. Meine gesamte Wohnung ist jetzt „lighter“, heisst, nicht mehr so gedrängt mit Möbeln zugestellt, sondern viel offener, lockerer mit mehr räumlichem Weitblick. Das schafft in mir zum einen das Gefühl größerer Freiheit, zum anderen ein intensiveres Wohlbefinden. Mein Wohnzimmer ist jetzt, im Großen und Ganzen, so eingerichtet, wie ich es mir seit Jahren gewünscht hatte und auch mein Schlafzimmer strahlt jetzt mehr Ruhe aus. Ich kann wirklich sagen, dass ich kaum noch Dinge habe, die ich im täglichen oder mittelfristigen Leben nicht brauche 😀 .

Dazu habe ich all das abgearbeitet, was sich privat und beruflich seit Jahren in unzähligen Unterlagen-Stapeln angesammelt hatte und wozu ich schlicht nicht die Lust und phasenweise auch die Energie nicht zu hatte, all das durch zu sehen und zu sortieren. Oft sah ich auch nicht die Notwendigkeit zum jeweiligen Zeitpunkt, mich mit all diesen Stapeln befassen zu müssen.

Als ich merkte, dass mich hauptsächlich diese aufgelaufenen Dinge von der Umsetzung neuer Ideen und Projekte abhielten, brachte ich die Energie auf, mich endlich daran zu setzen, diese Stapel zu beseitigen. Immer wenn ich Neues plante, merkte ich, wie diese vor mir real sichtbaren Papierstapel meine Lust, Neues umsetzen zu wollen, zerstörten und mich so auch beim Weiterkommen in meinem privaten und beruflichen Leben behinderten. Die oft gestellten Fragen, mir nahe stehender Menschen, warum ich mit der ein oder anderen guten Idee noch nicht voran gekommen war, nervten mich (im positiven Sinne), denn auch ich stellte mir selbst diese Frage und konnte sie lange Zeit nicht beantworten, was mich einerseits ärgerte und mich andererseits immer unzufriedener werden ließ.

Heute kann ich recht genau definieren, wann mir klar wurde, dass in diesen Stapeln das wohl größte Hindernis für meine private und berufliche Weiterentwicklung lag. Die von mir selbst empfundene Unerträglichkeit meiner eigenen Unzufriedenheit, die ich auch immer häufiger nach aussen trug, war es, die mich Anfang diesen Jahres endlich nach den Gründen dafür suchen ließ und es dauerte nicht lange, dass ich in erster Linie, aus privater Sicht, mein wohnliches Umfeld als Hauptgrund für meine Unzufriedenheit ausmachte.

Rückblick

Vor zwei Jahren sorgte tatsächlich der Kauf einer neuen Kamera dafür, dass ich wieder mehr Spaß am Leben und mehr Interesse an Aktivitäten fand. Zuvor hatte ich den Spaß an der Fotografie weitestgehend verloren, weil ich meine Möglichkeiten durch eine ältere und immer schwächer werdende Kamera beschränkt sah. Bis zum Kauf der neuen Kamera war es mit meiner allgemeinen Stimmung und Zufriedenheit, aus diversen Gründen, lange Zeit bergab gegangen. Diese neuen, entspannenden Momente, die mir dann die Touren mit diesem simplen, technisch Tool bescherten, waren ein Glücksfall für mich. Die dabei entstandenen Fotos, habe ich zum großen Teil bis heute nicht bearbeitet, auch wenn ich sie teilweise für sehr sehenswert halte! Ich sah darin keine Notwendigkeit, heute erst weiss ich, warum 😉 .

Ende letzten Jahres, renovierte ich dann mein Schlafzimmer, was in mir wieder das lange vermisste Gefühl einer großen Zufriedenheit auslöste. Dass diese Renovierung oder besser, die Neugestaltung eines wichtigen Wohnraums, der Auslöser für die größte Umkrempelung meines Lebens sein könnte, kann sich wohl kaum jemand vorstellen, der in der Renovierung eines Teils der Wohnung etwas Banales sieht.

Glaub‘ mir an dieser Stelle einfach, dass es scheinbar Momente im Leben gibt, in denen selbst die stärksten Charaktere sich mit ihren tiefst verborgenen Schwächen auseinandersetzen müssen und ich glaube, dass JEDER Mensch irgendwann in seinem Leben, einmal an diesen Punkt gerät. Warum gibt es wohl zur Zeit in unserer Gesellschaft ein so hohes Maß an Zukunftsangst? 😉 Und dann stellt sich die Frage: Absturz oder Bewältigung??? Und Absturz war für mich nie eine Option, auch wenn die Angst phasenweise vorhanden war!

Sofern Du meine Worte und meine damalige Situation jetzt belächelst und meinst, so etwas könnte D I R nie passieren, solltest Du das Lesen dieses Blog-Artikels jetzt besser abbrechen und Dich wieder Deiner Wolke 7, Dir Überheblickeit und Deinem in Watte gepackten Leben widmen! 👿 Ernst gemeint!!!

Ja, heute weiss ich, wie man in die Situation einer möglichen privaten und beruflichen Selbstzerstörung kommen kann. Lange verdrängt geglaubte Erlebnisse aus der Kindheit können dafür verantwortlich sein, ebenso wie ein suboptimales soziales Umfeld und hier meine ich sowohl sogenannte (tolle) „Freunde“, wie auch die eigene Familie! Eine weitere Ausführung ist für mich an dieser Stelle nicht mehr nötig!

Im Grunde genommen sind es dann aufkommende Selbstzweifel, die in einem aufsteigen und die alles bis dato Erreichte in Frage stellen lassen. Hast Du diese Zweifel aber überwunden, gehst Du charakterlich wesentlich gestärkt aus so einer Krise hervor und dann macht Dir so schnell niemand mehr etwas vor, glaub mir 🙂 .

Über sich selbst etwas Neues zu lernen, auch wenn es nicht gerade positiv ist und dies dann auch akzeptieren zu können, ist wohl das Schwierigste, was man für sich selbst schaffen kann. In meiner langen Zeit der Suche nach Gründen, zum Beispiel für mein Verhalten anderen Menschen gegenüber, stieß ich irgendwann auf die Buchstaben HSP, was für „High Sensible Person“, also hochsensible Person steht. Das bedeutet nicht, dass ich bei jedem feinsensiblen Moment, gleich zu heulen anfange, wie man vielleicht beim ersten Lesen denken mag 😆 . HSP beschreibt vielmehr die Fähigkeit ❓ von Personen, in höherem Maße als sonst üblich, bestimmte Stimmungen im zwischenmenschlichen Bereich wahrnehmen zu können, weil ihnen gewissen „Filter“ fehlen. Das ist für all jene in der Regel nicht nachvollziehbar, die mit HSP gar nichts am Kopf haben und das ist ganz normal.

Was mich mein Leben lang gewundert hat, war die Tatsache, dass ich wesentlich schneller als andere, den Charakter von Menschen bestimmen konnte. Ich nannte es immer mein „gutes Bauchgefühl“ und es hat mich in der Vergangenheit maximal zu 1% getäuscht. Wenn mich jemand anlügt…merke ich es und in fast allen Fällen, in denen „mein Bauch“ mir sagte „Lüge“, erwies es sich später auch tatsächlich als eine.
Begegne ich einem „Schauspieler“, Ihr kennt sicher die Menschen, die sich für die Öffentlichkeit eine wahre Charakter-Maske geschaffen haben, die sich also öffentlich völlig anders verhalten, als im privaten Leben, gibt mir „mein Bauch“ sehr schnell eine „gelbe Lampe“.
Treffe ich auf eine Person, die mir nichts Gutes will, spüre ich das recht schnell und in all den oben beschriebenen Fällen, komme ich nicht nach einem langen Kontakt zu meinen „Bewertungen“, dazu reicht oft schon die erste Begegnung.

HSP kann nützlich sein, im Umgang mit anderen Menschen, aber auch zu einem Fluch werden, wenn du bei jedem neuen Kontakt gleich schon spürst, wie der andere dich sieht und welches Gefühl er/sie einem gegenüber als ersten Eindruck hat. Schließlich bestimmt eben dieser erste Eindruck das weitere Verhalten ihm/ihr gegenüber! Und mir reicht meist schon der kurze Blick in die Augen des/der Gegenüber…krass, oder? Wie gesagt…wer da gar kein Empfinden für hat, kann sich das überhaupt nicht vorstellen und wird meine Worte in die Welt der Sagen und Mysterien verbannen wollen 😉 , was ich niemandem übel nehmen kann.

Natürlich fragte ich mich lange Zeit, warum ich mich Menschen gegenüber in bestimmten Situationen so verhalten habe, wie ich es tat und andere um mich herum meinten, ich sei zu empfindlich oder hätte Vorurteile jemandem gegenüber. Und auch wenn ich heute, mit Hilfe eines sehr detailliert geschriebenen Buches weiss, was hinter meinen „Empfindungen“ und Wahrnehmungen steckt, fällt es mir oft immer noch schwer, diese „Warn-Lampen“, die manchmal in meinem Kopf angehen, zunächst einmal auszuschalten. Mir kann eben kaum jemand etwas vormachen und eine Lüge oder ein aufgesetztes Verhalten erkenne ich schnell und wenn ich etwas richtig hasse, sind es fehlende Authentizität, Falschheit und Lügen! Und so führte eben auch diese Charakter-Komponente dazu, dass ich mich in der Vergangenheit oft so verhalten habe, wie ich es eben tat.

Wenn Du jemand bist, der sehr konsequent seine Werte lebt und Dir gegenseitiger Respekt im Umgang mit anderen wichtig ist, kommst Du irgendwann an den Punkt, wo Du die Nase von Menschen um Dich herum voll hast, die, einfach gesagt, nicht kompatibel zu deinem Charakter und deinen eigenen Wertvorstellungen sind. Es kam der Zeitpunkt, an dem ich mich von diesen Menschen verabschiedete, was mich im Anschluss auch in die oben beschriebenen Selbstzweifel stürzte, die mich dann lange Zeit beschäftigten und mir damit ein unvorstellbares Maß an Energie raubten.

Hast du in so einer Situation keine richtig guten Freunde, kann es immens schwer werden und ich rate in dem Fall jedem, sich dann professionelle Hilfe zu suchen! Ansonsten kann es für einen Menschen übel ausgehen, wenn er/sie sich zu lange selbst in Frage stellt, an sich zweifelt und kaum eine oder im schlimmsten Fall keine Möglichkeit sieht, wie er/sie da wieder rauskommen kann! Die Frage, was man falsch macht/gemacht hat, ist final meist nicht beantwortbar, wenn man merkt, dass der Großteil des eigenen sozialen Umfelds einfach nicht mit einem umgehen kann. Warum das so ist, ist oft die Frage, auf die man dann keine (ehrlichen) Antworten erhält und so muss man sich diese selbst erarbeiten. Aber wer schafft das schon?

Bei mir dauerte es lange, bis ich auf den Trichter kam, dass es Neid, Missgunst oder sogar Hass war, der das Verhalten anderer mir gegenüber bestimmte. Gespeist werden diese Verhaltensweisen meist aus einer Art „Bewunderung“ oder Unverständnis darüber, wie man sein Leben lebt. So anders und doch irgendwie … nicht erfolglos! Damit können andere nicht umgehen, weil es fremd für sie ist, jenseits jeder Norm und wer dann auch noch zu wenig über dich weiss, entwickelt Vermutungen und Vorstellungen, die irgendwann zu Gerüchten und Lästereien werden, mit denen man dann fertig werden muss. Verstehen kann man diese Aktionen gegen sich nicht…dagegen arbeiten ist auch fast unmöglich, also kann ich Dir nur empfehlen: Lass sie laufen! Nur wer sich wirklich für Dich, Deinen Charakter und Dein Leben interessiert, ist es wert, dass man ihm/ihr Erklärungen liefert, wenn ernsthaft interessierte Fragen gestellt werden.

Vergiss und ignoriere die Menschen, die sich an den Gerüchten und Stories über Dich hochziehen und jeden verbalisierten Spruch von einer Latrinentür und jeden Dreck, der über Dich ausgeschüttet wird, glauben und dann auch noch weiterverbreiten, womöglich noch einmal verstärkt um einen skandalösen Zusatz. Gerade sie sind es, die oft nicht den ersten Stein werfen sollten…denk mal an den Song von Udo Jürgens … „Das ehrenwerte Haus“! 😛 DAS sind die wahrhaft schwachen und armseligen einer Gesellschaft..

Nochmal zurück zum Hamsterrad. Vielleicht hilft Dir dieser Ansatz: Stelle DICH selbst in den Mittelpunkt Deines Lebens und frage Dich, was D U von Deinem Leben erwartest und ob Du Dich zur Zeit in einer Lebenssituation befindest, die Dich da hin führen kann, wo Du hin möchtest! Falls nein, sei konsequent, ändere etwas, und fahre auf dem Weg weiter, der zu Deinem Lebensziel führen soll! Denn allein darum geht es in jedem individuellen Leben.

Für mich war es rückblickend betrachtet, eine Horror-Zeit:

Hatte ich eine Depression oder einen Burn-Out?

Die meisten Menschen um mich herum verstanden mich nicht mehr und selbst der eine Mensch, der jahrelang in unzähligen, immens hilfreichen Gesprächen Geduld mit mir und meiner Situation hatte, verstand irgendwann nicht mehr, warum ein halbwegs intelligenter Typ mit starkem Charakter, aus seiner besch… Lebenslage nicht ausbrechen und etwas ändern kann. Absolut nachvollziehbar, denn ich raubte mit der Verbalisierung meiner Gedanken und meinen vielen Fragen, diesem Menschen auch ein Stück seiner Energie, was eine Freundschaft einerseits immens belasten kann, andererseits nicht hoch genug geschätzt werden kann… Und einmal mehr an dieser Stelle: EIN MEGAFETTES DANKESCHÖN!!!!!!! 😉

Der Hauptgrund für mein neues Wohlbefinden ist aber die Erkenntnis, dass ich heute zu wissen glaube, wie ich für mich das „Glücklichsein“ definiere! Und ich sage Dir, das ist ein so schweinegeiles Gefühl 😉 !

Hast Du Dir diese Frage schon einmal gestellt? Was ist für Dich Glücklichsein?

Die meisten machen es irgendwann…und viele, wie ich früher auch, denken, dass nur ein gewisser materieller Wohlstand das persönliche Glück zum Maximum führen kann. Aber was ist, wenn wir uns einen Wunsch erfüllt haben? Nach kurzer Zeit suchen wir schon nach dem nächsten glücksteigernden Ding, der nächsten Sache, die uns für ein paar Stunden oder Tage „Happiness“ beschert. Und dann?

Diese ganze „BLACK-…-„Sache, die letztens wieder durchs Land schwebte, ist doch das beste Beispiel. Immer neue, interessante Angebote für alle Lebensbereiche, immer neue Newsletter mit ganz tollen Angeboten. Wer weiss, dass der BLACK-DAY jedes Jahr stattfindet, kann eigentlich damit planen 😉 und kann sich sehr wahrscheinlich, mit ein bisschen Geduld, seine Wünsche günstiger erfüllen. Stattdessen kaufen wir uns allzu oft Dinge, die einfach nur ein Schnäppchen waren, die wir im Leben aber eher selten bis gar nicht gebrauchen können. Hauptsache günstig, hauptsache das kurze Glücksgefühl! Her damit *hechel* !

Es kann eine ewige Jagd, eine Never-Ending-Story sein, wenn wir unser Glücklichsein allein auf das Materielle gründen (wollen). Auf diese Weise kam ICH aber nicht zum Ziel und schon gar nicht zu meiner Erkenntnis. Das ist mir heute klar.

Glücklichsein bedeutet für mich auch nicht, dass es ein Dauerzustand ist. Wie soll das gehen? Unbeschwert leben, ein Dauergrinsen im Gesicht…habt Ihr das mal im Alltag versucht??? Und dann kommt Euer Umfeld! Die Menschen, die einem mit mürrischem Gesicht in der Stadt, auf dem Amt oder im Sportstudio begegnen, jene, die nicht zurück grüßen, wenn man freundlich und fröhlich „Moin“ oder Hallo“ sagt, die einen mit ernstem Blick anstarren, denen ihre Probleme schon im Gesicht abzulesen sind und die sich wahrscheinlich fragen, welche Pille du denn heut früh geschluckt hast? Wie lange kannst Du diesem Umfeld widerstehen? Dazu die Nachrichten in den Medien, die zu selten etwas Schönes, Fröhliches oder Positives vermelden. Überall sind wir heute eigentlich mit Negativem konfrontiert, das heisst, Du wirst permanent und überall mit der „Scheisse des Lebens“ zugeworfen, um es einmal so krass zu formulieren, wie es auch wirklich ist!

Und niemand nimmt Rücksicht auf Dich oder Dein aktuelles Befinden. Überlege einfach mal, wie oft es Dir schon passiert ist, dass jemand nach zwei Sätzen Unterhaltug mit seiner Krankheit rausrückte, wenn Du Dich ernsthaft für jemanden interessiert hast und diese dann, für die nächsten zehn bis zwanzig Minuten, Thema eines nicht wirklich spannenden und schon gar nicht fröhlichen Monolog des Jammerns war? Mit welchem Recht belästigen uns fremde Menschen mit ihren tiefsten Problemen und was erwarten sie von uns? Gibt es in ihrem Leben niemanden mehr, der ihnen sonst zuhört? Selbst wenn das der Grund sein sollte…wie egoistisch ist deren Verhalten??? 🙄

Allein die Frage „Wie geht es Dir?“ ist ja, wenn wir ehrlich sind, heute eigentlich nur zu einer reinen Höflichkeitsfloskel verkommen, die niemand wirklich noch ernst meint. Aber sie ist für jene, die ihr Leid klagen möchten, ein willkommener Einstieg, für ein aus ihrer Sicht, „schönes“ Gespräch, bei dem die Belange des Gesprächspartners aber nicht zählen. Ganz ehrlich: Das ist mir zu einseitig, so etwas breche ich inzwischen ab! Ich bin damit nicht unhöflicher, als mein Gegenüber, der mich „belästigt“!

Wie soll man bei all dem glücklich sein können?

In den letzten Jahren habe ich zunehmend dafür gesorgt, mir ein Umfeld zu schaffen, das mein Glücklichsein eher unterstützt, als es zu torpedieren. Ich konzentriere mich inzwischen auf Menschen, die meine Lebens-Ansicht teilen, die nicht ausschliesslich nörgeln und motzen, die nicht permanent alles Negative im Leben sehen und auf sich beziehen wollen, die nicht aus gewollt verstandenen Missverständnissen ihre Energie für die Selbstunzufriedenheit speisen und die einfach Spaß im Leben haben wollen. Von den positiv durchs Leben gehenden Menschen gibt es nicht viele und dann müssen sie auch noch kompatibel zum meinem Charakter sein. Aber diese Menschen gibt es und die Suche nach ihnen lohnt 😉 .

Zudem gilt es auch, jene aus der Masse selektieren zu können, die in dem Kontakt zu einem nicht nur einen „Nutzen“ für sich sehen wollen, sondern einen aufgrund seines Charakters und seiner Persönlichkeit schätzen, in dem Kontakt zu dir, einen Gewinn und Mehrwert für ihr Leben sehen und dich das auch im positiven Sinn spüren lassen. Kurz gesagt: Ohne Harmonie und Respekt zwischen Menschen, funktioniert so ein ehrlicher, persönlicher Kontakt nicht!

Wie aber definiere ich denn nun meine Art des Glücklichsein?

Jedes Mal, wenn ich die Energie zum Aufräumen aufbrachte und ich etwas abgearbeitet hatte, war die anschließende Zufriedenheit ein so tolles Gefühl, dass ich mich bei meinem nächsten Widerwillen daran erinnerte und es so immer häufiger schaffte, die Blockaden aufzubrechen. So schuf ich mir eine Vielzahl kleiner Erfolgserlebnisse, die ich in der Folge sogar zu planen begann! Und es klappte tatsächlich: Jetzt sind diese Hemmnis-Stapel weg und ich habe wieder Zeit und Energie für das Kommende und da ich mir, jedes Mal, mit erledigter Arbeit neue Erfolgserlebnisse und Glücksgefühle schaffe, bin ich motiviert für Neues! Damit habe ich meine jahrelangen Blockaden tatsächlich überwunden und…ich bin glücklich! :mrgreen:

Inzwischen kann ich meine Form des Glücklichseins auch gut formulieren und zusammenfassen:

  • Ich reduziere mein Glücklichsein auf meine Persönlichkeit
  • Ich muss mich nicht an anderen messen, weder materiell, noch in Sachen Erfolg
  • Ich muss nicht jedem/r gefallen und
  • mich muss nicht jeder mögen.

Manch einem mache ich es mit meiner direkten Art auch nicht leicht, die ich insbesondere dann herauslasse, wenn ein anderer Mensch versucht, mich dominieren zu wollen/müssen oder meint, mir seine/ihre Lebens- und Denkweise aufzwingen zu müssen und, wenn ich dem nicht folge, mich pauschal für „doof“ erklärt.

Ich verstehe die Leute immer weniger, die, gespeist von ihren individuellen Erfahrungen und Einstellungen zum Leben, glauben, anderen Ratschläge aus ihrer Perspektive für das Leben anderer geben zu müssen, die in keinster Weise kompatibel sind. Wer Ratschläge erteilt, sollte warten, bis jemand danach fragt und dann sollte dieser Mensch sich möglichst auch in das Leben des Fragenden versetzen können, ansonsten sind es eher Schläge als ein Rat!

Mein Glücklichsein äussert sich in besonderen, für viele andere, sicher banalen Momenten, wenn ich beispielsweise in der Sauna einer hochwertigen Wellness-Anlage sitze, für die andere 30,00 € und mehr zahlen müssen, um sie nutzen zu können und ich dort, wenn auch nur für eine Stunde (täglich!), kostenlos Zugang habe. Wie viele Leute können sich diese Art der Entspannung und Erholung nicht leisten? Ich kann`s!
Ich schaue auf meine berufliche Leistung, bekomme dafür immens viel positive Resonanz und Anerkennung meiner Kunden/innen und weiss damit, was ich geschafft habe, um genau da hin zu kommen. Es ist und war MEINE LEISTUNG!
Ich kann den Sonnenaufgang/Sonnenuntergang geniessen und dabei absolut entspannen, wenn ich ihn wieder einmal mit meiner Kamera einfange und tolle Fotos produziere. Oder, ganz ohne Kamera, ich geniesse einfach diese tollen Farben der Natur. So etwas Einfaches eigentlich, aber so schön! Auch das/dieser Moment ist ein Glücksgefühl für mich.
Ich bin froh, gesund und körperlich fit zu sein. Okay, dafür mache ich auch viel und wenn sich mal wieder eine temporale Einschränkung zeigt, wird mir klar, wie immens wichtig Gesundheit ist und wie dankbar ich sein kann, dass ich bei vielen meiner gesundheitlichen Probleme inzwischen weiss und gelernt habe, wie ich möglichst schnell wieder zur Normalität zurück finden kann, ohne einen Doc konsultieren, ohne mich gleich unters Messer begeben zu müssen.

Das sind nur wenige, eigentlich ganz simple Beispiele, für die Form meines persönlichen Glücklichseins. Mir ist klar, dass gerade jene es mit einem Hochziehen der Augenbraue abtun werden, die ihr Glück im Materiellen suchen und dabei all das vernachlässigen oder nicht (mehr) geniessen können, was ich zu meinem persönlichen Glücklichsein definiere, aber das ist mir egal 😛 . Dieser Artikel beschreibt ja sehr deutlich, MEINE Form des Glücklichseins. Da muss nicht jede/r mit übereinstimmen und letztlich zählt nur eins: Solange man sich selbst im Spiegel anschaut, mit sich und seinem Leben zufrieden ist, seinem Antlitz ein Lächeln entlocken kann, egal wieviele Falten oder Augenringe man im Spiegelbild sieht…ist doch alles gut! 😀

Glücklichsein ist (aus meiner Sicht) eigentlich nichts anderes als ein Höchstmaß an Selbstzufriedenheit, die man sich mit keinem Geld der Welt erkaufen kann und damit meine ich nicht Arroganz oder ein mögliches Überlegenheitsgefühl anderen gegenüber, sondern ganz einfach das wohlige Gefühl in der Bauchgegend, wenn man weiss, dass man für sich, entgegen aller Widerstände / Kritiken seines Umfelds, richtige Entscheidungen im Leben getroffen hat.

Ich glaube, dass Du dann glücklich bist, wenn Du aus tiefstem Herzen von Dir ehrlich sagen kannst, dass es Dir gut geht und Du mit Dir und der Welt um Dich herum zufrieden bist!

Und……bist Du es ? 😉 Wie definierst DU Dein Glücklichsein? Schreibs ins Kommentarfeld…

Schlusswort

Am Ende dieses Artikels stelle ich mir die Frage, ob es gut ist, diesen Beitrag hier geschrieben und veröffentlicht zu haben?
In einer Welt, in der sich jede/r nur noch optimal und möglichst ohne Makel und Schwächen öffentlich präsentieren will, hat so ein Bericht wohl nichts zu suchen, offenbart er doch Schwächen und emotionale Einblicke, die wohl nur wenige öffentlich „rausposaunen“ wollen.
Ja, es ist klasse für MICH, dass ich an dieser Stelle noch einmal all das aufgeschrieben und rekapituliert habe, was mich in den letzten Jahren beschäftigt hat.
Ja, es ist richtig, meine Gedanken zu veröffentlichen, damit manch einer, der mich lange Zeit nicht verstanden hat, heute weiss, was mich (damals) beschäftigt hat, warum ich lange Zeit war, wie ich war, warum ich mich in manchen Situationen so verhalten habe, wie ich es tat. Viele meiner Entscheidungen haben mit meiner damaligen Situation zu tun.
Ja, es ist richtig, meine Gedanken zu veröffentlichen, weil ich mit meiner beschriebenen Situation nicht allein auf dieser Welt bin! Viele Menschen beschäftigen sich ebenfalls lange mit sich selbst, versuchen sich zu optimieren, drehen sich dabei (lange Zeit) im Kreis, finden nicht die Ausfahrt und verzweifeln (fast). Lass Dir sagen: Es gibt eine Ausfahrt…für jede/n…Du findest heraus und dann ist der Highway (das Leben) umso schöner 😉 . Entwickle einen gesunden Egoismus (mit dem Du jene nicht verletzt, die Du magst und die Dir wichtig sind), denn es ist DEIN Leben, um das es geht. Lerne es dann wieder zu geniessen, nutze die schönen Momente im Leben, verabschiede Dich von dem, was hinter Dir liegt, bereue diese Zeit nicht als „verschwendet“, sondern als eine Zeit, die im Leben nötig war. Für Dich! Blicke nicht zurück, denn das macht nicht glücklich, sondern plane Deine Zukunft und setze diese Pläne konsequent und mit Spaß um. Und ich kann Dir sagen: ES IST EIN G E I L E S GEFÜHL! 😉

Und für all jene, die meinen, sie müssten mich arrogant belächeln und sich über mich erheben, weil sie glauben, ihnen selbst könne so etwas, wie oben beschrieben, nie passieren und ich sei schwach, denen sage ich: Ihr seid doch nur gefangen in Eurem kleinen Leben ohne Empathie und Verständnis für andere, auch wenn Ihr vielleicht materiell Könige seid oder anders gesagt (bitte nicht allzu wörtlich nehmen): LECKT MICH…! 😛

Have a nice day! :mrgreen: