zu Guttenberg

Zu Guttenberg: “Vorerst gescheitert!” – Vorerst???

Zu ihm (Guttenberg) habe ich hier schon genug geschrieben und das, was da als sein Buch erscheint, ist wohl nicht mehr, als eine Zusammenfassung seiner Verteidigungsversuche vom Anfang des Jahres 2011, allerdings gespickt mit neuen, schweren Attacken gegen die Uni Bayreuth, politische Freunde, sorry, jetzt wohl Ex-Freunde und sonstige Kritiker. Zumindest lese ich das aus den Artikeln dazu bei SPIEGELonline und ZEITonline.

Seine derbe Kritik hat scheinbar dazu geführt, dass der bayrische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Seehofer geäußert haben soll, zu Guttenberg werde kein wichtiges Mandat mehr in der Partei ausüben (KLICK HIER, letzter Absatz des Artikels)!

Wieder scheint Guttenberg sein Selbstmitleid ausführlich zu erklären und wäre er dabei nicht so verdammt uneinsichtig, könnte ich ihm glatt ein Taschentuch reichen. Aber, ich nahm ihm sein Bedauern damals schon nicht ab und heute erweist es sich, nach dem, was ich da in Auszügen lesen muss, dass mein Gefühl mich nicht getäuscht hat!

Ich denke mal, nicht nur jene wird das Buch langweilen, die selbst schon die Arbeit mit einer Dissertation hatten, weil sie diese Situation kennen und nicht so öffentlich heulen dürfen, wie der ehemalige Doktor zu Guttenberg! Es gibt Bücher, die die Welt nicht braucht und ich denke, dieses “Vorerst gescheitert!” dürfe ein solches sein!

Und ich hoffe zudem, dass das “vorerst” im Titel, ein Wunschtraum des Autors bleiben möge…

Wer sich als Fan von zu Guttenberg dennoch das Buch gönnen möchte, bitte schön. Nachstehend gibt es eine Bestellmöglichkeit.

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Zu Guttenbergs “Glück” ist das Pech der deutschen Politik!

Na was ein Glück, dass der Freiherr Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), ehemals Bundeswirtschafts- und Verteidigungsminister, nicht mehr in der deutschen politischen Öffentlichkeit steht. Denn so wird ein Aufschrei ausbleiben, der angesichts der vermuteten bevorstehenden Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hof, ansonsten wohl groß wäre. Es ist ein Schlag in das Gesicht ehrlicher Doktoranden und nicht so prominenter “Kopierer” von Dissertationen, wenn die Staatsanwaltschaft, wie von der “Leipziger Volkszeitung” vermutet, keine Strafanzeige gegen zu Guttenberg erheben wird und stattdessen nur eine Strafzahlung verhängt (INFO-ARTIKEL).

Aus rechtlicher Sicht steht dem bekanntesten deutschen Kopierer einer Doktorarbeit (nach Einschätzung der Universität Bayreuth war seine Dissertation in großen Teilen abgeschrieben KLICK) nun ein Comeback in die deutsche Bundespolitik offen, da er mit der Strafzahlung einer Vorstrafe entgehen konnte. Seine “Fans” mag dies freuen, ich empfinde die Entscheidung der Staatsanwaltschaft als riesengroße Sauerei gesellschaftspolitisch äußerst schädlich! An die Auftritte des ehemaligen Bundesministers als Leugner irgendeiner Schuld und “Lügner vor dem Deutschen Bundestag” (Zitat der Opposition im Parlament: KLICK) erinnert Ihr Euch doch noch, oder? KLICK

Während “kleine” Doktoranden härteste Sanktionen zu fürchten haben, ist der Freiherr zu Guttenberg, der jahrelang mit einem bewiesenermaßen erschlichenen Doktortitel durchs Leben ging und zum Teil sicherlich auch darauf seine berufliche Karriere begründen konnte, mit einem blauen Auge davon gekommen, sofern die “Leipziger Volkszeitung” recht behalten sollte.

Und wieder passt der Spruch “Die Kleinen fängt/hängt man, die Großen lässt man laufen!”, im übertragenen Sinn auch in diesen Fall. Mir wird jetzt schon übel, wenn mir das grinsende Gesicht zu Guttenbergs in Zukunft wieder in der politischen Öffentlichkeit zugemutet werden sollte. Ich hoffe ja, das wird nie passieren, muss aber befürchten, dass meine Hoffnung eher eine geringe Aussicht auf Erfolg haben wird… :-(

Für mich bleibt zu Guttenberg ein “politischer Lügner” und unglaublich dreister Erschummler einer Dissertation! Die Gründe für meine Meinung finden sich in seinen nach und nach veröffentlichten Äusserungen, der aktuellen Stunde im Parlament und schließlich des Fazits der Universität Bayreuth, die seine “Arbeit” entsprechend bewertet hat. So ein Mensch gehört, auch nach einem niedrig angesetzten moralischen Werteverständnis, wie ich es für die Politik inzwischen habe, nicht mehr in ein öffentliches Amt!

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Karl-Theodor zu Guttenberg – Das (politische) Ende

Es war Zeit. Dieser Minister war seit einigen Tagen schon untragbar! Zu Guttenberg hat den Bogen der erträglichen politischen Überlebenskultur, die ja an und für sich jeder Bürger nachvollziehen kann, der seinen Job ebenso “liebt”, weit überspannt. Aber auch der Abgang war letztendlich ungeschickt formuliert und in einer Art vorgetragen, die mit dem früheren Verhalten des in der Beliebtheitsskala hoch stehenden Minister zu Guttenberg, nichts mehr zu tun hatte.

Wer die Schuld auch in der Niederlage noch bei Anderen sucht, entwertet eine angebliche Einsicht, nämlich den Rücktritt als Konsequenz eigener fehlgeleiteter Handlungen zu verstehen. Ja, Herr zu Guttenberg ist in seinem aktuellen politischen Leben nicht über “böse Medien-Berichterstatter” gestürzt und auch nicht über eine “Kampagne der Opposition”. Er ist einzig und allein über eigene berufliche Fehler, die in der Vergangenheit begangen, aber bis in die Zukunft wirken, gestolpert. Gestürzt ist er schließlich auch durch sein arrogant wirkendes Verhalten und der scheibchenweisen Rückzug vom Doktor-Titel, dem kaum ein ernst zu nehmendes Bedauern zu entnehmen war.

Vielleicht bin ich einer der wenigen in Deutschland, die heute ein länger anhaltendes Glücksgefühl hatten, als die Nachricht seines Rücktritts über die Ticker lief. Ich möchte diesen Mann aber auch in der Zukunft nicht mehr im politischen Leben sehen, denn sein Zaudern zurück zu treten, seine Uneinsichtigkeit, schwerwiegende charakterliche Defizite in der Person auch oder gerade als Makel im Amt eines Ministers nicht wahrnehmen zu wollen, lässt meiner Ansicht nach doch sehr tief blicken. Das war am Ende nicht mehr der Minister, den ich auch vor ein paar Monaten noch klasse fand, als er noch glaubwürdig hinter den zu stehen schien, was er großmundig an Werten auf seiner Website publiziert! Auch ich fühle mich inzwischen getäuscht und empfinde deshalb ein gewisses Maß an Enttäuschung.

Der Minister zu Guttenberg verließ die politische Ebene  so schnell wie er sie betreten hatte. Er musste in kurzer Zeit lernen, was das politische Geschäft bedeutet. Ein Sonnenkönig passt nun einmal nicht nach Deutschland, wenn er sein Licht den Flammen anderen Geistern zu verdanken hat. Die Sonne ist nun erloschen. Es werden staatsanwaltschaftliche Ermittlungen folgen, die hoffentlich zu einer Gerichtsverhandlung führen werden, in der dann endgültig zu klären ist, ob zu Guttenberg ein tatsächlicher Betrüger und damit ein Krimineller ist, oder nicht. Wir sollten das weiterhin mit der gebotenen Aufmerksamkeit verfolgen!

Die Kanzlerin indes steht vor einem Scherbenhaufen, denn sie hatte mit einem Argument diesen Minister gedeckt, das nun wirklich an den Haaren herbeigezogen schien und so fadenscheinig war, dass sich der bürgerliche Unmut in der restkonservativen CDU regte. “Das macht man einfach nicht”, Frau Merkel.

Und der Koalitions-Partner??? Habt Ihr gesehen, wie Guido Westerwelle über den scheidenden Minister gesprochen hat? War da eine Gefühlsregung? War da ein Rest-Lob zu hören? Genauso wenig ernsthaft, so wirkte das zumindest auf mich, wie die Entschuldigungen des ehemaligen Verteidigungsministers.

Ein letztes Mal gibt es hier den Link zur Chronik des Rücktritts von Karl-Theodor zu Guttenberg (KLICK), mit dem ich auch meine täglichen Kommentare zu der Plagiats-Affäre vorerst beenden werde.

Vielen Dank für das Lesen meiner Artikel zum Thema und vielen Dank auch für den ein oder anderen Kommentar, über den ich mich natürlich gefreut habe :-)

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Karl-Theodor zu Guttenberg – "…ist ein Betrüger!" (Zitat Lepsius)

Der Nachfolger des Doktor-Vaters von zu Guttenberg an der Universität in Bayreuth, Oliver Lepsius, hat sich gegenüber dem Bayerischen Rundfunk eindeutig und in scharfer Form zum Plagiats-Vorwurf, der gegen den Minister erhoben wird, geäußert. Für ihn steht außer Frage, dass zu Guttenberg ein Betrüger ist (Video 25. Sekunde) und begründet dies auch:

Mich wundert weiterhin, dass der Verteidigungsminister derartige Vorwürfe einfach reaktionslos über sich ergehen lässt! In meinen Augen scheint zu Guttenberg sehr gut zu wissen, dass er mit einer Klage gegen derartige Äusserungen vor Gericht keine Chance hätte! Nichts anderes also, als ein nicht ausgesprochenes Schuld-Eingeständnis!

UNGLAUBLICH, dass Kanzlerin Merkel DIESEN Minister im Amt halten will!!!

Ich schäme mich als Deutscher für politische Verhaltensweisen in diesem Land, die ich so bisher in den letzten Jahrzehnten noch nicht erlebt habe!

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Mail an das Verteidigungsministerium

Auf der Website des Bundes-Verteidigungsministeriums gibt es unter “KONTAKT” (oben rechts) die Möglichkeit, eine Nachricht zu schreiben. Ich habe dort soeben Folgendes eingegeben:

Herr Minister,
wehren Sie sich endlich rechtlich gegen die im Zusammenhang mit Ihrer Dissertation verbundenen und von vielfacher Seite (Rechtsgelehrte, Wissenschaftler, Professoren…) geäußerten Vorwürfe, wie “Lügner”, “Täuscher” oder “Betrüger” oder treten Sie zurück!

Es ist ja geradezu eine Schande, dass ein Minister sich derartigen Verbal-Attacken aussetzen muss und er so tut, als wäre er taub! Das ist in meinen Augen ein für das Amt immens schädliches Verhalten!

Mit freundlichen Grüßen

Vielleicht bleibe ich damit der einzige Bürger, aber vielleicht finden sich auch noch andere, die ihrer Meinung da Ausdruck verleihen möchten, wo sie ankommen soll!

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Volker Pispers und Herr zu Guttenberg

Ohne Worte, einfach anschauen und Lachen!

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