Meine neue Kamera: Von Canon zu….

Meine neue Kamera: Von CANON zu ...

Diesen Beitrag schrieb ich am 21.Oktober 2017. Er hat allerdings noch immer Gültigkeit und wurde heute von mir noch einmal überarbeitet.

Endlich!
Nach fast einjähriger Überlegung, welche Kamera in Zukunft die idealste für mich sein könnte, habe ich mich, letztendlich doch recht kurzfristig und schnell, aber trotzdem gut durchdacht, entschieden.

Canon EOS550DBis jetzt schoss ich meine Fotos mit einer Canon EOS550D, aus heutiger Sicht ein Dinosaurier in dieser Technik-Kategorie.

Keine Frage, diese Kamera war zu ihrer Zeit TOP und ich habe sie (und Canon) lange Zeit als zuverlässiges, hochwertiges und technisch robustes Arbeitsinstrument geschätzt. Besonders bei abend- oder nächtlichen Streifzügen durch die Industriekultur des Ruhrgebiets, erwies sich die EOS550D als lichtstark und begeisterte mich mit genialen und farbenfrohen Bildern.

Nach gefühlten 20 Jahren, wurde es aber langsam Zeit, nicht nur an die Anschaffung eines moderneren Geräts zu denken, sondern auch an eins, das mir mehr und vor allem professionellere Möglichkeiten bieten sollte. Seit langem schon arbeite ich bei der Canon mit den manuellen Einstellungen, mit denen ich an die Grenzen der Fähigkeiten dieser Kamera gestossen bin. Langeweile machte sich bei mir breit und ich verlor den Spaß am Fotografieren, mangels möglicher Herausforderungen. Technikbedingt!
Die nächste Kamera muss mich wieder pushen und motivieren können und vor allem muss sie die nächsten (gefühlten 20 Jahre) halten. Ich will meinen Spaß am Fotografieren zurück…

Aber eine neue Ausrüstung sollte mir nicht nur neue Möglichkeiten bieten können, meine Art zu Fotografieren voran bringen, sie sollte auch im Videobereich meine hohen Anforderungen erfüllen. Schließlich möchte ich auf YouTube arbeiten und wer hier (Bild-)Qualität liefern will, braucht eine entsprechende Kamera.

Schnell wurde klar, dass bei meinen Wünschen, der aufzubringende Etat satt vierstellig sein müsste, wollte ich meine Ansprüche erfüllt sehen. Das bedeutet aber auch, dass sich eine neue Kamera „rechnen“ muss, ich mit ihrer Hilfe das investierte Geld wieder zurück verdienen will.

In den letzten 12 Monaten arbeitete ich mich also in alle in Frage kommenden Kamera-Modelle virtuell ein. YouTube und Twitter sind dabei hervorragende Informationslieferanten, die mir schließlich bei meiner Entscheidungsfindung wesentlich geholfen haben.

Auf YouTube gibt es unzählige Videos von Usern und Fotografen, die sich die Mühe machen, Kameras vorzustellen und sie in einem „Duell“ antreten zu lassen. Die Bild- und Ton-Ergebnisse werden so komfortabel vergleichbar und alles, was man als Interessent aufbringen muss, ist Zeit, sich die Videos anzuschauen!

Dabei muss man aber sehr differenzieren, denn allzu oft stieß ich nur auf wohlwollende Stimmen zu allen möglichen Kameras. Ich legte aber mehr Wert auf die kritischen Stimmen 😉

Schnell trat Canon in den Hintergrund und zwei andere Hersteller in den Vordergrund. Auch wenn ich seit mehreren Jahrzehnten, abgesehen von einer kleinen Unterbrechung (analoge KR-2 Super von RICOH), mit Canon meine Bilder kreiert und aufgenommen habe, hatte ich keine Lust mehr, bei einem geschätzten Investitionsvolumen von knapp 2.000 €, die Verweigerung von technischen Innovationen, wie z.B. die Aufnahmemöglichkeit von 4k im Videobereich, zu unterstützen. Ich finde, Canon ist derzeit eben nicht in allen Bereichen auf dem aktuellsten/modernsten Stand und andere Hersteller strengen sich intensiver an, kaufwilligen Kunden mehr für ihr Geld zu bieten. Zudem waren die Canon-Produkte, die mir noch einigermaßen von den Leistungen her gefielen, zu klobig (7D Mark II / 80D, und wo ist eine hochwertige DSLM?)!

Als attraktive Alternative bot sich schnell FUJIFILM mit der X-T2 an. Was sich ein bisschen liest, wie der Nachfolger von C3-PO oder eines Terminator-Modells, ist die aktuelle Top-Kamera der Japaner.
Bildquali: TOP!
Autofokus-Geschwindigkeit: TOP!
4K-Video: an Bord!
Bezahlbare Objektive: genügend vorhanden!
Natürlich ist die Liste der attraktiven technischen Features noch länger, sonst hätte mich diese Kamera nicht begeistern können.

Und dann war da noch … SONY!
Ich habe den Eindruck, SONY ist im Kamerabereich das, was Red Bull und Leipzig momentan im Fussball sind. Sie rufen Emotionen hervor, die mir manchmal nicht mehr vernunftgesteuert scheinen.

Dabei geht es doch nur (oder gerade!) darum, Fotos in einer ausgezeichneten Quali zu produzieren, die man in seinem Kopf komponiert und sich als Ziel gewünscht hat. Aber für manch einen Kamera-Nutzer sind die Hersteller scheinbar Religionen, die es bedingungslos und hoffnungsfroh zu verteidigen gilt. Egal, wie sinnvoll dies zu sein scheint.

Bei SONY interessierte mich die Alpha-Serie, weil sie einerseits angenehm kompakt ist und andererseits in allen Tests hervorragende Werte erhielt, besonders in Sachen Bildquali und im Video-Bereich, hier mit einem ausgezeichneten Auto-Focus!

Die Kompaktheit einer Kamera war mir in letzter Zeit immer wichtiger geworden. Ich brauche keine klobige, schwere, platzverschwendende Cam, mit der ich vor anderen den Lachs raushängen lassen kann. Wenn ich meine EOS550D und diverse Objektive mitschleppte, war es tatsächlich ein „Schleppen“! Mit Spaß hatte das in letzter Zeit (siehe oben) wenig zu tun.

Die a6000 ist inzwischen allerdings so „alt“ und aufgrund der zwei neueren Modelle a6300 und a6500 technisch „überholt“, was auf der anderen Seite zu immer weiteren Preissenkungen führte, sodass mir ihr Preis sehr attraktiv erschien, besonders im Vergleich zur Fuji, auch wenn dieser Vergleich (technisch) etwas hinkt. Aber in zahlreichen Kommentaren hörte ich schnell heraus, dass mich doch einiges an dieser SONY-Kamera nerven könnte. Die 6300er war da schon die bessere Wahl, weiter entwickelt, einige Probleme des Vorgängers bereits korrigiert/beseitigt. Die 6500er blieb mein eigentlicher Traum, aber in einem Preissegment, das mir für so ein kleines Gerät zu teuer erschien. Und die Unterschiede zwischen der 6300er und der 6500er, sind, das las und hörte ich öfter in Vergleichen, den Preis-Unterschied eigentlich nicht wert. Zumindest aus der Sicht der Rezensoren!

So war die Entscheidung für meine nächste Kamera eigentlich schon gefallen: Die FUJI X-T2 sollte es werden!

Dies galt für fast 8 Monate. Ich hatte ein Ziel!

Dann sah ich aktuelle Bild- und Film-Qualitätsvergleiche zwischen der Fuji und der SONY a6500 auf YouTube und mein Eindruck, dass ich mit der 4k-Video-Aufnahme der X-T2 nicht unbedingt entspannten Spaß haben könnte, verfestigte sich. Zudem waren die SONYs noch einmal etwas kleiner als die Fuji.

Schließlich war die finale Entscheidung gefallen: SONY!

Meine neue Kamera: Die Sony a6500Die 6000er war mir technisch zu „überholt“, die 6300er okay, aber was mich nun doch zur a6500 brachte, waren das überarbeitete und optimiertere Menü und diverse Verbesserungen gegenüber den anderen beiden 6ern, die ich als Vorteile sah, die den höheren Preis, aus meiner Sicht, schon rechtfertigen.

Als Objektiv wählte ich nicht die üblichen Kit-Linsen, die fast durchweg, zumindest bei anspruchsvolleren Kritikern im Internet, durchfielen und als unattraktiv bewertet wurden. Um zu Beginn mit der größtmöglichen Flexibilität fotografieren zu können, entschied ich mich für ein Zoom-Objektiv, nämlich das Zeiss 16-70mm. Wenn schon hochwertig, dann auch die Optik. Die Kamera ist das eine, sie bringt aber nichts, wenn vorne nicht ein hochwertiges/gutes Objektiv arbeiten kann.

Und damit bin ich nun seit fast zwei Wochen unterwegs. Passend zum Kauf der Kamera, kam der goldene Oktober mit blauem Himmel und Temperaturen weit über 20°C, ideal also für Foto-Touren durch das Ruhrgebiet.

Die Ziele waren Hohenstein in Witten, die Halde Rungenberg und, passend zum Herbst, der Stadtpark in Bochum. Die Fotos machte ich, ohne mich großartig mit der Kamera zu beschäftigen, was mir bei technischen Geräten noch nie schwer gefallen ist. Ein paar Auslösungen mit der Automatik, dann schon gleich ran an die manuellen Einstellungen.

Was soll ich sagen? Bisher erfüllt die a6500 meine Erwartungen voll und ganz!

Zum Kennenlernen der Kamera schaute ich mich nach einem Kamerabuch um, aber leider gibt es nur ein einziges Buch zur 6500. Ich bin gespannt, ob es mir hilft und ob es gute Tipps zu den fast unendlich scheinenden Funktionen liefern wird. Schließlich will ich diese Kamera voll und ganz ausreizen. Und…das ist ein ganz schöner Anspruch, denn die a6500 ist ein Technik-Monster mit Funktionen, in die ich mich wirklich erst einarbeiten muss! Aber genau DAS wollte ich ja 😉