#Filmkritik – JURASSIC WORLD 2 – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH

Meine Filmkritik zu JURASSIC WORLD 2 - DAS GEFALLENE KÖNIGREICH, Film, Kino

Okay, ich will gar nicht lange über die Handlung schreiben und gleich zum Thema kommen:

Die Insel, auf der die Saurier seit Teil 4 der Urzeitwesen-Saga frei leben können (siehe „Jurassic World„), droht durch einen Vulkanausbruch zerstört zu werden. Die Leiterin des ehemaligen Parks (Claire Dearing) und ihr (inzwischen) Ex, der Tierbändiger Owen, werden von einem reichen Industriellen (Ben Lockwood) angeheuert, um die Saurier auf eine neue Insel zu bringen. Zu spät erkennen die Beiden, dass sie aus Sicht des geldgierigen  Lockwood-Assistenten (Eli Mills) überflüssig sind und entsorgt werden sollen. Aber…ihre Gegner haben nicht mit dem Überlebenswillen von Claire und Owen gerechnet!

Hört sich iwie an, wie Teil 2 oder 4 ? Yopp! Böse Industrielle, skrupellose Forscher und sich selbst beweise wollende Großwildjäger…kennen wir alles schon. Schade!

Auch die Flucht vor pyroklastischen Wolken bei Vulkanausbrüchen, mit einer Hitze von 300 bis zu 800°C im Inneren, ist des öfteren verfilmt worden. In DANTES PEAK gelang die Flucht vor einem pyroklastischen Strom, der bis zu 700 km schnell sein kann, mit dem Auto. In JURASSIC WORLD 2 – DAS GEFALLENE KÖNIGREICH, schafft Owen sogar, obwohl schon von den Ausläufern einer Wolke eingeholt, noch den Sprung ins rettende Wasser. W O W ! Aber in der Realität gibt es ja auch keine Saurier! 😛

Die Handlung des Films langweilte mich, trotz der o.g. Parallelen, dennoch nicht. Allerdings muss ich gestehen, dass ich auch nicht oft das Gefühl von Spannung hatte. Das mag daran liegen, dass es diverse Handlungsstränge gab, einiges vorhersehbar war und nicht wirklich irgendein Gefühl bei mir aufkam, sich um die Hauptdarsteller sorgen zu müssen. Auch waren die Saurier für mich zu selten eine Bedrohung, so wie es in den früheren Folgen war.

Dafür waren die Special-Effects einmal mehr überragend. Gerade beim neu konzipierten Saurier sieht man fliessende Bewegungen und sogar Anzeichen eines überzeugenden Charakters werden spürbar. Klasse gemacht!

Fazit
Yoah, das war`s auch schon. Zwei Stunden Film, das Bewusstsein, diesen JURASSIC WORLD 2 von der View-List abhaken zu können und ein entspanntes Gefühl beim Verlassen des Kinosaals, aber ohne große Anschluss-Emotionen, so lässt sich mein Besuch der neuesten Spielberg-Produktion am besten zusammenfassen.
Muss man den Film sehen? Hm, also ich fand schon, dass der neueste Jurassic-Streifen unterhaltsam ist, aber ich glaube auch, Hardcore-Fans wird dieser Teil eher enttäuschen als begeistern.
Wird es einen nächsten Teil geben? Thematisch legt JW2 dazu das Fundament. Allerdings ist JURASSIC WORLD 2 derzeit (noch) nicht so der Kassenhit. Schließlich hängt am wirtschaftlichen Erfolg eines 170 Millionen-Dollar-Streifen auch immer das nächste Projekt…warten wir`s ab!

WEBSITE ZUM FILM

IMDB-INFOS

Meine persönliche Wertung:

Ganz unterhaltsam, haute mich aber auch nicht aus den Schlappen, deshalb:

3+ von 5 Punkten

5 Punkte: WOW! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Klasse gemacht, tolle Unterhaltung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag oder auf Free-TV-Premiere warten!
2 Punkte: geht nicht mal im Fernsehen als gut durch!
1 Punkt : Volle Zeit- und Geldschverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉

 

 

#Filmkritik: STAR WARS VIII – Die letzten Jedi 3D

#Filmkritik - STAR WARS VIII - Die letzten Jedi

Diese Filmkritik enthält SPOILER. Diese sind am Anfang und am Ende jeweils rot gekennzeichnet, sodass Du diesen Teil bequem überspringen kannst 😉

1980, Winter:
Ich bin mit Freunden für`s Kino verabredet. STAR WARS: Das Imperium schlägt zurück. Wir gehen ins REX-Kino in Gladbeck. Es gibt keine Platzreservierungen und so sitzen wir auf umklappbaren Holzsitzen, ohne Bezug, ohne Polster. Mir egal. Alles, was jetzt zählt, ist dieser ultimative Film, mit einer Technik, die ihresgleichen sucht, mit Welten, die uns in ferne Galaxien entführen, mit Wesen, die manchmal unheimlich, manchmal übermächtig und manchmal witzig sind. Erzählt wird eine Geschichte, die zu schön ist, um wahr zu sein…mit Raumschiffen und Kämpfen im Weltall, der Kampf Gut gegen Böse, aber in einer visionären und teilweise religiösen Form der Erzählung. Irre, was in der Film-Industrie inzwischen machbar und umsetzbar ist. Es ist der zweite Teil der Trilogie und dieser Teil ist düster, nicht geprägt von Hoffnung, mehr von der Angst vor dem Untergang des Guten! Aber zum Glück spielt diese Geschichte in einer Galaxie weit, weit entfernt und in einer lange zurückliegenden Zeit…
(STAR WARS, also den Ur-Film aus dem Jahr 1977, sah ich übrigens erst Jahre später im Kino!)

Damals wusste ich noch nicht, das die STAR WARS-Saga eigentlich aus 9 Episoden besteht und dies Episode 5 war. Für mich blieb sie immer Episode 2, klar, alles was zeitlich davor lag, kam für mich später, ebenso, und das wieder logischer, was uns nun als Episode 7 bis 9 „serviert“ wird.

2017, Winter:
Digitales Kino, beeindruckender Ton, 3D-Technologie, gepolsterte Sitze, Platz für die Beine, freie Sicht auf die Leinwand. Viel hat sich getan im Kino, in diesen 37 Jahren, die zwischen diesen beiden Filmen liegen. Heute war es STAR WARS VIIIDie letzten Jedi ! Meine Karte hatte ich seit etwa vier Wochen, der genaue Platz war gesichert, alles online klar gemacht 😉 .

Und wieder waren die Erwartungen hoch. Im Vorfeld hatte ich gelesen, das einige Kritiker den Film als den besten der Reihe bezeichneten, andere ihn als langweilig abtaten. Natürlich glaube auch ich, dass man Fan dieser Reihe und des Genres Science Fiction sein muss, wenn eine Meinung/Kritik/Bewertung von anderen ernst genommen werden soll.

Ich freue mich jedes Mal auf einen STAR WARS-Film, sei es nun die reguläre Reihe oder externe Geschichten, wie ROGUE ONE. Aber bei STAR WARS VII – Das Erwachen der Macht, war ich absolut enttäuscht und habe diesen Film wahrlich zerissen (KLICK HIER). Heute war ich in STAR WARS VIIIDie letzten Jedi und hier ist meine Meinung, geschrieben kurz nachdem ich das Kino verlassen habe.

Ich hoffte auf etwas Neues, etwas, das mich begeistern könnte…ich wurde enttäuscht!

Ich hoffte auf stark entwickelte Charaktere, gute Schauspieler…und wurde teilweise enttäuscht!

Ich hoffte auf geniale F/X (Special Effects)…und wurde bestätigt!

Ich hoffte auf Spannung…und schlief in der ersten Hälfte fast ein!

Was zum Henker macht Disney eigentlich aus den Visionen eines George Lucas??? 🙁 Der Erfinder von STAR WARS war sicher nicht der Held in Sachen sinnvoller und hochtrabender Dialoge, das hat sich in Die letzten Jedi erfreulicherweise zum Besseren entwickelt, aber er bezauberte uns über die Bilder auf der Leinwand, nahm uns mit auf eine traumhafte Reise, in fremde Welten, lieferte Action und schuf Spannung!

ACHTUNG  S P O I L E R !!!!!!!!!!!!!!!!

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Das wirklich Neue, bei dem es viel zu gucken gibt, weshalb es sich später bei der BluRay auch mal lohnt, auf den Pause-Button zu drücken, ist die Casino-Szene. Die Vergleiche mit der Bar in Mos Eisley (siehe im Video unten ab Minute 4:33), die von einigen Kritikern geäussert wurde, finde ich zutreffend, wobei wir damit auch hier wieder eine Art Wiederholung haben.

Ansonsten vermisste ich eine weiter entwickelte Story, die den Zuschauer mitreissen könnte. Gleich drei Handlungsstränge laufen im Film parallel ab und es dauert, bis diese drei Handlungsstränge zusammengeführt werden. Ich finde, dies macht den Film langatmig, weil es die Spannung nimmt.

Und welche Rolle entwickelt sich eigentlich weiter?

Leia, die von der leider verstorbenen Carrie Fisher gespielt wird, wirkte auf mich verkrampft und wenig überzeugend.

Flinn…was brachte diese „Mission“ überhaupt? Könnte man meiner Meinung nach aus dem Film schneiden.

Luke Skywalker…ach Du lieber Himmel! Eine Mischung aus selbstzweifelndem, vor Selbstmitleid zergehenden, kurz vor dem Selbstmord stehenden Opa-Helden, der eine nervende Depressions-Orgie über die Leinwand transportiert, sodass er alles andere als Held ist. Das ist sicher so gewollt, aber mich nervte dieses Weich-Ei-Getue massiv.

Yoda…ja, er ist auch wieder dabei, der ewig Auferstehende, der die Relikte des Jedi-Ordens in die Lächerlichkeit zieht und sie gar in Flammen aufgehen lässt…was ist die „Macht“, was ist der Jedi-Orden danach noch wert? 😛

3PO…ein goldenes Relikt, das mehrmals blöd in der Gegend rumstehen darf und der auf, sagt es mir, wenn ich mich irre, nicht mehr als 5 Sätze kommt…raus schneiden!

General Hux…wird gleich zu Beginn in die Lächerlichkeit gezogen, was an dieser Stelle, meiner Ansicht nach, überhaupt nicht passt und was ihn stark beschädigt, zumindest wenn irgend ein Zuschauer die Hoffnung gehabt haben sollte, dieser Pimpel könnte eine tragendere Rolle spielen. Vielleicht in Episode IX, aber nicht in Die letzten Jedi !

Und dann dieser Snoke…der oberste Anführer der ERSTEN ORDNUNG. Kaum da, schon wieder tot…gemeuchelt von Kylo Ren. Snoke ist damit alles andere als ein würdiger Nachfolger des Imperators, der wesentlich weitblickender war.

Apropos Kylo Ren…ich fand diese Psycho-Figur in Episode VII schon voll daneben, wobei er da den Psychopaten wenigstens noch überzeugend ablieferte. In Episode VIII ist er für mich nur Beiwerk, auch wenn er gegen Ende etwas dominanter in den Vordergrund gerückt wird. Aber auch hier: Kein Vergleich zu Darth Vader, den dunklen Übervater der Macht!

Kommen wir zu den interessanteren Rollen und Ihr werdet gleich merken, das diese Charaktere in der Unterzahl sind :-/

Rey…natürlich! Die eigentliche Hauptdarstellerin spielt für mich die beste und überzeugendste Rolle im Film. Woher sie allerdings ihre Kraft hat, die sie wohl jedem anderen Jedi-Schüler von Beginn an überlegen sein lässt…koi Ahnung!

Captain Poe Dameron…meine Güte…ENDLICH ein Held, manchmal unbesonnen und immer draufgängerisch, irgendwie ein bisschen wie Han Solo…damals *seufz* 😉 !!! Davon gibt es zwar einige im Film, aber nur einer überlebt, eben Poe.

Ach…und Rose, die Neue. Keine blendende Schönheit mit Traumfigur, aber mega-sympathisch und mit Werten versehen, die auch sie zur Heldin machen.

BB-8…mein Lieblings-Charakter aus Episode VII, der auch dieses Mal das ein oder andere zur Rettung der Helden beiträgt.

Übrigens…mich nervten die Zufälle, dass immer in den entscheidenden Situationen die Rettung einsetzte. Klar, passiert in Filmen öfter, aber oft nur einmal…zum Finale hin. In Episode VIII gibt es mehrere Finale 🙁

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S P O I L E R  ENDE !!!!!!!!!!!

Fazit:
Die Stärke des Films liegt in den F/X. Beeindruckende Weltraum-Schlachten, riesige Raumschiffe, interessante neue Wesen, auch dieser Film lebt von den Wow-Effekten, die uns die sicher weltbesten SciFi-Digital-Künstler auf die Leinwand zaubern.

Ansonsten: Irgendwie bleibt bei mir das Gefühl, hier handelt es sich um eine Fortsetzung, die mehr ein Lückenfüller zum Finale sein soll, als ein wirklich gut durchdachtes Film-Projekt. Das waren sicher auch Episode 2 und 5, aber wenn ich an die zurückdenke…oh Mann….was für ein Unterschied! Auch wenn diesmal, wie in Episode VII, die Handlungs-Wiederholungen aus früheren Episoden ausbleiben, kommt die Geschichte aus meiner Sicht dennoch richtig aus dem Quark.

Was ist denn jetzt anders, als nach dem Anschauen der Episode VII? Wissen wir jetzt mehr über die Geheimnisse einzelner Charaktere? Nö. Ich finde, die Geschichte ist zwar weiter geschrieben worden, aber sie tritt auf der Stelle. Überraschungen, so finde ich, gab es in Episode VIII keine und das war doch immer das spannende an den früheren Trilogien. Hier fehlt mir was…

Die letzten Jedi hatte in meiner Vorstellung eine 10-Minuten Pause nach 90 Minuten. Diesen ersten Teil fand ich einfach nur schwach. Stellenweise langweilte ich mich, weil ich mich fragte, wann die Handlung endlich weitergehen würde, ich meine, so weitergehen, dass ein Etappenziel hin zum großen Finale erkennbar sein könnte. Der zweite Teil nach der Pause nahm dann etwas an Fahrt auf, konnte mich aber final leider nicht wirklich überzeugen.

Spannung war in weiten Teilen des Films Fehlanzeige. Wo gab es eine echte Bedrohung für die Helden? Und wenn, dann wurde diese Spannung durch einen gelungenen oder misslungenen Joke zunichte gemacht. Chance vertan, schade. Auch fand ich viele Szenen nicht richtig ausgefüllt/entwickelt. Manche Szenenwechsel kamen mir wie Zeitsprünge vor, ohne dass die das waren. Eigentlich sollte ich mir diesen Film noch einmal anschauen. Beim zweiten Mal achte ich oft auf ganz andere Dinge, weil ich die Handlung ja schon kenne. Aber ehrlich gesagt habe ich etwas „Angst“ davor, dass STAR WARS VIII dann noch schlechter auf mich wirken könnte.

Bleibt mir nur zu hoffen, dass es bald wieder eine ausgelagerte Episode à la ROGUE ONE geben mag, die aus STAR WARS wieder den KRIEG DER STERNE macht, den ich in den 80ern so faszinierend, spannend und inspirierend fand.

P.S.: Neben mir im Kino saßen übrigens Vertreter der (wesentlich) jüngeren Generation und die waren sehr nah an meiner hier verfassten Meinung, was ich echt interessant fand!

WEBSITE ZUM FILM (deutsch)

WEBSITE ZUM FILM (englisch)

Meine persönliche Wertung:

Besser als Episode VII, aber das ist auch nicht schwer. Als STAR WARS-Fan kann ich diese Filme einfach nicht schlechter bewerten 😆 :
3+
von 5 Punkten

5 Punkte: WOW! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Klasse gemacht, tolle Unterhaltung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag oder auf Free-TV-Premiere warten! Wenn man nicht gerade Fan von STAR WARS ist!!!
2 Punkte: geht nicht mal im Fernsehen als gut durch!
1 Punkt : Volle Zeit- und Geldschverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉

 

HOOKED – Meine #Filmkritik (im Rahmen des HOMOCHROM-Film-Festivals in Köln)

Meine #Filmkritik #Hoked #Kino #Film

Der Film HOOKED läuft aktuell beim HOMOCHROMFilmFestival (KLICK) in Köln, das nächste Woche auch in Dortmund stattfinden wird. Die Zusammenfassung im Programmheft las sich für mich so interessant, dass ich mir die fast 2 Stunden Fahrt nach Köln antun wollte. Ein Aspekt, an dem ich die Qualität des Films messen möchte 😉

Wer etwas über den Inhalt des Films wissen möchte, liest einfach HIER nach. Wie immer erspare ich mir die Wiederholung einer Zusammenfassung, die man auf anderen Webseiten lesen kann.

HOOKED lief im Filmforum NRW, einem Gebäudeteil des Ludwig-Museums in Köln, direkt neben dem Dom. Der Regisseur war anwesend und beantwortete nach dem Film Fragen aus dem Publikum. 150.000 USD betrug der Etat, also ein echter Low-Budget-Movie und dafür hat er ein bemerkenswertes Werk erschaffen.

Die Hauptdarsteller sind beeindruckend überzeugend und Jack, um den es in diesem Film überwiegend geht, spielt meinem Empfinden nach, seine Rolle überragend.

Dennoch wirkte HOOKED im ersten Teil ungeordnet, manchmal fast wirr auf mich. Einige Szenen empfand ich als ungünstig und unpassend zusammengeschnitten, was den Film für mich fast scheitern ließ.

Aber im weiteren Verlauf bekommt er die Kurve, der rote Handlungsfaden wirkt geordneter und ruhiger, aber überwiegend eben durch die überzeugende Leistung der Schauspieler. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir mehr Dramatik gewünscht, aber vergessen wir nicht, dass es sich hier um einen Low-Budget-Film handelt, über den der Regisseur berichtet, dass er, aufgrund der schwulen Thematik, Probleme in den USA hatte, Finanziers für HOOKED zu finden. Er musste demnach überwiegend mit Studenten arbeiten und so kann ich über einige hier beschriebene Schwächen hinweg sehen.

Der Regisseur will mit dem Film auf die Situation vieler schwuler Jugendlicher aufmerksam machen, die in den USA auf der Strasse leben und von der Prostitution leben und dabei mit Drogen konfrontiert werden. In diesem Zusammenhang finde ich Jacks Geschichte, wie er von zu Hause aus in die Obdachlosigkeit geriet gut erzählt. Die einseitigen Telefonate mit seiner Mutter, die anscheinend die Kommunikation mit dem „sündigen, kranken“ Sohn verweigert, zeigen ihre Einstellung, ebenso wie beim schwulen Ken, der die Hilfe eines Pfarrers sucht und der die bekannten Parolen der (katholischen) Kirche herunterplappert: Enthaltsamkeit hilft! Das ist natürlich alles andere als Hilfe!

Fazit:
Alles in allem charakterisiert HOOKED die prekäre Situation schwuler Jugendlicher in den USA treffend, zumindest wenn ich das Gezeigte mit entsprechenden Berichten über die Lebenslage dort in den Medien vergleiche. Die aus der Hand geführte Kamera nervte mich hin und wieder und ein Stativ hätte die Handlung sehr unterstützt und beruhigt. Auch wenn der Film mir persönlich nichts wesentlich Neues zeigte, kann er sicher für Viele interessant und aufklärend sein. Die nicht immer optimierte Filmumsetzung verwirrt zum Glück nur kurz, sodass HOOKED alles in allem für mich eine gute, wenn auch nicht überragende Filmarbeit ist.
Nach der Ankündigung im Programmheft hatte ich mir, ehrlich gesagt, mehr versprochen. Insgesamt vier Stunden Fahrt, um diesen Film sehen zu können, waren mir zuviel und dafür fand ich ihn nicht lohnenswert. Wenn er aber in Bochum oder einer Nachbarstadt laufen würde, kann ich ihn empfehlen.
Und was HOMOCHROM angeht, nicht nur die schwule monatliche Filmreihe im Ruhrgebiet und in Köln, sondern auch das aktuelle Film-Festival: Wie schön, dass es so etwas in unserer Region gibt! Klasse! 😉

IMDB-Seite zum Film

Meine persönliche Wertung: 3 Punkte

5 Punkte: WOW! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Klasse gemacht, tolle Unterhaltung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag oder auf Free-TV-Premiere warten!
2 Punkte: geht gerade mal im Fernsehen als gut durch!
1 Punkt : Volle Zeit- und Geldschverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉

#Filmkritik: ATOMIC BLONDE

Meine #Kritik zum #Film #AtomicBlonde im #Kino

Wahrscheinlich mache ich mich hier unbeliebt, aber…es muss sein: ATOMIC BLONDE, der Film, der so actionlastig angekündigt war, fällt bei mir im Kino völlig durch!

So. Damit könnte die Kritik schon beendet sein und eigentlich müsste ich, aus Gründen der Vermeidung von Zeitverschwendung, hier schliessen. Aber es wäre nicht fair, würde ich meine kurz gefasste Kritik so unbegründet und wenig ausgeführt im Raum stehen lassen.

Die ersten Bilder wecken schon mein Missfallen: Den Farben sind ihre Leuchtkraft genommen, alles ist düster gehalten, viel überzogenes Blaugrau und eine nicht immer echt wirkende Lebensumgebung, ATOMIC BLONDE erinnert mich vom Stil her sofort an SIN CITY. Den mochte ich nicht. Viel zu düster und eine Handlung, die mich langweilte.

Und ATOMIC BLONDE?

Was ist das für ein Film, in dessen Verlauf ich mich fragte, wann er endlich zu Ende ist und ob da noch etwas Gravierendes an Handlung kommen würde, ausser…massive Kloppereien? Ja, wer das mag, derbe auffe Schnauze kriegen, der ist hier genau richtig, erst recht, wenn diesmal eine Frau das Opfer sein soll!

Opfer?

Nicht Lorraine, gespielt von Charlize Theron (OSCAR für ihre Rolle im Film MONSTER), denn die haut derbe zurück. Zwar sieht sie am Ende aus, wie nach einem Boxkampf gegen einen Klitschko, aber nach der über zehnminütigen Prügelszene im Treppenhaus, ist das auch kein Wunder.

Theron trägt den Film. Alles dreht sich um Theron. Die anderen Rollen haben nur wenig Platz, entwickelt zu werden und so dominiert sie nicht nur die Kämpfe.

Die lesbische Liebesszene musste sein? Weiss nicht! Ich fand sie überflüssig, zudem kalt, wie den ganzen Film eigentlich. So ist das, wenn die Handlung der Hauptdarstellerin und martialischen Gewalt-Szenen untergeordnet werden muss und diese zwar kurzfristig den Zuschauer (vielleicht auch die Zuschauerin) binden, aber im Nachklang auch nichts anderes vom Film in Erinnerung bleibt.

Positives?

Na irgendwo muss ja der 2.Punkt herkommen, der aus meiner Sicht ATOMIC BLONDE vor der totalen Vernichtung bewahrt:

Die Musik! Ich liebe immer noch die 80er und die Auswahl gefiel mir!
Das Ende! Oh Himmel…es gibt in diesem Streifen doch etwas Überraschendes, das mich am Ende tatsächlich noch aus dem Kinosessel hob. Natürlich musste aber auch diese Szene blutig sein. Zumindest mangelnde Kontinuität in Bereich der….soll ich es wirklich „Action“ nennen (?), kann ich ATOMIC BLONDE nicht vorwerfen!

Fazit
Kurz und knapp: Muss ich nicht nochmal sehen! Und mir ist es egal, ob er das Prädikat „Besonders wertvoll“ hat oder nicht. Vielleicht war der Hauptschauplatz (Berlin) dafür ausschlaggebend oder der besondere Stil, in dem ATOMIC BLONDE gedreht wurde. Letzterer gefiel mir eh nicht und von Berlin, fand ich, war auch nicht viel erkennbar zu sehen!

Film bei IMDB

WEBSITE DES FILMS (USA)

WEBSITE DES FILMS (D)

Meine persönliche Wertung: 2 Punkte

5 Punkte: TOP MOVIE! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Gut gemacht, bringt Spaß oder Spannung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, durchschnittliche Unterhaltung!
2 Punkte: Zeitverschwendung im Kino, vielleicht was für`s TV?!
1 Punkt : Volle Zeitverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉

BABY DRIVER – Meine #Filmkritik

Meine #Filmkritik zu #BabyDriver #Film #Kino

Fast & Furious…GTA…Bonnie & Clyde…21… Das sind die Filme, die mir einfielen, während ich BABY DRIVER sah.

Der Streifen startet mit einer fulminanten Verfolgungsjagd durch die Strassen von Atlanta und ich freute mich auf MEHR davon und für meinen Geschmack hätten es ruhig mehr sein können. Action pur, Fahrkunst auf höchstem Niveau und Spaß beim visuellen Genuss, DAS will der anspruchsvolle Zuschauer! 😉

Keine Frage, der Hauptdarsteller, Baby, gespielt von Ansel Elgort (INFOKLICK), ist „schnuckelig“, auch wenn dies nicht mein bevorzugtes Wort für Schauspieler ist, die mit einer Stupsnase und einem Unschuldsgesicht über die Leinwand rasen und rennen. Sein Aussehen muss an der nationalen Vielfalt der Eltern liegen: Russisch-Britisch-Norwegisch, eine, wie ich finde, doch ganz ansehnliche Kombination 🙂 Häufigere Kino-Gänger könnten ihn aus der Bestimmung (Divergent)-Triologie (KLICK) kennen…

Natürlich hat BABY DRIVER weitere Top-Schauspieler im Angebot: Kevin Spacey und Jamie Foxx. Aber auch die anderen Protagonisten müssen sich optisch nicht verstecken: Lily James als Freundin des ungewöhnlichen „Baby“ und eine Verbrecherbraut, gespielt von Eiza Gonzalez, sind zwei Schönheiten, die dem Film eine feine, weibliche Ausstrahlung gönnen!

Was mir an BABY DRIVER gut gefallen hat, ist die ansteigende Spannung, eine nette, wenn auch Hollywood-typische Story, mit den klassischen Elementen Liebe, Abhängigkeit(en), Bedrohung, Schiesserei, Flucht, Verfolgungsjagden und Happy End (?). Auch gibt es gibt es hin und wieder künstlerische „Pralinen“, recht wirksame Momente. Da referiert Kevin Spacey beispielsweise den Plan des nächsten Coups und wir hören Baby`s Musik dazu, die lippensynchron auf Spacey zugeschnitten scheint und der Szene einen gewissen Schwung verschafft. Fein gemacht!

By the way: Spacey und Foxx spielen, sorry, wenn ich das so krass ausdrücke, zwei RICHTIGE ARSCHLÖCHER Hardcore-Gangster, denen man ihre gestörte Brutalität nicht ansieht. Insgesamt ist der Film nichts für zart besaitete Seelen, aber er ist auch nicht so brutal, dass er ab 18 Jahren sein müsste (FSK 16).

Musik spielt in BABY DRIVER eine große, manchmal auch entscheidende Rolle. Die Kombination der Stücke im Film, hat mich schmunzeln lassen, denn auf eine Gruppe oder Musikrichtung festlegen, lässt Baby sich nicht. Vielmehr spielen Namen eine gewisse Rolle in den Musikstücken, die dem Film eine angenehme Prägung geben.

Letztlich bleibt noch der Regisseur zu erwähnen: Edgar Wright (INFOKLICK) ist bislang weniger als Regisseur aufgefallen, denn als Co-Drehbuch-Autor von Filmen wie Ant-Man und Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn. Ich finde, er hat durchaus Potenzial!

Fazit:
BABY DRIVER ist ein typischer Action-Streifen, dabei, aus meiner Sicht, aber nicht platt! Er bietet wirklich gute, teilweise rasante Unterhaltung, die die Zeit im Kino-Saal schnell vergehen lässt. Zwischendurch bleiben Momente der Beklemmung, wenn die Abhängigkeiten von Baby ausgespielt und ausgenutzt werden, was für eine Faustbildung beim Zuschauer sorgen kann. Also, alles dabei, sogar Emotionen, wenn der Zuschauer sich auf das smarte und manchmal auch wirklich böse dreinblickende Baby-Face (als geniale „Maske“) einlässt.
Meine Empfehlung: Reingehen, zurücklehnen, sich berieseln lassen und mit dem Gefühl, gut unterhalten worden zu sein, wieder nach Hause fahren! Schönes Action-Kino!

WEBSITE ZUM FILM

IMDB-Seite zum Film

Meine persönliche Wertung: 4 Punkte

5 Punkte: WOW! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Klasse gemacht, tolle Unterhaltung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag oder auf Free-TV-Premiere warten!
2 Punkte: geht gerade mal im Fernsehen als gut durch!
1 Punkt : Volle Zeit- und Geldschverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉