Artikel-Schlagworte: „Film“
Gerade habe ich im Programm des Kino Endstation in Bochum gesehen, dass der Film dort im Original mit Untertiteln (obwohl es ein deutscher Film ist???) läuft und zwar am: 11.03. um 19:15 Uhr und 12.03-17.03 jeweils um 21:15 Uhr!
Zur Website des Kinos geht es HIER
Sandra Bullock, Christoph Waltz, Jeff Bridges, Mo`Nique, Kathryn Bigelow, “The hurt locker” (Tödliches Kommando), “Avatar“, “Precious“ und “UP” sind die Gewinner der wichtigsten OSCARS 2010, die in dieser Nacht in Los Angeles verliehen wurden.
Vor einigen Jahren schaute ich mir diesen Event nachts einmal an. Ich finde ja, dass nichts verpasst wird, wenn man sich, statt Glitzerwelt im TV, den eigenen Träumen widmet
Es ist nichts anderes, als das Abspulen der Nominierungen und der Verleihungen. Okay, die Stars laufen mehr oder weniger sexy und gut gekleidet über den roten Teppich, aber eigentlich steht und fällt die Show mit der Moderation. Und die hatte in vielen Jahren eigentlich weniger gute Kritiken und auch in diesem Jahr scheint das nicht der Brülle rgewesen zu sein (Steve Martin und Alec Baldwin).
Gestern erfuhr ich, dass die meisten Stars, nachdem sie über den roten Teppich gewalkt sind, gleich durch die Seitenausgänge wieder verschwinden. Es gibt gar nicht genug Platz im Raum für alle geladenen Stars und so vertreiben sich die meisten die Zeit auf zahlreichen Nebenveranstaltungen und Parties
Amerika und Medien eben…viel Fassade, wenig Substanz
Eine nette Zusammenfassung bietet heute morgen der SPIEGELonline. Lässt sich gut lesen und enthält die Zusammenfassung der Oscar-Gewinner HIER KLICKEN
Dass “Avatar” nicht die erwarteten vielen Goldjunxx bekam, ist sicher zu verschmerzen, spielte der Film doch schon Anfang Februar über 2 Milliarden US-Dollar an den weltweiten Kinokassen ein. 2 MILLIARDEN Gewinn! Na das ist doch mal ein feiner Erfolg, der das Filmstudio Twentieth Century Fox einige weitere Jahre überleben lassen sollte
Und das ist es doch, was eigentlich zählt, sind die US-Filmfirmen heutzutage doch mit jedem Projekt, das sie realisieren, mit einem Bein im Pleitegrab!
Schön finde ich übrigens, dass Christoph Waltz für seine überragende Rolle in Inglourious Basterds den Oscar bekam. Den hat er sich mit seiner Interpretation eines SS-Offiziers wirklich verdient!
Ein witziger Aspekt ist, dass Sandra Bullock einen Tag vor der Oscar-Verleihung die “Goldene Himbeere” bekam
Das ist eine Preis-Verleihung für alles schlecht: Den schlechtesten Film, den schlechtesten Hauptdarsteller etc
Und Bullock nahm auch diesen Preis humorvoll entgegen: HIER
.
Wie das Leben manchmal so spielt. Seit einiger Zeit verfolge ich Marcel’s Blog. Sein größter Wunsch ist es, HIV-infizierten Menschen in Afrika helfen zu können, weil gerade die nicht in den Genuss unserer hochentwickelten, medizinischen Versorgung kommen und deren langfristiges Überleben nach einer HIV-Infektion daher fast unmöglich ist. Schlimm genug.
SAME SAME BUT DIFFERENT, der aktuelle Film von Deltev Buck, behandelt genau das Thema und zeigt uns, wie schwer es den Menschen in Ländern der Dritten Welt gemacht wird, an geeignete, gute Medikamente gegen das Virus zu kommen.
Same same but different – der Trailer – MyVideo
David Kross spielt in dem Film Benjamin Prüfer, auf dessen Buch die Story für den Film basiert. Es ist Bens real erlebte Geschichte, die ihn zu Beginn nach Kambodscha führt, wo er mit seinem Kumpel einen Rucksack-Trip unternimmt. Er lernt das Barmädchen Sreykeo, überzeugend gespielt von Apinya Sakuljaroensuk, kennen und verliebt sich in sie. Zurück in Deutschland hält er den Kontakt via Internet zu Sreykeo aufrecht. Als sie ihm via Internet-Cam mitteilt, dass sie HIV+ ist, verabschiedet sie sich von Ben (“Bis zum nächsten Leben”), der daraufhin zurück nach Kambodscha fliegt, seine große Liebe ausfindig macht und mit ihr zusammen die Schwierigkeiten der gesundheitlichen Hilfe in einem Dritte-Welt-Land kennenlernt.
Das Interessanteste an dem Film ist wirklich die intensive Darstellung des Aspekts, wie schwer es für die einfachen Menschen ist, an geeignete Medikamente heran zu kommen, die den Ausbruch der Krankheit AIDS verzögern können. Mit Bens Geld und Kontakten, die er nur als Deutscher/Europäer in Kambodscha haben kann, ist es schließlich möglich, seiner Freundin die überlebenswichtigen Medikamente zu besorgen.
Der Film vermittelt ein Gefühl der Bedrückung angesichts der Hilflosigkeit der einfachen Menschen in dem süd-ostasiatischen Land und zwar so intensiv, dass ich ihn als äusserst sehenswert einstufe. Zudem tragen die guten schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller zum Gelingen des Streifens bei. Sicher, der Film mag keine leichte Kost sein und somit ist es Unterhaltung jenseits des Mainstream-Popcorn-Kinos, aber wer sich einmal einen gemütlichen Abend machen will und sich dem Thema HIV und Dritte Welt nicht verschliesst, bekommt Unterhaltung auf hohem Niveau geliefert.
Da ich meine Filmbewertung etwas verschlusert habe, der Film lief am 21.Januar an, empfehle ich das Anschauen auf DVD. Diese erscheint voraussichtlich erst im August. Bis dahin könnt Ihr den Film entweder noch in ausgewählten Programm-Kinos sehen oder das Buch, auf dem der Film basiert, lesen:
Meine persönliche Wertung:
4 von 5 Punkten
5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt!
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher nochmal was fürs Free-TV oder für den Kinotag
2 Punkte: geht gerade mal eben noch am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!
Das scheint ein ganz besonderer Film zu sein: UNSERE OZEANE
Gewaltig, mutig und mit traumhaft schönen Bildern, wird dem Zuschauer bei diesem Film das Leben in den Ozeanen näher gebracht. Ich denke, dieser Film ist absolut sehenswert, mal schauen, wann ich rein komme
Hier ein Video-Report von S P O N und hier ein Trailer (nach der Werbung!)
.
Dieser Film ist keine Produktion, er ist ein Kunstwerk! Das ist mein Fazit und erster Eindruck, nachdem ich den Kinosaal verlassen habe.
Berührt hat mich DAS WEISSE BAND nicht allein. Von den umherstehenden Besuchern des Films höre ich ähnliche Beschreibungen ihrer Emotionswelt, wie ich sie während der vergangenen 148 Minuten auch erlebt habe.
Es ist ein Schwarz-Weiß-Film und der Film ist düster. Gegen Ende frage ich mich, ob er tatsächlich so musikfrei war oder ob die musikalische Untermalung so genial unauffällig gewesen sein kann, dass ich mich nicht an sie erinnere?
1913. Die Ereignisse in einem kleinen Dorf werden erzählt. Das Dorf, irgendwo in Deutschland ein Jahr vor Kriegsausbruch, ist malerisch, die Ausstattung hat die Optik des Films realistisch in die Kaiserzeit verlegt. Manchmal fühlte ich mich der Stimmung nach in einem Zwitter aus DER NAME DER ROSE und der TV-Serie HEIMAT (vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere daran *smile*).
In den ersten Minuten des Films kommt es zu einem Unfall, dann bringt ein Todesfall die bisher harmonische Welt der Dorfbewohner und des Gutsherrn völlig aus dem Gleichgewicht! Das gegenseitige Misstrauen wächst,Gerüchte und Denunziationsversuche geben ihr Übriges. Der Zuschauer darf mitspekulieren und erfährt im Laufe der Handlung so Einiges über die achso gutbürgerlichen Verhältnisse in einigen Familien des Dorfes. Da tun sich Abgründe auf…
Der Film ist ruhig, fast zu ruhig, wäre da nicht diese ungemeine Spannung, die der Zuschauer als dauerhafte Beklemmung empfindet, unter anderem ausgelöst durch Unterordnungsbekundungen der Kinder ihrem „Herrn Vater“ gegenüber. Für mich ein fast unerträgliches Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Und dann diese Institution Kirche, die als moralische Instanz gezeigt wird, natürlich vielfach überzogen, aber durchaus nachvollziehbar realistisch, wenn der Vater, der Dorfpfarrer, seine Kinder mit einem Stock verdrischt!
Ja, düster und beklemmend, in Kombination mit einer hervorragenden Kameraführung und dem Schwarz-Weiss-Effekt, ist, was den Film zu einem außergewöhnlichen Streifen macht und weshalb ich die OSCAR-Nominierung (endlich mal kein Film, der sich mit der braunen Diktatur beschäftigt!) gut nachvollziehen kann!
Was mich im ersten Moment etwas irritierte, und nicht nur mich, war das rasche Ende des Films. Zunächst ließ der Film viele Fragen offen, aber eigentlich, nach einer kurzen Denkphase, wurde mir klar, dass die Antworten schon gegeben worden waren…
Klasse gemacht und der Film erhält von mir 4 von 5 Punkten. Nochmal sehen möchte ich ihn allerdings nicht so schnell, was nichts mit der Qualität zu tun hat, sondern mit der vermittelten Stimmung. So schaue ich z.B. auch SCHINDLERS LISTE nicht mehr im TV, obwohl er einer der besten Filme der Geschichte ist, aber er ist mir schlicht zu stimmungstötend
DAS WEISSE BAND (Blu-ray
) sollten sich alle anschauen, die einen interessanten Einblick in die deutsche Gesellschaft des Kaiserreichs bekommen möchten. Fand ich sehr aufschlussreich. Und natürlich ist die Machart faszinierend. Der Film löst beim Zuschauer was aus und das sind durchaus intensive Gefühle…viel Spaß dabei
Meine persönliche Wertung:
4 von 5 Punkten
5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, evtl. nochmal was fürs Free-TV
2 Punkte: geht nicht mal am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!
.
Dienstag ist Kinotag
Also mal wieder n nettes Filmchen gucken! Nur welches?
Sherlock Holms interessierte mich, der Film mit Meryl Streep auch und dann entdeckte ich NEW YORK, I LOVE YOU (BILDERSERIE).
Ich wusste nur, dass der Streifen ein Episodenfilm ist, gedreht von mehreren Regisseuren, unter anderem auch Fatih Akin, dem türkischstämmigen Regisseur aus Hamburg. Die Schauspieler-Besetzung ist übrigens hochkarätig SCHAU MAL
Jede kleine Geschichte ergab das Ganze und es waren wirklich Kurzgeschichten, die gut gemacht und unterhaltsam waren
Sie versprühten nichts Negatives, behandelten keine Probleme, sondern zeigten Menschen aus verschiedenen Kulturen in New York, die auf andere Menschen treffen. Es war jeweils ein kleiner Ausschnitt aus deren Leben und deren Umgang mit anderen.
Für wen sich das nicht prickelnd genug liest, der lässt den Film aus, zumal er ab dieser Woche, zumindest im UCI in Bochum, eh nicht mehr oft läuft, weshalb ich ihn am Dienstag schnell noch sehen wollte.
Das sind so kleine Filme, die zwar nicht das Massenpublikum ansprechen, wer aber mal etwas anderes sehen oder gar ”wagen” will, wird nett unterhalten.
Ich brauche Euch wohl nicht erzählen, dass das Kino fast leer war. Schade, denn sehenswert war NEW YORK, I LOVE YOU allemal. Und vor allem endlich mal ein Film, der wirklich nur entspannt, weil er einfache, nette Geschichten aus dem Leben erzählt…
Website des Films (deutsch)
Website des Films (english)
Meine persönliche Wertung:
3,5 von 5 Punkten
5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, evtl. nochmal was fürs Free-TV
2 Punkte: geht nicht mal am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!
.