Besuch der Ausstellung „Wunder der Natur“ im Gasometer in Oberhausen

Der Gasometer in Oberhausen
Der Gasometer in Oberhausen

Der Gasometer (KLICK) in Oberhausen ist wohl die gewaltigste und beeindruckendste Ausstellungs-Location im Ruhrgebiet. Die Events, die ich hier bislang sehen durfte, waren durchweg faszinierend und von großer Klasse. Seit Mitte März 2016 läuft jetzt „Wunder der Natur“ in der „Tonne“ und ich habe mir die Ausstellung angeschaut.

Ausstellung „Wunder der Natur“ legt mit 100.000 Besuchern Rekordauftakt hin

Oberhausen (idr). Seit der Eröffnung von „Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen zählte die Schau bereits 100.000 Besucher. Damit ist sie die Ausstellung mit dem erfolgreichsten Start im Oberhausener Industriedenkmal. Die Schau beschäftigt sich mit dem Wachsen und Werden der Tiere und Pflanzen auf unserer Erde. Höhepunkt ist die Erde selbst: Als 20 Meter große Erdkugel schwebt sie im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers.
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Meldung des idr am 08.04.2016

Die riesige Erdkugel mit 20 Metern Durchmesser im Inneren des Gasometer in Oberhausen
Die riesige Erdkugel mit 20 Metern Durchmesser im Inneren des Gasometer in Oberhausen, Ausstellung Wunder der Natur

Frei schwebt die riesige Kugel über den beiden Ausstellungs-Ebenen im unteren Teil des Gasometer. Sie wird von mehreren Projektoren auf allen Ebenen der Kugel mit Satellitenbildern der Erde bedient und so kommt es den Besuchern vor, als würden sie quasi aus dem Weltraum auf die wunderschön blau strahlende Erde schauen. Es ist ein Anblick, den man auch bequem geniessen kann, wenn man Platz auf einem der riesigen Sitzkissen findet, die vereinzelt auf den Treppen, auf der einen Seite des Raums, verteilt liegen.

Die Erde im Gasometer Oberhausen, von oben aus betrachtet
Die Erde im Gasometer Oberhausen, von oben aus betrachtet, Ausstellung Wunder der Natur

Aber die Erde ist nicht nur von unten zu bestaunen. Mit einem gläsernen Aufzug fährt man ins stockdunkle Schwarz des oberen Raumes im Gasometer und hat plötzlich einen tiefen Blick von oben auf den blauen Planeten.

Über 100 Meter ist der Gasometer hoch und wer auf der obersten Ebene angekommen ist, der kann erst jetzt ermessen, was für ein Riesenraum diese „Tonne“ im Inneren bietet. Gigantisch!

Blick in die untere Ausstellungsebene des Gasometer in Oberhausen bei "Wunder der Natur"
Blick in die untere Ausstellungsebene des Gasometer in Oberhausen, Ausstellung „Wunder der Natur“

Damit habe ich das attraktivste Ziel dieser Ausstellung schon vorweg genommen. Allerdings sollte der Besucher sich zunächst die Ausstellungs-Exponate der beiden Ausstellungsebenen vornehmen. Gezeigt werden großformatige Fotos, die Tiere und Szenen aus der Natur zeigen.

Blick in einen Teil der zweiten, oberen Ausstellungsebene im Gasometer Oberhausen, Wunder der Natur
Blick in einen Teil der zweiten, oberen Ausstellungsebene im Gasometer Oberhausen, Ausstellung Wunder der Natur

Erstaunlich, was es da zu lesen und zu entdecken gibt. Beispielsweise kommuniziert der Wal mit Artgenossen über Strecken bis zu 1400 km hinweg. Allein durch diese Info wird mir klar, welch einem Stress allein diese Tiere durch die vom Menschen ins Wasser gebrachte Technik ausgesetzt sein müssen. Denn die Kommunikation der Wale setzt ja feine Sinnesorgane voraus und was muss denen da im Wasser alles zu Ohren kommen?

Zwei fotografische Großaufnahmen: Links das Auge eines Pferdes, rechts Hände eines Affen
Zwei fotografische Großaufnahmen: Links das Auge eines Pferdes, rechts Hände eines Affen, Gasometer Oberhausen, Ausstellung Wunder der Natur

Mehrfach wird in der Ausstellung darauf hingewiesen, dass wir Menschen mit unserem Guinness-Buch der Rekorde eigentlich Winzlinge sind im Vergleich zu den unglaublichen Leistungen, die es in der Tier- und Pflanzenwelt gibt. Das ist auch das Spannende an „Wunder der Natur“ und die großformatigen, scharfen Bilder sind, wie wir es in der Vergangenheit schon von anderen Ausstellungen im Gasometer gewohnt waren, schön anzusehende Unterstützer der informativen Texte.


Fazit:

Ruhrgebietler und jene, die unsere Region besuchen, sollten sich auf ihrem Besuchsplan unbedingt „Wunder der Natur“ als einen der wichtigen Zielpunkte eintragen. Die Ausstellung ist faszinierend und der Ausstellungsraum ist einzigartig und wer auch noch einen weiten Blick über das Ruhrgebiet aus über 100 Metern Höhe bekommen möchte, betritt das Dach des Gasometers und geniesst (bei gutem Wetter) die beeindruckende Fernsicht auf unsere Region. Dieser Besuch bleibt auf jeden Fall unvergesslich!

Die Ausstellung „Wunder der Natur“ läuft noch bis zum 30.12.2016.
Ungefährer Zeitaufwand für den Besuch: ca. 3-4 Stunden

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Gasometer-Ausstellung: Magische Orte

Ausstellung Magische Orte im Gasometer in Oberhausen, Ruhrgebiet

In der Hochzeit der Ruhrgebiets-Produktion von Kohle und Stahl, war die durchgängige Versorgung mit Gas für die Produktion ein Problem. Nicht immer stand das in den Eisenhütten entstehende Gicht-Gas für die weitere Produktion zur Verfügung, andererseits wurde oft überschüssiges Gas sogar abgefackelt. Dieses Gas fehlte dann in Spitzenzeiten. Um diese Lücke zu schließen, entstanden riesige Gas-Speicher. Der 1929 vollendete Gasometer in Oberhausen ist der europaweit größte dieser Art und hat eine Höhe von 117,5 und einen Durchmesser von 67,6 Metern.

Der Gasometer in Oberhausen im Ruhrgebiet ist der europaweit größte seiner Art
Der Gasometer in Oberhausen im Ruhrgebiet ist der europaweit größte seiner Art

1988 wurde der Gasometer dann still gelegt. Zunächst vom Abriss bedroht, wurde das Bauwerk 1993/94 renoviert und existiert seitdem in der jetzigen Form.

MAGISCHE ORTE“ heisst die aktuelle Ausstellung und sie zeigt in beeindruckenden Bildern die schönsten bzw. die magischsten, natürlichen und vom Menschen geschaffenen Orte unseres Planeten.

Blick auf die untere Ebene der Ausstellung "Magische Orte" im Oberhausener Gasometer
Blick auf die untere Ebene der Ausstellung „Magische Orte“ im Oberhausener Gasometer

Auf der ersten Ebene geht es um die schönsten Naturwunder der Erde. Großformatige Fotos vermitteln ein herrliches Feeling dieser Naturschönheiten und Texttafeln liefern dazu weitere Informationen.

Auf der zweiten, oberen Ebene sind vom Menschen gebaute Sehenswürdigkeiten zu sehen. Zudem findet sich in der Mitte des Gasometers die 43 Meter hohe Baumskulptur „Regenwaldbaum“, die in diversen Lichtern gehüllt, immer wieder neue Ansichten bietet.

Schließlich bietet sich dem Besucher noch die Möglichkeit, das Dach des Gasometers zu besuchen. Wer sich die Ausstellung anschaut, sollte die etwa 10-15 Minuten Wartezeit am Aufzug in Kauf nehmen und die unglaubliche Aussicht über das Ruhrgebiet genießen. Bei klarer Sicht kann man von dort oben bis zu 35 km weit schauen. Es sind diverse Besucherbuchten mit erklärenden Schildern angebracht. Ein geniales Erlebnis, das dem Besucher das sehr grüne Ruhrgebiet zeigt…

Alles in allem ist „Magische Orte“ eine eindrucksvolle, unterhaltsame Ausstellung, die ich jedem empfehlen kann. Kritikpunkte gibt es von mir allerdings auch. So finde ich die erklärenden Schilder viel zu klein bedruckt und die Texte sind nicht immer informativ genug. So fehlt zu manch einem Foto tatsächlich der Ort, an dem diese Schönheit der Natur zu finden ist.

Die Fotos haben überwiegend eine ausgezeichnete Qualität. Manche allerdings sind derart grob pixelig, dass sie den positiven Gesamteindruck etwas trüben. Das ein oder andere Bild musste ich einfach nicht sehen, da die Qualität der Aufnahme so grauenvoll schlecht (auf die Größe des Posters aufgeblasen) war, dass es mir kein angenehmes Gefühl machte. Da die positiven Aspekte überwiegen, möchte ich die Ausstellung aber empfehlen.

Der Eintritt kostet 8,00 €, Kombi-Tickets zum Besuch der Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen (9,50 €) oder des LVR Industriemuseums (9,00 €) lohnen sicher ebenfalls, wenn einem die umfangreiche Ausstellung des Gasometers noch nicht reichen mag.

Weitere Infos: Gasometer

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Ralf König-Ausstellung

Ludwig Galerie Schloss Oberhausen zeigt Werke von Comic-Zeichner Ralf König

„Der bewegte Mann“ kommt nach Oberhausen: Der Künstler Ralf König – „Vater“ der knollennasigen Comic-Figuren und des „bewegten Mannes“ – stellt seine Zeichnungen und Bildergeschichten vom 19. September bis zum 31. Januar in der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen aus.
Der 1960 geborene König gilt als einer der wichtigsten deutschen Comic-Zeichner. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Beobachtung des (homo)erotischen Miteinanders. „Der bewegte Mann“ machte ihn 1986 einem breiteren, zunehmend heterosexuellen Publikum bekannt. Seine Comics wurden verfilmt oder erfolgreich als Puppenspiel aufgeführt.
König hat eigens für diese Ausstellung einige großformatige Arbeiten angefertigt. Er wird auch mehrmals selbst vor Ort sein. Die Ludwig Galerie widmet dem Zeichner als erstes Ausstellungshaus eine umfassende Schau. (Quelle: IDR)

LINK ZUR WEBSITE

Na das werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen 🙂 Die Ludwig-Galerie ist ja auch Bestandteil der RuhrTopCard 😉 Fein fein…ich werde berichten!