#Filmkritik: PASSENGERS 3D

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Filmkritik: PASSENGERS 3D, Kino, Film

Es gibt Filme, da sitze ich hier am PC und möchte eine möglichst faire Bewertung zu einem Streifen schreiben, der mir eigentlich gar nicht gefiel. Oft passiert es mir auch noch, dass meine Missgunst einem reinen Bauchgefühl entstammt und ich nicht einmal genau definieren kann, wieso ich einen Film so schlecht fand. PASSENGERS ist so ein Streifen.

120 Jahre soll die Reise der Neu-Siedler zu einem erdähnlichen Planeten dauern. Aber was ist, wenn Unvorhergesehenes passiert und der Schlaf des Passagiers Jim, einem von 5000 weiteren Aussiedlern, schon nach 30 Jahren unterbrochen wird, er noch 90 Jahre vor sich hat und weiss, dass er die die Ankunft auf dem neuen Planeten niemals erleben wird? Davon erzählt der Film PASSENGERS mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence in den Hauptrollen.

1 Jahr lang hält Jim es auf dem riesigen Raumschiff alleine aus, dann entschließt er sich, nach langem Überlegen und vielen Zweifeln, die attraktive Aurora aus dem Tiefschlaf zu wecken. Sie glaubt zunächst an einen technischen Defekt, Jim lässt sie in dem Glauben und so entwickelt sich zwischen den Beiden eine romantische Liebesbeziehung, bis der androide Barmann Jim`s Geheimnis gegenüber Aurora lüftet. Die junge Frau fühlt sich um ihr Leben betrogen, ja sie fühlt sich sogar „ermordet“ und verstößt ihren Lover. Als der technische Defekt, der Jim aus seinem Tiefschlaf geweckt hatte, auch die anderen 5000 reisenden Schläfer und sogar das ganze Schiff bedroht, müssen die Beiden das Problem trotz aller Differenzen gemeinsam lösen.

Ich hatte schon im Vorfeld von einem „Titanic“ im Weltraum gelesen und muss sagen, dass die einzige Parallele zu Titanic, die ich entdecken konnte, ein außer Kontrolle geratenes Schiff ist. An die Qualität von Camerons filmgeschichtliches Werk kommt PASSENGERS bei weitem nicht heran!

Die zwei Stunden unterteilten sich grob in drei Parts: Gefühlt beobachtet der Zuschauer zu einem Drittel Jim, wie er alleine sein erstes Jahr auf dem Raumschiff Avalon verbringt, das zweite Drittel bringt uns die Lovestory zwischen Jim und Aurora näher und das letzte Drittel arbeitet den Versuch der Rettung des Raumschiffes ab.

Kinofilm Passengers 3DZwischen dem ersten und dem zweiten Drittel sind mir schon mal die Augen zugefallen und dieser Part war mir einfach etwas zu langatmig 🙄 . Die Spannung war meinem Empfinden nach zu diesem Zeitpunkt gleich Null! Nach dem Erwachen Auroras bekommt die Handlung noch einmal einen Push, auch ein paar Lacher waren dem Publikum vergönnt, bis man schließlich bei PASSENGERS aus dem Schmunzeln nicht mehr rauskommt und der Film aus meiner Sicht schon in die Lächerlichkeit abgleitet. Damit bekommt PASSENGERS sein endgültiges Todesurteil verpasst! Auch wenn es ein Science Fiction ist, so ist es doch recht belustigend, wenn ein einfacher Monteur mit Hilfe einer Journalistin, in kürzester Zeit ein riesiges Raumschiff retten will! Da wird der Fehler im Reaktor ausgemacht und natürlich weiss der Monteur gleich, was zu tun ist. Ob es ihm gelingt, verrate ich hier noch nicht, vielleicht möchte ja noch jemand PASSENGERS sehen 😛 .

Und als ich dachte, schlimmer kann es nicht mehr kommen, wurden dann auch noch die plattesten Dialoge in diesem Werk heraus geschmettert, ausgerechnet während des eigentlichen Spannungsgipfels 🙁 .

Fazit:
Was für eine coole Idee PASSENGERS ist und wie schade, dass dieses Filmwerk nicht die Qualität schafft, die ich ihm eigentlich gönnen würde! Selten ging ich bei einem Film mit derart gemischten Gefühlen aus dem Kino. Einerseits war ich begeistert von den Special Effects/der Tricktechnik (F/X) (zum Beispiel die Szene, als Aurora im Schwimmbad von der Schwerelosigkeit überrascht wird und sie in der Wasserkugel schwebt), andererseits kann ich dem Drehbuch keine wirklich überzeugende Leistung zugestehen. Die beiden Hauptdarsteller bemühten sich wirklich, die Schwächen des Films auszugleichen und phasenweise gelang es sogar. Letztendlich blieb PASSENGERS aber ein Kinoerlebnis, das ohne große Nachwirkung bleiben wird und , das ich mir gut und gerne für die TV-Ausstrahlung hätte aufheben können. Nur die Tatsache, dass ich ihn im Kino in 3D sehen konnte, war das eigentliche Highlight bei diesem Kinobesuch!

Das “ + “ hinter der Bewertung gebe ich, weil mir die F/X so gut gefielen und das Raumschiff schon etwas nett Anzusehendes war! 😉

WEBSITE ZUM FILM (deutsch)

Meine persönliche Wertung:

2+ von 5 Punkten, weil der Film eine unglaubliche Spannung aufbaut, die nur wenig Action-Szenen benötigt! Selten heute!

5 Punkte: WOW! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Klasse gemacht, tolle Unterhaltung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag oder auf Free-TV-Premiere warten!
2 Punkte: geht gerade mal im Fernsehen als gut durch!
1 Punkt : Volle Zeit- und Geldschverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉

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