Artikel-Schlagworte: „Kirche“
Ganz schwer zurückhalten muss ich mich, wenn ich dieses Video auf SPIEGELonline sehe HIER KLICKEN. Darin wird über den Protest der ultra-konservativen Pius-Bruderschft und deren Anhänger am Rande der Stuttgarter CSD-Parade berichtet.
Was ich von diesen Menschen hören muss, erschreckt mich maßlos angesichts einer, in meinen Augen, gelebten Naivität, die für mich als selbstbestimmendes Lebewesen einfach undenkbar ist. Mit der Gesellschaft soll es bergab gehen und der CSD und die Loveparade sollen Belege dafür sein! Zudem wird in dem Video ein Zusammenhang hergestellt zwischen einer “Strafe Gottes” und angeblichen Vergewaltigungen von Frauen, die unter Alkohol und Drogen stehen und auch noch die Vermüllung! Und auf die Frage, ob das Gottes gerechte Strafe sei, zögert die Befragte und schiebt dann Gott wieder den Ball zu!
UNFASSBAR angesichts des Leids, das Angehörige und Freunde der Opfer erfahren haben und eine unverschämte, eiskalte Verhöhnung der Opfer! Diese Menschen wissen doch gar nicht mehr, was sie sagen. Dass manche Extrem-Gläubige keine eigene Meinung zu haben scheinen, zeigt uns die Antwort der Frau: “Gott weiss es!”, unterstrichen mit einem verlegenen Lächeln! Aha…na wie schade, dass ich ihn dazu nicht mal eben interviewen kann
Um es ganz deutlich zu sagen: Selbstverständlich darf jeder seine Meinung in Deutschland äussern, zum Glück, aber Rücksicht und manchmal ein wenig Fingerspitzengefühl, wäre doch schon klasse! Ich möchte auf einem CSD nicht bekehrt werden, schon gar nicht von Menschen, die sich an einen Gott klammern und die Interpretationen einer auslegbaren Schrift in ihrem extremen Sinne deuten und mir diese Schrift als Lebensweise aufzwingen wollen! Dann lebe ich eben in Sünde, und dass mache ich ausgesprochen gern!
Ich glaube auch nicht an einen Himmel oder eine Hölle. Das ist für mich nichts anderes, als Folterwerkzeug, um die Gläubigen im Mittelalter an die Kandarre zu legen. Leider hat sich dieser Blödsin bis in unsere Zeit hinein gehalten und manche glauben wohl immer noch daran. Es muss nur früh genug und immer wieder in die Hirne der Menschen geimpft werden. In dieser Richtung verstehe und unterstreiche ich den Spruch “Religion ist Opium für’s Volk”!
Wenn man gegen Ende des Videos das Schild mit den “Krankheiten” liest und sieht, wird endgültig deutlich, welche Gesinnungsgenossen dort gegen den CSD demonstrieren! Die alte Garde jener, die Gay & Lesbians für “krank” und “fehlgeleitet” halten! Ein Besuch beim Doc soll also helfen
Bleibt bloß hetero! AMEN!
Wow, in dieser Woche ist soviel passiert und ich kam absolut nicht dazu, hier Kommentare über meine Gedanken zu posten. Ausgerechnet zwei Geschehnisse zum Thema Religion bestimmten die Schlagzeilen der Presse, wo doch Religion für mich ein rotes Tuch ist.
Die katholischen Perversen, die kleine Kinder betatscht und irre Spielchen mit ihnen getrieben haben (nach dem Duschen mit kaltem Wasser abgespritzt, Nacktfotos im Garten) inklusive ihrer Vorgesetzten, die mit ihrem Schweigen die widerlichen Handlungen (vorerst) vertuscht hatten, gehören bestraft und aus dem Amt verstossen!
Es kann und darf nicht sein, dass sie dem Gesetz nach nun straffrei ausgehen, weil die Taten verjährt sind. Dies sind sie eben nur, weil oft genug die Oberen, soweit sie davon wussten, damals geschwiegen haben und den Täter in andere Kirchenbezirke versetzten. Die Vertuscher im Amt sollten gleich mit angeklagt werden, das ist ja unvorstellbar, dass die Kirche sich über Recht und Gesetz gestellt hat!!! Mit diesen Handlungen haben Kirchenvertreter die Glaubwürdigkeit einer moralischen Instanz im Staat in Frage gestellt und zugleich bei der Bevölkerung, jüngsten Umfragen zufolge, massiv an Vertrauen verloren.
Früher noch als “Einzelfälle” seitens der Kirchenoberen abgetan, zeigt es sich jetzt, dass solche dummen Sprüche nichts anderes waren, als Naivität. Schlimmeres wage ich an dieser Stelle nicht zu behaupten…
Apropos “moralische Instanz”?
Frau Käßmann, zu Beginn der Woche noch Vorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) und Bischöfin in Hannover, hatte am letzten Wochenende zuviel Wein konsumiert. Leider ließ sie sich aber nicht davon abhalten, noch mit dem Auto nach Hause zu fahren und zack…war die rote Ampel übersehen und die Polizei auf sie aufmerksam geworden.
Der Skandal war da und mein Gedanke war sofort: Rücktritt ohne wenn und aber!
Ich habe ausgesprochen große Sympathien für Frau Käßmann. Sie ist keine/r der Kirchenvertreter/innen, die dumme oder naive Parolen verbreitet. Ihre Kritiken sind immer gut überlegt, aber für jeden einfachen Menschen verständlich in wenige Worte verpackt.
Ihre Berufung an die Spitze der EKD war sogar im Ausland umstritten und führte zu Konsequenzen (weil sie geschieden ist!), aber ich fand den Mut der EKD-Vertreter bewundernswert, einen solchen Menschen in das Amt der Ratsvorsitzenden zu wählen.
Nun hatte Frau Käßmann getan, was ein würdevoller Vertreter einer moralichen Instanz im Staate, eben nicht tun sollte. Trotz ihrer einmaligen Persönlichkeit, ich fand den Rücktritt korrekt und dennoch war er bedauerlich!
Selbstverständlich dürfen wir Normalbürger an Persönlichkeiten, die den Staat oder Organisationen wie die Kirchen, vertreten, besondere Maßstäbe ansetzen.
Wer sonst soll denn Vorbild im Verhalten sein, wenn nicht diese Leute, die zugleich für sich, für ihr Amt in Anspruch nehmen, den mahnenden Zeigefinger erheben zu dürfen???
Wo bliebe das gesellschaftliche Wertesystem?
Wer sonst könnte es besser definieren, wenn nicht Menschen wie Margot Käßmann, die selbst mit dem Rücktritt aus ihren Kirchenämtern noch Würde, Selbstkritik und Verantwortung zeigt, was in den letzten Jahren wohl ohne Beispiel in unserer Gesellschaft ist! RESPEKT!!!
Während immer mehr einzelne Bürger die Vorteile unserer Gesellschaft und zuweilen auch der ihnen anvertrauten Ämter zu ihren Gunsten nutzen, während sie sich den Nachteilen zu entziehen versuchen, zeigte uns Käßmann mit ihrem Handeln, was guter Stil und Anstand im öffentlichen Amt sind, ohne dabei an mögliche Vorteile für sie selbst zu denken.
Dass viele Medien die Frage aufwarfen, ob der Käßmannsche Fehltritt einen Rücktritt erfordert, finde ich zutiefst bedenklich, zeigt es uns doch, dass die stilistisch gefühlt korrekte Erwartungshaltung (Rücktritt) als anerkanntes, verantwortungsvolles Verhalten, in manchen Redaktionen dem persönlichen Empfinden von intensiver Sympathie , wohl untergeordnet wird. Hier geht es nämlich gar nicht um den Vergleich einer Tat mit der guten Arbeit der betroffenen Person, sondern vielmehr um die nun folgende Aussenwirkung der Person, der ein derartiges Amt zugeordnet ist.
Wie hätte Frau Käßmann (verbal) wieder den Finger erheben können, ohne sich von diversen Seiten gleich dem Vorwurf aussetzen zu müssen, sie solle sich doch erstmal an die eigene Nase fassen? Allein diese Tatsache machte eine Weiterarbeit für sie unmöglich. Ich kann als “Sünder” schlecht mahnen und kritisieren, so ist das eben.
Wenn sie aus der ganzen Sache überhaupt stilvoll herauskommen konnte, hat sie genau den richtigen Weg gewählt. Damit hat Frau Käßmann nur die positive Einschätzung Vieler zu ihrer Person bekräftigt. Wer derart entscheidet, hat sich die Anerkennung als moralische Instanz, nicht im Amt, aber als Person mit verzeihbaren Fehlern, verdient.
Ihren Worten, Ratschlägen und Mahnungen wird in der Gesellschaft auch weiterhin Aufmerksamkeit geschenkt werden und wer, wenn nicht sie, hat ein größeres Recht, diese in der Zukunft äussern zu dürfen???
Es war ein Rücktritt, der schmerzte, nicht weil Margot Käßmann im Amt unersetzbar wäre, sondern weil sie ein ganz besonderer Mensch mit einem seltenen Charakter und einem besondern Verständnis von Verantwortung ist und dies auch noch mit der Art ihres Abganges aus dem Amt unterstrich.
Menschlich ist sie tatsächlich kaum ersetzbar, denn von diesen Menschen haben wir in der Gesellschaft und in öffentlichen Ämtern, leider viel zu wenige! Und das ist, was uns als Erkenntnis plötzlich schmerzhaft bewusst wurde…
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Da hat wieder einmal so ein Kardinal aus dem Vatikan eine abfällige Äusserung zu schwulen Männern gemacht. Als “ungewöhnlich” bezeichne ich das gar nicht mehr, es zeigt eben nicht nur, wie realitätsfern manch ein uralter Vertreter der katholischen Kirche Roms in Bezug auf gesellschaftliche Realitäten ist sondern auch, dass ihm der Respekt vor dem frei bestimmten Leben Anderer, völlig fehlt.
Den Artikel, auf den ich mich hier beziehe, findet Ihr H I E R. Da der Urheber die AFP (Agence France-Press), ein offizieller Nachrichten-Lieferant, vergleichbar mit der dpa (Deutsche Presse-Agentur) ist, gehe ich davon aus, dass ich mich auf den Wahrheitsgehalt der Informationen darin, verlassen kann!
Es handelt sich bei der Person um Javier Lozano Barragán, einen Kardinal, der in der Hierarchie des Vatikan nicht gerade unten anzusiedeln ist. Ich gehe also davon aus, dass der Würdenträger (muss man ihn eigentlich so nennen???) irgendwann mal was geleistet haben muss!
Seine Worte, die er in Bezug auf homosexuelle Männer loslässt, gehören vielleicht in der katholischen Kirche zu dieser “Leistung”. Aus meiner eigenen Sicht fehlt mir da allerdings der Bezug zu einem Wort wie “Leistung”, zumindest wenn ich dieses Nomen positiv sehe!
Wie ich hier schon öfter anmerkte, finde ich verachtende, das Leben von Gays im Allgemeinen herabsetzende Äusserungen aus der katholischen Kirche, in dieser verbal geäusserten Form, nicht nur beleidigend, sondern auch hetzerisch, gesellschaftlich spaltend und zutiefst in das private Leben selbstbestimmender Menschen eingreifend!
Dieser Unsinn, den der alte Mann aus dem Vatikan auf die Gläubigen seiner Religionsgemeinschaft los lässt (und da öffentlich geäussert, auf mich auch!), trifft natürlich insbesondere jene, denen der katholische Glaube in ihrem Leben wichtig ist. Somit hat der Vatikan eigentlich eine besondere Verantwortung für andere Menschen und sollte seine Worte stets sehr bedacht wählen! Hier mangelt es so manch einem “Kirchenfürsten”, wie ich finde, an einem Mindest-Grad der Feinfühligkeit und des Verantwortungsbewusstseins.
Ich komme also nicht ins “Himmelsreich”, na was ein Glück! Wie Euch meine Domain ja schon verrät, bin ich zwar nicht Anhänger eines Teufelskult, zum Engel möchte ich aber nach meinem Tod ganz sicher nicht werden. Darüber hinaus denke ich nicht, dass es das Leben nach dem Tode, so wie es das “Märchenbuch der Kirche”, denn nichts anderes ist es für mich, verspricht, überhaupt gibt. Und diese “Drohung” mag auf gläubige Katholiken wirken, mir ringt sie nur ein Lächeln ab. Dennoch finde ich diese Äusserung unangebracht, nehmen doch vielleicht andere, die im Glauben vertieft sind, die Worte des Kardinals ernst und fühlen sich wieder einmal “sündiger” als andere Gläubige!
“Man wird nicht homosexuell geboren, man wird homosexuell”
Darüber sollen sich mal Wissenschaftler Gedanken machen (Theologen denken mir da meist zu einseitig!), ich habe meine Zeit für andere Dinge des Lebens zu investieren
Jedenfalls bin ich gerne “homosexuell” und lasse mir meinen Lebensstil von einem alten Mann, der, wie ich mir vorstelle, vielleicht nie den hemmungslosen, geilen und wirklich schönen Sex und höchstwahrscheinlich auch nie die wahre zwischenmenschliche Liebe kennengelernt hat, nicht ins Negative ziehen!
Würde meine Mutter lesen, was der alte Mann aus Rom da sagt, müsste er sich wohl in Acht nehmen, dass er von ihr keins mit dem Nudelholz übergebraten bekommt, denn was die Erziehung meiner Eltern in Bezug auf mich angeht, so war sie, trotz kleiner Fehler, die jeder Elter macht, sicher nicht übel! Ich habe Werte vermittelt bekomme, an die ich mich auch heute noch halte, trotz der vielen zwischenmenschlichen Negativ-Beispiele, die ich dadurch erfahren habe, weil sich andere Menschen eben nicht mehr an “Werten” orientieren.
Dieses Festhalten an Werten, die ich zwar manchmal für etwas konservativ, aber immer noch für korrekt halte, zeigt mir aber auch, dass ich durchaus ganz genau weiss, was ich in meinem Leben will und was nicht. Und was die “Herausbildung einer eigenen Identität in der Jugend” angeht, so war die bei mir schon äusserst früh entwickelt! Das war mit ein Grund, warum meine Eltern nicht immer mit mir fertig wurden
Ich wusste schon sehr früh, wie mein Leben mal aussehen soll. Ich hatte Ziele und Vorstellungen in Bezug auf mein späteres Leben und ich war zielstrebig, diese Vorstellungen und Wünsche erreichen zu können. Von daher, lieber Kardinal Barragán…die Verallgemeinerungen Ihrer These in Bezug auf schwule Männer, ist äusserst unangebracht und, für Sie sicher “leider”, ist sie in meinem Fall absolut daneben und falsch!!!
“Vielleicht sind sie nicht schuldig”, führte Lozano seine Gedanken über Homosexuelle und Transsexuelle fort. “Wer aber gegen die Natur und die körperliche Ehre verstößt, beleidigt Gott.”
Natürlich bin ich nicht “schuldig” (was für ein unpassendes Wort für so eine schöne Lebensart!), denn ich liebe mein Leben, so wie es ist! Das scheint, nach meiner Bewertung, so ein alter Greis nicht verstehen zu können. Bei aller geistiger Leistung, die er in seinem Leben hinter sich gebracht hat, eigentlich eine sehr traurige Erkenntnis!
Euer Fehler ist eben immer, eine “Schuld” finden zu wollen oder gar zu müssen, um irgendeine andere Lebensweise rechtfertigen zu können und diese dann als die “richtige” vermarkten zu wollen. Das ist überdimensionierter Quatsch, denn es gibt für das Schwulsein keine Schuld und keinen Schuldigen! Die Worte über “Liebe” auch bei homosexuellen Beziehungen, spare ich mir an dieser Stelle
Schuldig, in meinen Augen, machen sich nur Jene, die in unverantwortlicher Weise, homosexuellen Menschen deren Leben als “falsch” oder als “Fehler” oder noch wilder, als “Sünde” vorwerfen! Liebe kann keine “Sünde” sein, ganz gleich, ob sie hetero- oder homosexueller Natur ist. Diese Vertreter der katholischen Kirche machen im Allgemeinen den Fehler, Gays nur als triebige, sexgeile, rücksichtslose Männervernascher zu bewerten. Natürlich gibt es diese Vertreter, so wie auch bei den Heteros und sicher auch unter den Frauen, aber mit letzteren kann man wohl mit absoluter Sicherheit sagen, dass da der katholischen Kirche, oder besser, ihren hochrangigen Vertretern die Erfahrung fehlt. Hm, die Erfahrung im Umgang mit Gays sollte den “Hirten” dann ja eigentlich auch fehlen, weshalb mich derartige Äusserungen gegen die Lebensweise Homosexueller aus den Reihen der Kardinäle immer wieder wundert! Dass die da so gut Bescheid wissen wollen, wie Gays sind, was sie machen und wie sie leben…erstaunlich!
Manchmal denke ich so für mich, ob sie damit vielleicht nur die eigenen Triebe verbannen wollen??? Das wird ja bei Kritikern der Homosexuellen oft ins Gespräch gebracht. Aber ich möchte an dieser Stelle keinem Kardinal unterstellen, er sei gay…solange ich das nicht beweisen kann :-P
Regenbogen-Familien, in denen Werte, Kinder und die Familie im Mittelpunkt des gemeinsamen Lebens stehen, missachten und übersehen die Kirchenoberen Roms nur allzugern oder bewerten diese Lebensgemeinschaften verachtlich und negativ! Ich würde mal sagen, wenn hier einer ein Problem hat, dann doch wohl eher die katholische Kirche mit ihrem alten und inzwischen irrealen und überholten Denkmuster.
Und woher weiss eigentlich dieser Kardinal, womit der Mensch “Gott” beleidigen kann? Ist er sein Sprecher? Hat er etwa einen direkten Draht zum Mann im All??? Ahso, die Bibel…das sollen ja “Gottes Worte” sein…
Ich finde ja, jene, die sich auf die “zensierte Form der Bibel” berufen (Konzil von Nicea, 325 n. Chr., bei dem angeblich der Staat in Form von Kaiser Konstantin bestimmte, was bitte schön “Kirche” zu sein hat (Begrenzung der Bibel auf die vorhandenen Evangelien, Löschung/Vernichtung weiterer Evangelien!), Diskussionsforum dazu hier -> geistigenahrung.org/ftopic52483.html), berufen sich nicht wirklich auf ein sogenanntes “Wort Gottes”, sondern auf eine vom Menschen, nach deren gewünschter Zielrichtung, zensierte Version. Kommt mir also nicht damit, dass die Rotmäntel in Rom wissen, was “Gott” weiss, sagt und will! Was für eine “Fehlinterpretation des Vertretertums Gottes” in meinen Augen, solange nicht bekannt ist, was auch vor 325 in der Bibel stand!!! Im Übrigen hat uns die Verhaltensweise der Kirche z.B. im Mittelalter gezeigt, wie sie auch mit Menschen umging! Meine Güte, was eine Vergangenheit und aus der heraus soll sowas wie Liebe, Achtung und Respekt hervorgehen…ich zweifle daran und fühle mich durch solche Äusserungen über Gays, wie die des Kardinals, immer wieder bestätigt.
Mit meinem Leben verstoße ich nur dann gegen die Natur, wenn die Wissenschaft und deren reale Erkenntnisse von einer Institution wie der Kirche, nicht anerkannt werden. Wer lieber daran glaubt, dass die Erde von einem “Gott” in 7 Tagen erschaffen und Menschen aus einem Haufen Lehm geknetet wurden, statt sich in mehreren Milliarden Jahren entwickelt zu haben, den kann ich in der heutigen Zeit wirklich nicht mehr ernst nehmen und der hat MIR ganz sicher nicht zu sagen, was wider die Natur ist!
Die von Kardinal Lozano zitierte Passage aus dem Paulus-Evangelium verurteilt “entehrende Leidenschaft” zwischen Männern. Obwohl Homosexualität eine “Sünde” sei, rechtfertige sie nicht die Diskriminierung der Betroffenen, sagte Lozano. “Gott allein hat das Recht zu urteilen.”
Wenn ich für oder wider die Homosexualität aus Sicht der katholischen Kirche argumentieren will, suche ich mir natürlich die Stelle aus der Bibel, die mir am liebsten erscheint, mein Argument zu untermauern. Von schwulen Priestern und Pfarrern ( ja, stellen Sie sich vor, Herr Kardinal, die gibt es auch in Ihren Reihen) weiss ich aber auch, dass es durchaus Gegenargumente in Ihrem “Buch der Weisheit” gibt.
Ich weiss auch nicht, warum die “Leidenschaft”, die ich mit einem oder mehreren Männern auslebe, “entehrend” sein soll. Wenn ich da mal bei den Männern nachfragen würde, mit denen ich “Leidenschaft” hatte (hach, was für ein nettes Wort dafür!!!), wäre der Kardinal aus Rom sicher der einzige, der diese Meinung vertritt
Na ist ja nett, dass Barragán am Ende doch noch dazu aufruft, uns Schwule bitte nicht zu diskriminieren! Zuckerbrot und Peitsche, erst verbal draufhauen, dann etwas abmildern, ist das jetzt die neue Strategie der Kardinäle bei Sprüchen gegen Gays? Ich brauche weder Belehrungen oder Vorwürfe von alten Männern aus Rom, Köln oder anderen Kathedrals-Städten in Bezug auf mein Leben, noch brauche ich unglaubwürdige Aufrufe seitens dieser Leute, mich (und andere Gays auch) bitte nicht zu diskriminieren! Das machen Sie mit jedem Wort der Verurteilung meiner Lebensweise, Herr Kardinal!
Ach…und was die Sünderei angeht, so würde ich doch zuerst mal in den Reihen der katholischen Kirche selbst nach “Sündern” wühlen, bevor ich mir Gedanken um die “Sünden” der Schäfchen und Andersgläubigen mache, auch der jüngeren. Denn gerade die scheinen doch hin und wieder von Mitgliedern dieser katholischen Organisation in “sündige Gefahr” zu geraten, wie ich bei Yahoo direkt unter dem hier aktuell zitierten Artikel lesen musste: H I E R Den Finger gegen Andere erheben, aber selbst nicht “sauber” (siehe oben) sein, das ist es, was mich aus dieser Glaubengemeinschaft herausgetrieben hat!!! Und zwar aus vollster Überzeugung!!!
Bleibt nur noch zu sagen: Ich bin ein Sünder und meine Herren, was bin ich das gerne
Und sollte es zu einem Treffen mit Ihrem “Gott” nach meinem Ableben kommen, so bin ich gerne zu einem Streitgespräch mit ihm bereit, denn ich lebe mein Leben überzeugt von der Richtigkeit meines Handelns und kann dies auch argumentativ sicher ausgezeichnet vor Jedermann vertreten! Auch vor “Göttern”…
P.S.: Wenn wir uns übrigens fragen, warum ausgerechnet die katholische Kirche sich so vehement gegen die homosexuelle Lebensart wendet, dann ist in dem folgenden Artikel vielleicht eine Begründung zu finden: L E S E N
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Richtig so! Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied jetzt, dass Kreuze (ausgerechnet) in italienischen Staatsschulen abgehängt werden müssen. Die Begründung gibt es H I E R nachzulesen.
Ich kann mich noch gut an meine Grundschulzeit erinnern und auch dort hingen über der Tür Kreuze, die mir auf den Zeiger gingen. Ja, korrekt, bereits in der Grundschule stand ich offenbar mit der Religion auf dem Kriegsfuß! In die Kirche wollte ich auch nie. Es war für mich schlicht nicht einsichtig, warum die Kinder am Sonntagmorgen in die Kirche rennen sollen, während die Eltern zuhause im Bett liegen bleiben und ausschlafen (???
) dürfen!
Später wollte ich am Firmunterricht nicht teilnehmen. Meine Ellis schickten mich aber dennoch hin und ich setzte mich mit verschränkten Armen dort hin und sagte:”Ich will das hier nicht und deshalb mache ich hier auch nicht mit!” Die Firmleiterin ignorierte mich einfach und ich saß größtenteils meine Stunden dort ab. Irgendwann langweilte ich mich so sehr, dass ich zumindest beim Kerzengießen mitmachte. Naja, wenigstens was gelernt. Das Aschekreuz bei der Firmung (oder ist das die Kommunion???
) brachte mir gar nichts, ausser Geschenke. Gut.
Jedenfalls denke ich, Kreuze haben in staatlichen Schulen nichts zu suchen. Religion und Staat sind laut unserer Verfassung getrennt und so gehören die Kruzzifixe meinetwegen in kirchliche Schulen, aber nicht in staatliche. Auch nicht in Bayern
Schon als Kind musste ich mir mit dem Religionslehrer (der Dorfpfarrer) Wortgefechte über die Glaubwürdigkeit der Bibel liefern und er war teilweise echt sauer
Der Schwachpunkt war aus meiner Sicht immer, dass die kirchlichen Vertreter nicht akzeptieren wollten, dass da n kleener Scheisser in den Schulbänken sitzt, der sich vehement gegen eine “göttliche Vorgabe” stemmen wollte. Und ich fand meine Argumente damals schon gut, heute bin ich mehr denn je von ihnen überzeugt, wenn ich die Geschichte der Kirche und die verbalen Angriffe gegen Schwule zur Kenntnis nehmen muss!
Nach wie vor erlebe ich in der katholischen Kirche mehr Intoleranz als Toleranz!
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Einen kleinen Hintergrundbericht zum neuen Film von Sönke Wortmann nach dem Literatur-Bestseller “Die Päpstin” könnt Ihr Euch H I E R anschauen. Der Film startet am 22.Oktober in den deutschen Kinos
Mit Protesten der katholischen Kirche ist zu rechnen, wird doch von ihrer Seite (natürlich) bis heute bestritten, dass damals eine Frau den Papstthron bestiegen haben soll. Eine spannende Geschichte aus einer düsteren und zumeist noch sehr brutalen Epoche. Ich freu’ mich auf den Film…
Das Hörspiel ist übrigens klasse gemacht und ist zu einem vergleichsweise niedrigen Preis zu haben.