OSCAR 2017

Wer hat die OSCARS 2017 gewonnen? Eine Zusammenfassung!

Nun sind sie vergeben: die OSCAR 2017 !

Dass sie dieses Jahr eine massive politische Veranstaltung war, muss uns angesichts eines übereitlen, selbstgerechten und, zumindest für mich, persönlichkeitsgestörten US-Präsidenten Trump, nicht wundern!

Künstler aus dem Film- und Medien-Business sind zumeist weltoffen, kennen keine Grenzen in der Welt und keine Nationalitäten, wenn es darum geht, ein internationales (Film-)Projekt umzusetzen. So ist Trump für sie ein Mensch, der sie einschränken könnte und natürlich formiert sich dagegen Protest.

Leider hat es vermutlich auch dazu geführt, dass der deutsche Film „Toni Erdmann“ nicht den Golden Boy für den besten fremdsprachigen Film bekommen hat, für den er Monate zuvor noch favorisiert worden war. Doch dann kam das Einreise-Verbot von Trump und die Film-Industrie wollte ein Zeichen setzen. Es wurde THE SALESMAN, der Film von Asghar Fahadi, einem Regisseur aus dem Iran! Ob „Toni Erdmann“ wirklich deshalb keinen OSCAR bekam, who knows? 😉

Eine Zusammenfassung aller OSCAR-Gewinner findet Ihr (deutschsprachig) HIER, alle Preisträger UND die Nominierten sind H I E R aufgeführt (englisch).

OSCAR 2016 – Kommentar

Sie sind vergeben, die OSCARs 2016 🙂

Wie in den letzten Jahren habe ich mir die Verleihung NICHT im Fernsehen angeschaut. Einmal im Leben habe ich mir die Nacht für den Goldjungen um die Ohren geschlagen und war damals so oft fast eingeschlafen, dass ich mir schwor: NEVER AGAIN (Never say never :mrgreen: )!

Ob diese Show einen gesteigerten Unterhaltungswert hat und ob es sich dafür lohnt, die Nacht mit kalorienintensiven Lebensmitteln zu verbringen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich fand damals die Phasen zwischen den Preisvergaben doch recht zäh! Und…ich mag nun einmal nicht dieses schmalzige Selbstbeweihräuchern der Medienleute, insbesondere der amerikanischen!

Okay, kommen wir zum Wesentlichen.

Es gibt für mich 2016 drei Überraschungen:

  1. Der James Bond-Song aus SPECTRE erhielt den OSCAR für den besten Filmsong!
    HÄ?
    Ich persönlich hielt ihn für einen der schlechtesten Bond-Songs ever. Aus meiner Sicht fehlte ihm der typische Bond-Klang und ganz ehrlich…auf mich wirkte die Stimme des Sängers, sorry, eher eunuchenhaft, was für mich nicht gerade zu James Bond passt 😉 !
  2. Das Missbrauchsdrama SPOTLIGHT ist als bester Film des Jahres geehrt worden! KLASSE! Das setzt einmal mehr ein Zeichen, gerade in den USA, wo ich die Doppelmoral vieler Menschen als unerträglich und verlogen empfinde. Auch gegen diese Eigenschaften richtet sich, aus meiner Sicht, die Vergabe des OSCAR an diesen Film. Eine ausgezeichnete Wahl, auch wenn ich den Film erst noch sehen und bewerten muss…und ich freue mich drauf! 🙂
  3. Tja, MAD MAX: FURY ROAD ! Ganze 6 Junxx nimmt dieser Film mit nach Hause und ist damit der große Winner (??? siehe unten) of the 88th OSCAR-Show. Der war bei mir gar nicht auf der View-List, aber jetzt muss ich mir den wohl doch mal anschauen 🙂 . Tz…MAD MAX? Ich werde berichten 😉

Für mich ist der große Gewinner allerdings „The Revenant“. Mit den OSCARs für den besten Schauspieler, die beste Regie und die beste Kamera, gehen die wohl wichtigsten Einzel-OSCAR an diesen Streifen. Und tatsächlich sind es beeindruckende Bilder, die der Kameramann Emmanuel Lubezki eingefangen hat. Auch er sorgte dafür, dass ich den Film äusserst sehenswert fand!

Und sonst so?

ENDLICH hat Leonardo DiCaprio (KLICK) (WEBSITE) den Goldjungen! 😛 ❗ 😀
Er hat ihn mehr verdient als jeder andere Schauspieler. Was er an Leistungen gebracht hat, schauspielerisch, aber auch in Bezug auf die Auswahl der Themen und die Qualität seiner Filme, finde ich beachtlich und lobenswert.
Er kann Drama (The Revenant/Der große Gatsby/Aviator etc.), Komödie (Wolf of Wall Street/Catch me if you can) und Action (Departed/Inception/Shutter IslandBlood Diamond), aber auch seichtere Unterhaltung (Titanic/Der Mann in der eisernen Maske/The Beach), der er immer seinen eigenen Stempel aufsetzte. Für mich ein klasse Schauspieler, der viel zu lanhge ignoriert wurde!!! Aber das kennen wir ja schon von Steven Spielberg. Kommerziell äusserst erfolgreich, bei den OSCARs aber lange Zeit auf der Warteliste!

Ui, von den Filmen der nominierten Schauspielerinnen als beste Darstellerinnen, kenne ich bislang keine einzige! Brie Larson – die Gewinnerin – bisher nix von gehört! Zumindest nicht bewusst.

Dass AMY, die Doku über Amy Winehouse, den OSCAR in der Rubrik „Beste Dokumentation“ gewonnen hat, finde ich klasse. Der Film soll sehr gut sein…

Weitere Kleinigkeiten (aus meiner Sicht):

  • STAR WARS…nix Besonderes mehr im Filmgeschäft!
  • DER MARSIANER ging leer aus…schade! Toller Film!
  • EX MACHINA bekommt den OSCAR für die besten visuellen Effekte. Tatsächlich ein äusserst erwähnenswerter Film, nicht nur für diesen Bereich 😉
  • Die OSCARs verteilen sich wieder auf viele Filme. Das finde ich immer fairer und spannender, als wenn nur wenige die Goldjunxx massenhaft bekommen.

Damit sind die für mich wichtigsten Entscheidungen kommentiert. Wer sehen möchte, wer den OSCAR 2016 im Detail bekam, kann H I E R (in deutscher Sprache), H I E R im Live-Ticker der Tagesschau oder oder H I E R für die OSCAR-Website klicken 😉 .

THE ARTIST – verdienter OSCAR-Gewinner

OSCARS 2012

Die OSCAR-Nacht ist zu Ende. Auch wenn THE ARTIST (KLICK) in den Medien als Gewinner der Academy Awards dargestellt wird, hat der Konkurrenzfilm HUGO doch genau so viele goldene Jungs abgeschleppt, wie der in schwarz-weiß gedrehte Stummfilm. Aber…THE ARTIST gewann die begehrteren Filmpreise: Bester Film, bester Regisseur, bester Hauptdarsteller!

Wie ich den Film fand, meine Filmkritik, gibt es HIER zu lesen. HUGO habe ich bis jetzt noch nicht gesehen.

Welcher Film welchen OSCAR gewann, könnt Ihr HIER lesen.

Da ich arbeitstechnisch eine halbe Nachtschicht eingelegt hatte, konnte ich einen Teil der Verleihung auf PRO7 sehen. Ich weiss nicht, wer sich für dieses Sendung extra die Nacht um die Ohren schlägt, aber selbst für Filmfreaks, sollte die „Show“ eine Enttäuschung gewesen sein. Wenige Show-Einlagen zwischen den Preis-Verleihungen (klasse war aber Cirque de Soleil), ein nur selten ins Bild kommender Moderator und ansonsten eine Inszenierung der (gespielten?) Emotionen und Oberflächlichkeit, wie ich sie vor Jahren schon einmal gesehen hatte. Nur war damals das Programm ein schöneres und kein einfaches Ableiern der Preis-Übergabe.

Naja, die Golden Jungs sind verteilt, die Show zuende und ein neues Kinojahr startet. Warten wir ab, wer die nächsten Nominierten 2013 sein werden 😉

Filmkritik: BLACK SWAN

Filmkritik: BLACK SWAN, Kino, Film

Ballet ist, glaube ich, nicht so mein Ding und so war der Film Black Swan für mich schon eine Überwindung. Schließlich geht es in dem Film um eine Ballerina, die die Hauptrolle in dem weltberühmten Ballet Schwanensee anstrebt. Aber die Nominierung von Natalie Portman für den OSCAR, eben genau für ihre Rolle in Black Swan, gab den Ausschlag in den Film zu gehen.

Tja, wie beschreibe ich dieses Werk nun am besten? Ist es ein Thriller? Horror? Blutig ist es ja stellenweise, ekelig sowieso. Zuviel darf ich jetzt auch nicht schreiben, denn der Film lebt immens von Überraschungsmomenten und ich werde den Teufel tun 😈 , hier die Geschichte aufzulösen.

Black Swan gibt einen Einblick in die Ballet-Szene, stellenweise brutal, sicher aber auch realistisch. Dem Zuschauer wird der immense Erfolgsdruck, unter dem die Stars des Ballets stehen, nahe gebracht und gezeigt, wie „Diven“ entstehen 😉 .

Diesen Film muss man einfach sehen, wenn man Kino und erstklasige Unterhaltung liebt und nach dem Verlassen des Kinos das Gefühl mag, einen rundum perfekten, gut gemachten Film gesehen zu haben. Black Swan erinnert mich an MEMENTO oder ähnlich gemachte Filme, die den Zuschauer im Verlauf zunächst verwirren, ihm aber zugleich eine gelungene, ansteigend spannende Story und ein überraschendes Ende bieten.
Was ist real, was Fantasie? Die oft verwendete Handkamera trät zum Verwirrspiel und zur Spannung in entscheidenden Momenten hervorragend bei. Auch dafür gab es eine OSCAR-Nominierung, ebenso wie für den Regisseur Darren Aronofsky.

Natalie Portman gibt in dem Film eine überragende Leistung und ist, meiner Ansicht nach, zurecht für den OSCAR nominiert. Der Wechsel des Spiels zwischen Gut und Böse und ihre gezeigten Emotionen, gelingen Portman so intensiv gut, dass ich mich herrlich fallen lassen und mitfiebern konnte. Lange schon habe ich nicht mehr ein so starkes Schauspiel gesehen! Klasse! Erste Sahne! Und dazu noch der körperliche Einstz beim Tanzen…

Fazit: Unterhaltung der Extraklasse, auch wenn das Thema nicht so my Favorite ist, aber das spielt für die Beurteilung keine Rolle, ebenso wenig für meine Entscheidung, in den Film zu gehen, was ich absolut nicht bereue! Reingehen, sich begeistern lassen und hinterher ein bisschen Zeit einplanen, um wieder runterkommen zu können 😉 .

WEBSITE DES FILMS

Meine persönliche Wertung:

von 5 Punkten

5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, evtl. nochmal was fürs Free-TV
2 Punkte: geht nicht mal am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!

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DAS WEISSE BAND

Filmkritik Das Weisse Band, Kino Film

Dieser Film ist keine Produktion, er ist ein Kunstwerk! Das ist mein Fazit und erster Eindruck, nachdem ich den Kinosaal verlassen habe.

Berührt hat mich DAS WEISSE BAND nicht allein. Von den umherstehenden Besuchern des Films höre ich ähnliche Beschreibungen ihrer Emotionswelt, wie ich sie während der vergangenen 148 Minuten auch erlebt habe.

Es ist ein Schwarz-Weiß-Film und der Film ist düster. Gegen Ende frage ich mich, ob er tatsächlich so musikfrei war oder ob die musikalische Untermalung so genial unauffällig gewesen sein kann, dass ich mich nicht an sie erinnere?

1913. Die Ereignisse in einem kleinen Dorf werden erzählt. Das Dorf, irgendwo in Deutschland ein Jahr vor Kriegsausbruch, ist malerisch, die Ausstattung hat die Optik des Films realistisch in die Kaiserzeit verlegt. Manchmal fühlte ich mich der Stimmung nach in einem Zwitter aus DER NAME DER ROSE und der TV-Serie HEIMAT (vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere daran *smile*).

In den ersten Minuten des Films kommt es zu einem Unfall, dann bringt ein Todesfall die bisher harmonische Welt der Dorfbewohner und des Gutsherrn völlig aus dem Gleichgewicht! Das gegenseitige Misstrauen wächst,Gerüchte und Denunziationsversuche geben ihr Übriges. Der Zuschauer darf mitspekulieren und erfährt im Laufe der Handlung so Einiges über die achso gutbürgerlichen Verhältnisse in einigen Familien des Dorfes. Da tun sich Abgründe auf…

Der Film ist ruhig, fast zu ruhig, wäre da nicht diese ungemeine Spannung, die der Zuschauer als dauerhafte Beklemmung empfindet, unter anderem ausgelöst durch Unterordnungsbekundungen der Kinder ihrem „Herrn Vater“ gegenüber. Für mich ein fast unerträgliches Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Und dann diese Institution Kirche, die als moralische Instanz gezeigt wird, natürlich vielfach überzogen, aber durchaus nachvollziehbar realistisch, wenn der Vater, der Dorfpfarrer, seine Kinder mit einem Stock verdrischt!

Ja, düster und beklemmend, in Kombination mit einer hervorragenden Kameraführung und dem Schwarz-Weiss-Effekt, ist, was den Film zu einem außergewöhnlichen Streifen macht und weshalb ich die OSCAR-Nominierung (endlich mal kein Film, der sich mit der braunen Diktatur beschäftigt!) gut nachvollziehen kann!

Was mich im ersten Moment etwas irritierte, und nicht nur mich, war das rasche Ende des Films. Zunächst ließ der Film viele Fragen offen, aber eigentlich, nach einer kurzen Denkphase, wurde mir klar, dass die Antworten schon gegeben worden waren… 😉

Klasse gemacht und der Film erhält von mir 4 von 5 Punkten. Nochmal sehen möchte ich ihn allerdings nicht so schnell, was nichts mit der Qualität zu tun hat, sondern mit der vermittelten Stimmung. So schaue ich z.B. auch SCHINDLERS LISTE nicht mehr im TV, obwohl er einer der besten Filme der Geschichte ist, aber er ist mir schlicht zu stimmungstötend 🙂

DAS WEISSE BAND (Blu-ray) sollten sich alle anschauen, die einen interessanten Einblick in die deutsche Gesellschaft des Kaiserreichs bekommen möchten. Fand ich sehr aufschlussreich. Und natürlich ist die Machart faszinierend. Der Film löst beim Zuschauer was aus und das sind durchaus intensive Gefühle…viel Spaß dabei 😉

TRAILER zum Film

WEBSITE DES FILMS

Meine persönliche Wertung:

von 5 Punkten

5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, evtl. nochmal was fürs Free-TV
2 Punkte: geht nicht mal am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!
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