Moral

Wulff, zu Guttenberg, Sauerland & Co oder die moralische Verkommenheit der Politik!

Lohnt es sich eigentlich heute noch, über Politiker zu schreiben, die das Ansehen ihres Amtes beschädigen und damit sogar ihren eigenen guten politischen Ruf in der Öffentlichkeit verspielen???
Manchmal neige ich dazu, es aufzugeben, weil die aktuelle Generation von Politikern dermaßen kritikresistent zu sein scheint, dass wir Bürger zunehmend den Kopf schütteln und wütend werden, wenn Skandale aufgedeckt und mit Beweisen belegt werden, die Betroffenen selbst aber keine oder kaum Verfehlungen (für ihr Amt) erkennen wollen! Natürlich denke ich dabei zuerst an zu Guttenberg, dann aber aktuell eher an Bundespräsident Christian Wulff!

Um auf die Frage zurück zu kommen: JA, es lohnt sich, über diese Politiker zu schreiben! Ich würde sogar sagen, hierzu sind Bürger dieses Landes, die ihre Meinung im Internet kundtun wollen und denen die Demokratie und ihr Land wichtig sind, geradezu verpflichtet! Denn wir dürfen die politischen Institutionen nicht von Menschen besetzt lassen, die unsere demokratischen Werte eigentlich verteidigen und leben sollen, sie in der Realität, im Umgang zum Beispiel mit Medien, dann  aber mit Füßen treten!
Manchmal scheint es mir, als würden Politiker immer noch darauf setzen, dass die Öffentlichkeit nicht ALLE Details einer Verfehlung erfährt, damit der Verbleib im Amt um jeden Preis gesichert werden kann. Das ist, aus meiner Sicht als sehr aktiver Internetter, heute aber kaum noch möglich. Auch Politiker sollten das langsam begreifen. Dann könnte dieses Bewusstsein sicherlich auch dazu führen (lasst mich träumen! :lol: ), dass wir moralisch vorsichtiger agierende Amts- und Würdenträger in diesem Staat hätten.

In mir verfestigt sich der Eindruck, dass sich die Kluft zwischen dem Volk, das sich mehr und mehr in sozialen Netzwerken und Blogs frei zu gesellschaftlichen und politischen Themen äussert, und den Politikern, mit rasender Geschwindigkeit vergrößert. So bleibt den Mandatsträgern nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie schotten sich weitgehend ab oder aber, sie nutzen das Internet, um in begrenztem Rahmen öffentlich mit dem Souverän, den Wählerinnen und Wählern, zu diskutieren, sich auszutauschen und zuzuhören, was die Probleme und Ansichten der “Basis” sind. Natürlich ist diese Art der Offenheit auch mit Angriffen und Kritik verbunden, der man sich damit aussetzen muss.

Bis die Politiker aber begriffen haben, wie sie mit der zunehmenden Öffentlichkeit durch das Internet umgehen sollten, kann und “darf” es wohl sein, dass ein Bundespräsident einerseits von der immensen Wichtigkeit der Meinungs- und Pressefreiheit schwafelt und andererseits versucht, die Veröffentlichung von ihm missliebig erscheinenden Zeitungsartikeln über ihn, zu verhindern. Ich vermisse jene mutigen Politiker der ersten Reihe aus der Regierungskoalition, die sich nun endlich öffentlich kritisch zu diesem Vorfall äussern! Wer Politik zum Wohle des Staates und nicht zum Wohle von Personen machen will, der müsste jetzt seine Meinung zum Verhalten des Bundespräsidenten äußern. Das Argument, damit würde das Amt beschädigt, ist grotesk, ja lächerlich. Schließlich hat das der Amtsinhaber bereits erledigt! Viel mehr Schaden kann jetzt nur noch angerichtet werden, wenn Christian Wulff weiterhin dieses Amt ausübt…was er wohl ernsthaft vor hat (KLICK)!

Zur Zeit verhindert im politischen Berlin noch das Unwohlsein darüber deutliche Worte gegen Wulff, dass nun, 18 Monate nach der schwierigen Wahl des CDU-Kandidaten, schon wieder eine Bundesversammlung einberufen werden könnte. Ob die Kanzlerin dann noch einmal die Mehrheit für einen Kandidaten aus der Koalition bekommen würde, ist mehr als fraglich, nachdem ihr letzter Kandidat nun auf der politischen Abschussliste steht. Allerdings darf dies nicht der Grund für Zurückhaltung sein. Gertrud Höhler, Polit-Beraterin von Ex-Kanzler Helmut Kohl, hat Wulff bereits aufgegeben und was sie gestern im heute-Journal zum Thema sagte, ist mit meiner Meinung deckungsgleich: KLICK HIER.

Übrigens fällt mir zu diesem Thema noch eine dritte Person ein: Adolf Sauerland, der Oberbürgermeister von Duisburg! Zu diesem … “Politiker” … muss ich wohl nichts mehr schreiben! Die Art seines Verhaltens ist für mich der absolute Gipfel  moralisch-politischer Verkommenheit (ich schäme mich inzwischen, das Wort “Moral” im Zusammenhang mit Politik zu verwenden, es scheint nicht (mehr) zu passen!). Und ich erinnere an dieser Stelle daran, wie heftig die Kritik des Bundespräsidenten war (KLICK), als Sauerland einen Rücktritt wegen der Loveparade-Katastrophe vehement ablehnte! Wie diese präsidiale Kritik heute, in Anbetracht der Wulffschen Aktivitäten, auf mich wirkt, schreibe ich jetzt besser nicht!!!

Der Bundespräsident und die Bundeskanzlerin schweigen unterdessen zu der Präsidenten-Krise. Schweigen lässt allerdings das Unverständnis und die Wut bei Aussenstehenden steigen und trägt nun gar nicht zur Lösung dieses Staatsproblems bei. Diese Art des Verhaltens empfinde ich als armselig für den Bundespräsidenten, der sich damit immer mehr für das Amt disqualifiziert und als feige für die Bundeskanzlerin, die den Fall Wulff mit einer “schweigenden Unterstützung” für ihn, denn nichts anderes ist ihre Stummheit, immer mehr zu ihrem eigenen Fall macht!

Bessern, so denke ich, wird sich auf absehbare Zeit wohl kaum etwas im Bewusstsein der politischen Klasse. Daher ist es umso wichtiger, dass Bürger weiterhin die Freiheiten unseres politischen Systems nutzen, um ihre Meinung zu äußern, um zu sagen: SO GEHT ES NICHT!

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Der unpräsidiale Präsident

Präsidial soll er sein, der (Herr) Präsident unserer Republik, das Staatsoberhaupt Deutschlands (die Aufgaben). Präsidial heisst für mich: Souverän, staatsmännisch, über den Parteien und Personen des übrigen Regierungsapparates stehen und ein hohes Maß an Politmoral leben. In der Vergangenheit waren die Bundespräsidenten oft zugleich Ohr und Mund einer mal verunsicherten oder kritischen oder unzufriedenen Gesellschaft. Die Reden des Bundespräsidenten hatten Gewicht, weniger politisch, mehr moralisch. Geht das heute noch???

Wenn ich mich an die Außenwirkung von Karl Carstens, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog, Johannes Rau und Horst Köhler erinnere, so haben diese Herren es stets gut hin bekommen, würdig in die Rolle des Staatsoberhauptes zu schlüpfen. Egal welche Position sie zuvor im politischen Alltag eingenommen hatten, mit der Wahl zum Bundespräsidenten waren sie überparteilich und der ein oder andere recht kritisch gegenüber den Regierenden in Bonn und Berlin, selbst wenn der Herr Präsident zuvor aus deren Reihen gewählt worden war.

Ja, wir können wohl recht zufrieden mit unseren bisherigen Bundespräsidenten sein. Am Ende ihrer Amtszeit hatten sie oft ein hohes Maß an positiver Zustimmung und ein immenses Ansehen in der Bevölkerung. Und dann kam er: Horst Köhler!

Der erste Kandidat, der kein innenpolitisches Amt bekleidete, war damit schon ein Sonderling in der Reihe bisheriger Bundespräsidenten. Als er dann auch noch zurück trat, was bis dahin als schlicht unmöglich galt, war das Geschrei in der Republik groß. Es war eine einsame Entscheidung, die viele Politiker und Bürger zu kritischen Äußerungen verleitete.

Nachfolger wurde der bis dato jüngste Bundespräsident, Christian Wulff. Nach knapp eineinhalb Jahren steht nun auch dieser Amtsträger auf der Abschussliste. Dabei, so finde ich, hat sich dieser Politiker auf eine Art und Weise disqualifiziert, die an politischem Dilettantismus und an gefühlter Amts-Arroganz kaum noch zu überbieten ist! Jetzt frage ich mich, wie dieser von mir als  ”Demokratie-Amateur” empfundene Politiker, in ein so hohes Amt kommen konnte?

Dass ausgerechnet der Bundespräsident “Marke Schwiegersohn” nun im Fokus massiver Kritik steht, hat er sich selbst zuzuschreiben. Manche Politiker haben das Talent, ihre Pfründe und Vorteile, die sie aus ihrer politischen Arbeit mit der Wirtschaft ziehen können, zu vertuschen, bis sie die politische Karriere beendet haben. Manche wechseln schamlos gleich im Anschluss an die Zeit eines Mandats in die freie Wirtschaft, andere sind geschickter und lassen erst einige Zeit ins Land ziehen, bevor sie geknüpfte politische Kontakte für ihr weiteres berufliches Leben nutzen. Dann meist unbeachtet von der Öffentlichkeit und somit schadenfrei für das persönliche Ansehen.

Und dann gibt es jene, die es schlicht nicht schaffen, Ämter und persönliche Interessen während ihrer Polit-Karriere zu trennen. Oder anders, sie sind schlicht zu ungeschickt, dabei die Öffentlichkeit aussen vor zu lassen! Manchmal ist es auch einfach nur eine grundschlechte Kommunikation mit den Medien und der Öffentlichkeit!

Wulff hat aber noch einen weiteren, schweren Fehler gemacht. Er hat die kritisch berichtende, investigativ recherchierende Presse bedroht (KLICK)! Einen “Strafantrag” und “endgültigen Bruch” hat er wohl der BILD-Zeitung bzw. deren Chefredakteur Kai Diekmann angedroht, sollte ein Artikel oder ein Bericht bezüglich seiner Haus-Kredit-Affäre in der Zeitung erscheinen. Und das wirklich Intelligenteste an der ganzen Sache war scheinbar, dass der Herr Präsident, da er Diekmann nicht direkt erreichen konnte, auch noch auf die Sprachbox seines Telefons sprach!

Ganz ehrlich: Viel gehalten habe ich nie von Christian Wulff, weder als Ministerpräsident Niedersachsens noch als Bundespräsident! Dass ein Politiker sich aber so dermaßen ungeschickt verhält, zumal in einer Position, die von Amts wegen ein immens anspruchsvolles Maß an den Charakter des Würdenträgers erfordert, erstaunt mich selbst in diesem Fall noch! Da muss der Herr Präsident, aus meiner Sicht, schon ganz schön nervös gewesen sein, wenn er dermaßen unkontrolliert und überreagiert hat.

Zudem…als oberster Amtsträger unseres demokratischen Staates, sollte gerade er insbesondere die demokratischen Werte einhalten und achten. Dass er im Amt dermaßen auf ein Medium der Presselandschaft los geht und mit Konsequenzen droht, ist daher für mich überhaupt nicht entschuldbar. Bisher war es mir fast schon egal, angesichts des immensen politischen Rückhaltes, den dieser Bundespräsident bis gestern noch in der Berliner Polit-Landschaft hatte, was er nun (nach gestrigem Stand der Informationen) angestellt hatte. Es war “verzeihbar”, man konnte darüber hinwegsehen, auch wenn der Mann im Amt damit sicherlich beschädigt war. In meinen Augen schon disqualifiziert…

Heute aber, nachdem herauskam, was am 12.Dezember 2011 abgelaufen war, sollten wir uns den Luxus leisten, eine neue Bundesversammlung vorzubereiten, auch wenn diese wieder zig Euro kosten wird. Das sollten uns die demokratischen Werte unseres Landes allemal wert sein. Ich glaube, ich bin kein Prophet, wenn ich nun vermute, dass der Rücktritt des Herrn Wulff nicht mehr lange auf sich warten lassen wird und ich hoffe sehr, dass dieses Gefühl kein Wunschdenken bleibt!

Wie glaubwürdig und damit tragbar kann ein Präsident noch sein, der in Reden an das deutsche Volk, das moralische Gewissen der Politik Deutschlands vertreten soll???

In meinen Augen ist dieser Bundespräsident spätestens seit heute eine Polit-Lachnummer und wer seinen Rücktritt jetzt nicht forciert, der beschädigt nicht nur das Amt, sondern katapultiert die Glaubwürdigkeit der Politiker-Klasse in ungeahnte Ansehens-Tiefen! So, meine Damen und Herren Mandatsträger, genau SO fördert man Politikverdrossenheit!

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Dr. jur. Karl-Theodor zu Guttenberg

NACHTRAG siehe am Ende des Artikels!

Gerücht oder Wahrheit?

Karl-Theodor zu Guttenberg. Er ist der zur Zeit beliebteste und angesehendste deutsche Politiker und wieder zeigt sich, dass gerade bei jenen besonders gern und intensiv im Sumpf gewühlt wird, die in der Bürger-Meinung ganz oben stehen. Die Missgunst beißt wieder einmal zu! Einerseits wünschen sich viele Menschen mehr Politiker vom Format des Bundesverteidigungsministers, andererseits neidet man ihm massiv sein positives Bild in der Öffentlichkeit! Irgendwie wirkt das auf mich schizophren und krank, auch wenn ein solches Verhalten der Normalität entsprechen mag!

Ich muss gestehen, dass ich von Doktorarbeiten und Studienabläufen wenig Ahnung habe, auch wenn ich in ferner Vergangenheit selbst einmal kurz eingeschrieben war. Und so musste ich mich während des Schreibens dieses Artikels erst in die Materie einarbeiten. Das wird dem ein oder anderen themenfremden Leser helfen können, die gegen zu Guttenberg geäußerten Vorwürfe und die Bedeutung eines Verstoßes, der ihm zur Last gelegt wird zu verstehen und einordnen zu können.

Was ist der Vorwurf?

Zu Guttenberg ist Doktor im Bereich der Rechtswissenschaften (Dr. jur. bzw. Dr. iur. (für Iuris/Juris)). Diesen Titel darf der Minister führen, weil er ihn auch mit der Abgabe seiner Doktorarbeit (Dissertation) an einer Universität erlangt hat. Dabei handelt es sich um eine eigenständige, wissenschaftliche Arbeit, die der wichtigste “Leistungsbestandteil des Promotionsverfahrens” (Quelle: Wikipedia) ist. In einer Dissertation arbeitet man auch mit Zitaten, die, so wie ich es oben (übertrieben) mit der Nennung von Wikipedia praktiziert habe, gekennzeichnet werden müssen, damit sie als “externe Kommentare” beim Leser bzw. Bewerter der Arbeit, erkannt werden können. Fehlt diese Kennzeichnung, entsteht automatisch der Eindruck, das ursprüngliche Zitat sei dem Geist des Doktoranden (Person, die einen Doktor-Titel anstrebt) entsprungen und somit kein Zitat, sondern seine eigene Formulierung und Erkenntnis. In der Regel unterstellt man in einem solchen Fall dem Doktoranden ein Plagiat (Wikipedia-Definition), nach dem Urheberrecht also das bewusste Aneignen fremden Geistesguts. Dem sieht sich zu Guttenberg nun in vielfacher Form ausgesetzt, denn offenbar hat der Minister zahlreiche Quellen in seiner Dissertation eben nicht genannt bzw. angegeben! (LIES AUCH HIER) Manche versuchen diese Vorwürfe jetzt zu bagatellisieren, allerdings gehen tatsächliche Plagiats-Täter, denen Absicht nachgewiesen werden konnte, offenbar genau so vor.

Ehre, Glaubwürdigkeit und die Politik

Dies alles hat natürlich mit Rechten zu tun und insbesondere mit dem Urheberrecht, mit dem vielleicht einige meiner werten Leserinnen und Leser schon ausführlicher Bekanntschaft gemacht haben (Stichwort: “illegale” Verbreitung/Weitergabe von Filmen und Musikstücken im Internet).
Ja, das ist nicht nur für die Normalbürger ein sensibles Thema. Allerdings hat der Anwärter und spätere mögliche Träger eines Doktor-Titels eine ungleich höhere Verantwortung im Umgang mit Schriftstücken, die dem Urheberrecht unterliegen. Die Verleihung eines “Doktors” hat viel mit Ehre und Vertrauen zu tun und von daher wiegt der Vorwurf gegen den Minister zu Guttenberg umso schwerer. Angriffe auf die Ehre sind auch gleich Angriffe gegen die Glaubwürdigkeit einer Person und Glaubwürdigkeit sollte die Grundlage der Beziehung zwischen dem Volk und den Regierenden, also den Politikern sein!

Lappalie oder Delikt?

Aus der Sicht von uns Normalbürgern, die auch ohne Doktor- oder Professorentitel erfolgreich durch das Leben kommen, erscheinen die Vorwürfe zunächst übertrieben. Was hat er da schon großartig gemacht? Ein paar Stellen sind nicht ordnungsgemäß gekennzeichnet worden, okay, und? Haben wir nicht alle schon einmal mehr oder weniger gegen das Urheberrecht verstoßen? Meist natürlich eher unbewusst als bewusst. Dieser Fall zu Guttenberg wäre aber tatsächlich anders, sollten die Vorwürfe bewiesen werden können.

Es ist nicht die Werte-Ebene der Normalbürger, die mit feststehenden Gesetzen geregelt wird. Vielmehr gelten unter Doktoren und Professoren und im Universitätsbereich besondere Ideale, die weniger geschriebene Vorschriften, als vielmehr gelebte Regeln sind, die nicht verletzt werden dürfen. Zudem gilt ein Doktortitel, ob wir ihn nun als etwas Besonderes empfinden mögen oder nicht, als ein spezieller Leistungsnachweis. In diesem Akademiker-Umfeld gelten Plagiate als Schande, in der Gesellschaft entwerten und schmähen sie die Gesamtarbeit eines Titelträgers. Mal ganz ehrlich, wie lächerlich macht sich ein Mensch, der in der Öffentlichkeit dann da steht, als hätte er/sie sich einen Doktortitel erschlichen/erschwindelt? In dieser Person möchte ich wirklich nicht stecken.

Von daher sind die Vorwürfe des Plagiats gegen zu Guttenberg, aus meiner Sicht, eben keine Lappalie, aber gleichzeitig sollten wir uns auch vor einer Vorverurteilung hüten. Die Medien setzen schon wieder alles daran, eine phatte Story daraus zu machen. Der Liebling ist zugleich auch immer gerne das Opfer bei den boulevardesken Geschichtenmachern mit Quotensabberfäden!

Konsequenzen

Sollte sich allerdings der Plagiats-Vorwurf als berechtigt erweisen, so hätte zu Guttenberg nicht nur in dilettantischster Art und Weise gehandelt, er wäre schlicht und einfach dumm und nachlässig bei der Erstellung seiner Arbeit gewesen! Eine Dissertation ist kein Grundschul-Aufsatz, sondern ein Leistungsnachweis, der den weiteren beruflichen Werdegang bestimmen kann. Wer hier pfuscht oder sich nicht an die gängigen Regeln hält, der muss sich nicht wundern, wenn er erwischt und entsprechend sanktioniert wird. So wird es mit jedem ertappten kleinen Musikstück-Tauscher gemacht,  mit jedem Doktoranden, der nicht zu Guttenberg heißt und so kann sich auch ein Minister dem nicht entziehen!

Als Fan zu Guttenbergs wäre ich maßlos enttäuscht von ihm und würde selbstverständlich den sofortigen Rücktritt des Ministers erwarten. Aber ich neige, egal ob ich jemanden mag oder nicht, immer dazu, abzuwarten. Ich will Beweise und letztendlich entscheidet die Universität, die ihm den Doktortitel einst verlieh, wie hoch sie die Vorwürfe bewertet und ob sie ihm den Titel aberkennt oder die Vorwürfe als Witznummer entlarvt! Hinstellen und Behauptungen aufstellen kann jeder Depp. Solange nichts defintiv ist, bleibt zu Guttenberg in meinen Augen glaubwürdig und, wie es das deutsche Rechtssystem verlangt, unschuldig. Da sind alle Bürger gleich zu behandeln!

Nachtrag:
Inzwischen gibt es ein Wiki (KLICK), in dem User gefundene Plagiate aus Guttenbergs Dissertation gefunden haben wollen. Aktuell sind es 33 Vorwürfe! (Stand: 17.02.2011, 18:35 Uhr)

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Entlarvung einer Polit-Primatin

Freie Meinungsäusserung und die Freiheit im Allgemeinen sollen in den USA hoch gelobte Güter sein. Was von diesem “Gequatsche” zu halten ist, zeigt uns einmal mehr der Fall (im doppelten Sinn!) der erzkonservativen Kandidatin für den Kongress, Christine O’Donnell, die die Republikaner in Delaware aufgestellt haben: LIES MAL

Wie so oft in den USA zeigt sich auch diesmal, wie verlogen, heuchlerisch und lächerlich diese extrem-konservativen Menschen sind, die versuchen, mit plumpen Primitiv-Parolen, oft gegen Minderheiten gerichtet, Wähler zu erreichen. Dabei machen sie das wahrscheinlich gar nicht aus Berechnung, sondern haben schlicht ein einfaches Gemüt und vielleicht glauben sie sogar an den Quatsch, den sie den Menschen vermitteln wollen. Nur…leben sie es auch? :-)

In der US-Politik scheinen jene nicht selten zu sein, die mit ihrem konservativen Auftreten ein schlechtes Beispiel sind. Sie predigen Wasser, saufen selbst aber Wein und wie schnell war die ein oder andere Karriere bereits beendet, war der/die angebliche “Moralprediger/in” schon entlarvt, bevor ein Wahlkampf richtig los gehen konnte?

Da war der Schwulenhetzer, ein Prediger, wie ihn sich “Gott” nicht besser wünschen würde :twisted: Was macht er? Ein Escort-Boy begleitet ihn auf einer Reise, angeblich “nur” als Kofferträger! Ja klar, vielen Dank! :lol:

Und dann manch ein Politiker, der immer gegen Gays hetzte, bis sich herausstellte, dass er hunderte von Gay-Porn-Websites aufgerufen hatte.

Was ist mit den Ehebrechern, die dabei erwischt wurden, wie sie das taten, wogegen sie immer ganz heiss Stellung bezogen? Politisches Amt weg, Familie weg…ausgestossen! ;-)

Beispiel Sarah Palin. Nicht nur, dass sich diese Frau, damals noch Gouverneurin von Alaska, im letzten Präsidentschaftswahlkampf unter John Mc Cain der Lächerlichkeit preisgab, weil sich in Interviews herausstellte, wie wenig Allgemeinwissen diese Frau hat. Sie gab auch noch die konservative Mutter, die dem Wähler als gutes Beispiel für eine glatt laufende Familie mit Werten, ihre eigene präsentierte und sich dann heraus stellte, dass ihre Tochter ohne Trauschein schwanger war :mrgreen: .

Also Herrschaften (und Frauschaften)! Ich hoffe ja immer noch darauf, dass die amerikanischen Wähler nicht der Dummheit eines Laberkopps erliegen, der ihr Land weltweit zur Lachnummer der Erde macht, aber ganz sicher bin ich mir dabei leider nicht :-( Ein Beispiel dazu lieferten die Amis uns ja schon mit der Wahl des Herrn aus Texas! :evil: .

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Eine religiös geprägte Nachrichtenwoche

Wow, in dieser Woche ist soviel passiert und ich kam absolut nicht dazu, hier Kommentare über meine Gedanken zu posten. Ausgerechnet zwei Geschehnisse zum Thema Religion bestimmten die Schlagzeilen der Presse, wo doch Religion für mich ein rotes Tuch ist.

Die katholischen Perversen, die kleine Kinder betatscht und irre Spielchen mit ihnen getrieben haben (nach dem Duschen mit kaltem Wasser abgespritzt, Nacktfotos im Garten) inklusive ihrer Vorgesetzten, die mit ihrem Schweigen die widerlichen Handlungen (vorerst) vertuscht hatten, gehören bestraft und aus dem Amt verstossen!

Es kann und darf nicht sein, dass sie dem Gesetz nach nun straffrei ausgehen, weil die Taten verjährt sind. Dies sind sie eben nur, weil oft genug die Oberen, soweit sie davon wussten, damals geschwiegen haben und den Täter in andere Kirchenbezirke versetzten. Die Vertuscher im Amt sollten gleich mit angeklagt werden, das ist ja unvorstellbar, dass die Kirche sich über Recht und Gesetz gestellt hat!!! Mit diesen Handlungen haben Kirchenvertreter die Glaubwürdigkeit einer moralischen Instanz im Staat in Frage gestellt und zugleich bei der Bevölkerung, jüngsten Umfragen zufolge, massiv an Vertrauen verloren.
Früher noch als “Einzelfälle” seitens der Kirchenoberen abgetan, zeigt es sich jetzt, dass solche dummen Sprüche nichts anderes waren, als Naivität. Schlimmeres wage ich an dieser Stelle nicht zu behaupten… :evil:

Apropos “moralische Instanz”?

Frau Käßmann, zu Beginn der Woche noch Vorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und Bischöfin in Hannover, hatte am letzten Wochenende zuviel Wein konsumiert. Leider ließ sie sich aber nicht davon abhalten, noch mit dem Auto nach Hause zu fahren und zack…war die rote Ampel übersehen und die Polizei auf sie aufmerksam geworden.

Der Skandal war da und mein Gedanke war sofort: Rücktritt ohne wenn und aber!

Ich habe ausgesprochen große Sympathien für Frau Käßmann. Sie ist keine/r der Kirchenvertreter/innen, die dumme oder naive Parolen verbreitet. Ihre Kritiken sind immer gut überlegt, aber für jeden einfachen Menschen verständlich in wenige Worte verpackt.
Ihre Berufung an die Spitze der EKD war sogar im Ausland umstritten und führte zu Konsequenzen (weil sie geschieden ist!), aber ich fand den Mut der EKD-Vertreter bewundernswert, einen solchen Menschen in das Amt der Ratsvorsitzenden zu wählen.

Nun hatte Frau Käßmann getan, was ein würdevoller Vertreter einer moralichen Instanz im Staate, eben nicht tun sollte. Trotz ihrer einmaligen Persönlichkeit, ich fand den Rücktritt korrekt und dennoch war er bedauerlich!

Selbstverständlich dürfen wir Normalbürger an Persönlichkeiten, die den Staat oder Organisationen wie die Kirchen, vertreten, besondere Maßstäbe ansetzen.
Wer sonst soll denn Vorbild im Verhalten sein, wenn nicht diese Leute, die zugleich für sich, für ihr Amt in Anspruch nehmen, den mahnenden Zeigefinger erheben zu dürfen???
Wo bliebe das gesellschaftliche Wertesystem?
Wer sonst könnte es besser definieren, wenn nicht Menschen wie Margot Käßmann, die selbst mit dem Rücktritt aus ihren Kirchenämtern noch Würde, Selbstkritik und Verantwortung zeigt, was in den letzten Jahren wohl ohne Beispiel in unserer Gesellschaft ist! RESPEKT!!!

Während immer mehr einzelne Bürger die Vorteile unserer Gesellschaft und zuweilen auch der ihnen anvertrauten Ämter zu ihren Gunsten nutzen, während sie sich den Nachteilen zu entziehen versuchen, zeigte uns Käßmann mit ihrem Handeln, was guter Stil und Anstand im öffentlichen Amt sind, ohne dabei an mögliche Vorteile für sie selbst zu denken.

Dass viele Medien die Frage aufwarfen, ob der Käßmannsche Fehltritt einen Rücktritt erfordert, finde ich zutiefst bedenklich, zeigt es uns doch, dass die stilistisch gefühlt korrekte Erwartungshaltung (Rücktritt) als anerkanntes, verantwortungsvolles Verhalten, in manchen Redaktionen dem persönlichen Empfinden von intensiver Sympathie , wohl untergeordnet wird. Hier geht es nämlich gar nicht um den Vergleich einer Tat mit der guten Arbeit der betroffenen Person, sondern vielmehr um die nun folgende Aussenwirkung der Person, der ein derartiges Amt zugeordnet ist.
Wie hätte Frau Käßmann (verbal) wieder den Finger erheben können, ohne sich von diversen Seiten gleich dem Vorwurf aussetzen zu müssen, sie solle sich doch erstmal an die eigene Nase fassen? Allein diese Tatsache machte eine Weiterarbeit für sie unmöglich. Ich kann als “Sünder” schlecht mahnen und kritisieren, so ist das eben.

Wenn sie aus der ganzen Sache überhaupt stilvoll herauskommen konnte, hat sie genau den richtigen Weg gewählt. Damit hat Frau Käßmann nur die positive Einschätzung Vieler zu ihrer Person bekräftigt. Wer derart entscheidet, hat sich die Anerkennung als moralische Instanz, nicht im Amt, aber als Person mit verzeihbaren Fehlern, verdient.
Ihren Worten, Ratschlägen und Mahnungen wird in der Gesellschaft auch weiterhin Aufmerksamkeit geschenkt werden und wer, wenn nicht sie, hat ein größeres Recht, diese in der Zukunft äussern zu dürfen???

Es war ein Rücktritt, der schmerzte, nicht weil Margot Käßmann im Amt unersetzbar wäre, sondern weil sie ein ganz besonderer Mensch mit einem seltenen Charakter und einem besondern Verständnis von Verantwortung ist und dies auch noch mit der Art ihres Abganges aus dem Amt unterstrich.

Menschlich ist sie tatsächlich kaum ersetzbar, denn von diesen Menschen haben wir in der Gesellschaft und in öffentlichen Ämtern, leider viel zu wenige! Und das ist, was uns als Erkenntnis plötzlich schmerzhaft bewusst wurde… :-(

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Über meine Meinung zur Situation von Moral und Werten in der Welt

Ich bin defintiv der Meinung, dass sich die Werte und die Moral in der Gesellschaft in den letzten Jahren in eine Richtung entwickelt haben, die für jeden halbwegs intelligenten, und auf Ehre und Respekt gegenüber anderen Menschen setzenden Erdenbürger, so langsam zur Unerträglichkeit werden!

Wer jetzt der Meinung ist, ausgerechnet ICH müsse hier über Moral und Werte schreiben, der kennt mich eben nicht, denn ein offener Umgang mit Sex hat für mich eher etwas Positives (als Erwachsener!!!) und ist meiner Ansicht nach immer noch besser, als verklemmter Sex bei ausgeschaltetem Licht :-P Ausserdem haben bei mir die Worte “Moral und Werte” weniger etwas mit Sex zu tun, aber mehr dazu weiter unten!

Nicht nur, dass man beim medialen Zappen auf immer mehr Verdummungs-Sendungen im (nicht nur deutschen) Fernsehen stößt, die Menschen bloßstellen und einer breiten (Naiv-)Öffentlichkeit aussetzen.

Aus dem Internet kennen wir ja sicher alle den einen oder anderen Vollspinner, der meint, die (angebliche) Anonymität das Internets könnte genutzt werden, um andere zu diffamieren, beschimpfen oder zu beleidigen. Ein ganz gefährlicher Trugschluss, der bei manch einem schon mit einer phatten Strafe vor Gericht endete. Gut so, denn auch das Internet ist die reale Welt und Verstecken ist eine Illusion!

Politiker wollen hierzulande neuerdings im Amt bleiben und wiedergewählt werden, obwohl sie vorbestraft sind. Kein Aufschrei geht durch die Bevölkerung, die Medien halten still, es gibt keinen öffentlichen Druck gegen einen solchen Politiker! :-( Auch hier zeigt die Zeit und der, zum Glück, in der Mehrheit der wählenden Bevölkerung beständige Wille, dass derartige Verhaltensweisen absolut nicht gewünscht sind! Zack…immense Stimmenverluste und aus dem Amt gedrängt! Korrekt!!!

Wir müssen uns ja nicht wundern, wenn wir von Politikern, Unternehmenslenkern und Bankmanagern, die doch eigentlich gesellschaftliche Vorbilder sein sollten, immer wieder Nachrichten zu lesen bekommen, die uns das Gefühl vermitteln, sie nutzen das System nur für ihre Zwecke, ohne Rücksicht auf die unteren Ebenen der Gesellschaft! Das frustriert auf Dauer und irgendwann verlieren Gesetze und Vorschriften beim kleinen Mann auf der Straße ihre Wirkung, Chaos droht! :-(

Wie war das mit dem Atom-Müll-Endlager Gorleben? Da soll die Regierung Kohl durch Druck über die Minister Riesenhuber (Forschung) und Zimmermann (Inneres), auf die Verfasser eines negativen Gutachtens zur Eignung des Endlagers in Gorleben, dieses beschönigt haben. Ein immenser, irreparabler Schaden für das Vertrauen in die Atompolitik des Staates und meiner Ansicht nach die Offenlegung von Zuständen einer Bananenrepublik in Deutschland. :-( Bah…wie schäbig, finde ich, sollte das so stimmen LIES MAL HIER

Zurück in die Gegenwart, wo wir uns von Politikern im Wahlk(r)ampf zur Zeit einen verunsichernden Einheitsbrei an Parolen gefallen lassen müssen. Wir alle sollten doch wissen, wie es in den nächsten Jahren weitergehen wird: Schuldenabbau, Sparen durch den Staat, Einschnitte in allen Lebensbereichen, vielleicht sogar Steuer-Erhöhungen! Wer das nicht erkennt angesichts der immensen Staats-Verschuldung, auch durch die aktuelle Wirtschaftskrise, der lebt auf dem Mond!
Die Kanzlerin hält sich in ihren Äusserungen möglichst vage, der Kandidat der SPD, Steinmeier, will verbal beim schwarzen Politgegner nicht richtig zubeissen und die Liberalen unter Westerwelle propagieren seit Jahren Steuersenkungen und bremsen plötzlich die Hoffnung auf schnelle Änderungen nach der Wahl aus, ausgerechnet zwei Wochen vor dem Entscheid GUCK MAL HIER
Über die LINKE und “dem Genossen von der Saar”, werde ich jetzt nicht mehr als diesen einen Satz schreiben, ich denke, meine werten Leser/innen kennen meine Meinung zum “Hinschmeisser der Nation” (ARTIKEL ZUR ERINNERUNG SEINES VERHALTENS) zur Genüge und ich mahne, dass die Bilder vom März 1999 (VIDEO DAZU) nicht vergessen werden sollten!!!

Nun aber zum Artikel, der mich motivierte, hier etwas zum moralischen Zustand der Nation oder besser der Welt, zu schreiben.

Mit Moral verbinden die meisten ja Sex und natürlich beschäftigt mich auch die allgemeine Sorge, dass Jugendliche und sogar Kinder, heute viel zu leicht über diverse Websites absolut easy an Pornografie aller Art gelangen. Das finde ich extrem schädlich für die sexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, denen damit eine Art des Umgangs miteinander vermittelt wird, der in Verrohung enden kann :-(

Nein, mit Moral meine ich Werte…, Werte wie Respekt vor dem Anderen, Ehre und Zuverlässigkeit, ein gewisses Maß an Selbstwertgefühl sowie Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, auch wenn letzteres hin und wieder weh tun kann.

Das absolute Maß an Widerwärtigkeit und menschenverachtender Behandlung vor der Weltöffentlichkeit, erfährt derzeit die südafrikanische Sportlerin Caster Semenya. Ihre Weiblichkeit wird angezweifelt und damit ihr überlegener Erfolg über 800 Meter bei den Frauen, den sie bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 in Berlin erzielte.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte daraufhin einen “genetischen Geschlechtstest” angefordert, der aufgrund ihrer körperlichen Statur und der tieferen, männlich klingenden Stimme, prüfen sollte, ob Semenya tatsächlich eine Frau ist. Dieser könnte nach Presse-Vorabmeldungen nun ergeben haben, dass Caster Semenya ein menschlicher Zwitter ist! LIES MAL und HIER

Leute…ich sitze hier und schäme mich für soviel Respektlosigkeit gegenüber einer gerade mal 18-jährigen Frau!
Gleichzeitig spüre ich die Wut in mir aufsteigen, über soviel Dreistigkeit und Unverschämtheit eines Weltverbandes, dessen Funktionäre in meinen Augen eine Arroganz besitzen, die ich für absolut unangemessen, unerträglich und menschenverachtend halte!
Bei der Teilnahme an sportlich wichtigen, weltweit beachteten Veranstaltungen, geht es ja schon lange nicht mehr darum, den Besten oder die Beste über den Wettbewerb herauszufinden, sondern vielmehr um das Image, um Werbegelder und schließlich um die Eitelkeiten von Mitbewerbern und Funktionären, die manches in der Welt nicht wahrhaben und als gegeben hinnehmen wollen!
Warum schaut man nicht einfach nach? Reichen körperliche Merkmale nicht mehr aus in einer Welt von Genetik-, Allgemein-Überprüfungs- und Überwachungswahn???

Die Einzelperson interessiert gar nicht mehr. Was aus einer 18-jährigen Frau in einem Land wie Südafrika wird, kratzt die Funktionäre genausowenig, wie die Folgen eines solchen genetischen Tests für den Sport im Allgemeinen.

Ich finde die ganze Sache im höchsten Maß einfach nur peinlich und widerwärtig!!! An diesem Beispiel offenbahrt sich eindeutig, wie ein Individuum Mensch in der weltweiten (Medial-)Gesellschaft behandelt wird: Wie eine Blume, die für einen Moment wunderschön blüht, dann aber gepflückt und in der Hand zerquetscht und schließlich unansehnlich geworden, einfach weggeworfen wird :-(

Ich schäme mich für diese Art Umgang mit Menschen…

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