T-Shirt-Stapel nach dem Aufräumen meines Kleiderschranks

Ihr wisst ja, dass ich im Rahmen meines #ProjektJust20 versuche, mein Leben zu (ver)ändern, ihm eine Neuausrichtung zu verpassen und dabei beruflich wesentlich erfolgreicher werden zu wollen. Hier ein neuer Blog-Artikel, in dem ich beschreibe, was ich in den letzten Wochen Neues für mich und meine persönliche Entwicklung entdeckt habe:

Vor kurzem habe ich angefangen, meine Wohnung intensiv und konsequent aufzuräumen.

Nun ist es nicht so, dass ich wie ein Messi lebe. Auch kann ich durchaus jederzeit spontan Besuch empfangen , ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. Aber … dieses Aufräumen ist Teil meines, vor Monaten eingeleiteten Willens zur persönlichen und beruflichen Veränderung und ich habe das Aufräumen tatsächlich als Notwendigkeit ausgemacht . Und ich komme gut voran.

An einem Tag habe ich meine Küche, am nächsten Tag meinen Schreibtisch und am dritten (und vierten!) Tag meinen Kleiderschrank „entrümpelt“ und dabei ein volles Drittel meiner Kleidung entsorgt! All das, was mir „alt“ vor kam, was ich längere Zeit nicht mehr getragen hatte, kam entweder in die Tonne oder in die Altkleider-Sammlung. Und dennoch glaube ich immer noch, zuviel Klamotten im Schrank zu haben! Den frei gewordenen Platz im Kleiderschrank nutze ich jetzt für die Unterbringung von Aktenordnern, die wiederum Platz im Regal schufen. Dort habe ich Dinge untergebracht, die vorher auf dem Kleiderschrank lagen. So sieht der Raum insgesamt aufgeräumter und sauberer aus 🙂 .

Ist das Aufräumen zu einem Zeitpunkt, an dem andere Dinge vielleicht wichtiger/sinnvoller wären, nicht Blödsinn?Absolut Nein! Es ist eine Art des Aufräumens im Algemeinen und das findet bei mir nicht nur in der Theorie statt. Es zeigt mir zu diesem Zeitpunkt, dass Veränderungen etwas bringen. Sie schaffen Platz für Neues oder Freiraum, und nicht anders ist es, wenn ich mein Leben umstrukturiere. Sich auf das wirklich Wichtige im Leben besinnen, keinen Zeit verschwendenen Aktivitäten mehr hinterher rennen, mich immer wieder fragen, was sinnvoll ist und dann dabei vollen Spaß haben, das ist inzwischen der richtigere Weg für mich, glücklich zu sein.

Früher war es das (große) Geld, das ich anstrebte und von dem ich glaubte, dass davon mein Glücklichsein abhängen würde. Gegen einen fetten Lotto-Gewinn habe ich auch heute nichts einzuwenden 😛 , aber darauf zu hoffen….verschwendet doch nur Energie und Zeit. So setze ich lieber wieder auf mich und den Erfolg meiner Arbeit und stecke meine Energie lieber in dessen Entwicklung.

Es gibt ein gutes Gefühl, Altes aus dem Schrank zu werfen, den inneren, bremsenden Schweinehund zu überwinden, der laut für das Festhalten an Gewohntem und eventuell noch Nützlichem, bellt. Er hat verloren. Wie nützlich kann eine Sache denn sein, die man ein Jahr nicht genutzt hat?

Und dann kommt die Frage auf: Alter Schwede, bist Du eigentlich bescheuert, dass Du S O VIELE Klamotten hast, und einen Teil davon nicht einmal anziehst?

Ja, ich bin wohl bescheuert!

Warum für diverse T-Shirts in verschiedenen Formen, Schnitten, Marken und Farben mein Geld ausgeben, wenn jeweils 8 schwarze und/oder weisse Shirts, in guter Qualität von einer Marke/Sorte und körperbetont geschnitten, reichen?

Warum 25 dicke Pullis für den Winter im Schrank haben, wenn ich maximal zwei oder drei davon an
(inzwischen) 4 oder 5 echten Wintertagen anziehe(n kann)?

Auf YouTube gibt es so manchen Videoblogger (siehe Matt im Video unten), der den Minimalismus lebt und ihn hin und wieder in seinen Videos erläutert. Ich finde diese Lebensweise interessant, weil man sich damit auf das Wesentliche konzentriert.

Matt zum Thema Minimalismus

Gleichzeitig zu meinem „Aufräum-Willen“, nervte mich mehr und mehr die überall schreiende Werbung für alles mögliche. Ganz krass fand ich es zum Black Friday 2018. Keine Frage, ich war auch auf der Jagd nach Schnäppchen und machte das ein oder andere, aber die Masse an Werbung erschlug mich am Ende förmlich und ich brauchte echt ein paar Tage Ruhe! Dabei wurde mir sehr deutlich, wieviel Zeit mir ein Klick auf Werbung raubt, durch Recherche und dem Versuch, eine Sache NOCH günstiger bekommen zu wollen!

Ich will hier keine Basis-Diskussion über Werbung und Konsum führen. Wer meinen Blog (und mich) kennt, weiss, dass ich selten Dogmen lebe und schon gar nicht propagiere. Für mich habe ich aber jetzt entschieden, dass jedes neu gekaufte Teil, ein altes ersetzen muss. So bleibt der Kleiderschrank immer gleich voll/leer! Und mehr als die aktuelle Kollektion, brauche ich definitiv nicht!

Wir werden jeden Tag vor Entscheidungen gestellt und wie oft stand ich schon vor dem Kleiderschrank und fragte mich: „Was ist jetzt das Passende / Richtige?“ Von einem Großteil dieser Entscheidungen habe ich mich nun befreit. Ich greife einfach in den Schrank, schnappe mir für den Alltag ein T-Shirt und gut is 🙂 . Diese Art kann durchaus entlastend sein, wie ich in den letzten Wochen bereits gemerkt habe. Sie lässt mir mehr Platz, Zeit und Energie für wichtigere Entscheidungen und trägt so zu einer gesteigerten Produktivität bei.

Natürlich wird mein Umfeld sich irgendwann fragen, ob ich (wirklich) nur weisse und schwarze T-Shirts habe und sonst nix (ein paar Hemden brauche ich aus beruflichen Gründen und einige aussieBum-T-Shirts behielt ich auch). Aber das wird mir egal sein. In einer Welt, die den Konsum und das Wachstum als Priorität erhebt, weiss ich, dass ein Umfeld anders denkt und handelt, als der einzelne, der sich dem gerne entziehen möchte. Mit meiner geänderten Lebensweise störe ich ja niemanden und als Missionar bin ich auch nicht unterwegs 😉 . Somit wird meine Art zwar auf Vorbehalte und Kopfschütteln stossen, aber die Mehrzahl wird grinsend darüber hinweg sehen!

Das Aufräumen ist bei mir noch lange nicht beendet. Es gibt weiter immens viel zu tun. Inzwischen bin ich allerdings so weit, dass ich langsam wieder mit Neuem starten kann/will. So habe ich in meinem Blog jetzt die Termine aktualisiert, die ich seit etwa Juni 2018 (!!!) vernachlässigt hatte. Als ich mir gestern die angesammelten Mails der Info-Dienste in meinem Postfach ansah und das Datum der ältesten Mail sah, war ich schockiert. Ich wusste, dass ich die Termine lange liegen gelassen hatte, aber Juni 2018? 🙄 Inzwischen habe ich die meisten zu alten Mails gelöscht, viele gestern und heute bearbeitet und damit meine Ruhrgebiets-Terminkalender für Events und Ausstellungen wieder aktualisiert und gefüllt. Wieder so eine Sache, die mich nach dem Aufräumen des Postfachs glücklich und zufrieden macht, verbunden mit dem Ziel, alle nun aktuell eingehenden Mails, unmittelbar am Tag des Eingangs bearbeiten zu wollen.

Aufräumen bedeutet nicht nur, den Mist der letzten Zeit wegzuschaufeln, manchmal einfach zu löschen/vernichten, sondern auch dafür zu sorgen, dass sich eine solche Situation nicht wiederholen kann! Auch daran arbeite ich nun. Dinge jetzt immer sofort zu erledigen, das füllt meine Zeit nun aus, denn ich habe ja an dieser Stelle für das Aufräumen nur zwei Bereiche von vielen angeführt 😉 .

Außerdem versuche ich so auch mit neuen Ideen und Projekten umzugehen. Das wird sicher der schwierigste Teil meiner Veränderung. Sobald eine Idee auftaucht, werde ich sie entweder sofort umsetzen oder erst einmal in ein „Ideen-Archiv“ legen. Dann wird zu einem zeitverfügbaren Moment entschieden, ob die ein oder andere Idee es wert ist, sie zu entwickeln. Momentan habe ich wirklich noch zuviel mit dem Aufräumen und Bearbeiten alter, wichtiger und noch nicht umgesetzter Projekte zu tun, die für mich prioritär sind.

Letztendlich bleibt mir die Erkenntnis, dass es gut voran geht und ich dabei immer wieder neue Wege entdecke, die mein Weiterkommen positiv beeinflussen. Das macht mich glücklich und darum geht es doch im Leben, oder? Zumindest bei mir 🙂

Wie bringst Du Dich im Leben voran?
Wie setzt Du Ideen und Ziele um?
Was sind Deine Tipps und Erfahrungen, die Du an dieser Stelle gerne an mich und andere weitergeben kannst 🙂