#Filmkritik – JURASSIC WORLD 2 – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH

Meine Filmkritik zu JURASSIC WORLD 2 - DAS GEFALLENE KÖNIGREICH, Film, Kino

Okay, ich will gar nicht lange über die Handlung schreiben und gleich zum Thema kommen:

Die Insel, auf der die Saurier seit Teil 4 der Urzeitwesen-Saga frei leben können (siehe „Jurassic World„), droht durch einen Vulkanausbruch zerstört zu werden. Die Leiterin des ehemaligen Parks (Claire Dearing) und ihr (inzwischen) Ex, der Tierbändiger Owen, werden von einem reichen Industriellen (Ben Lockwood) angeheuert, um die Saurier auf eine neue Insel zu bringen. Zu spät erkennen die Beiden, dass sie aus Sicht des geldgierigen  Lockwood-Assistenten (Eli Mills) überflüssig sind und entsorgt werden sollen. Aber…ihre Gegner haben nicht mit dem Überlebenswillen von Claire und Owen gerechnet!

Hört sich iwie an, wie Teil 2 oder 4 ? Yopp! Böse Industrielle, skrupellose Forscher und sich selbst beweise wollende Großwildjäger…kennen wir alles schon. Schade!

Auch die Flucht vor pyroklastischen Wolken bei Vulkanausbrüchen, mit einer Hitze von 300 bis zu 800°C im Inneren, ist des öfteren verfilmt worden. In DANTES PEAK gelang die Flucht vor einem pyroklastischen Strom, der bis zu 700 km schnell sein kann, mit dem Auto. In JURASSIC WORLD 2 – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH, schafft Owen sogar, obwohl schon von den Ausläufern einer Wolke eingeholt, noch den Sprung ins rettende Wasser. W O W ! Aber in der Realität gibt es ja auch keine Saurier! 😛

Die Handlung des Films langweilte mich, trotz der o.g. Parallelen, dennoch nicht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch nicht oft das Gefühl von Spannung hatte. Das mag daran liegen, dass es diverse Handlungsstränge gab, einiges vorhersehbar war und nicht wirklich irgendein Gefühl bei mir aufkam, sich um die Hauptdarsteller sorgen zu müssen. Auch waren die Saurier für mich zu selten eine Bedrohung, so wie es in den früheren Folgen war.

Dafür waren die Special-Effects einmal mehr überragend. Gerade beim neu konzipierten Saurier sieht man fliessende Bewegungen und sogar Anzeichen eines überzeugenden Charakters werden spürbar. Klasse gemacht!

Fazit
Yoah, das war`s auch schon. Zwei Stunden Film, das Bewusstsein, diesen JURASSIC WORLD 2 von der View-List abhaken zu können und ein entspanntes Gefühl beim Verlassen des Kinosaals, aber ohne große Anschluss-Emotionen, so lässt sich mein Besuch der neuesten Spielberg-Produktion am besten zusammenfassen.
Muss man den Film sehen? Hm, also ich fand schon, dass der neueste Jurassic-Streifen unterhaltsam ist, aber ich glaube auch, Hardcore-Fans wird dieser Teil eher enttäuschen als begeistern.
Wird es einen nächsten Teil geben? Thematisch legt JW2 dazu das Fundament. Allerdings ist JURASSIC WORLD 2 derzeit (noch) nicht so der Kassenhit. Schließlich hängt am wirtschaftlichen Erfolg eines 170 Millionen-Dollar-Streifen auch immer das nächste Projekt…warten wir`s ab!

WEBSITE ZUM FILM

IMDB-INFOS

Meine persönliche Wertung:

Ganz unterhaltsam, haute mich aber auch nicht aus den Schlappen, deshalb:

3+ von 5 Punkten

5 Punkte: WOW! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Klasse gemacht, tolle Unterhaltung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag oder auf Free-TV-Premiere warten!
2 Punkte: geht nicht mal im Fernsehen als gut durch!
1 Punkt : Volle Zeit- und Geldschverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉

 

 

Smartphone-Ausfall – Adieu LG G3, hallo…………….

Mein neues Smartphone - Back 2 HTC: Das U11

Es war das Smartphone, mit dem ich in meinem Leben wohl am intensivsten „gearbeitet“ habe: Das LG G3 ! Einfach ein tolles und robustes Smartphone mit leichter, intuitiver Bedienung und…mit einem Wechsel-Akku ausgestattet. Aber knapp 6 Wochen, nachdem ich einen Ersatz-Akku eingesetzt hatte, ließ sich das Display gestern nicht mehr aktivieren und nach dem Neustart kam entweder gar nichts oder ein grüner Bildschirm. Es ist vorbei, das LG G3 hat bei mir ausgedient, es ist Schrott 🙁

Ausgerechnet jetzt. Gerade habe ich nach monatelanger Suche, die für mich wohl optimalste DSLM-Kamera gefunden und gekauft und nun fällt ganz plötzlich mein Smartphone aus. Dass ich all meine Daten auf dem Smartphone verloren habe, sei nur am Rande erwähnt.

Ich bin nicht der Typ, der mit Mittelklasse-Geräten hantiert, es muss schon was Gehobeneres sein. Nicht etwa, weil ich damit protzen will, sondern weil ich Ansprüche an ein Smartphone habe, die in der mittleren Klasse nicht erfüllt werden (können). Und das kostet natürlich. Aber habe ich gerade mal eben so 700 bis 1.000 € über? Nein!

Zudem kann ich mir eine erneute monatelange Suche nicht leisten, dazu bin ich mit dem mobilen Gerät viel zuviel und zu oft unterwegs. Das muss jetzt schnell gehen…sehr schnell!

Ich schaute also erst einmal bei meinem Zweit-Anbieter O2 nach, der Handys mit einem 24-monatigen Abzahlplan anbietet. So kann sich fast jeder ein hochwertiges Mobilphone leisten. Ein iPhone sollte es nicht sein. Das finde ich zwar reizvoll, aber viel zu teuer für das, was es bietet. Da ich mit dem LG G3 super zufrieden war, suchte ich nach Geräten dieses Herstellers. Das G6 ist das aktuelle Flagschiff und, gerade auf den Markt gekommen…das V30 (KLICK) ! Letzteres finde ich ausgesprochen edel und es bekam bisher gute Kritiken. Negativ ist allerdings der Preis von satten 895 € 🙁 . Hey…bin ich doof? Was kann ich mir für fast 1.000 € alles kaufen? Das G6 kam in den Kritiken nicht so gut weg und so blieb erst einmal nur eins: Google!

Wenn ich nicht weiterkomme, überlege ich mir zunächst, was ich von einem Gerät erwarte. Bei meinem nächsten Smartphone ist mir eines extrem wichtig: Es muss eine ausgezeichnete und nicht nur „gute“ Kamera haben! So spare ich mir vielleicht eine kleine Zusatzkamera, die ich praktisch immer in der Hosentasche hätte, um jederzeit ein gutes Bild schiessen zu können. Und tatsächlich: Nicht wenige Tests haben EIN Smartphone im Blick, das anscheinend in Sachen Foto und Video ausgezeichnete Dienste leistet. Das HTC U11 (KLICK) ist es!

Vor LG war ich tatsächlich Fan von HTC. Dann bauten sie den Akku fest in die neuen Geräte ein und das war der einzige Grund, warum ich mich nach dem HTC ONE für das G3 entschied, das im übrigen auch sehr gut in diversen Tests abgeschnitten hatte.

Ich verglich das HTC U11 mit dem LG V30 und entscheidend für mich waren letztendlich der Preis (LG ca. +350 € !!!) und die bessere Kamera und beides sprach für das HTC-Smartphone. Mit der Tatsache, dass beide Modelle einen fest verbauten Akku haben, damit muss ich leben, denn die meisten Hersteller bieten keine Geräte mehr mit Wechsel-Akku an.

Verpackung des HTC-Smartphone U11

Bei O2 kam ich auf 613 € für das Gerät, ohne Vertrag. Dann sah ich mich bei meinem aktuellen Mobilfunk-Anbieter, Vodafone, um. Ich kam auf die Idee, von der Vertragsverlängerung Gebrauch zu machen und gleich meinen Tarif auf den neuesten Stand zu bringen. Dazu rief ich die Hotline an, weil sich die Aktualisierung meines Vertrages, so wie ich sie mir vorstellte, nicht online erledigen ließ. Alles in allem klappte es…genau so, wie ich es mir gewünscht habe 🙂 . Und das Beste daran ist, dass ich noch drei Monate Grundgebühr spare (die praktisch meine Anzahlung für das neue Smartphone sind 😉 ) und natürlich die 10%-Rabattierung monatlich erhalte. Damit habe ich aktuell einen Tarif, der mich 8 GB lang mobil surfen lässt, der eine Flatrate für das Telefonieren und SMS-Schreiben beinhaltet und noch einige praktische Goodies für mich hat.

Das HTC U11 kostet mich bei Vodafone übrigens 82 € weniger, als bei O2!!! Gut, dafür bekomme ich nicht meine priorisierte Wunschfarbe, aber mit dem Silver-Blue bin ich auch ganz zufrieden 😉 .

Inhalt der Verpackung des HTC-Smartphone U11Alles in allem habe ich gestern und heute zwischen vier und sechs Stunden recherchiert und den Kauf perfekt gemacht. Ich finde, es hat sich ausgezahlt. Wenn alles gut geht, bekomme ich heute schon mein neues Smartphone, einen Tag vor Liefer-Zusage. Das wäre echt super, denn zur Zeit surfe ich mobil mit dem HTC ONE und der Akku ist grauenhaft schnell leer, weil er auch schon sein Alter hat 😉 .

Fazit: Man muss nicht den teuersten Preis für ein hochwertiges Smartphone zahlen. Es gibt günstige Alternativen, die man nur finden muss und das kostet ein wenig Zeit. Im Übrigen reicht das Vorgängermodell eines aktuellen Gerätes auch vollkommen aus. Dieses ist meist Monate nach der Markteinführung bereits einige hundert Euro im Preis gefallen und wenn dann noch das Nachfolgemodell auf den Markt kommt, geht es noch einmal runter. Zudem lohnt es sich, auch bei seinem Mobilfunk-Anbieter zu stöbern und wer vor einer Vertragsverlängerung steht, der hat noch bessere Karten, um noch etwas mehr herausholen zu können 😉 .

Jetzt freue ich mich erst einmal auf mein neues Smartphone 🙂

Besuch der Ausstellung „Night and Day“ des Fotografen Axel Hütte im Museum Kunstpalast / Düsseldorf

Axel Hütte, Night and Day, Ausstellung im Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Letztens hatte ich die Möglichkeit, online ein ermäßigtes Ticket für die Ausstellung „Night and Day“ des Fotografen Axel Hütte im Museum Kunstpalast in Düsseldorf zu ergattern. Bis zum 15. Oktober hatte ich damit Zeit, die Schau zu sehen.

Für mich zählen solche Besuche natürlich zur kulturellen Bildung, aber auch, um mich von anderen Fotografen oder Fotografie-Künstlern inspirieren zu lassen.

Axel Hütte war mir bis dato unbekannt. Im Flyer der Ausstellung wird er als einer „der wichtigsten Vertreter der Düsseldorfer Fotoschule“ und „Meister der Landschaftsfotografie“ vorgestellt. Gezeigt werden ca. 70 Fotos im Großformat. Es sind Landschaftsmotive oder Aufnahmen aus Mega-Cities.

Wenn ich in die Ausstellung eines so hochgelobten Fotografen gehe, erwarte ich natürlich außergewöhnliche Ausstellungsstücke. Um meine Bewertung gleich vorweg zu schreiben: Ich bin enttäuscht!
Die (zum Glück ermäßigten) 9,00 € hätte ich mir sparen können und der Besuch im Kino, für einen mittelmäßigen Film, hätte mir wahrscheinlich mehr Unterhaltungswert beschert, als Axel Hütte`s Aufnahmen.

Ich frage mich, welche der gezeigten Fotos wirklich künstlerisch wertvoll sind, die der Grund dafür sein könnten, dass dieser Fotograf den Platz und die Zeit für eine Ausstellung im Museum Kunstpalast bekommt?
Mag sein, dass meine künstlerischen Kenntnisse für diese Werke nicht ausreichen, aber ich gehe in solch eine Ausstellung, um mich begeistern zu lassen, manchmal natürlich auch, um künstlerisch Wertvolles zu sehen. Dabei entscheidet mein Bauchgefühl, was positiv und was weniger positiv auf mich wirkt. Ich denke mal, so betrachten die meisten Menschen auf diesem Planeten Kunst!

Jedenfalls frage ich mich, wenn ich die hohe Kunst eines Schaffenden anzweifle, auch immer, was in dem ein oder anderen Werk, das mir nichts gibt, wohl aus Sicht der Kunst, so bezeichnendes sein kann/soll, dass es den Weg in eine Ausstellung schafft?

Bei Axel Hütte habe ich mich das sehr oft gefragt. Es beginnt mit Landschaftsaufnahmen aus Süd-Amerika, die recht düster anmuten. Bei den Motiven fällt auf, und das mag sein individueller Stil sein, dass etwa zwei Drittel bis drei Viertel des Fotos mit dunklem Himmel oder hellem Nebel gefüllt sind. Kurz gesagt: Größtenteils ist da nichts zu Sehen! Auf einem einzigen Bild fand ich diese Komposition gelungen. Sie zeigte eine Reihe kahler Bäume in einer Winter- oder Nebel-Landschaft, bei der die Bäume in der Ferne immer mehr im Hellen verschwanden.

Dann diese Fotos, die ich für nicht einmal sehenswert erachte, weil ich finde, dass sie nichts Aufregendes zeigen. Als Beispiel möchte ich eine Tropsteinhöhle mit dem Titel „Underworld-3“, dann das Bild „Monkey’s Island, Germany und vor allem „Geäst“ anführen. Diese Fotos sind aus meiner Sicht eines KÜNSTLERS nicht würdig!
Bei „Geäst“ halte ich die Kamera einfach, ja einfach, in einen zuvor ausgesuchten Baum mit Vogelnest und drücke ab. Wohlgemerkt: Nicht mit meiner Kamera, sondern mit dem Smartphone, weil das Motiv, so wie ich es von Hütte sah, meinem Empfinden nach, kein hochwertiges Equipment benötigt. Es ist für mich ein Alltagsfoto ohne künstlerischen Wert, dass ich auf Instagram oder bei Twitter von Amateueren in ähnlicher Weise gezeigt finde.

„Monkey’s Island, Germany“…hey, was soll das? Solche Fotos lösche ich, ebenso wie zwei weitere, aus meiner Sicht, völlig unterbelichtete Nieten, von meiner Kamera, weil ich mich dafür schämen würde, wenn ich sie anderen zeigte.
Auf den, von mir so empfundenen „Nieten“ ist nichts weiter zu sehen, als eine nächtliche Umgebung mit in weiter Ferne befindlicher Lichtquelle, die sich bei näherem Hinsehen als Haus herausstellt.
Hier hängen solche Bilder in einer Ausstellung! Haben wir so wenige gute, kreative und künstlerisch anspruchsvolle Fotografen in Deutschland, die mir für den Eintrittspreis, meine Zeit und mein begieriges Verlangen nach Aufnahme von neuen Inspirationen, mehr bieten könnten, als dieser Axel Hütte?

War also alles schlecht und die Ausstellung ist ein Voll-Flop?

NEIN!

Einiges hat mir gefallen. Gut sogar. Faszinierend fand ich die Arbeiten, die bei nahem Hinsehen unscharf waren und wie zwei Bilder übereinander gelegt wirkten, von weitem aber eine gewissen Schärfe erzeugten. Zudem waren sie mit metallenen Effekten überzogen (?), was den Fotos eine schön anzusehende Erscheinung gab. Das Motiv, Häuser in einer Mega-City, passte dazu.

Übrigens gefiel mir die penible Genauigkeit, mit der gerade die Stadt-Fotos, parallel zu den Rändern hin ausgerichtet sind.

Die Natur auf den Kopf gestellt hat Hütte, einige sich im Wasser spiegelnde Landschaften als Motiv gewählt. Nur am unteren Bildrand angedeutet, liess sich noch die Schärfe der Natur ausserhalb des Wassers erkennen.

Eindrucksvoll fand ich auch die „Brückenbilder“, auf denen Axel Hütte den oberen und unteren Träger von Eisenbahnbrücken als Bildränder nutzt. Der Betrachter blickt dann durch die Seitenträger der Brücken auf die im Hintergrund liegende Landschaft, wie durch ein Gitter.

Fazit
Ich bin von der Ausstellung größtenteils entäuscht! Die aus meiner Sicht wenigen gelungenen Aufnahmen, gleichen jene Fotos nicht aus, vor denen ich stand und breit grinsen musste, weil ich es nicht fassen konnte, dass solche Aufnahmen den Weg in eine Ausstellung schaffen und dass diese Fotos von einem KÜNSTLER und hoch angesehenen Fotografen stammen sollen.

Wer sich die Ausstellung anschaut, wird vielleicht wie ich, und das ist irgendwie auch das Interessanteste an dieser Schau gewesen, emotional durcheinander gewirbelt und sicher viel Stoff für Diskussionen finden.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 14.Januar 2018. Weitere Infos findet Ihr H I E R

Einige Bilder, die ich hier besprochen habe, findet Ihr auch in der Bildergalerie, die HIER verlinkt ist.

Natürlich interessiert mich, wenn Du die Ausstellung ebenfalls besucht hast, ob Du meine Meinung teilst oder ob Du ganz andere Eindrücke mitgenommen hast. Nutze einfach das Kommentarfeld für Deine Meinung, ich bin gespannt. 🙂

„Hollywood auf dem Johannisberg“ – Film-Musik-Event der Wuppertaler Sinfoniker 2017

Titelbild des Artikels über die Wuppertaler Sinfoniker zum Konzert "Hollywood auf dem Johannisberg" am 26.03.2017 in der Historischen Stadthalle in Wuppertal

Historische Stadthalle in Wuppertal

Vor einem Jahr war ich zum ersten Mal in Wuppertal bei den Sinfonikern in der Historischen Stadthalle zu Gast (KLICK). Unter der Leitung des Dirigenten Nic Raine, wurden im Rahmen des Konzertes „Hollywood auf dem Johannisberg“ diverse Film-Musiken gespielt. Diese Veranstaltung beeindruckte und begeisterte mich so sehr, das ich mich dazu entschloss, auch 2017 das Konzert zu besuchen. Gestern war es soweit…

Blick in den Konzertsaal der Historischen Stadthalle Wuppertal von unseren Plätzen ausWährend wir 2016 noch unten im Konzertsal saßen, wählte ich dieses Mal Sitze auf dem Balkon in der Historischen Stadthalle in Wuppertal. Diese Plätze boten uns einen herrlichen Überblick über die Halle und die Besucher. Einziger Nachteil: Nicht alle Mitglieder der Sinfoniker waren von unseren Sitzen aus zu sehen. So blieb uns zum Beispiel der Blick auf die Harvenspielerin verwehrt, weil sie in einem für uns ungünstigen Winkel musizierte.

Das Programm war wieder abwechslungsreich und vielfältig. Dieses Jahr wurde der erste Teil des Konzerts von eher ruhigeren Musikstücken bestimmt, während es nach der Pause schwungvoller und musikalisch „kräftiger“ weiter ging. Die gespielten Soundtracks findet Ihr auf dem nachstehenden Bild.

Programm des "Holywood auf dem Johannisberg"-Konzert der Wuppertaler Sinfoniker in der Historischen Stadthalle am 26.März 2017Durch das Programm führte auch dieses Jahr wieder der Dirigent Nic Raine. Seine humorigen Einleitungen zu den Musikstücken, brachten ihm einmal mehr viele Sympathien und Lacher der Zuschauer ein.

Am Ende schlug den Sinfonikern ein tosender und begeisterter Applaus entgegen. Als Belohnung gab es zwei Zugaben und das Publikum ließ mit dem Applaudieren erst nach, als der Saal wieder voll beleuchtet wurde und die Orchester-Mitglieder langsam ihr Podest verließen.

FAZIT:
„Hollywood auf dem Johannisberg“ ist für mich einer der lohnenswertesten des Jahres. Nicht nur, dass hier Profis musikalisch ihr Bestes geben, auch die Atmosphäre des Konzertsaales trägt, mit einer für unsere Region recht prunkvollen Ausstattung dazu bei, dass dieses Konzert einen würdigen Rahmen erhält.
Zudem sind die Ticket-Preise, im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen in größeren Städten, aus meiner Sicht, moderat.

Bleibt noch anzumerken: Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, findet die Historische Stadthalle in Wuppertal recht nah am Hauptbahnhof gelegen. Zwar sind die Fahrzeiten mit dem Zug aus dem Ruhrgebiet in die bergische Stadt nicht kurz, aber so umgeht man die vielen Baustellen in der City, die einem das Fahren und die Parkplatzsuche rund um die Historische Stadthalle schwer machen.

Besuch im Landtag NRW in Düsseldorf

Der Landtag NRW in Düsseldorf

Auf dem Weg nach Düsseldorf zum Besuch des Landtages NRW, Ruhrtalbrücke, Sonnenaufgang, HandyfotoVor ein paar Tagen ergab sich für mich eine gute Gelegenheit, einen Besuch im Landtag von NRW in Düsseldorf zu absolvieren. Der Stadtspiegel Bochum hatte zu einer Fahrt zum Landtag aufgerufen und meine e-Mail wurde gezogen 🙂 . So ging es also am letzten Donnerstag um 7:00 Uhr vom Hauptbahnhof Bochum mit dem Bus in Richtung Landeshauptstadt.

Gebäude des Landtages NRW in Düsseldorf, im Hintergrund mit dem RheinturmDas Landtagsgebäude hatte ich schon öfter von außen besucht und fotografiert, aber jetzt bot sich mir auch einmal die Gelegenheit, das Gebäude von innen zu sehen. Zunächst ging es durch einen Sicherheits-Check, ähnlich wie am Flughafen. Danach wurden wir von einer Mitarbeiterin empfangen, die uns, nach kurzer Wartezeit, eine Einführung in die Arbeit des Landtages und der Abgeordneten gab.

Gebäude des Landtages NRW in DüsseldorfJa, auch ich habe mich schon des öfteren gefragt, was so ein Abgeordneter eigentlich arbeitet, erst recht, wenn ich im Plenum des Landtages sehe, wie wenig Abgeordnete an vielen Sitzungen teilnehmen, die öffentliches Interesse wecken und z.B. im TV übertragen werden. Das Geheimnis ist schnell gelüftet, denn die eigentliche Arbeit findet nicht im großen Saal des Landtages statt, sondern in den Ausschüssen.

Landtagsgebäude mit Rheinturm, Düsseldorf, NRWEs gibt zahlreiche Ausschüsse, wie beispielsweise für Sport, Medien oder für Wirtschaftsfragen. Ein Ausschuss ist von seiner Zusammensetzung her ein Abbild des Parlaments. Jede im Landtag vertretene Partei entsendet anteilig Abgeordnete in die Ausschüsse, die sich intensiv in die dort zu behandelnden Themen einarbeiten und versuchen, die politischen Vorgaben ihrer Partei umzusetzen. Die Ausschuss-Mitglieder informieren dann ihre Fraktion über den aktuellen Stand der Beratungen/Dinge.

Die Sitzungen im Plenum des Landtages dienen allein der Information der Öffentlichkeit, was nun erklärt, warum oft so wenige Abgeordnete auf den Stühlen zu sehen sind. Sie sind bereits durch ihre Ausschuss-Mitglieder informiert worden, die nun auch die Öffentlichkeit im Parlament informieren.

 

Blick in den Vorraum von Tagungsräumen

Blick nach oben im Foyer des Landtages NRWDen Großteil der Zeit eines Jahres müssen Abgeordnete im Landtag anwesend sein. Und selbst wenn sie sitzungsfreie Zeiten, wie beispielsweise in den Ferien haben, müssen sie schließlich noch ihr Wahlbüro in dem Ort verwalten, in dem sie von den Wählerinnen und Wählern für den Landtag gewählt wurden. Nicht selten, so ein Abgeordneter der SPD aus Bochum, hat seine Arbeitswoche 70 Stunden.

Nach einem kleinen Frühstücks-Imbiss, nutzte ich die Zeit zum Fotografieren des Gebäudes. Leider hat man im Rahmen von Besuchergruppen keinen Treppenaufgang zum Plenarsaal vom Foyer ausungehinderten Zugang zu allen Räumlichkeiten und so blieb mir nur das Foyer als Motiv und später dann der Aufgang zum Plenarsaal. Dort darf allerdings weder fotografiert, noch das Handy gezückt werden. Die Saaldiener achten penibel genau und ermahnen sehr schnell in recht strengem Ton, die Besucher bei Missachten der Vorschriften.

Peinlich wird es, wenn es Besserwisser in der Gruppe gibt, die meinen, diskutieren zu müssen, weil sie angeblich keinerlei Informationen über das Fotografier- und Handy-Verbot erhalten hätten. Dabei reicht ein kurzer Blick auf die Rückseite der Besucherkarte, wo ein entsprechender Auszug aus der Hausordnung aufgedruckt ist.

In dem Zusammenhang wundere ich mich immer wieder, wie wenig sich solche „Hobby-Fotografen“ um eine Erlaubnis zum Fotografieren Gedanken machen. Ich frage generell lieber einmal zuviel, als mich in eine peinliche Situation hinein manövrieren zu lassen, aber der Besuch im Landtag zeigte mir, dass ich auch da wieder einmal mehr eine Ausnahme bin!

ein weiterer Treppenaufgang zum Plenarsaal des Landtages NRW

Auf der Besuchertribüne des Plenarsaals dürfen die Gäste weder applaudieren, noch ihre Meinung laut kundtun. Das hat nichts mit verbotener Meinungsfreiheit, sondern vielmehr mit den Erfahrungen aus der Weimarer Republik zu tun, als die Nazis als Zuschauer in den Parlamenten verbal die Abgeordneten unter Druck setzten und so versuchten, deren Entscheidungen zu beeinflussen. Finde ich nachvollziehbar.

Das Gebäude des Landtages NRW von aussenIm Anschluss an den Besuch im Plenarsaal, hatten wir im Fraktionssaal der SPD noch ein Treffen mit der Präsidentin des Landtages, Frau Carina Gödecke (KLICK HIER), Abgeordnete der SPD aus Bochum. Sie beantwortete uns, zusammen mit einem Kollegen, Fragen aus der Runde, was ich wiederum sehr informativ fand.

Damit war der Besuch um kurz nach 12:30 Uhr auch schon wieder beendet.

Fazit:
Wer sich politisch interessiert, für den ist der Besuch im Landtag von NRW eine lohnenswerte Fahrt nach Düsseldorf. Im Rahmen des Besuchs gab es eine Menge Informationen rund um das Landes-Parlament und Fragen wurden sehr ausführlich und bereitwillig beantwortet. Alles in allem fand ich die Fahrt sehr informativ und interessant.

An dieser Stelle danke ich noch einmal herzlich dem Stadtspiegel in Bochum, der diese Fahrt ermöglicht hatte.