Party

Mandanzz, Düsseldorf

Zweieinhalb Jahre ist mein letzter Besuch auf der MANDANZZ (KLICK) her. Damals war die Party gerade von Essen nach Düsseldorf  ins Stahlwerk umgezogen und ich war neugierig, wie sie in der Landeshauptstadt ankommen würde.

Angenommen worden ist sie, das kann ich zweieinhalb Jahre nach meinem ersten Besuch dort, schreiben. Die Halle war gestern  gut besucht, wenn auch nicht so voll, wie bei meinem Besuch zur Eröffnung der Mandanzz (KLICK), aber ist ja klar.

Die Altersrange der Besucher ist sehr gemischt und die Sorge meiner charmanten, sexy Begleiterin, sie könnte eventuell am Eingang abgewiesen werden, erwies sich als unbegründet ;-) .

Die Getränkepreise liegen noch im normalen Bereich, wenn auch deutlich höher als beispielsweise auf der BO-YS – Party in Bochum (Desperados 4,00 € zu 3,30 €, Wasser 2,00 € zu 1,60 €!). Dafür kostet die Garderobe 0,50 € weniger als in Bochum (1,00 €). Der Eintritt liegt bei 7,50 €, also ebenfalls im Normalbereich. Geöffnet ist von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr.

Es gibt zwei Areas: Im Erdgeschoss die große Halle, in der Charts gespielt werden und in der ersten Etage die kleinere Halle mit House- und Elektro-Sounds. In beiden Locations fand ich sehr auffällig, dass die Musik immens laut war. Ich hatte schon lange kein Ohrendröhnen mehr :razz: .
Ob die Lüftung inzwischen spürbar besser geworden ist, kann ich nicht beurteilen. 2009 stand die Luft im Raum und ein Atmen war kaum noch möglich. Zudem wurde damals noch geraucht, heftig! Letzteres ist in der großen Halle nun weggefallen, aber es war schon recht warm dort.

Verkehrstechnisch liegt das Stahlwerk ideal: Vom Hauptbahnhof aus fährt die U75 bis zur Ronsdorfer Straße in nur 4 Minuten. Die Abfahrtzeiten sind auf der Website der Party aufgelistet und aktuell. Guter Service!
Leider ist der gesamte Hin- und Rückweg mit der Bahn ziemlich lang. Als ich um 5:00 Uhr die Straßenbahn zurück nach Bochum nahm, musste ich zunächst im Düsseldorfer Hauptbahnhof eine halbe Stunde warten. Gut dass zahlreiche “Fressbuden” geöffnet hatten, so verhungert man dort wenigstens nicht ;-) . Letztlich war ich aber erst um 7:00 Uhr zuhause. Insgesamt zwei Stunden Fahrt von der Party zurück, ist schon happig, erst recht wenn’s allein nach Hause geht und auch noch der Smartphone-Akku leer ist :-( ! Aber wenn ich was trinken will, möchte ich nicht mit dem Auto fahren.

Dennoch habe ich den Besuch gestern nicht bereut, ganz im Gegenteil, denn neben meiner charmanten Begleiterin, kamen später noch überraschend Karin und Udo dazu. Ein toller Abend mit viel Spaß, guter Stimmung, klasse Musik und viel Lachen (und sexy Männern!). Was will man mehr? :mrgreen:

P.S.: Und für das Desperados in der Nase und das Gleitgel auf meinem Body gibt’s ne Revanche! Wartet ab :lol: !

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Partylust: SEXY Cologne

Na das ist doch mal was: Die Macher des zweimonatlich in Köln stattfindenden Gay-Party-Events “SEXY Cologne” haben einen Videoclip produziert, mit dem sie für die nächste Veranstaltung am kommenden Samstag, 26.März, in den Opernterassen werben. Und der Clip macht wirklich Lust auf Party, dancing und sexy Männer. Mal schaun… :mrgreen: !

 

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Schwule Männer-Maskerade!

Man sagt, kleine Kinder und Betrunkene sprechen immer die Wahrheit…ich bin gerade der Gruppe letzterer zugehörig. Nach der heutigen BO-YS – Party, muss ich wieder mal meine Eindrücke los werden. Ob ich den Eintrag im Laufe des Tages bereuen werde, bezweifle ich :lol:

Nennt mich arrogant, beschimpft mich als Nestbeschmutzer, das ist mir alles egal, weil das, was ich schreibe, die Wahrheit ist und dafür lasse ich mich gern beschimpfen :-P

Was ist das nur für eine Gesellschaft, in der sich die Mitglieder einer Minderheit innerhalb dieser Gruppe als derart elitär empfinden, dass sie andere abfällig betrachten, weil sie einem äusserlichen, optischen Ideal nicht entsprechen??? Als ich mich heute mit Michael auf der Party unterhielt, sind mir natürlich diese Art der Blicke nicht entgangen. Michael sagt selber von sich, dass er nicht der Hübscheste ist, aber die Männer immer wieder Sex mit ihm wollen. Nur hinterher will dann niemand mehr etwas mit ihm zu tun haben. Das passt…

Dieser Mensch hat einen interessanten Humor und was ich besonders an ihm schätze, ist seine Ehrlichkeit. Er sagt, wie ich auch, was er denkt. Mir ist es völlig schnuppe, ob er attraktiv ist oder nicht. Das Verhältnis zwischen uns ist geklärt und zum Glück bin ich nicht so ein charakterschwacher Mensch, der, nur weil andere mit ihm nichts zu tun haben wollen und ich davon weiss, Michael ignorieren würde, um selbst nicht “negativ” in der Öffentlichkeit zu stehen! Wenn wir anfangen, Menschen allein danach zu bewerten, mit wem sie Kontakt haben, verzichte ich gerne darauf, mit dieser Sorte Mensch auszugehen oder mich zu unterhalten!

Da schwärmen sie aus, auf der Tanzfläche, und einer findet sich schöner, als der andere. Dabei stinken sie nach den ersten Minuten der Bewegung schon wie Otter. Deo scheint zur Zeit Mangelware zu sein oder manch einer hat einfach mehr Geld in sein Styling gesteckt, als es für ein anständiges Deo zu investieren! Diese Stinker beleidigen meine Nase und nehmen mir den Spaß am Tanzen, weil ich permanent in Oasen des angenehmen Dufts nach frischer Lust schnappen muss. D&G oder G-STAR-Shirts tragen, aber wie ein Schwein, das sich gerade frisch gesuhlt hat, müffeln, das habe ich ja gern. Da brauch ich gar nicht erst die Fantasie anzuwerfen, um zu wissen, dass sich ein Mann untenrum ganz sicher auch wie ein Schwein pflegt und das mag für die armen rosafarbenen Tiere noch eine Beleidigung sein.

Wenn die Maskerade wenigstens Stil hätte, aber schaut man sich die Besucher der Gay-Parties mal genauer an, entdeckt man angefressene Fingernägel, schlechte Parfums und Haarteile, mit denen nichts und niemand in Berührung kommen darf. Fassade, die brökelt, sobald man diese Typen einige Minuten beobachtet. Tuntengehabe (abknickende Hände) selbst bei den kerligsten “Männern”. Dazu Umgangsformen, die unter aller Kanone sind. Egoisten drängeln sich vor, kennen keine Form der Höflichkeit oder Rücksichtnahme mehr, sind ganz offensichtlich manchmal sozial völlig inkompetent, wenn sie z.B. nicht einmal wissen, dass ein Buffet noch nicht eröffnet ist und sie die einzigen sind, die über die noch unberührten Schüsseln und Platten herfallen wollen, obwohl alle anderen Gäste bereits sabbernd, aber zurückhaltend warten. Und das scheint diesen Menschen nicht einmal peinlich zu sein. Es mag ihre einsame Art des Lebens sein, diese Rücksichtslosigkeit, dieses Egotum, das jegliche Form der Scham vernichtet zu haben scheint!

Sind DAS die schwulen Männer (???) von heute? Und dann fragt Ihr MICH, warum ich eigentlich Single bin??? Soll ich auch einer der “Kompromiss-Kandidaten” werden, die Alles und Jeden lieber nehmen, als weiter alleine zu sein??? Wie weit soll ich die, aus meiner Sicht, gesunden Ansprüche runterschrauben??? Wie könnte ich damit glücklich sein und wie lange würde es wohl dauern, bis der kleene Teufel explodiert??? :evil:  

Oder Gayromeo…ich darf gar nicht daran denken, dass diese komischen Männer von den blauen Seiten natürlich auch jene sind, die die Parties im Pott bevölkern. Wer sich virtuell schon rücksichtslos aufführt, kann in der realen Umgebung kaum besser sein. Als heutiges Beispiel dient der durchaus gut aussehende Mann (27), dem ich vor 2 Wochen in einem umgeleiteten Regional-Express der Bahn erklärte, wie er nun am besten von Herne nach Bochum komme. Er “entdeckte” mich zufällig bei GR, wollte sich mit mir treffen und stellte dann die alles bei mir tötende Frage: “Auf was stehst Du denn alles so?” Als ich ihm schrieb, ich praktiziere lieber, als das groß und breit in Schriftform auszuplaudern und es mich langweile, wenn ich vorher schon bis ins kleinste Detail wisse, worauf der andere stehe, bedauerte er meine Antwort. Er wolle schon vorher wissen, ob es passe!
Ja hallo? Wenn wir nur noch das Optimum suchen, wo gibt es dann noch  Spannendes im Bett, wenn vorher der Programmablauf (indirekt) schon festgelegt ist??? Gehen Männer heute kein Risiko mehr ein? Muss jedes Date ein absoluter Erfolg sein? Wo ist die experimentelle Lust, den anderen ohne große vorherige Absprachen, körperlich kennenlernen zu wollen? Ach herrjeeee…wie langweilt mich dieses Gehabe und Getue!

Und dann dieser Kindergarten-Kram:
Bist Du besuchbar?
Bitte Diskretion, ich bin nicht geoutet und will es auch nicht werden!
Poppen ist Pflicht!
Schick mal ein Bild, dann bekommst Du eins von mir!
Oh Mann…im Jahr 2011 gibt es immer noch Ängste und die Furcht davor, sich zu dem bekennen zu müssen, was in einem steckt, völlig natürlich und weder “heilbar” *Vogelzeig*, noch verdrängbar!!! Das ist eine andere Ebene als ich sie lebe, sowas geht irgendwie gar nicht mehr…

Schaue ich mich dann in der Masse der vielen hundert schwulen Männer auf der BO-YS um, frage ich mich immer wieder: Wer gefällt Dir von denen so richtig? Und immer häufiger entdecke ich da niemanden, der genügend Neugier oder Spannung in mir aufbringen würde, um ihn kennenlernen zu wollen. Eigentlich sind es doch auch die Unscheinbaren, die mir noch am ehesten gefallen, aber bei denen habe ich dann die Erfahrung gemacht, dass sie zu einem solchen Höhenflug ansetzen, dass sie meinen, ich könne gar nicht mehr ohne sie sein. Du lieber Himmel…ich muss wirklich blöd und naiv aussehen!

Es wird von Mal zu Mal schweriger, sich auf jemanden einlassen zu wollen. Mit jedem Log-In bei Gayromeo, mit jedem Besuch auf einer Party, wird mir zunehmend bewusst, dass ich einen Mann, wie ich ihn mir in etwa vorstelle, dort eben nie finden werde. Ich will auch keinen Mann, der Torschusspanik hat und nach dem letzten Grashalm greift, bevor das Alter dermaßen viele Falten in sein Gesicht zeichnet, dass seine 40 oder 50 Lebensjahre optisch sichtbar sind und er als “alt” abgestempelt wird.

Sehe ich die schwulen Männer in meinem Alter, sehe ich nicht mich, sehe ich also keine sportlichen, gepflegten Typen, die noch etwas auf sich halten, sondern Robinson Crusoes, die sich aufgegeben haben, die resigniert haben, die sich gehen lassen, weil es ihnen vielleicht ähnlich geht, wie mir und weil sie mit der Situation nicht so gut zurecht kommen, wie ich! Dass dadurch Unattraktivität produziert wird, ist ihnen dann bereits egal und sie wundern sich erst recht, warum sie keine Schnitte mehr haben, komisch, oder? :-P

Yopp…meine Meinung von schwulen Männern ist derzeit echt übel. Ich langweile mich und mir wird immer klarer, dass es noch schwieriger werden wird, einen Freund zu finden, der es wert ist, mein Leben einer Partnerschaft anzupassen! Manchmal, das muss ich zugeben, bin auch ich frustriert. Nicht heute Nacht, da bin ich einfach nur angesickt von diesen Flachbirnen, denen Werte scheinbar nichts mehr bedeuten, sondern nur noch das Drumherum, die Lady-Gaga-Show, diese Oberflächlichkeit! IHR WEICHEIER! :mrgreen:

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Das kommt was auf uns zu: Scary Halloween!

Partypic, TitelHey Leudde…PARTY-WEEKEND steht an :twisted: Es ist das letzte Oktober-Wochenende und für das angestellte Arbeitsvolk in NRW gilt: Langes Wochenende, weil Montag Allerheiligen und damit F R E I ist ;-)

So gibt es also nicht nur Freitag und Samstag Parties ohne Ende, sondern auch am Sonntag! Wo genau im Pott, in Düsseldorf und in Köln was los ist, könnt Ihr bei MAGIC M. nachlesen, der immer alle möglichen Gay-Party-Termine Deutschlands veröffentlicht ;-)

Mal sehen, wohin es mich verschlagen wird, ich habe da noch keine defintive Party auserwählt, bis auf eine ;-) Ansosnten lasse ich mir das mal offen. Hätte mal wieder Lust nach Düsseldorf zu düsen und da durch die Kneipen zu ziehen, mal schauen, vielleicht ergibt sich was :-)

Ansonsten…ein gruseligges Wochenende Euch und nicht vergessen, die Sommerzeit endet und die Uhren werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag umgestellt ;-)

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Es war einmal das … STARGATE

Partypic, TitelDas STARGATE: Schrille Typen, volle Parties bis weit nach 5 Uhr, beste DJ’s, eine coole Location, der trendigste Gay-Dance-Club in NRW und das alles mitten in Bochum! Tja, das ist leider lange her und seit diesem Sommer versucht jetzt der einzige fest installierte Gay-Club des Ruhrgebiets, mit günstigen Preisen im Getränke-Angebot, wieder verstärkt Publikum in die Location zu ziehen.

Als ich im Spätsommer eine der neuen Low-Price-Parties im STARGATE (SG) besuchte, war es enttäuschend: Wenig Leute, ein externer DJ aus Niedersachsen, der den Musik-Geschmack der Tanzgemeinde offenbar überhaupt nicht kannte und eine flache Gesamtstimmung. Immerhin hielt ich es etwa zwei Stunden aus, aber auch nur, weil ich in Begleitung war und wir uns etwas unterhalten konnten.

Als ich meine Jacke an der Garderobe abholte, fragte mich Heiko, der Besitzer des SG, warum ich denn schon gehen wollte und ob mir die Musik nicht gefallen würde? Wir kamen ins Gespräch, ich sagte ihm, was mir nicht gefällt und er meinte: “In spätestens drei Monaten ist der Laden wieder so voll wie früher!”

Zwei Monate später, am 09. und am 16.Oktober, war ich wieder im SG, um zu schauen, wie sich die Lage entwickelt hat. Jeden ersten und zweiten Samstag gibt es jetzt die “2,00 €-Party” (alle Getränke zwischen 23:00 und 03:00 Uhr für 2,00 €, ohne Eintritt), jeden dritten und vierten Samstag “Disco to Disco” (alle Getränke von 23:00 bis 03:00 Uhr für nur 1,00 €)!

Was auf der Website des SG allerdings verschwiegen wird, ist der 10,00 € Obolus, der bei Betreten des Clubs zu entrichten ist: 7,00 € Eintritt und 3,00 € für das erste Getränk! Das wäre ja noch okay, wenn davon irgendetwas auf der Website stehen würde, aber das wird erst bekannt, wenn der tanzwütige Gay vor der Location steht. Da hängt dann ein großes Schild, das über den “Eintritt” informiert. JETZT will man natürlich auch nicht mehr umkehren. Diese “Taktik”, die Besucher erst mit Billig-Angeboten nach Bochum zu holen, um dann am Eingang richtig zuzuschlagen, finde ich persönlich nicht nur schädlich für die Idee, langristig neue Gäste zu gewinnen!! Sowas empfinde ich als “Lock-Angebot”! Dabei denke ich, wäre die Zahl der Besucher sicher nicht viel geringer, würde das auf der Website publiziert werden. Selbstverständlich sprach ich den Kassierer darauf an, dass es auf der Homepage keinen Hinweis auf den Eintritt gäbe. Er zuckte nur mit den Schultern und grinste mich an! :evil: Naja…

Am zweiten Samstag war es etwas voller als im August. Am Ausgang sagte mir der Kassierer dann, am nächsten Samstag wäre defintiv mehr los. Wir fuhren also auch am kommenden Samstag ins STARGATE, dann mit der beschriebenen Eintritts-Methode!!! Und es war tatsächlich voll. Die Musik war ganz nett, aber im Vergleich zu früher hat sich etwas Entscheidendes geändert: Der Club ist nicht mehr trendy!

Nach dem Wochenende schrieb ich auf der Website von MAGIC M. einen Kommentar zu meinem Besuch im SG. Ein “Carsten” antwortete und nannte das SG eine “Kaschemme”, an der seit Jahren nichts gemacht wurde und in der bei seinem letzten Besuch der Großteil des Clubs abgehängt war, um ihn optisch zu verkleinern. Magic M., ein wirklich erfahrener Gay-Party-Experte, stimmte ihm zu.

Und genau das ist es, was man diesem Club ansieht: Er ist alt, passt gefühlt nicht mehr in die Zeit, hat sich überlebt und wird inzwischen überwiegend von Partygängern besucht, die sicher nicht zu den hippsten in der Szene gehören. Und die Thekenkräfte? Torben bestellte einen “Pernod-Cola”. Der Bartyp schaute ihn an und fragte: “Was ist Pernod?”! Ein anderer packte erst gar keinen Eiswürfel in mein Getränk und packte dann auf meinen Hinweis welche rein. Den Kommentar “Jetzt haste sogar ZWEI drin!” musste er dann aber auch noch loswerden! Oh Mann…

Früher war das Gate eine Attraktion, sogar aus Köln kamen viele Besucher. Mich langweilt der Club inzwischen, auch wenn er eine billige Alternative für einen Samstagabend ist, an dem ansonsten im Ruhrgebiet keine Gay-Party abgeht. Ob die Billig-Getränke-Parties ein lang anhaltender Erfolg sein werden, wage ich zu bezweifeln und “Carsten” hatte ja auch schon geschrieben, dass solche Aktionen bei Heten-Clubs meist den Anfang vom Ende darstellen.

Wer jedenfalls eine derartige Preispolitik betreibt und dann am Eingang plötzlich zusätzlich abkassiert, der verschenkt auch Vertrauen und dann könnte die Idee hinter den Billig-Parties ganz schnell nach hinten losgehen! Auf mich jedenfalls vermittelt das STARGATE den Eindruck, da nicht mehr hin zu müssen…schade, denn aus dem Laden könnte man wirklich einen feinen Dance-Club zaubern!

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"Monster" Loveparade – Das war's!

Wir müssen nicht live auf der Loveparade gewesen sein, um das Geschehene erfassen, die Trauer und Wut danach mitleben zu können! Und im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich gestern nicht in Duisburg war! :-(

Der Moderator im WDR-Fernsehen, Thomas Bug, klang plötzlich sehr ernst, als er verkündete, es sei nun passiert, was niemand wollte und was für ihn das Ende des Feierns und der Party bedeute: 10 Menschen (aktuell sind es 19) seien in einer Massenpanik auf der Loveparade gestorben, etwa 100 (über 300) verletzt worden! Einen detaillierten Bericht findet Ihr HIER

Ich kontaktierte sofort Torben per SMS, weil ich wusste, dass er mit seinem Freund auf die Loveparade wollte. Ihm war zum Glück nichts passiert, aber er berichtete mir telefonisch, was er gesehen hatte. Er durchlief den Tunnel, der der einzige Zugang zum, gleichzeitig aber auch der Ausgang vom Gelände der Abschluss-Veranstaltung war. Überall lagen Sachen von Leuten…Rucksäcke, Schuhe…und nicht wenige saßen am Rand und weinten oder liefen, sichtbar verwirrt, umher. LIES AUCH HIER

Menschen hatten sich in den Tunnel gedrängt, weil sie sich einerseits auf und andererseits vom Gelände runter bewegen wollten und der Druck wurde offenbar verstärkt, als die Polizei den Zugang wegen Überfüllung sperren wollte. Die Besucher ließen sich nicht aufhalten. So wurde es im Tunnel unerträglich und was einige dabei erlebten, könnt Ihr HIER im Gästebuch von 1LIVE nachlesen. Grauenhafte Erlebnisse! Und HIER noch ein Videoclip mit erschreckenden Bildern von n-tv, die das schreckliche Ereignis teilweise sogar dokumentieren. Auch am nächsten Morgen hielten sich noch unzählige Besucher im Duisburger Hauptbahnhof auf, nachdem zwischenzeitlich auch noch der gesamte Regional-Bahnverkehr zusammengebrochen war! LIES HIER

Wer ist verantwortlich dafür, dass es zu einem solchen Unglück kommen konnte? Die Presse/Medien stellten heute Mittag auf einer Pressekonferenz (PK) in Duisburg Fragen, die u.a. der Oberbürgermeister Sauerland, der stellvertretenede Polizeipräsident und der Veranstalter der Loveparade beantworten sollten. Die PK wurde zu einer Farce, einer Veranstaltung, auf der die Medienvertreter mit ihren Fragen einen immensen Druck gegen die Verantwortlichen aufbauten. Die Antworten waren lächerlich, kaum informativ und die Befragten versuchten sich in Ausflüchte (“Dazu kann ich zur Zeit nichts sagen, das ist Gegenstand der staatsanwaltlichen Ermittlungen!”) zu retten. Der Schuss ging nach hinten los, die Presse-Vertreter fragten immer aggressiver und entblößten die Verunsicherung der Verantwortlichen. Es schien, als sitzen dort Menschen, die Entscheidungen zu verantworten haben, sich dieser Funktion im Nachhinein aber gar nicht bewusst sind! :-( Ein unfassbares Verhalten! Im Laufe der PK erklärte der Veranstalter der Loveparade, dass dies nun die letzte gewesen sei! Statt das Konzept zu überdenken, wird hier nun ein (bisher erfolgreicher) Event gekippt, der seinesgleichen suchte, der aber auch die Grenzen des gefährdungsfreien Machbaren zeigte!

Ansonsten blieben viele Fragen unbeantwortet. Der Polizei-Vertreter erklärte, eine Massenpanik habe es, aus seiner Sicht, nicht auf dieser Loveparade gegeben. Unglaublich!
Zwar gab es getrennte Wege hin zum und weg vom Veranstaltungsort der Abschlusskundgebung, aber beide Wege trafen sich in dem Tunnel, der etwa 20 Meter breit und 120 Meter lang ist. Wieso man glaubte, dort eine solch immense Besucherzahl ungefährdet kanalisieren zu können, ist mir völlig unverständlich, zumal die Veranstalter doch Erfahrungen aus den letzten Jahren gehabt haben müssen!

Dabei gab es durchaus Warnungen, gerade vor diesem “Nadelöhr”, die nicht erst seit heute im Internet zu lesen sind GUGG HIER. Und tatsächlich hatten schon am 20.07.2010 Leser auf einen Online-Artikel mit dem Titel “Loveparade wird zum Tanz auf dem Drahtseil” bei “DerWesten” mit Warnungen und Ängsten reagiert, was wohl passiert, wenn Panik ausbreche? HIER SCHAUEN <-TIPP Kommen tatsächlich nur “Amateure” und Außenstehende, die sogar Tote vorhersehen, auf Gefahrenmöglichkeiten??? Ein bisschen komisch kommt mir die Sache schon vor. Mit Verkehrsproblemen können wir im Ruhrgebiet sicher alle leben, mit Toten und Verletzten aber nicht!

Mein Mitgefühl gilt all jenen, die nun einen toten Menschen zu betrauern haben! Spaß, Party und ausgelassene Stimmung sollten es auf der Loveparade sein. Letztendlich bleiben Trauer, Wut und vielleicht auch Einsamkeit! :-(

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