Artikel-Schlagworte: „Urlaub“
Hey, ob man das wohl so nennt?
Ich mache “Halbtags-Urlaub” und genieße so den Sommer in vollen Zügen, manchmal sogar gezwungenermaßen
Wenn man unter dem Dach wohnt, ist die Hitze des Sommers zuweilen unerträglich und so bin auch ich gezwungen, bei 30°C und darüber, ins Freie zu fliehen. Dort weht wenigstens ein leichter, wenn auch warmer Wind, aber dieser macht die Hitze draußen erträglicher. Ein netter Nebeneffekt ist, dass dem Körper eine leichte bis mäßige, vielleicht inzwischen auch schon starke Dunkelfärbung der Haut gegeben wird
2010 können wir uns zum ersten Mal seit langem wieder fragen, warum wir in die Ferne schweifen sollen, wenn das Gute doch so nah ist
Okay, der Silbersee in Haltern ist nicht die Dünenlandschaft von Maspalomas, und sicher finden sich dort auch attraktivere Männer im FKK-Bereich
, aber für Kurztrips ist er dennoch ebenso erholsam. Und wenn ich keine Lust mehr auf die Wiese im Garten habe, gibt es auch hier genügend Alternativen, abschalten zu können. Ich kenne da den Rand eines durchaus nett gelegenen Maisfeldes…
Der Roggen, oder war es Weizen, wurde vorgestern leider schon abgeerntet
So arbeite ich zur Zeit morgens zu Hause, bis die Wärme wieder durch die Decke gekommen ist und dann geht es ab nach draußen. Übrigens habe ich als Fortbewegungsmittel das Fahrrad neu entdeckt
Das Fahren kost’ nix und bei ein wenig mehr Zeitaufwand, komme ich genauso ans Ziel. Auch hier kühlt der Fahrtwind etwas, allerdings kommt bei mir der große Schweißausbruch dann nach dem Absteigen
Egal, nebenher trainiere ich ja praktischerweise damit noch meine Beinmuskulatur
Und da ist er wieder, der sportliche Aspekt, der mir das Radfahren noch einfacher macht
Schwimmen ist derzeit etwas schwierig. Ins Freibad gehe ich nicht so gerne und das Hallenbad hat jetzt nur bis ca. 10 Uhr geöffnet. Da müsste ich früh aufstehen, früh frühstücken und früh schwimmen gehen, damit ich da aktiv bleibe. Und dann schwimmen meist die Rentner/innen in Massen im Bad, was das Durchschwimmen fast unmöglich und sehr anstrengend macht. In den 6 Wochen der Sommerferien war ich aber in den letzten Jahren nie der große Schwimmer. Zum Bahnen ziehen ist das Freibad, in dem sich kreuz und quer schwimmende oder plantschende Kids aufhalten, eh ungeeignet.
Abends, wenn es dann wieder solche Temperaturen angenommen hat, dass ich die Fenster aufreißen kann, arbeite ich dann hin und wieder noch weiter, wenn etwas liegen geblieben war. Ich glaube, das kann ich absolut als “Halbtags-Urlaub” bezeichnen
Was haltet Ihr denn von der englischsprachigen Wortschöpfung “Day-Share-Holidays”? Oder (Half-Day-Holidays”?
(Daniel, Dein Einsatz!
)
Leute, ich muss was loswerden!
In den letzten Tagen hatte ich wieder einige Erlebnisse, die ich hier verarbeiten muss
Dabei lautet das Thema “Wie verbringen Gays ihren Urlaub?”. Wie ich zu diesem Thema komme, beschreibe ich jetzt.
Der schwule Mann ist aus irgendwelchen, aus meiner Sicht verständlichen Gründen, in Bezug auf Sex etwas anders als andere Männer. Da gibt es Studien, nach denen ein Mann (egal ob bi, hetero oder gay) alle paar Sekunden an Sex denkt (frauen sind da wohl etwas zurückhaltender!). Ich bin inzwischen der Meinung, dass schwule Männer in noch kürzeren Abständen an Sex denken
, faktisch also immer!
Dabei denke ich allerdings eher an jene, die wissen, wo sie relativ schnell Sex bekommen können, wenn die Meute “mitspielt” und nicht zickt. Wer zudem weiss, wieviel Spaß es mit anderen Männern machen kann, gehört wohl ebenso zu dieser Gruppe
Was hat das aber nun mit dem Thema “Urlaub” zu tun?
Wie verbringt wohl die Leserin/der Leser meines Blogs den Urlaub? Freue mich auf Kommentare ![]()
Bei mir ist es so: Ich fahre in erster Linie zum Entspannen und Abschalten in den Urlaub. Die Art dies zu tun, ist sicher sehr individuell. Dabei zählt eine neue Umgebung, das Kennenlernen der Zielregion und als Funfaktor die Partyszene für mich dazu. Natürlich fühle ich mich auch dort in Gay-Locations wohler als in den “Machobullen-Hetenschuppen”, in denen die “Bullen” um die “Kühe” tanzen und sie mit mehr oder weniger gelungenem Balzverhalten zu beeindrucken versuchen
Hätte ich Lust, würde ich in ruhigen Minuten sogar ein bisschen am Laptop arbeiten, denn in einer Loca am Strand ist Arbeiten für mich keine Arbeit, sondern ein entspanntes Vergnügen. Ich mag meinen Job eben und in einer solchen Umgebung, entwickelt sich die persönliche Kreativität besonders gut und die entstehende Energie MUSS irgendwo hin ;-)
Insoweit spielt die Tatsache, dass ich gay bin, nicht die erste Geige in meinem Urlaub. Anders ist dies scheinbar bei Männern, deren Lebensmittelpunkt und Zielsetzung offenbar die Maximierung sexueller Kontakte im Leben ist.
Letzte Woche also schrieb mich bei Gayromeo ein Päärchen aus Köln an, zu denen ich seit etwa 3 Wochen einen sehr leichten Chat-Kontakt habe. Das Profil aufgeklickt, konnte ich lesen, dass die beiden zur Zeit in Punta Cana (Dominikanische Republik) Urlaub machen. Somit fragte ich also, ob sie gerade vom Pool aus chatten würden und tatsächlich beantworteten sie die Frage mit einem “Fast, wir sind gerade beim Frühstück!”
Nun kennen wir ja alle diese wunderbaren Karikaturen, wenn Vatta mit Mudda am Frühstückstisch sitzt, er die Zeitung liest und sie sich gerade langweilt oder in der ELLE blättert! Aber im Urlaub??? Ist die moderne (Gay-)Version die, dass sich die Partner mit Laptops sprachlos gegenüber sitzen und sich bei GR Messages schicken, weil sie den Mund mit einem Brötchen gestopft haben???
Ich stellte mir die Frage, ob ich mit meinem Freund im Urlaub tatsächlich nichts Anderes zu tun hätte, als morgens beim Frühstück bei Gayromeo eingeloggt zu sein und wahrscheinlich auf ein Sexdate mit einem Einheimischen (?) zu hoffen?
Ich verspüre, gerade im Urlaub, nicht die Lust, jeden Tag bei Gayromeo sein zu müssen. Okay, bei mir wäre es vielleicht der/das Blog, in dem ich eine Art Reisebericht mit Bildern posten würde/könnte, aber nicht müsste. Den ein oder anderen Begleiter nervt meine Internet-Aktivität ja schon, wenn ich beim Zug durch die Kneipen twittere oder Bilder ins Netz lade (“Was machst Du denn da immer mit dem Handy???” Twitter und Blog und das Verständnis für deren Sinn, sind diesen Menschen (leider) meist unbekannt!!!)!
Genau erklären konnten oder wollten die beiden Kölner mir den Log-In bei GR nicht und kurze Zeit später waren sie dann auch raus. Warum sie aber on waren, ist nicht schwer zu erraten: Sie hatten zudem eine Anzeige bei GR gepostet, mit der sie “Kontakte” vor Ort suchten
Die beiden Partner reichen sich also, auch im Urlaub, nicht!
Das ist nur eine Erfahrung von vielen anderen, die ich hier noch aufführen könnte. In meinen Augen zeigen solche Beispiele, wie hochgradig sexuell manche Gay-Men ihre Partnerschaft und ihre Freizeit sehen. Kratzt man da an der Oberfläche und versucht mittels gezielter Fragen, tiefer in die Gedankengänge dieser Männer vorzudringen, so sind die “besten” Argumente für diese Art des Gay-Life aus deren Sicht die Selbstverständlichkeit einer gewissen “Freiheit”, auch in der Beziehung, weil eine zu starke Bindung ja “einengend” ist. Ist das noch “Partnerschaft”???
Ausserdem herrscht wohl eine gewisse Langeweile vor, wenn nicht mindestens ein fremder Sex-Partner mit im Spiel sein kann. Manchmal argumentieren sie auch damit, dass man mit dem Partner ja schliesslich nicht den erfüllenden “Komplett-Sex” bekommt, weil der Freund die ein oder andere Spielart ausschließt und um dieses Manko (auch noch) beseitigen zu können, muss eben eine aussenstehende Person den Rest liefern!
Natürlich nutzen auch andere Menschen ihren Urlaub für Sexabenteuer, das sei ihnen auch gegönnt, aber ich glaube, keine andere Bevölkerungsgruppe fährt in solchen Massen so zielstrebig auf Sex ausgerichtet in den Urlaub, wie Gay-Men.
Nun bin ich ja auch nicht gerade als zurückhaltend bekannt, was Sexdates angeht, aber erstens bin ich Single und zweitens werfe ich mich nicht jedem Xbeliebigem Typen an den Hals, nur um ein wenig “Entspannung” erleben zu können
Ungeachtet meines Respektes anderen Menschen gegenüber, dass sie ihr Leben so leben sollen, wie sie es für sich korrekt finden, fehlt mir dennoch in solchen Momenten das Verständnis, denn irgendwann liegt wieder einmal so ein Mann auf meiner Couch und jammert mir die Ohren voll, dass die Beziehung plötzlich Vergangeheit ist, weil da ein Dritter im Spiel ist/war! Ach…
Und so komme ich zu dem Schluss, dass ich eine solche Beziehung, die von ewiger Jagdlust und von andauernder Suche nach (sexueller) Abwechslung geprägt ist, nicht führen möchte. Denn wo wäre der Unterschied zu meinem jetzigen (Single-)Leben? Ich verspüre zwar eine gewisse “Befriedigung”, wenn ich mal wieder ein “Abenteuer” hatte, aber diese Befriedigung hält nicht (mehr) lange an, denn ich vermisse etwas dabei: die Kontinuität, das Wohlbefinden, nicht beim nächsten Mal wieder einen neuen Kontakt suchen zu müssen! Das nervt ganz schön in letzter Zeit und bindet zudem Energien, die ich für andere Dinge besser einsetzen könnte.
Natürlich ist ein triebhaftes Leben geil und für ganz Viele sicher interessant und spannend, aber was bringt es denn langfristig? Ich kann als Fazit bisher nur sagen: Nichts, ausser mehr oder weniger nette Erlebnisse, die kurzfristig ein Glücksgefühl auslösen, bis die Besinnung zurückkehrt!
Und das geht schon mal ganz schnell…
Eine Beziehung sollte, aus meiner Sicht, anders sein. Sie sollte ein solches Leben des Jagens und der ungezügelten Lust-Auslebung beenden und die zwischenmenschliche Beziehung der Partnerschaft auf einen höheren Level, als den reinen, gemeinsamen Trieb heben. Ist dann nach einiger Zeit ein Maß an Sicherheit erreicht, und mit Sicherheit meine ich das Vertrauen zu dem Partner, dass beide die Beziehung ernst nehmen und gemeinsam für die Zukunft planen, kann man sicher hin und wieder gemeinsam ein Erlebnis ausserhalb der Beziehung suchen, solange die Gefahr nicht besteht, das das dann zu einer notwendig werdenden Dauereinrichtung wird. Denn ich kenne keine Gay-Beziehung, die nicht langfristig als “offene Beziehung” tituliert werden müsste, nicht eine einzige
In meinem Urlaub jedenfalls konzentriere ich mich gerne auf meinen Partner, natürlich auch sexuell, aber das Wichtigste in dieser kurzen, intensiven Zeit ist ganz sicher die Vertiefung der Bindung zu ihm und die Fixierung auf den gemeinsamen Spaßfaktor jenseits des Sex. Für alles andere, das habe ich in meinem Leben erkannt, brauche ich keinen Partner, da reicht auch ein “netter Mitreisender”!
Wie gesagt, das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Aber ganz ehrlich: Mich nerven diese Urlaubs-Schwuppen, denen die Parties und massige Sex-Kontakte wichtiger sind als mitreisende Freunde, kulturelle oder landschaftliche Schönheiten und denen ihr Äusseres über alles geht und die sich allein darüber definieren und dann noch meinen, nur weil man Gay ist, müsste man immer und überall zu allem bereit sein!
Das hindert mich natürlich nicht daran, am Gay-FKK-Strand Gran Canarias liegen zu wollen, aber ich weiss ja auch, was ich da will und was nicht! Das ist der Unterschied…
NACHTRAG: Sorry, mit diesem Artikel wollte ich keinesfalls den Eindruck vermitteln, dass alle schwulen Männer mit Ausnahme meiner Person
nur in den Urlaub fahren, um Sex zu haben! Das ist natürlich Unsinn!!! Aber wie so oft, fallen eben die offenen, extrovertierten Gays eher auf, als die dezenteren
Und natürlich bin ich mit diesen Gedanken ganz sicher nicht allein auf der Welt…
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