#Filmkritik: ALLIED – VERTRAUTE FREMDE

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Filmkritik: ALLIED - VERTRAUTE FREMDE, Kino, Film

Eine weite Wüstenlandschaft, gelber Sand, farblich streng getrennt vom strahlend blauen Himmel, ein einzelner Mensch, der über die Höhen der Sanddünen läuft, sein Gesicht mit einem Tuch verhüllt, bis er zu einer Straße, naja, sagen wir besser „Piste“, kommt. In der Ferne steigt eine große Staubwolke auf, ein Auto nähert sich…

Einen bildgewaltigen Start legt ALLIED – VERTRAUTE FREMDE da hin und weckt von Beginn an das Interesse des Zuschauers. Der Wüstenläufer war natürlich Brad Pitt, der als Max im Jahre 1942 für den britischen Geheimdienst einen Auftrag in Französisch-Marokko ausführen soll. Seine Helferin ist die hübsche, aber eiskalte Französin Marianne (Marion Cotillard), die eine hochprofessionelle Tarnung für Max und sich inszeniert. Natürlich bleibt es nicht aus, dass der ebenso professionelle Max sich in die taffe Marianne verliebt, er sie nach dem Auftrag mit nach England nimmt und sie schließlich heiratet. Soweit die Einleitung 😉 .

Was folgt, ist der Start eines Handlungsstrangs, der mit zunehmender Dauer des Films an Spannung immer weiter zunimmt. Marianne und Max sind glücklich, haben inzwischen eine gemeinsame Tochter und alles scheint in geordneten Bahnen zu verlaufen. Doch plötzlich wird Max mit möglichen Zweifeln an der Liebe seiner Frau zu ihm konfrontiert: Ist er wirklich ihre große Liebe oder spielt sie ihm alles nur vor und ist gar eine Agentin Hitler-Deutschlands? Der Zuschauer weiss es nicht, Max ebenso wenig und so nimmt er uns mit bei seiner Suche nach der Wahrheit…

Wer glaubt, der einleitende Actionteil sei der spannendere Part des Streifens, irrt gewaltig. Lange habe ich keinen Film mehr gesehen, der es so gelungen schafft, die Spannung auf den absoluten Höhepunkt zu treiben, wie „ALLIED – VERTRAUTE FREMDE„! Als Zuschauer war ich gefesselt von der Entwicklung von Max` Recherche, die ihn, getrieben von seiner Liebe zu Marianne und der Hoffnung auf deren Unschuld, über alle legalen Möglichkeiten hinaus, zur Wahrheit führen soll.

Marion Cotillard spielt die zwielichtige Marianne perfekt. Dem Zuschauer gelingt es (natürlich) nicht, hinter ihre Fassade blicken zu können. Alles, was bleibt, ist das nervenaufreibende Warten auf das Ergebnis der Untersuchungen von Max und schließlich Ende des Films. Auch Brad Pitt spielt das Wechselbad der Gefühle von Max eindrucksvoll und sicher wäre der Film nur halb so gut geworden, würden diese beiden Schauspieler nicht alles geben.

Fazit:
Natürlich darf ich nicht zuviel verraten, denn ALLIED – VERTRAUTE FREMDE lebt von der Entwicklung der Spannung, die ganz unten beginnt, kontinuierlich seicht ansteigt und schließlich zum fast unerträglichen Ende führt.

Abgesehen vom ersten Teil, enthält der Film wenig Action, lebt aber vom immens intensiven Rollenspiel der beiden Hauptdarsteller und der nach und nach klarer werdenden Rolle, die Marianne spielt.

Der Film garantiert eine wirklich gute Unterhaltung und aus meiner Sicht gibt es nichts zu bereuen, wenn Ihr den Streifen jenseits des Kinotages seht 😉

WEBSITE ZUM FILM (deutsch)

Meine persönliche Wertung:

4 von 5 Punkten, weil der Film eine unglaubliche Spannung aufbaut, die nur wenig Action-Szenen benötigt! Selten heute!

5 Punkte: WOW! Großartige Unterhaltung, perfekter Film! Besser geht`s nicht!
4 Punkte: Klasse gemacht, tolle Unterhaltung, nix zu bereuen!
3 Punkte: Eher was für den Kinotag oder auf Free-TV-Premiere warten!
2 Punkte: geht gerade mal im Fernsehen als gut durch!
1 Punkt : Volle Zeit- und Geldschverschwendung! Flucht aus dem Kino!

Hast D U den Film schon gesehen und wie fandest Du ihn? Interessiert mich, nutze das Kommentarfeld 😉

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