#Filmkritik – JURASSIC WORLD 2 – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH

Meine Filmkritik zu JURASSIC WORLD 2 - DAS GEFALLENE KÖNIGREICH, Film, Kino

Okay, ich will gar nicht lange über die Handlung schreiben und gleich zum Thema kommen:

Die Insel, auf der die Saurier seit Teil 4 der Urzeitwesen-Saga frei leben können (siehe „Jurassic World„), droht durch einen Vulkanausbruch zerstört zu werden. Die Leiterin des ehemaligen Parks (Claire Dearing) und ihr (inzwischen) Ex, der Tierbändiger Owen, werden von einem reichen Industriellen (Ben Lockwood) angeheuert, um die Saurier auf eine neue Insel zu bringen. Zu spät erkennen die Beiden, dass sie aus Sicht des geldgierigen  Lockwood-Assistenten (Eli Mills) überflüssig sind und entsorgt werden sollen. Aber…ihre Gegner haben nicht mit dem Überlebenswillen von Claire und Owen gerechnet!

Hört sich iwie an, wie Teil 2 oder 4 ? Yopp! Böse Industrielle, skrupellose Forscher und sich selbst beweise wollende Großwildjäger…kennen wir alles schon. Schade!

Auch die Flucht vor pyroklastischen Wolken bei Vulkanausbrüchen, mit einer Hitze von 300 bis zu 800°C im Inneren, ist des öfteren verfilmt worden. In DANTES PEAK gelang die Flucht vor einem pyroklastischen Strom, der bis zu 700 km schnell sein kann, mit dem Auto. In JURASSIC WORLD 2 – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH, schafft Owen sogar, obwohl schon von den Ausläufern einer Wolke eingeholt, noch den Sprung ins rettende Wasser. W O W ! Aber in der Realität gibt es ja auch keine Saurier! 😛

Die Handlung des Films langweilte mich, trotz der o.g. Parallelen, dennoch nicht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch nicht oft das Gefühl von Spannung hatte. Das mag daran liegen, dass es diverse Handlungsstränge gab, einiges vorhersehbar war und nicht wirklich irgendein Gefühl bei mir aufkam, sich um die Hauptdarsteller sorgen zu müssen. Auch waren die Saurier für mich zu selten eine Bedrohung, so wie es in den früheren Folgen war.

Dafür waren die Special-Effects einmal mehr überragend. Gerade beim neu konzipierten Saurier sieht man fliessende Bewegungen und sogar Anzeichen eines überzeugenden Charakters werden spürbar. Klasse gemacht!

Fazit
Yoah, das war`s auch schon. Zwei Stunden Film, das Bewusstsein, diesen JURASSIC WORLD 2 von der View-List abhaken zu können und ein entspanntes Gefühl beim Verlassen des Kinosaals, aber ohne große Anschluss-Emotionen, so lässt sich mein Besuch der neuesten Spielberg-Produktion am besten zusammenfassen.
Muss man den Film sehen? Hm, also ich fand schon, dass der neueste Jurassic-Streifen unterhaltsam ist, aber ich glaube auch, Hardcore-Fans wird dieser Teil eher enttäuschen als begeistern.
Wird es einen nächsten Teil geben? Thematisch legt JW2 dazu das Fundament. Allerdings ist JURASSIC WORLD 2 derzeit (noch) nicht so der Kassenhit. Schließlich hängt am wirtschaftlichen Erfolg eines 170 Millionen-Dollar-Streifen auch immer das nächste Projekt…warten wir`s ab!

WEBSITE ZUM FILM

IMDB-INFOS

Meine persönliche Wertung:

Ganz unterhaltsam, haute mich aber auch nicht aus den Schlappen, deshalb:

3+ von 5 Punkten

5 Punkte: WOW! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Klasse gemacht, tolle Unterhaltung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag oder auf Free-TV-Premiere warten!
2 Punkte: geht nicht mal im Fernsehen als gut durch!
1 Punkt : Volle Zeit- und Geldschverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉

 

 

Besuch der Ausstellung „Night and Day“ des Fotografen Axel Hütte im Museum Kunstpalast / Düsseldorf

Axel Hütte, Night and Day, Ausstellung im Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Letztens hatte ich die Möglichkeit, online ein ermäßigtes Ticket für die Ausstellung „Night and Day“ des Fotografen Axel Hütte im Museum Kunstpalast in Düsseldorf zu ergattern. Bis zum 15. Oktober hatte ich damit Zeit, die Schau zu sehen.

Für mich zählen solche Besuche natürlich zur kulturellen Bildung, aber auch, um mich von anderen Fotografen oder Fotografie-Künstlern inspirieren zu lassen.

Axel Hütte war mir bis dato unbekannt. Im Flyer der Ausstellung wird er als einer „der wichtigsten Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule“ und „Meister der Landschaftsfotografie“ vorgestellt. Gezeigt werden ca. 70 Fotos im Großformat. Es sind Landschaftsmotive oder Aufnahmen aus Mega-Cities.

Wenn ich in die Ausstellung eines so hochgelobten Fotografen gehe, erwarte ich natürlich außergewöhnliche Ausstellungsstücke. Um meine Bewertung gleich vorweg zu schreiben: Ich bin enttäuscht!
Die (zum Glück ermäßigten) 9,00 € hätte ich mir sparen können und der Besuch im Kino, für einen mittelmäßigen Film, hätte mir wahrscheinlich mehr Unterhaltungswert beschert, als Axel Hütte`s Aufnahmen.

Ich frage mich, welche der gezeigten Fotos wirklich künstlerisch wertvoll sind, die der Grund dafür sein könnten, dass dieser Fotograf den Platz und die Zeit für eine Ausstellung im Museum Kunstpalast bekommt?
Mag sein, dass meine künstlerischen Kenntnisse für diese Werke nicht ausreichen, aber ich gehe in solch eine Ausstellung, um mich begeistern zu lassen, manchmal natürlich auch, um künstlerisch Wertvolles zu sehen. Dabei entscheidet mein Bauchgefühl, was positiv und was weniger positiv auf mich wirkt. Ich denke mal, so betrachten die meisten Menschen auf diesem Planeten Kunst!

Jedenfalls frage ich mich, wenn ich die hohe Kunst eines Schaffenden anzweifle, auch immer, was in dem ein oder anderen Werk, das mir nichts gibt, wohl aus Sicht der Kunst, so bezeichnendes sein kann/soll, dass es den Weg in eine Ausstellung schafft?

Bei Axel Hütte habe ich mich das sehr oft gefragt. Es beginnt mit Landschaftsaufnahmen aus Süd-Amerika, die recht düster anmuten. Bei den Motiven fällt auf, und das mag sein individueller Stil sein, dass etwa zwei Drittel bis drei Viertel des Fotos mit dunklem Himmel oder hellem Nebel gefüllt sind. Kurz gesagt: Größtenteils ist da nichts zu Sehen! Auf einem einzigen Bild fand ich diese Komposition gelungen. Sie zeigte eine Reihe kahler Bäume in einer Winter- oder Nebel-Landschaft, bei der die Bäume in der Ferne immer mehr im Hellen verschwanden.

Dann diese Fotos, die ich für nicht einmal sehenswert erachte, weil ich finde, dass sie nichts Aufregendes zeigen. Als Beispiel möchte ich eine Tropsteinhöhle mit dem Titel „Underworld-3“, dann das Bild „Monkey’s Island, Germany und vor allem „Geäst“ anführen. Diese Fotos sind aus meiner Sicht eines KÜNSTLERS nicht würdig!
Bei „Geäst“ halte ich die Kamera einfach, ja einfach, in einen zuvor ausgesuchten Baum mit Vogelnest und drücke ab. Wohlgemerkt: Nicht mit meiner Kamera, sondern mit dem Smartphone, weil das Motiv, so wie ich es von Hütte sah, meinem Empfinden nach, kein hochwertiges Equipment benötigt. Es ist für mich ein Alltagsfoto ohne künstlerischen Wert, dass ich auf Instagram oder bei Twitter von Amateueren in ähnlicher Weise gezeigt finde.

„Monkey’s Island, Germany“…hey, was soll das? Solche Fotos lösche ich, ebenso wie zwei weitere, aus meiner Sicht, völlig unterbelichtete Nieten, von meiner Kamera, weil ich mich dafür schämen würde, wenn ich sie anderen zeigte.
Auf den, von mir so empfundenen „Nieten“ ist nichts weiter zu sehen, als eine nächtliche Umgebung mit in weiter Ferne befindlicher Lichtquelle, die sich bei näherem Hinsehen als Haus herausstellt.
Hier hängen solche Bilder in einer Ausstellung! Haben wir so wenige gute, kreative und künstlerisch anspruchsvolle Fotografen in Deutschland, die mir für den Eintrittspreis, meine Zeit und mein begieriges Verlangen nach Aufnahme von neuen Inspirationen, mehr bieten könnten, als dieser Axel Hütte?

War also alles schlecht und die Ausstellung ist ein Voll-Flop?

NEIN!

Einiges hat mir gefallen. Gut sogar. Faszinierend fand ich die Arbeiten, die bei nahem Hinsehen unscharf waren und wie zwei Bilder übereinander gelegt wirkten, von weitem aber eine gewissen Schärfe erzeugten. Zudem waren sie mit metallenen Effekten überzogen (?), was den Fotos eine schön anzusehende Erscheinung gab. Das Motiv, Häuser in einer Mega-City, passte dazu.

Übrigens gefiel mir die penible Genauigkeit, mit der gerade die Stadt-Fotos, parallel zu den Rändern hin ausgerichtet sind.

Die Natur auf den Kopf gestellt hat Hütte, einige sich im Wasser spiegelnde Landschaften als Motiv gewählt. Nur am unteren Bildrand angedeutet, liess sich noch die Schärfe der Natur ausserhalb des Wassers erkennen.

Eindrucksvoll fand ich auch die „Brückenbilder“, auf denen Axel Hütte den oberen und unteren Träger von Eisenbahnbrücken als Bildränder nutzt. Der Betrachter blickt dann durch die Seitenträger der Brücken auf die im Hintergrund liegende Landschaft, wie durch ein Gitter.

Fazit
Ich bin von der Ausstellung größtenteils entäuscht! Die aus meiner Sicht wenigen gelungenen Aufnahmen, gleichen jene Fotos nicht aus, vor denen ich stand und breit grinsen musste, weil ich es nicht fassen konnte, dass solche Aufnahmen den Weg in eine Ausstellung schaffen und dass diese Fotos von einem KÜNSTLER und hoch angesehenen Fotografen stammen sollen.

Wer sich die Ausstellung anschaut, wird vielleicht wie ich, und das ist irgendwie auch das Interessanteste an dieser Schau gewesen, emotional durcheinander gewirbelt und sicher viel Stoff für Diskussionen finden.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 14.Januar 2018. Weitere Infos findet Ihr H I E R

Einige Bilder, die ich hier besprochen habe, findet Ihr auch in der Bildergalerie, die HIER verlinkt ist.

Natürlich interessiert mich, wenn Du die Ausstellung ebenfalls besucht hast, ob Du meine Meinung teilst oder ob Du ganz andere Eindrücke mitgenommen hast. Nutze einfach das Kommentarfeld für Deine Meinung, ich bin gespannt. 🙂

„Hollywood auf dem Johannisberg“ – Film-Musik-Event der Wuppertaler Sinfoniker 2017

Titelbild des Artikels über die Wuppertaler Sinfoniker zum Konzert "Hollywood auf dem Johannisberg" am 26.03.2017 in der Historischen Stadthalle in Wuppertal

Historische Stadthalle in Wuppertal

Vor einem Jahr war ich zum ersten Mal in Wuppertal bei den Sinfonikern in der Historischen Stadthalle zu Gast (KLICK). Unter der Leitung des Dirigenten Nic Raine, wurden im Rahmen des Konzertes „Hollywood auf dem Johannisberg“ diverse Film-Musiken gespielt. Diese Veranstaltung beeindruckte und begeisterte mich so sehr, das ich mich dazu entschloss, auch 2017 das Konzert zu besuchen. Gestern war es soweit…

Blick in den Konzertsaal der Historischen Stadthalle Wuppertal von unseren Plätzen ausWährend wir 2016 noch unten im Konzertsal saßen, wählte ich dieses Mal Sitze auf dem Balkon in der Historischen Stadthalle in Wuppertal. Diese Plätze boten uns einen herrlichen Überblick über die Halle und die Besucher. Einziger Nachteil: Nicht alle Mitglieder der Sinfoniker waren von unseren Sitzen aus zu sehen. So blieb uns zum Beispiel der Blick auf die Harvenspielerin verwehrt, weil sie in einem für uns ungünstigen Winkel musizierte.

Das Programm war wieder abwechslungsreich und vielfältig. Dieses Jahr wurde der erste Teil des Konzerts von eher ruhigeren Musikstücken bestimmt, während es nach der Pause schwungvoller und musikalisch „kräftiger“ weiter ging. Die gespielten Soundtracks findet Ihr auf dem nachstehenden Bild.

Programm des "Holywood auf dem Johannisberg"-Konzert der Wuppertaler Sinfoniker in der Historischen Stadthalle am 26.März 2017Durch das Programm führte auch dieses Jahr wieder der Dirigent Nic Raine. Seine humorigen Einleitungen zu den Musikstücken, brachten ihm einmal mehr viele Sympathien und Lacher der Zuschauer ein.

Am Ende schlug den Sinfonikern ein tosender und begeisterter Applaus entgegen. Als Belohnung gab es zwei Zugaben und das Publikum ließ mit dem Applaudieren erst nach, als der Saal wieder voll beleuchtet wurde und die Orchester-Mitglieder langsam ihr Podest verließen.

FAZIT:
„Hollywood auf dem Johannisberg“ ist für mich einer der lohnenswertesten des Jahres. Nicht nur, dass hier Profis musikalisch ihr Bestes geben, auch die Atmosphäre des Konzertsaales trägt, mit einer für unsere Region recht prunkvollen Ausstattung dazu bei, dass dieses Konzert einen würdigen Rahmen erhält.
Zudem sind die Ticket-Preise, im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen in größeren Städten, aus meiner Sicht, moderat.

Bleibt noch anzumerken: Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, findet die Historische Stadthalle in Wuppertal recht nah am Hauptbahnhof gelegen. Zwar sind die Fahrzeiten mit dem Zug aus dem Ruhrgebiet in die bergische Stadt nicht kurz, aber so umgeht man die vielen Baustellen in der City, die einem das Fahren und die Parkplatzsuche rund um die Historische Stadthalle schwer machen.

OSCAR 2017

Wer hat die OSCARS 2017 gewonnen? Eine Zusammenfassung!

Nun sind sie vergeben: die OSCAR 2017 !

Dass sie dieses Jahr eine massive politische Veranstaltung war, muss uns angesichts eines übereitlen, selbstgerechten und, zumindest für mich, persönlichkeitsgestörten US-Präsidenten Trump, nicht wundern!

Künstler aus dem Film- und Medien-Business sind zumeist weltoffen, kennen keine Grenzen in der Welt und keine Nationalitäten, wenn es darum geht, ein internationales (Film-)Projekt umzusetzen. So ist Trump für sie ein Mensch, der sie einschränken könnte und natürlich formiert sich dagegen Protest.

Leider hat es vermutlich auch dazu geführt, dass der deutsche Film „Toni Erdmann“ nicht den Golden Boy für den besten fremdsprachigen Film bekommen hat, für den er Monate zuvor noch favorisiert worden war. Doch dann kam das Einreise-Verbot von Trump und die Film-Industrie wollte ein Zeichen setzen. Es wurde THE SALESMAN, der Film von Asghar Fahadi, einem Regisseur aus dem Iran! Ob „Toni Erdmann“ wirklich deshalb keinen OSCAR bekam, who knows? 😉

Eine Zusammenfassung aller OSCAR-Gewinner findet Ihr (deutschsprachig) HIER, alle Preisträger UND die Nominierten sind H I E R aufgeführt (englisch).

GOP-Varieté in Essen: W E T – the show

GOP-Varieté: W E T - the show

Wer im Ruhrgebiet ein feines und unterhaltsames Geschenk, zum Beispiel für Muttertag 😉 sucht, der kann mit dem GOPVarieté in Essen (KLICK) eigentlich nichts falsch machen.

Die Show WET, die nur noch heute zu sehen ist, war einmal mehr gekennzeichnet von einem kreativen Programm, guter Unterhaltung, faszinierender Artistik und der ein oder anderen kleinen Überraschung für`s Publikum…in den ersten zwei Reihen :mrgreen: !

Badewannen auf der Bühne, zwei „Sopranistinnen“, die die Artisten bei ihrer Einlage begleiten und vielfältige Versionen von „Pack die Badehose ein“ oder „Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh`n“, dazu eine Comedy-Frau, die (fast) wortlos gekonnt durch das Programm führt, sind der Rahmen der Show WET.

Wie immer stellten sich die Artisten/Darsteller vor, natürlich im Zusammenspiel mit den Badewannen, was einerseits recht erotisch, andererseits aber auch sehr kreativ gestaltet war.

Während der erste Teil für mich sehr unterhaltsam und, geprägt von den schön geformten Oberkörpern, optisch ein Genuss war 😉 , rutschte der zweite Teil, aus meiner Sicht, eher in ein Dahinplätschern. Nein, langweilig war es nicht, aber ein wenig mehr Akrobatik hätte ich mir schon gewünscht.

Die Artisten wirkten auf mich, wie immer im GOP, sehr professionell, allein der Jonglage-Künstler wartete mit ein paar Fehlern auf, was auf mich, weil es zuviele waren, etwas störend wirkte. Da kenne ich aus diesem Varieté bessere Künstler dieser Sparte!

Alles in allem war WET aber eine etwas andere Show des GOP. Wer diese Show in Essen verpasst hat, sie aber noch sehen möchte, bekommt vom 13.Juli-28.August 2016 in Münster noch einmal die Chance, sie zu sehen 🙂 .

Besuch der Ausstellung „Wunder der Natur“ im Gasometer in Oberhausen

Der Gasometer in Oberhausen
Der Gasometer in Oberhausen

Der Gasometer (KLICK) in Oberhausen ist wohl die gewaltigste und beeindruckendste Ausstellungs-Location im Ruhrgebiet. Die Events, die ich hier bislang sehen durfte, waren durchweg faszinierend und von großer Klasse. Seit Mitte März 2016 läuft jetzt „Wunder der Natur“ in der „Tonne“ und ich habe mir die Ausstellung angeschaut.

Ausstellung „Wunder der Natur“ legt mit 100.000 Besuchern Rekordauftakt hin

Oberhausen (idr). Seit der Eröffnung von „Wunder der Natur“ im Gasometer Oberhausen zählte die Schau bereits 100.000 Besucher. Damit ist sie die Ausstellung mit dem erfolgreichsten Start im Oberhausener Industriedenkmal. Die Schau beschäftigt sich mit dem Wachsen und Werden der Tiere und Pflanzen auf unserer Erde. Höhepunkt ist die Erde selbst: Als 20 Meter große Erdkugel schwebt sie im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers.
INFOKLICK

Meldung des idr am 08.04.2016

Die riesige Erdkugel mit 20 Metern Durchmesser im Inneren des Gasometer in Oberhausen
Die riesige Erdkugel mit 20 Metern Durchmesser im Inneren des Gasometer in Oberhausen, Ausstellung Wunder der Natur

Frei schwebt die riesige Kugel über den beiden Ausstellungs-Ebenen im unteren Teil des Gasometer. Sie wird von mehreren Projektoren auf allen Ebenen der Kugel mit Satellitenbildern der Erde bedient und so kommt es den Besuchern vor, als würden sie quasi aus dem Weltraum auf die wunderschön blau strahlende Erde schauen. Es ist ein Anblick, den man auch bequem geniessen kann, wenn man Platz auf einem der riesigen Sitzkissen findet, die vereinzelt auf den Treppen, auf der einen Seite des Raums, verteilt liegen.

Die Erde im Gasometer Oberhausen, von oben aus betrachtet
Die Erde im Gasometer Oberhausen, von oben aus betrachtet, Ausstellung Wunder der Natur

Aber die Erde ist nicht nur von unten zu bestaunen. Mit einem gläsernen Aufzug fährt man ins stockdunkle Schwarz des oberen Raumes im Gasometer und hat plötzlich einen tiefen Blick von oben auf den blauen Planeten.

Über 100 Meter ist der Gasometer hoch und wer auf der obersten Ebene angekommen ist, der kann erst jetzt ermessen, was für ein Riesenraum diese „Tonne“ im Inneren bietet. Gigantisch!

Blick in die untere Ausstellungsebene des Gasometer in Oberhausen bei "Wunder der Natur"
Blick in die untere Ausstellungsebene des Gasometer in Oberhausen, Ausstellung „Wunder der Natur“

Damit habe ich das attraktivste Ziel dieser Ausstellung schon vorweg genommen. Allerdings sollte der Besucher sich zunächst die Ausstellungs-Exponate der beiden Ausstellungsebenen vornehmen. Gezeigt werden großformatige Fotos, die Tiere und Szenen aus der Natur zeigen.

Blick in einen Teil der zweiten, oberen Ausstellungsebene im Gasometer Oberhausen, Wunder der Natur
Blick in einen Teil der zweiten, oberen Ausstellungsebene im Gasometer Oberhausen, Ausstellung Wunder der Natur

Erstaunlich, was es da zu lesen und zu entdecken gibt. Beispielsweise kommuniziert der Wal mit Artgenossen über Strecken bis zu 1400 km hinweg. Allein durch diese Info wird mir klar, welch einem Stress allein diese Tiere durch die vom Menschen ins Wasser gebrachte Technik ausgesetzt sein müssen. Denn die Kommunikation der Wale setzt ja feine Sinnesorgane voraus und was muss denen da im Wasser alles zu Ohren kommen?

Zwei fotografische Großaufnahmen: Links das Auge eines Pferdes, rechts Hände eines Affen
Zwei fotografische Großaufnahmen: Links das Auge eines Pferdes, rechts Hände eines Affen, Gasometer Oberhausen, Ausstellung Wunder der Natur

Mehrfach wird in der Ausstellung darauf hingewiesen, dass wir Menschen mit unserem Guinness-Buch der Rekorde eigentlich Winzlinge sind im Vergleich zu den unglaublichen Leistungen, die es in der Tier- und Pflanzenwelt gibt. Das ist auch das Spannende an „Wunder der Natur“ und die großformatigen, scharfen Bilder sind, wie wir es in der Vergangenheit schon von anderen Ausstellungen im Gasometer gewohnt waren, schön anzusehende Unterstützer der informativen Texte.


Fazit:

Ruhrgebietler und jene, die unsere Region besuchen, sollten sich auf ihrem Besuchsplan unbedingt „Wunder der Natur“ als einen der wichtigen Zielpunkte eintragen. Die Ausstellung ist faszinierend und der Ausstellungsraum ist einzigartig und wer auch noch einen weiten Blick über das Ruhrgebiet aus über 100 Metern Höhe bekommen möchte, betritt das Dach des Gasometers und geniesst (bei gutem Wetter) die beeindruckende Fernsicht auf unsere Region. Dieser Besuch bleibt auf jeden Fall unvergesslich!

Die Ausstellung „Wunder der Natur“ läuft noch bis zum 30.12.2016.
Ungefährer Zeitaufwand für den Besuch: ca. 3-4 Stunden

INFOKLICK