Sex
Die katholische Kirche und der schwule Mann – Theorie und Praxis
Im Leben hört man nie auf, Neues dazu zu lernen
Nun bin ich schlauer, wie die Sichtweise der katholischen Kirche in Bezug auf ihre schwulen Schäfchen ist. Meine Einstellung zu dieser Organisation ändert sich deshalb in keinster Weise. Ganz im Gegenteil, mein Kopfschütteln angesichts solch naiver und realitätsfremder, die gleichgeschlechtliche Liebe verachtender Theorien, hat sich noch verstärkt!
Gestern abend sah ich zum ersten Mal eine komplette Folge der Talk-Sendung LANZ im ZDF (SENDUNG HIER ZU SEHEN). Mich reizte die Zusammenstellung der Gäste. Anwesend waren neben Karl Dall, Désirée Nick, Rainer Langhans, Christa Ritter, der Theologe David Berger und die Autorin Gabriele Kuby.
Mir ging es um das, bis zum Schluss der Sendung aufgehobene Zwiegespräch zwischen Berger und Kuby. Berger war lange ganz oben im System der katholischen Kirche und hat sich 2010 als Schwul geoutet…ein Schock für die Kirchenoberen! Die Folge war seine Absetzung als Professor an der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin. Parallel war er auch Herausgeber der Zeitschrift Theologisches. Diese Aufgabe gab er bei seinem Outing selbst auf.
Die Publizistin Gabriele Kuby gilt als Verteidigerin konservativer Positionen der katholischen Kirche. Von daher versprach ich mir eine spannende Diskussion.
Was ich gestern lernen konnte war, dass die katholische Kirche eigentlich gar nichts gegen schwule Männer hat! Überraschung!!! Das liest sich ja bei manch einer hetzerischen Äußerung diverser oberer Kirchenvertreter gegen Schwule und Lesben, aus meiner Sicht, wie Hohn. Das mag daran liegen, dass die Kirche unterscheidet zwischen dem was ein schwuler Mann ist und was ein schwuler Mann macht (auslebt)! Dahingehend sind die sexuellen Praktiken eines Gays allerdings nicht akzeptabel, so die Kirchenlehre.
Diese These passt natürlich zu den allgemeinen Lehren zur Sexualität, in denen die körperliche Vereinigung von Mann und Frau ausschließlich der “Vermehrung” zu dienen hat. Spaß dabei? Auch noch mit Kondom??? Um Himmels Willen! Darum geht es doch gar nicht…laut katholischer Kirche.
Wie sich das natürliche Schwulsein vom Ausleben der Sexualität trennen lässt, bleibt mir als selbstbewusst und offen gay lebender Mann, der weiss, wie mächtig das Verlangen nach einem anderen Körper sein kann, ein Rätsel.
Dass die katholische Kirche nicht allein nach ihren sonst so strengen Regeln urteilt, zeigt sich auch darin, dass Berger ohne weitere Anhörung, ob er denn sein Schwulsein auch auslebe, von seinen Posten in der katholischen Hierarchie entfernt wurde. Aber das sollte uns ja inzwischen bekannt sein, dass in der katholischen Kirche schon mal ganz gerne “offenbarte Peinlichkeiten” eher unter dem Mantel des Schweigens geklärt werden, als in einer öffentlichen Bereinigung. Dies zeigte sich beispielsweise bei der Aufdeckung der Missbrauchsskandale im vergangenen Jahr, als bekannt wurde, dass einige Täter, ohne Einschaltung der Staatsanwaltschaft, einfach an andere Einrichtungen (straf?)versetzt wurden und das zeigt nun auch der Fall Berger.
Aus meiner Sicht bleibt es ein Rätsel, wie man als klar denkender Mensch, in solch einer Organisation Mitglied sein kann, aber das muss jeder für sich entscheiden. Ich denke, an Gott muss man nicht zweifeln, nur weil einige, die indirekt für “ihn” arbeiten, Verfehlungen begehen, aber an der Organisation, die diese Verfehlungen deckt oder toleriert und damit gegen ihre eigenen Grundsätze verstößt, die sie den Menschen glaubhaft nahe bringen will, muss man einfach zweifeln!
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Cruising auf der A42 endet! Vorerst?
Ja Herrschaften, richtig gelesen: Outdoor-Sex auf der Autobahn A42 bei Herne-Baukau/Börnig (Fahrtrichtung Duisburg) ist ab morgen, 07.02.2011, erstmal nicht mehr möglich
! Die Begründung könnt Ihr, wie passend, in den Verkehrsnachrichten dieses Blogs (oben unter RUHRGEBIET) nachlesen
Rechtzeitig zu den Sommerferien soll der Parkplatz aber wieder eröffnet werden. Bereits erfolgte umbauliche Maßnahmen auf den Parkplätzen auf der A45 bei Dortmund, die ebenfalls gerne von schwulen Männern zum Cruising genutzt werden, haben gezeigt, dass hinterher nichts mehr so ist, wie vorher. Es kann also sein, dass das beliebte Hinterland des Parkplatzes an der A42 nicht mehr zugänglich sein wird!
Der Bauer, dessen Namen ich nicht kenne und der sicher immer sehr “begeistert” war, dass sich die Gay-Cruiser auf seinen Feldern, Wiesen und Wäldern “vergnügt” und zahlreichen gummierten und zellulosären Unrat hinterlassen haben, wird sich freuen
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Aber warten wir ab, wie es nach dem Umbau dort aussehen wird! Ich bin gespannt, wohin die vielen Männer nun ausweichen werden, denn der Parkplatz an der A42 ist der größte Treffpunkt für koppulierungswillige Männer mit Neigung zum gleichen Geschlecht im Ruhrgebiet ;-) .
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Neues von Gayromeo – Sexdate-Planungen!
Manche Männer benötigen einen Kalender, allein deshalb, weil sie ihre Sex-Dates verwalten müssen…so scheint es mir jedenfalls oft zu sein! Männer können (Frauen sicher auch!) so etwas wie “dauergeil” sein. Dauergeil bedeutet, dass ein Mann heute schon für jeden Tag in der Zukunft ein (Sex-)Date mit Dir ausmachen kann und er sich ganz sicher ist, an dem vereinbarten Tag, um 12:51 Uhr, 18:32 Uhr oder um 23:22 Uhr mit Dir Sex haben zu können!
WOW!!! Faszinierend, oder? Männer sind schon klasse Maschinen!
Okay, wenn ich montags mal wieder meine, am Mittwoch in die Gay-Sauna zu fahren, dann weiss ich zwar nicht, ob ich Lust auf “mehr” als Sauna habe, aber mich zwingt ja an dem Mittwoch dann auch niemand zu einer Ausübung der “Verpflichtung”, die ich Tage zuvor eingegangen sein könnte
Stress beim Sex, das wissen so einige meiner mitlesenden Männer ganz sicher, kann für ein lustvolles Freuden-Erlebnis schon extrem abtörnend sein. Wieso sollte ich mich also für einen bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Tag in der Zukunft, einem solchen Druck aussetzen? “Hey Kleiner, heute hast Du geil zu sein…und wehe, da geht nix!” Darauf habe ich nun wirklich keine Lust!
Sex ist Spaß, Sex ist Entspannung zu zweit (oder wer’s mag, mehreren
), Sex ist schön!
Soviel zu meinen Hintergrundgedanken beim folgenden Chat mit einem User (der natürlich unkenntlich gemacht wurde) bei Gayromeo. Immerhin, er war sehr freundlich und hatte Humor:
CHAT-BEGINN >
XXX – [08. Jan. 2011 - ein Samstag!]
Grüß dich, frohes neues Jahr 2011 noch im Nachhinein…
Hast du Donnerstag evtl zeit und Lust auf ein geiles Date?
-Little-Devil- – [08. Jan. 2011]
Hi
das wünsche ich Dir auch
Lass mich kurz überlegen, also…ich müsste so gegen 07:12 Uhr, 10:27 Uhr, 13:45 Uhr, 16:21 Uhr, 18:33 Uhr, 19:58 Uhr und vielleicht noch gegen 22:34 Uhr geil sein. Wenn eine der Zeiten Dir passt, könnte es eventuell klappen!
Trauerfälle, Magen-Darm-Beschwerden oder sonstige tragische Ereignisse,
die zu einer Verminderung der allgemeinen Geilheit führen, können selbstverständlich noch kurzfristig zu Zeitverschiebungen führen!!!
Was ich damit sagen/schreiben wollte: Du weisst also heute schon, dass Du am Donnerstag definitiv geil sein wirst? Kompliment…
XXX – [08. Jan. 2011]
ich bin immer geil, habe nur ein großes Problem, das meine Arbeit sehr viel Zeit in Anspruch nimmt… aber dafür bekomme ich ja auch mein
Gehalt…
XXX – [08. Jan. 2011 - ein Samstag!]
nehme 22.34 Uhr…
-Little-Devil- – [08. Jan. 2011]
LOL
wieso habe ich nur den Eindruck, dass Du mich nicht verstanden haben
könntest……………………..
XXX – [08. Jan. 2011]
Doch ich habe dich sehr wohl verstanden… bin jemand der den Sex liebt, und ich kann ihn leider nicht oft genug haben…
-Little-Devil- – [08. Jan. 2011]
das ist schön für Dich, aber Du solltest auch daran denken, das es anderen Menschen NICHT so geht!
XXX – [08. Jan. 2011]
ich werde dich am Donnerstag fragen, ob du Lust hast…
-Little-Devil- – [08. Jan. 2011]
mach das…wenn Du dann geil bist
XXX – [08. Jan. 2011 - ein Samstag!]
lach, werde ich machen…
< CHAT-ENDE
Donnerstag war ich dann leider nicht online, weil es mir tatsächlich nicht gut ging…habe jetzt einen phatten Schnupfen
Ich kann seine Angaben also nicht bestätigen
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Dinge, die mich langweilen – Von Klischees und Vorurteilen
Vorurteile, Klischees und der Glaube zuvieler Menschen an die Obrigkeit in Form von Staat und Kirche, ohne einmal ernsthaft darüber nachzudenken, ob das, was da “von oben kommt”, so alles richtig sein kann! Aber auch offensichtliches eingeschränktes Primaten- und Rollendenken, insbesondere in Bezug auf Gleichstellung von Mann und Frau, provozieren in mir einen schnell steigenden Blutdruck.
Die Zeitschrift “Men’s Health” habe ich mir in den letzten Monaten hin und wieder zugelegt (wer es auch will, dem empfehle ich die DIN-A5-Ausgabe, die kostet nur 3 statt 4 € !). Es geht um das Styling meines Körpers und um eine dazu passende Ernährung und die Zeitschrift bietet da ganz brauchbare Tipps. Leider ist das der geringste Teil des Inhalts. Das Drumherum allerdings kann ich kaum ertragen. Viele “Weisheiten” sogenannter “Fachleute” sollte eigentlich jeder Mann wissen/kennen, wenn er nur ein bisschen in seinen Körper hinein und auf seine Emotionen hören würde.
Aber okay, das ist noch akzeptabel. Mich nervt eher die typisch auf Machos zugeschnittene Werbung wie dicke Armbanduhren, edle Autos Parfums oder Modelabels. Klar, alles ganz feine und vor allem gut gestylte und top aussehende Typen, logo, muss ja motivieren, das Ziel zu definieren
, aber das ist irgendwie nicht meine Welt. Zu sehr Schicki-Micke! Dann diese Sextipps, also ehrlich. Wenn ich “Men’s Health” benötige, um Tipps zu erhalten, wie ich meine Freundin (schwule Mukki-Typen gibt es ja nicht in Macho-Land!) ganz sicher im Bett beeindrucke und möglichst lange, dann ist im Leben des interessierten Lesers bis jetzt wirklich was falsch gelaufen
Der Knallertipp, und das hat in meinem Kopf die Kaufverweigerung für zukünftige Ausgaben ausgelöst (mal unabhängig von den sich wiederholenden Übungen zum Muskelaufbau bzw. deren z.T. irrealer Umsetzbarkeit!), war aber die von dem Redakteur des Artikels entschiedene Frage, warum man(n) besser einen Short als einen Badeslip zum beim Schwimmen anziehen sollte (Ausgabe 08-2010, S.46)! Dass wir in dieser Welt inzwischen gelernt haben sollten, dass überall ein optimales, klasse und vor allem makelloses Aussehen erwartet wird, sollte ja spätestens nach Ansicht einiger nachmittäglicher Sendungen diverser privater Fernsehsender klar sein. Der M’sH-Autor argumentiert doch wirklich damit, dass das einzige Argument gegen die klassische Badehose (Slip/Pant) schlicht zu stark sei, denn es ginge um “die Wurst”! Unsere “Wurst”, Männer! Scheinbar hat der Autor des Artikels selbst schlechte Erfahrungen gemacht oder sie beobachtet, jedenfalls rät er uns Männern zu den Shorts, weil:
“Der Penis zeichnet sich nämlich in der engen Pelle deutlich ab – auch dann, wenn Sie aus dem kalten Wasser kommen. Betonen Sie lieber den restlichen Körper.” (Zitat)
Klar schrumpelt unsere “Wurst”, je kälter das Wasser ist, als Schwimmer weiss ich das nur zu gut
Aber DAS als Argument gegen eine klassische Badehose anzuführen, riecht mir doch einfach zu sehr nach Komplex oder Scham des werten Autoren!
So einen Unsinn habe ich ja noch gar nicht gelesen!!! Und ich darf gar nicht daran denken, wieviele Männer ihm dabei zustimmen, nur weil ihnen ihre Gurke in solch einer Badehose nicht imposant groß genug vorkommt
. Es mag durchaus sein, dass Frauen (wie Männer) bei einem ansprechenden Body natürlich auch auf die Buxxe und zur Belebung der Fantasie dann auch auf deren Masse-Inhalt starren schauen, nur wenn das das heutige Top-Kriterium ist, das zur Entscheidung beiträgt, ob man jemanden kennen lernen will oder nicht, dann gute Nacht, Marie! Armes Volk!
Vielleicht wissen manche Leser/innen es ja noch nicht: Der schlaffe Zustand des männlichen Anhängsels (erst recht in der Badehose nach einem Schwimmvergnügen), sagt noch nichts über das Aktiv-Volumen der “Wurst” im sexoptimierten Zustand aus. Für wen diese Erkenntnis nun neu war, sollte nicht nur die “Men’s Health” lesen, der/die sollte sich auch z.B. an Dr. Sommer von der BRAVO wenden. Vielleicht gibt es da noch ein paar nützliche Lern-Tipps für die Klischee-Gemeinde.
Am meisten aber, das soll mein gut gemeinter Ratschlag fürs Leben sein, lernt Ihr in der Praxis, jeden Tag, manchmal sogar abends und nachts, am meisten ;-) . Und dann auch mal hinschauen und LERNEN, also LICHT AN!
Nennt man “Körper-Erkundung” und ich sag’ Euch: Das kann ganz schön spannend und lehrreich sein!
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Der moderne Gay: SOZIAL UNBRAUCHBAR?
Seit einigen Monaten habe ich mich jetzt intern, ohne dass ich das groß an die öffentliche Glocke gehangen hätte, damit beschäftigt, wie das bei mir im Leben mit einer Partnerschaft aussieht. Heute ziehe ich einfach mal ein ziemlich beklemmendes Fazit: Das wird in diesem Leben aller Voraussicht nach nichts mehr! Zumindest nicht mehr, wenn ich so lebe, wie bisher! Ein Grund mehr an der Lebens-Änderung zu arbeiten!
Seit über einem Jahr bin ich wieder bei Gayromeo (GR) angemeldet, eigentlich DEM Medium, andere Gays für Sex, Bekanntschaft, Unternehmungen und Beziehung kennenlernen zu können. In diesem einen Jahr klappte bei mir weder das Eine, noch das Andere, noch das Dritte und schon gar nicht das Vierte! Ich kann gar nicht anders, als zu schreiben, das ich ziemlich tief frustriert bin und das ist wirklich kein schönes Gefühl
!
Die Verhaltensweisen, die online auf den Blauen Seiten (GR) herrschen, finde ich, je länger ich dabei bin, immer katastrophaler. Es findet kaum noch Traffic statt, weil es den Leuten reicht, online zu sein. Wenn kein halbnacktes Foto zu sehen ist, klickt dein Profil niemand an und ausser für Sex, geht da eh niemand mehr auf irgendeine Art von Suche.
Sex! Wenn man(n) den bei GR wenigstens noch finden würde. Stattdessen setzen die, die mich in dieser Richtung anschrieben, auf eine bedingungslose, willenlose Geilheit meinerseits, die alle Ansprüche an dem Gegenüber vertreiben sollte. Was für eine träumerische Hoffnung! Und jene, die ich anschrieb, hielten es nicht für nötig, mir auch einfach nur ein “Sorry, passt nicht” zu schreiben. Irgendwie ist das eh ein Missverhältnis: Mir sülzen soviele ins Ohr, wie nett ich sei, was für einen geilen Body ich habe, wie gut ich aussehe…und dann die Nicht-Antworten derjenigen, denen ich mein Interesse bekundete! Irgendwie fühle ich mich inzwischen von den Leuten, die mir obige Komplimente machen, verarscht.
Ich mein’, was löst diese Kommunikationsplattform (GR) denn da in mir aus??? Wie gesund ist solch ein Gechatte überhaupt noch, wenn das Denkverhalten fern ab der Rationalität rebelliert und Dir etwas einzureden versucht, was offensichtlich Schwachsinn ist?
Gestern abend habe ich mit Jemandem 90 Minuten gechattet. Es ging um ein optionales Date. Zwei Jahre älter als ich, also eigentlich nicht so mein Fall, aber mit einer netten äusseren Erscheinung und einer netten, nicht zu offensiven Art
Da noch nicht alle Face-Pics frei geschaltet waren, bekam er nur eins im Gegenlicht mit Sonnenbrille von mir, das ihm gefiel. Als ich dann nach etwa 87 Minuten recht intensiver Kommunikation, die anderen Bilder abschickte, kam eine wenig begeisterte Message, so interpretierte ich es zumindest. Schließlich kam die übliche Frage mit Gähn-Effekt, die ich echt dämlich finde, worauf ich stehen würde? Eigentlich hatte ich dazu ausführlich etwas im Profiltext geschrieben. Er meinte, “2x Nein, 3x Keine Angabe
” (so waren von mir die Vorgaben des Systems ausgefüllt worden) wäre nicht so aussagekräftig. Hätte er mal weiter unten den Profiltext gelesen. Ich erklärte ihm, dass ich ein fantasievolles Treffen prickelnder fände, als vorher alles bis ins kleinste Detail rausgefunden zu haben und dass ich weder auf DIRTY (1.Nein), noch auf FISTEN (2.Nein) stünde. Seine Antwort, darauf würde er auch nicht abfahren, verwirrte mich dann etwas. Ich meinte noch, dass ich dann ja wohl durch die bekannte “Abhak-Liste” gefallen wäre
, was das Ende des Chats bedeutete, denn eine Antwort von ihm blieb aus. Eineinhalb Stunden Zeit meines Lebens verschwendet!
So ist es eben bei Gays: Will man nicht sofort freudestrahlend danach lechzen, den Stick des Gegenparts rein gedrückt zu bekommen, oder eben umgekehrt, ist ein optionales Date schon gelaufen! Dass Dates nur an dieser einen Praktik festgemacht werden müssen, ist für mich die Bestätigung des Primatentums der männlichen Gay-Sex-Vorstellung! Die meisten leben eh nur von ihrer großen Klappe, weil sie, kaum sie “drin”, auch schon fertig sind. Sich dafür eine Reinigungs-Stundenprozedur anzutun, ist für mich reine Zeitverschwendung. Und da mir der andere Part, rein gefühlstechnisch, nichts bringt, weiss ich nicht, warum ich es um des Dates Willen machen sollte???
Naja, sich darüber beschweren lohnt nicht, das Klischee ist eben doch oft stärker, als ich dachte. Eines ist mir allerdings dadurch auch klar geworden: Wenn soviele Männer nur darauf aus sind, ihren Lollie “gaymäßig” zu verstecken, wird es für mich noch schwerer werden, einen geeigneten Partner zu finden. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die meisten Männer heute eh weder bereit noch in der Lage dazu sind, eine einigermaßen normale Beziehung/Partnerschaft führen zu können, die diesen Namen verdient. Dass meine Gay-Sauna-Gänge bei dem ein oder anderen Mann auf Ablehung stoßen, juckt mich herzlich wenig. Ich bin schließlich Single und ich weiss auch ganz genau, dass ich im Beziehungsstatus “Vergeben” durchaus mit der Sauna in einem konventionellen Freizeit-Bad absolut zufrieden sein kann! Nur weil andere Männer sich das vielleicht für sich selbst nicht vorstellen können, muss das nicht auch auf mich zutreffen!
Klar wünschen sich die meisten einen Freund, aber bitte ohne Verpflichtung und den ganzen belastenden, “klammernden” Kram drumherum. Fröhlich jenseits der Beziehung rumpimpern ist klasse, erst recht, wenn der Freund beim Sex nicht auf derselben Welle schwimmt. Irgendwie scheint mir Trennendes in einer Gay-Beziehung inzwischen mehr gefragt zu sein, als Verbindendes, Lügen mehr als Wahrheiten und Authentizität und Egoismen mehr als Gemeinsamkeiten. Das zumindest ist das Bild, das ich bei Gays um mich herum, näher und weiter weg, wahrnehmen muss! Dabei jammern jene, die eine Beziehung haben inzwischen genauso rum, wie jene, die keine haben
Wie widersprüchlich!
Im Grunde genommen bringt mir der Sex mit Gays zur Zeit eh nicht mehr viel. Befriedigend ist er nicht, einseitig ist er, jeder sucht nur seinen Fun dabei und der andere dient nur als temporäres, reales Aufgeilmittel. Genuss zählt nicht mehr, sondern die schnelle Nummer, um gleich auf den nächsten Mann aufspringen zu können, der vorbei kommt und einigermaßen ins Beuteschema passt! Wenn es denn klappt
Aber gerade, weil es bei Vielen nicht mehr so locker klappt und weitergeht, wählen sie sehr zielgenau aus und wundern sich dann am Ende, warum sie überhaupt keinen Sex hatten (Beispiel Gay-Sauna!).
Doof gelaufen! Übrigens: Bei der Mehrheit der jagenden Gay-Männer scheint es mir, als wäre “Anspruch” unwichtig. Hauptsache ein Dreibein, bereit zu (fast) jeder Schandtat, ob dick, dünn, attraktiv oder nicht…völlig egal. Wie war das gleich mit dem “Aufgeilmittel”? Ein williger Schwanz reicht wohl!
Als Konsequenz aus diesen Erfahrungen und Erkenntnissen, werde ich mich jetzt nicht mehr darum bemühen, jemanden kennen zu lernen. Ich hoffe, ich kapsel mich nicht völlig ab und werde auch so ein Egofreak, wie viele Andere. Aber was bleibt einem alternativ, wenn man im Leben weiterkommen will? Vielleicht hilft die Flucht in die Arbeit wieder und bringt mich auf neue Gedanken und wenigstens in dem Bereich, zu neuen Erfolgen. Trotzdem macht mich dieses Fazit irgendwie ziemlich traurig und ich habe das Gefühl, ein romantischer, träumerischer Illusionist zu sein…irgendwie einsam…
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Definition Sex – einfach
Eigentlich ist Sex nichts Anderes als der körperliche Ausdruck von Zuneigung, positiven Empfindungen einem anderen Menschen gegenüber oder Liebe!
Es ist eine Schande und einfach nur peinlich, was Menschen in ihren Köpfen daraus machen und dann diesen Unsinn oder ihre Scheu und Scham darüber, unter anderen Leuten verbreiten!





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