Quadrat in Bottrop mit Josef Albers Museum

Warum hier keine Fotos mehr zu sehen sind? Dieser Blog wurde neu aufgesetzt und, trotz des Exports der Bild-Dateien, sind beim Import in den neuen Blog, einige verloren gegangen. Unter anderem auch die zu diesem Bericht.
Ich bitte um Verständnis, dass mir die Zeit fehlt, diesen Artikel bildtechnisch zu aktualisieren! 😉

Bottrop. Die Stadt im Ruhrgebiet, neben Gladbeck sicher die dem Namen und dessen Betonung nach,  typischste Kommune 😉 . Wer vermutet ausgerechnet dort ein kleines, aber feines Museumszentrum, das Quadrat (INFOKLICK)?

Neben dem Museum für Ur- und Ortsgeschichte, befindet sich noch das Josef Albers Museum mit seinen Räumen für Wechsel-Ausstellungen im Quadrat. Und dort, gibt es noch bis zum 10.Januar 2016 die Ausstellung „Walker Evans. Tiefenschärfe. Die Retrospektive“ zu sehen (INFOKLICK).

Skulptur vor dem Quadrat in Bottrop mit Josef Albers MuseumFür mich als kreativen Bildgestalter ist natürlich jede Fotografie-Ausstellung ein spannendes Ziel, um zu sehen, zu spüren, zu lernen, wie andere ihren Blick auf Dinge, Personen und die Welt bildlich einfangen.

Walker Evans (1903 – 1975) zählt zu den prägendsten und einflussreichsten Akteuren US-amerikanischer Fotografiekunst und dennoch ist die Ausstellung von mehr als 200 Bildern die bislang erste Retrospektive in Europa.

Zitat von Walker Evans

Die Retrospektive ist chronologisch angelegt und bei vielen der ersten Aufnahmen Evans‘ fragte ich mich, was diesen Fotografen derart ausmacht, dass er als einer der bedeutendsten der USA verstanden wird? Perspektiven, die das Motiv abschneiden und schiefe Aufnahmen von zum Beispiel Gebäuden waren nach Evans Worten wohl beabsichtigt.

Ähem!

Selbst wenn ich diesen Fotos Absicht unterstellen würde, so vermitteln die Aufnahmen keineswegs eine Art von Harmonie und Wohlgefühl bei mir! Sie wirkten eher amteurhaft auf mich.

Zitat von Walker Evans

Allerdings wandelte sich meine Stimmung im weiteren Verlauf der Ausstellung. Die Fotos wirkten zunehmend professioneller und ausdrucksstärker auf mich. Als ich mit einer Aufsicht über die Werke sprach, erklärte er mir, dass eben die Art, wie Evans das Licht seiner Fotografien eingefangen hat, das Besondere an seiner Leistung sei. Erst da wurde mir klar, was für eine Kunst er im Umgang mit der Kamera tatsächlich hervorgebracht hat. Wir denken und fühlen heute digital, aber Walker Evans war „Handwerker“. Nix mit Kontrolle der Aufnahmen auf dem Kamera-Display und zig Wiederholungsversuchen, keine Korrektur von Lichtern und Farben am PC, nein, Evans hatte noch eine frühe Kamera mechanischer Art. Schließlich reden wir von den 30er/40er-Jahren des letzten Jahrhunderts. Das muss einem Digital-Fotografen erst einmal bewusst werden, wenn man die Fotos an sich vorbei ziehen lässt.

Zitat von Walker Evans

Und so begann sich meine Sichtweise auf manch ein Foto zu wandeln. Nein, für die schiefen und abgeschnittenen Motive kann ich mich weiterhin nicht begeistern und ich empfinde sie, wie oben beschrieben. Aber die Belichtung, der Kontrast und die „Farben“ auf vielen Fotos sind schon beeindruckend, viele Motive späterer Jahre ebenso.

Alles in allem wich meine Unzufriedenheit im Verlauf der Ausstellung und am Ende kann ich jedem, der sich für Fotos von bekannten Bild-Künstlern begeistern möchte, die Walker Evans-Ausstellung in Bottrop empfehlen!

Die Öffnungszeiten findet Ihr H I E R
Der Eintrittspreis beträgt 8,00 €, ermäßigt 6,00 €