Zwei außergewöhnliche Ruhrgebiet-Zeitraffer-Videos

Also diese beiden ZeitrafferRuhrgebiet-Videos muss ich hier im Blog auf jeden Fall präsentieren, allein schon, um sie mir zu erhalten und ab und zu ansehen zu können 🙂 . Zum anderen, damit mehr Menschen diesen visuellen Genuss mit mir teilen können.

Das erste RuhrgebietVideo ist von „RAWpott“ (Nickname auf YouTube und Twitter), der zudem echt tolle Fotos im RAW-Format auf seiner Website präsentiert (KLICK HIER).

Mir gefallen diese unglaublich stimmungsvollen Aufnahmen, die mich dazu animieren, ein solches Projekt auch einmal umsetzen zu wollen. Natürlich benötigt man dazu die Kenntnis, wo man die schönsten Perspektiven auf unsere Region hat 😉 .

Wie zeit- und arbeitsintensiv dieses ZeitrafferVideo war, was es für mich umso wertvoller und beeindruckender macht, steht in der Beschreibung zu dem Clip unter dem Video auf seiner YouTube-Seite (KLICK HIER).

Das zweite Zeitraffer-Video über das Ruhrgebiet, das ich hier vorstellen möchte und das mich nicht weniger beeindruckte, ist von „Pottpix“ (unter dem Nick auf YouTube und Twitter (@PottPix). Zwar sieht seine Website eher spartanisch aus (KLICK HIER), aber dafür gibt es extrem klasse Fotos auf seiner Flickr-Seite (KLICK HIER).

Beide Ruhrgebiet-Videos zeigen einmal mehr, welch schöne Seiten unsere Region hat und welche herrlichen Motive die Industrie-Vergangenheit liefern kann, wenn sie nur liebevoll genug in Szene gesetzt werden.

Sie zeigen aber auch, wie kreativ und positiv man die Region darstellen kann 😉 . Danke an beide für diesen außergewöhnlichen Videogenuss 🙂 .

Winterliche Sauna-Besuche im Ruhrgebiet

Saunen im Ruhrgebiet

Schön kalt ist es draußen und damit haben wir genau das richtige Wetter für einen feinen Sauna-Besuch!

Sauna bedeutet nicht nur Schwitzen, sie tut dem Körper gut, stärkt das Immunsystem und führt bei regelmäßigem Besuch tatsächlich zu einer rückläufigen Anfälligkeit bei Erkältungen. Natürlich ist ein ordnungsgemäßer Besuch der Sauna für den Körper mit Anstrengungen verbunden. Der Wechsel von Heiss zu Kalt, ist für manchen Kreislauf nicht ohne! Bei Bedenken sollte im Vorfeld tatsächlich der Arzt konsultiert werden.

In der Regel geht man zur Entspannung in die Sauna. Großartige körperliche Anstrengungen sollte man dort vermeiden. Zu beachten sind natürlich auch die generellen Sauna-Regeln. Einen kleinen Sauna-Knigge gibt es HIER. Dazu könnte ich wirklich viel schreiben, denn es gibt doch so Einige, die sich an keine Regeln halten und das kann zuweilen recht ekelig sein 🙁 .
Und HIER gibt es weitere Tipps, wenn Leser/innen zum ersten Mal in einer Sauna gehen möchten.

Der Winter ist für Sauna-Besuche einfach die beste Jahreszeit, weil zwischen Sauna und Draussen der größte Temperatur-Unterschied herrscht. Herrlich ist es, aus der heißen Sauna heraus, direkt unter die eiskalten Duschen zu gehen. Leichter fällt es, reibt man sich vorher mit Eis ein, dann kommt einem das eiskalte Duschwasser schon fast lauwarm vor. Schade, dass kein Schnee liegt, denn aus der Außensauna ab in das gefrorene Weiß, sich kurz darin wälzen, duschen und ab in den angenehm temperierten Ruheraum, ist das absolute Hochgefühl! 😉 Beim anschließenden Relaxxen in den Ruheräumen, beginnt der Körper dann zu kribbeln…ein geniales Feeling!

Im Ruhrgebiet haben wir eine Menge wirklich schöner Sauna-Anlagen, die in Freizeitbädern integriert sind. Meine Favoriten sind das Freizeitbad Heveney in Witten (KLICK), das LAGO in Herne (KLICK), der Revierpark Wischlingen in Dortmund (KLICK) und der Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen (KLICK). Weitere, allerdings exklusivere Gelegenheiten zum Schwitzen, bieten sich mit der MediTherme in Bochum (KLICK) und dem Maritimo in Oer-Erkenschwick (KLICK). Alle Saunen sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Mein Favorit ist das Freizeitbad Heveney. Es überzeugt mit einem günstigen Preis bei umfangreicher Auswahl an diversen Saunen, auch im Außenbereich. Zwei Dampfsaunen, preiswerte Solarien und gleich drei Außenbecken, davon ein Solebecken und ein „Nordsee-Raum“ mit salzhaltiger Luft, sorgen für vielfältige Abwechslung. Außerdem ist es für mich schnell erreichbar (liegt direkt an der A43).

Etwas teurer, von der Fläche her aber auch weitläufiger, sind das LAGO und Wischlingen. In Wischlingen gibt es eine Single-Sauna, die nur montags und mittwochs ausschließlich Männern vorbehalten ist.

In Nienhausen war ich länger nicht mehr, kann mich aber noch sehr gut an den offenen Kamin erinnern, an dessen Steine sich herrlich die Füße wärmen lassen 🙂 Da müsste ich wieder mal hin…

Die MediTherme ist wohl die exklusivste Anlage. Mir ist es dort ein wenig zu „Schicki-Micki“, auch wenn ich die Sauna-Anlage sehr angenehm und abwechslungsreich finde. Das Maritimo gefällt mir auch gut, ist für mich leider nur etwas weit und, nachdem ich bei meinem ersten Besuch dort der einzige war, der ohne Bademantel und nur mit Handtuch herum lief, ist mir diese Sauna auch etwas zu „gezwungen“! Aber das mag Geschmackssache sein…

Die Saunen im Ruhrgebiet jedenfalls bieten einen erholsamen Kurzurlaub und laden zum Abschalten und vielfältigen Entspannen ein. Viel Spaß dabei 🙂

Die Schale ist im Pott!

Der BVB ist Deutscher Fussballmeister 2011

Es ist vollbracht: Die Meisterschale der Fussball-Bundesliga geht 2011 in das Ruhrgebiet! :mrgreen: Nach Dortmund zur Borussia!

Nix mit Bayern! Die können froh sein, wenn sie heute (abend gegen Schalke) nicht patzen und sich somit die Chance auf die Direkt-Quali zur Champions-League sichern können. Hoeneß wird aber aiuch so toben 😉
Leverkusen wurde im Endspurt einmal mehr nervös und auch Mainz hat sich, trotz einer beeindruckenden Leistung in der Hinrunde, nicht ganz oben halten können! Immerhin können sie es noch in die Europa-Klasse schaffen, auch eine tolle Leistung!
Dortmund hat es nun gemacht und nach einer über die gesamte Saison gezeigten, konstanten guten Leistung, verdientermaßen!

Ich als Zuschauer-und Beobachter-Fan der „West-Vereine“ bzw. der Ruhrpott-Clubs, freue mich total. Auch wenn ich da ansonsten nicht so intensiv mitfiebere, wie die Stadionbesucher, löst die Begeisterung in den Arenen, egal ob per Radio oder Fernsehen zu mir nach Hause gebracht, immer eine Gänsepelle aus 😉 In der Region hier, bedeutet eine Fussball-Meisterschaft viel und ich glaube, alle im Ruhrgebiet freuen sich mit der Dortmunder Borussia…alle, ausser die Blau-Weissen (Schalker) 😈 .

Leider haben die Gelsenkirchener ja diese Saison voll gepatzt, nachdem sie mit Magath letztes Jahr noch knapp die Meisterschaft verpasst haben. Heute ist das alles egal, denn Klopp hat es besser gemacht und der Pott hat die Schale! :mrgreen:

Jetzt fehlt nur noch der (DFB-Pokal-)Pott im Pott und auch das wird klappen, denn mit den Finalteilnehmern Schalke 04 und dem MSV Duisburg, ist auch dieser Pokal für „uns“ gesichert!

Eine echt klasse Fussball-Saison! 😉

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Duisburger Loveparade – Trauer und Wut in Bildern

Loveparade in Duisburg
Ort der Loveparade in Duisburg
21 Tote und über 500 Verletzte…eine erschütternde Bilanz der Loveparade 2010 in Duisburg!

Es wirkte auf mich wie ein Pilgerort: Menschen kamen mir auf dem Weg vom Hauptbahnhof zum Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs, auf dem die Loveparade am 24.Juli 2010 stattfand, entgegen, und ich sah ihren Gesichtern an, woher sie kamen! Den richtigen Weg zu finden war somit nicht allzu schwer…
Als ich um die Ecke auf die Straße des einen Tunneleingangs bog, sah ich die Brücken, die auf mich wie ein weit geöffnetes, dunkles Maul wirkten. Gruselig. Das Ende der Tunnel war weit hinten…klein…zu sehen. Davor und darin brannten zahllose Teelichter und rote Grabkerzen, standen Teddybärchen, lagen Blumen, frisch und bereits verwelkt. Und all diese Schilder mit Trauerbekundungen, Vorwürfen an Veranstalter und Stadt, aus denen die Wut Einzelner, manchmal auch Vieler sprach.

Mir bot sich ein Bild der Trauer, der (lautstarken) Verzweiflung, der Wut, resultierend auch aus dem Unverständnis der Bürger, wie sich der Duisburger Oberbürgermeister seit dem Unglück verhält. Bei manch einem Text fiel es mir schon schwer, die Tränen zu unterdrücken, die plötzlich raus wollten. Ich habe jetzt 140 Bilder bearbeitet und sie liefern ein umfassendes Bild von dem, wie der Ort des Unglücks und seine Umgebung zur Zeit aussehen.

Und da gibt es eine zweite Rampe, die mit Zäunen verstellt ist und es am Samstag wohl auch war. Warum war sie verbarrikadiert? Warum nutzte man sie nicht als Ausgang? Das Gelände ist übrigens auch von der gegenüber liegenden Seite zugänglich, auch der „Zugang“ muss gesperrt gewesen sein! Und dann der Container, auf den die Menschen sprangen, um nach oben ausbrechen zu können, an der Seite diese Treppe, an deren Fuß soviele Besucher der Loveparade starben, jetzt dort hinter einem Zaun. Mittendrin stand ich plötzlich! 🙁 Ich stellte mir vor, wie sich die Menschenmassen durch die Tunnel von beiden Seiten zwängten, spürte plötzlich die Enge, die auch durch eine tief hängende Tunneldecke erzeugt wird. Unglaublich!
Ich war nicht dort an jenem Samstag, aber durch viele Bilder und Videos, die ich im Netz gefunden und angeschaut hatte, bekam ich einen prägenden Eindruck und jetzt, am Ort der Trauer zu sein, wurde alles noch viel deutlicher.

Mein Ziel ist es, mit den Bildern jenen Menschen den Ort der Trauer näher zu bringen, die nicht die Möglichkeit haben, nach Duisburg zu fahren, um mit ihrer Präsenz Anteilnahme zu zeigen. Ihr sollt sehen, was dort in diesen Tagen vor, im und rund um den Tunnel geschieht, wie es dort aussieht, wie Menschen sich äussern und ihre Trauer ausdrücken.

Zugleich soll diese Bilderseite ein Dokument der Zeitgeschichte werden, denn die Kehrmaschinen werden kommen und das dargestellte Gedenken und die Empörung wegfegen. Es muss etwas bleiben, das die Erinnerung an das Unglück wach hält und ein Element dabei, ein Beitrag dazu, soll diese Seite mit Bildern sein. Sensationsgier, das könnt Ihr mir glauben, erst recht in einer solchen Umgebung und bei einem solchen Unglück, liegt mir fern!

Ich erkläre hier ausdrücklich, dass ich mich nicht mit allen Äusserungen, die Ihr gleich sehen/lesen werdet, identifiziere oder mir diese zu eigen mache. Aber ich möchte „Zensur“ vermeiden, denn hier soll die Realität zu sehen sein, so wie sie derzeit in und um die Tunnel herum, zu besichtigen ist!
Alles ist so in der Öffentlichkeit im Tunnel zu sehen und zu lesen.

Bei von manchem Besucher als „extremer Kommentar“ empfundener Aussage, bitte ich die Umstände, unter denen das Geschriebene entstand, zu berücksichtigen! Wenn Ihr die Stimmung dort im Tunnel erlebt hättet, könntet Ihr so Manches nachvollziehen. Verstehen möchte auch ich das ein oder andere dennoch nicht! Es gibt auch zwei Bilder, auf denen Menschen zu sehen sind, die spontan etwas schreiben wollten oder mussten, weil sie etwas zu sagen hatten, sie ihre Trauer, ihre Wut hinaus schreien und schreiben wollten!

Obwohl ich hier eine Vielzahl Bilder veröffentliche, glaube ich dennoch, dass ich es nicht schaffen werde, diese einprägsame Stimmung der Tunnel und der Rampe einfangen zu können! Fahrt hin, schaut es Euch selbst an, soweit es Euch möglich ist und Ihr es Euch zutraut. Es ist kein „lustiger Kinobesuch“, wirklich nicht, aber ich glaube, wer diesen Ort zur Zeit erlebt, versteht manches, was die Menschen bewegt, besser!

Und nun die Bilder, denen ich nur in Ausnahmefällen zur Erläuterung der Örtlichkeit einen Text hinzu gefügt habe (zur Vergrößerung der Bilder einfach darauf klicken!):

Unterführung am Aufgang zur Loveparade-Plattform
Die Tunnel aus Richtung Duisburg-Neudorf kommend

Trauerbekundung im Tunnel zum Gelände der Loveparade in Duisburg am 24.07.2010

Ein Bürger drückt spontan seine Gefühle aus...
Ein Bürger drückt spontan seine Gefühle aus…

 

Der Container, der zur Flucht nach oben aus der Menschenmasse genutzt wurde!
Der Container, der zur Flucht nach oben aus der Menschenmasse genutzt wurde!
Rücktrittsforderung an den OB...eine von vielen!
Rücktrittsforderung an den OB…eine von vielen!
Der Treppenaufgang, an dessen Fuss die Toten gefunden wurden...
Der Treppenaufgang, an dessen Fuss die Toten gefunden wurden…

An der Rampe
An der Rampe

Unter den Opfern waren auch ausländische Besucher
Unter den Opfern waren auch ausländische Besucher
Die Treppe...
Die Treppe…
Die Rampe - Der einzige Zugang hin und weg vom Gelände der Abschlussveranstaltung
Die Rampe – Der einzige Zugang hin und weg vom Gelände der Abschlussveranstaltung

Anwohner

Morgen ist die Trauerfeier in Duisburg und meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden der Opfer!

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„Monster“ Loveparade – Das war’s!

Loveparade in Duisburg

Wir müssen nicht live auf der Loveparade gewesen sein, um das Geschehene erfassen, die Trauer und Wut danach mitleben zu können! Und im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich gestern nicht in Duisburg war! 🙁

Der Moderator im WDR-Fernsehen, Thomas Bug, klang plötzlich sehr ernst, als er verkündete, es sei nun passiert, was niemand wollte und was für ihn das Ende des Feierns und der Party bedeute: 10 Menschen (aktuell sind es 19) seien in einer Massenpanik auf der Loveparade gestorben, etwa 100 (über 300) verletzt worden! Einen detaillierten Bericht findet Ihr HIER

Ich kontaktierte sofort Torben per SMS, weil ich wusste, dass er mit seinem Freund auf die Loveparade wollte. Ihm war zum Glück nichts passiert, aber er berichtete mir telefonisch, was er gesehen hatte. Er durchlief den Tunnel, der der einzige Zugang zum, gleichzeitig aber auch der Ausgang vom Gelände der Abschluss-Veranstaltung war. Überall lagen Sachen von Leuten…Rucksäcke, Schuhe…und nicht wenige saßen am Rand und weinten oder liefen, sichtbar verwirrt, umher. LIES AUCH HIER

Menschen hatten sich in den Tunnel gedrängt, weil sie sich einerseits auf und andererseits vom Gelände runter bewegen wollten und der Druck wurde offenbar verstärkt, als die Polizei den Zugang wegen Überfüllung sperren wollte. Die Besucher ließen sich nicht aufhalten. So wurde es im Tunnel unerträglich und was einige dabei erlebten, könnt Ihr HIER im Gästebuch von 1LIVE nachlesen. Grauenhafte Erlebnisse! Und HIER noch ein Videoclip mit erschreckenden Bildern von n-tv, die das schreckliche Ereignis teilweise sogar dokumentieren. Auch am nächsten Morgen hielten sich noch unzählige Besucher im Duisburger Hauptbahnhof auf, nachdem zwischenzeitlich auch noch der gesamte Regional-Bahnverkehr zusammengebrochen war! LIES HIER

Wer ist verantwortlich dafür, dass es zu einem solchen Unglück kommen konnte? Die Presse/Medien stellten heute Mittag auf einer Pressekonferenz (PK) in Duisburg Fragen, die u.a. der Oberbürgermeister Sauerland, der stellvertretenede Polizeipräsident und der Veranstalter der Loveparade beantworten sollten. Die PK wurde zu einer Farce, einer Veranstaltung, auf der die Medienvertreter mit ihren Fragen einen immensen Druck gegen die Verantwortlichen aufbauten. Die Antworten waren lächerlich, kaum informativ und die Befragten versuchten sich in Ausflüchte („Dazu kann ich zur Zeit nichts sagen, das ist Gegenstand der staatsanwaltlichen Ermittlungen!“) zu retten. Der Schuss ging nach hinten los, die Presse-Vertreter fragten immer aggressiver und entblößten die Verunsicherung der Verantwortlichen. Es schien, als sitzen dort Menschen, die Entscheidungen zu verantworten haben, sich dieser Funktion im Nachhinein aber gar nicht bewusst sind! 🙁 Ein unfassbares Verhalten! Im Laufe der PK erklärte der Veranstalter der Loveparade, dass dies nun die letzte gewesen sei! Statt das Konzept zu überdenken, wird hier nun ein (bisher erfolgreicher) Event gekippt, der seinesgleichen suchte, der aber auch die Grenzen des gefährdungsfreien Machbaren zeigte!

Ansonsten blieben viele Fragen unbeantwortet. Der Polizei-Vertreter erklärte, eine Massenpanik habe es, aus seiner Sicht, nicht auf dieser Loveparade gegeben. Unglaublich!
Zwar gab es getrennte Wege hin zum und weg vom Veranstaltungsort der Abschlusskundgebung, aber beide Wege trafen sich in dem Tunnel, der etwa 20 Meter breit und 120 Meter lang ist. Wieso man glaubte, dort eine solch immense Besucherzahl ungefährdet kanalisieren zu können, ist mir völlig unverständlich, zumal die Veranstalter doch Erfahrungen aus den letzten Jahren gehabt haben müssen!

Dabei gab es durchaus Warnungen, gerade vor diesem „Nadelöhr“, die nicht erst seit heute im Internet zu lesen sind GUGG HIER. Und tatsächlich hatten schon am 20.07.2010 Leser auf einen Online-Artikel mit dem Titel „Loveparade wird zum Tanz auf dem Drahtseil“ bei „DerWesten“ mit Warnungen und Ängsten reagiert, was wohl passiert, wenn Panik ausbreche? HIER SCHAUEN <-TIPP Kommen tatsächlich nur „Amateure“ und Außenstehende, die sogar Tote vorhersehen, auf Gefahrenmöglichkeiten??? Ein bisschen komisch kommt mir die Sache schon vor. Mit Verkehrsproblemen können wir im Ruhrgebiet sicher alle leben, mit Toten und Verletzten aber nicht!

Mein Mitgefühl gilt all jenen, die nun einen toten Menschen zu betrauern haben! Spaß, Party und ausgelassene Stimmung sollten es auf der Loveparade sein. Letztendlich bleiben Trauer, Wut und vielleicht auch Einsamkeit! 🙁

Mythen des Ruhrgebiets???

Ein Artikel von SPON erregte meine Aufmerksamkeit und so verlinke ich ihn HIER, weil ich die Mythen über das Ruhrgebiet interessant finde 😉

Der Autor ist selbst im „Pott“ aufgewachsen. Bei einigen Dingen hat er sicher recht, was ich aber grundsätzlich falsch finde, ist seine Bezeichnung „Lüge“ Nummer… Als „Lügen“ kann man die in vergangenen Zeiten entstandenen Mythen rund ums Ruhrgebiet sicher nicht bezeichnen, denn was immer man über uns Pottis sagen und schreiben mag: Diese Region hier hat was, die Menschen hier sind Tag für Tag Überlebenskämpfer und wenn mal richtige Politik im Sinne der Region gemacht werden würde, hätte diese Region mit Sicherheit eine interessantere Zukunft als bisher.

Wer sich die Kulturhauptstadt in die Region holt, dann zahlreiche kulturelle Projekte mangels Geld streicht, wer die Loveparade vollmundig in die Stadt holt, sie dann aber doch nicht austragen kann, weil es keine geeignete Infrastruktur in der Kommune gibt, der scheint sich nicht ernsthaft um die Region und um den Ruf dieser Region verdient machen zu wollen! 🙁 Politik eben.