CSD

Preisträger Kompassnadel 2012

Das Schwule Netzwerk NRW und die AIDS-Hilfe NRW vergeben alljährlich einen Preis für die Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz für die Lebensweise der schwulen Minderheit in der Öffentlichkeit und für ehrenamtliches Engagement innerhalb der Community. Die “Kompassnadel” wird im Rahmen eines feierlichen Empfangs des Schwulen Netzwerkes NRW am Kölner CSD-Samstag überreicht.

Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft waren bereits Träger der wohl angesehendsten Auszeichnung, die eine GLT-Organisation in Deutschland zu vergeben hat. Der ehemalige Vizekanzler Franz Müntefering, Rita Süßmuth und Claudia Roth zählen ebenso zu den Preisträgern, wie die amtierende Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, die den Preis im letzten Jahr erhielt (Liste der Preisträger).

Professor Doktor Dannecker - Preisträger der Kompassnadel 2012

Quelle: Pressefoto Schwules Netzwerk NRW

Professor Doktor Martin Dannecker ist der prominente Preisträger 2012 und wer ihn nicht kennt, braucht sich wohl kaum zu schämen. Als Sexualwissenschaftler und Autor ist Dannecker eben medial nicht so präsent, wie ein Politiker oder Showstar. Mir zumindest, muss ich gestehen, war er bis heute nicht bekannt ;-) .

Preisträger der Kompassnadel 2012, Rubruck und Schiefer

Quelle: Pressefoto Schwules Netzwerk NRW

Alfred Schiefer und Ludwig Rubruck sind die Preisträger des ehrenamtlichen Bereichs der Kompassnadel-Auszeichnung. Die beiden 80er, gemeint ist ihr Alter :mrgreen: , haben sich um den Aufbau schwuler Selbsthilfestrukturen in Köln verdient gemacht und dies in einer Zeit, in der die Lebensweise homosexueller Menschen in der Gesellschaft alles andere als akzeptiert und einfach war.

Detailliertere Infos zu den Preisträgern und den Hintergründen ihres Werkens, findet Ihr auf der Seite des Schwulen Netzwerkes NRW: H I E R

Mich freut besonders, dass in diesem Jahr Menschen ausgezeichnet werden, die sich, aus heutiger Sicht, mehr im Hintergrund und zudem in einer anderen “Epoche”, um die Akzeptanz homosexueller Lebensweisen in der Öffentlichkeit verdient gemacht haben.

41 Jahre nach Beginn der Schwulenbewegung in Deutschland, sind die damaligen Vorkämpfer für die gesellschaftliche Akzeptanz inzwischen in ein Alter gekommen, das in der “Szene” gerne ignoriert und manchmal sogar verachtet wird (bis jene selbst in die Jahre kommen, in denen sie den Alterungsprozess spüren!). Umso wichtiger finde ich, dass jene Menschen nicht vergessen werden, die das Fundament für das heutige, doch weitgehend akzeptierte, freie Leben für schwule Männer und lesbische Frauen legten.

Und wir, die “Jüngeren”, die wir nun weniger kompliziert unser Leben leben und genießen können, als unsere Vorgänger-Generation, und erst recht die junge Generation zwischen 18 und 29 Jahren, sollten öfter mehr Achtung vor alt gewordenen Schwulen und Lesben zeigen. Ich denke, auch das kann eine Botschaft sein, die 2012 durch die Vergabe der Kompassnadel an diese Preisträger, in die schwul-lesbische Welt getragen wird.

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Offizielle Bilanz der CSD Saison 2011 in NRW

blaues Soli-Bändchen 2011

Soli-Bändchen 2011Cologne Pride

Das Schwule Netzwerk NRW veröffentlichte heute eine Bilanz der CSD Saison 2011 in NRW. Sie macht eines deutlich: Es wird in Zukunft immer schwieriger werden, die Christopher Street Days in dieser Form weiterleben zu lassen!

Gründe dafür sind nach Meinung der Parade-Organisatoren, die rückläufige Zahl ehrenamtlicher Helfer und die Sparsamkeit der Besucher der Prides. Denn immer mehr Leute bringen sich ihre Getränke selbst mit und sorgen so für einen schwächeren Umsatz an den Getränkeständen, der allerdings zur Finanzierung der CSDs mit herangezogen wird. Also sitzt auch bei den Gays das Geld nicht mehr so locker, wie noch vor ein paar Jahren. Zudem machte der wettertechnisch schlechte Sommer 2011 dem ein oder anderen Pride zu schaffen. Beim Ruhr CSD in Essen beispielsweise, gab es mehrere sintflutartige Regenschauer, die den Veranstaltungsplatz in wenigen Sekunden leer fegten.

Dass immer weniger Leute Lust auf ein ehrenamtliches Engagement bei den CSDs haben, ist mir klar, denn wer ehrenamtlich eingesetzt wird, kann nicht feiern bzw. demonstrieren und Party machen und das ist immer noch der Grund für die meisten Besucher, zu den CSDs zu fahren. Während die Freunde mitten drin sind, müssen die Ehrenamtlichen ihren Job machen. Verdienstfrei! Auch sehen die wenigsten in den CSDs heute noch eine Demonstration. Dort, wo sie problemfrei starten können, ist alles mehr Party, als der Hinweis auf Ungleichbehandlung und fehlende Rechte von Homosexuellen in der Gesellschaft.

Es wäre sehr schade, wenn die Prides das Niveau der vergangenen Jahre nicht mehr halten könnten. Und ich meine insbesondere die kleineren Veranstaltungen. Schließlich, und das sollten wir nie vergessen, sind die Christopher Street Days die schwul-lesbischen Massen-Veranstaltungen, die von den Politikern wahrgenommen werden und die auch mit für die Durchsetzung von mehr Rechten für Homosexuelle in der Gesellschaft gesorgt haben.

Den kompletten Pressetext des Schwulen Netzwerkes NRW zum Nachlesen gibt es HIER.

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Braunschweig ist…

…nicht nur schwullesbisch, und bisexuell, sondern auch noch eine ganze Menge mehr, wie in dem folgenden Video-Clip zu sehen ist :-) Die CSD-Parade findet am 30.07.2011 in Braunschweig statt.

Der Termin ist inzwischen auch in meiner CSD-Übersicht zu finden (KLICK):

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Bericht zum CSD in Köln 2011

Er war einmal…der CSD in Köln des Jahres 2011. Morgen früh werden wieder die Aufräumarbeiten starten und innerhalb kürzeszter Zeit wird nichts mehr zu sehen sein von ca. 900.000 Besuchern.

Für mich war dieser CSD anders, inzwischen ungewohnt, obwohl ich ihn früher immer so erlebt habe. Mehr zum Thema und natürlich auch bilder, findet Ihr beim Klick in der oberen Leiste (CSD / PRIDE -> 2011 -> Cologne Pride). Drei Seiten habe ich eingerichtet, nicht so umfangreich, wie in den letzten Jahren, aber das liegt auch an den Ereignissen vor dem CSD.

Viel Spaß beim Lesen und Bilder schauen.

Kommentare sind, wie immer, erwünscht ;-)

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Abzweigungen

 

CSD-Logo Little-Devil.com 2011

CSD-Logo Little-Devil.com 2011

Manche bezeichnen es als “Gott”, andere als “Schicksal” und die, die keiner Gruppe zuzuordnen sind, meinen einfach, es ist das Zusammentreffen von Zufällen, wenn etwas Außergewöhnliches oder gar Einschneidendes passiert.

Jedenfalls wird bei jedem Ereignis, das nicht eingeplant ist, eine Entscheidung verlangt: Ein “Ja” oder “Nein”, ein “Machen” oder “Lassen” oder sonst was, eine “Gabelung” auf dem Weg des Lebens muss in jedem Fall beschritten werden.

Ich bin ein Anhänger der Theorie, dass irgendwie alles seinen Sinn hat und Ereignisse eben keine göttliche Fügung sind. Alles hat irgendwie seinen Sinn, auch wenn uns der zunächst nicht so recht erschließen will. Am Ende scheint aber alles einen Sinn zu ergeben, zumindest kann ich das so aus meinem Leben berichten ;-) Mag da jeder andere Erfahrungen gemacht haben…

Ereignisse, die auf etwas Außergewöhnliches folgten, machten mir in der Vergangenheit immer klar, warum eine ungewollte Änderung in meinem Leben für mich besser war oder welcher Sinn dahinter steckte. Mag sich komisch lesen, aber nach dem ersten Ärger oder einer Enttäuschung, zeigte sich schnell, dass die mir aufgezwungene Entscheidung für mich besser war.

Und dennoch ärgere ich mich jedes Mal aufs Neue zunächst einmal, wenn ich mich auf etwas gefreut habe oder etwas längerfristig geplant war und mir dann was dazwischen kommt und z.B. ein geplante Unternehmung verhindert. So hat sich auch beim diesjährigen CSD in Köln eine kurzfristige Änderung ergeben, deren Sinn ich erst gestern verstand. Naja, irgendwie doof, jetzt auch noch nicht schöner, aber ich muss es so akzeptieren. Dann ist dieses Jahr eben alles etwas anders und ich suche mir Alternativlösungen :-P Alles etwas aufwändiger, aber versauen lass ich mir den Pride in Cologne ganz sicher nicht :mrgreen: !

Happy Pride ;-)

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CSD – Hochsaison

 

CSD-Logo Little-Devil.com 2011

CSD-Logo Little-Devil.com 2011

In den kommenden Wochen starten die “großen” Christopher Street Days (CSDs) in Deutschland. Nachdem am letzten Samstag mit der “Fantasy-Pride” (Veranstaltungstag für Gays & Lesbians im Fantasialand in Brühl) das Rahmenprogramm des Kölner CSD gestartet wurde, geht es an diesem Wochenende in Berlin rund. Anlässlich des CSD in Berlin gibt es am 25.06.2011 einen Themenabend “Christopher Street Day” auf EinsExtra, dem digitalen ARD-Sender (KLICK HIER).

Die Beiträge kenne ich bereits und kann sie jedem Interessierten sehr empfehlen. Sie beschreiben die Lebenssituation von meistens jungen homosexuellen Menschen und die Konflikte, denen sie sich aufgrund ihrer Lebenseinstellung und Neigung stellen müssen.

Und dann, eine Woche nach dem Berliner Pride, geht vom 01.-03.Juli 2011 in Köln die Post ab. Der CSD-Cologne (KLICK) geht mit dem Wochenend-Programm und der Demonstration am Sonntag auf die Zielgerade. Wenn das Wetter, wie so oft, sommerlich sein sollte, kann wieder mit hunderttausenden Besuchern gerechnet werden. Und wieder haben die Macher des Kölner Mega-Events ein sensibles Händchen bei der Findung des Mottos bewiesen: “Liebe ist…” lässt viel Platz für Vielfalt, Toleranz, Spaß und politischen Protest!

Am 09.Juli folgt dann der CSD in München, am 18.Juli treffen sich tausende Schwule und Lesben zum PINK MONDAY in Düsseldorf auf der Rheinkirmes, am 30.Juli geht es in Frankfurt am Main rund und am 06.August gibt es den Hamburg Pride und den Ruhr-CSD in Essen :-) Das schwul-lesbische Deutschland feiert und demonstriert für gleiche Rechte. Es ist weiterhin nötig, auf die Straße zu gehen und Präsenz zu zeigen…

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