CDU
Steuerreform: 6 Milliarden für alle – 1 € für einen!
Coool, eine Steuerreform! 1-2 € pro Monat werden dem Kleinverdiener ab 2013 weniger in Abzug gebracht, wenn sich dieser Vorschlag der schwarz-gelben Koalition in Berlin durchsetzen sollte. Das ist allerdings zweifelhaft, denn der Bundesrat wird dem in der Mehrheit wohl kaum zustimmen können: Die SPD ist dagegen!
6 Milliarden Euro werden dadurch dem Staat an Einnahmen fehlen, na wenn das nicht eine richtig große, umfangreiche Reform unseres Steuersystems ist
! In Zeiten, in denen der Bürger bereit ist, die Verschuldung des Staates auch durch Verzicht auf Steuergeschenke zu finanzieren, kann ich es nur als fatal bezeichnen, wenn in Deutschland Einnahmen des Staates gesenkt werden sollen.
Knapp über zwei Billionen Euro tief steckt Deutschland in den Miesen und jede Sekunde kommen durch Zinsforderungen 1.556,00 € hinzu. Damit beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung in unserem Land 24.752,00 € (Quelle: BdST).
Seit ich das Licht dieser Welt erblickt habe und seit ich bewusst Nachrichten im Fernsehen wahrnehme, kenne ich bei den öffentlichen Finanzen nur einen Weg: Tiefer in die Schulden!
Da wurde gefeiert, dass die Neuverschuldung des Staates um Milliarden gesenkt wurde, dabei hieß das nichts Anderes, als ein “weiter abwärts”! Wir leben seit Jahrzehnten über unsere Verhältnisse. Mit den Einnahmen lassen sich die Ausgaben nicht bestreiten, weshalb eben immer neue Milliarden an Schulden aufgenommen werden mussten, bis heute! Und dennoch gab es von allen Regierungen immer neue Wahlgeschenke in Form von Abgabenerleichterungen oder neuen Wohltaten des Staates.
Obwohl wir derzeit in einer nicht mehr zu verdrängenden Finanzkrise stecken, der Euro wackelt und die Rettungspakete für die gesamteuropäische Währung auf die immense Wirtschaftskraft Deutschlands bauen, will unsere Regierung also nun die Steuerlast, also die Einnahmen senken.
Was wir an Einnahmen weniger haben, müssen wir an anderer Stelle einsparen oder eben neue Schulden aufnehmen. Das wird sich spätestens 2016 brutal auswirken, denn dann darf der Bund nur noch 0,35% des Bruttoinlandsproduktes als Nettokreditaufnahme nutzen. 2020 tritt gar das Verbot einer Nettokreditaufnahme für die Länder in Kraft.
Wer nun denkt, wir hätten ja noch ein paar Jahre Zeit, der vergisst eventuelle Auswirkungen wirtschaftlicher Schwächen auf die Staatseinnahmen. Deutschland steht zur Zeit nur deshalb gut da, weil die Beschäftigtenzahl immens gestiegen ist, dadurch die Sozialsysteme entlastet wurden und der Staat weniger Leistungen abführen muss. Auch kam es zu Steuermehreinnahmen, die bei der nächsten Krise und einer neuen Entlassungswelle wieder schrumpfen würden.
In dieser “Glücksphase” beschließen CDU/CSU und FDP also den Verzicht auf 6 Mrd. € jährlich, die somit nicht mehr zum Schuldenabbau genutzt werden können, weil sie nicht gegenfinanziert wurden, z.B. durch Anhebung des Spitzensteuersatzes! Ein Umdenken in Sachen Schuldenpolitik ist damit noch immer nicht vollzogen worden, denn solange Deutschland Geld aufnehmen muss, das es zur Finanzierung des Haushaltes braucht, wie kann man dem Bürger da logisch nachvollziehbar 6 Mrd. Euro schenken? Der Staat besitzt diese sechs Milliarden doch gar nicht…
Ein wirklicher Nutzen bleibt für den Bürger nach den Berechnungstabellen (KLICK HIER) also aus. Eine Vereinfachung des Steuersystems findet auch nicht statt. Wem also nutzt diese “Steuersenkungsmaßnahme”?
Es schießt mir der Gedanke in den Kopf, da wurde wieder einmal zugunsten einer kleinen Partei entschieden. Hauptsache runter mit den Steuern, so wie es einst versprochen wurde, egal wie, egal wann, egal zu welchem Preis. Das ist nicht im Interesse des Staates, das dient dem Interesse einer Partei!
Dabei gibt es dringendere Probleme. So wurde vor kurzem berichtet, dass es auch zukünftig, trotz einer gesetzlichen Garantie auf einen Betreuungsplatz für Kinder, in der Realität nicht genügend Plätze geben wird, um jedem Kind die Möglichkeit zum Besuch des Kindergartens zu ermöglichen. So werden in Zukunft wohl mehr berufstätige Frauen auf Kinder verzichten oder erst später eine Schwangerschaft “riskieren” wollen. Wenn doch nur die Unternehmer endlich begreifen würden, welchen Vorteil ein betriebseigener Kinderbetreuer hat!
Hier zeigt sich, wo diese Regierung, die eigentlich mit einer Bildungsoffensive durchstarten wollte, die Prioritätem tatsächlich setzt. Bildung fängt im Kindergarten schon an, aber wie ernst kann ein Gesetz gemeint sein, wenn es Jahre nach der Einführung immer noch nicht umgesetzt werden kann???
Es ist frustrierend, wie die Regierung in Berlin handelt. Beim Volk lösen die Entscheidungen immer öfter Kopfschütteln aus und gefühlt hat die schwarz-gelbe Koalition kaum noch Rückhalt in der Bevölkerung.
Und die Opposition? So richtig sehe ich da keine Alternativen, weil mir die Vorschläge anderer Parteien derzeit zu verschlossen sind.
Eurokrise?
Schuldenkrise?
Rentenzukunft?
Wo bleibt die Jagd der Opposition auf die Regierung???
Apropos Krise. Die Pflegeversicherung befindet sich in einer solchen, denn die Einnahmen reichen auch hier schon lange nicht mehr aus. Hauptproblem: Die immense Zunahme demenzkranker Menschen! Auch für das Jahr 2013 wurde nun die Erhöhung des Beitrags zur Pflegeversicherung um 0,1% beschlossen. Das soll 1 Milliarde Euro zusätzlich in die Kassen bringen, Experten schätzen aber, dass mindestens 5 Milliarden gebraucht werden.
0,1% liest sich wenig, aber was bleibt nun noch vom Steuerreförmchen 2013 übrig, von den 1-2 € pro Monat für Geringverdiener, die ja eigentlich am meisten von der Entlastung spüren sollten???

Berlin-Wahl 2011
Wow, da sind sie am Ziel ihrer Träume, die Mitglieder der Piratenpartei. In Berlin sind sie zum ersten Mal mit etwa 9% der abgegebenen Stimmen ins Abgeordnetenhaus gewählt worden. Wähler der GRÜNEN, der SPD und der LINKE haben diesmal für das “Entern des Roten Rathauses” gestimmt. Der größte Wähleranteil für die Piraten kommt laut ARD aber von den Nichtwählern. Ein schöner Erfolg, wenn die Piratenpartei es schafft, bisherige Wahlverweigerer wieder zu motivieren, am demokratischen Prozess teilzunehmen.
Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten und Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, hat um die 2%-Punkte verloren und liegt um 29%. Eines der Wahlziele, 30+, wurde damit nicht erreicht. Wowereit äusserte sich darüber “etwas traurig”, im Großen und Ganzen mit der Wahl aber zufrieden.
Die CDU legte leicht zu und liegt um die 23%. Der Spitzenkandidat Frank Henkel war sehr zufrieden. Die LINKE verlor etwa einen Prozentpunkt und erreichte etwa 11%, die FDP erhielt eine derbe Klatsche vom Wähler und die Liberalen tauchen in Berlin jetzt nur noch unter den “Anderen Parteien” mit um die 2% auf. Sogar die NPD erhielt mehr Stimmen…
Wowereit bleibt also Regierender Bürgermeister von Berlin. Er hat jetzt die Auswahl zwischen Rot-Grün oder Rot-Schwarz, tendiert aber eher zu den GRÜNEN. Die Alternative, eine Dreier-Koalition aus SPD, LINKE und der PIRATENPARTEI wurde weder von den Berliner Politikern, noch von den Medien ins Spiel gebracht. Nur auf Twitter wurde über Rot-Rot-Orange spekuliert.
Wie so oft wurde die Wahl mit den üblichen Klischees kommentiert. Die SPD feiert sich, trotz Stimmenverlusten und gerade einmal 28/29% (wenigstens trauerte Wowereit, siehe oben), die CDU findet sich ganz toll, mit gerade mal etwas mehr als 23% und die FDP übte sich, mit Lindners Worten gesprochen, in “Demut”. Muss sie ja wohl auch… Die LINKE war selbstkritisch und bedauerte den Rauswurf aus der Regierung, die GRÜNE Partei kann mit über 4% mehr Stimmen zurecht stolz sein, hatte aber mit weit mehr Zustimmung gerechnet. Warum die PIRATENPARTEI letztlich mit einem immensen Schwung in das Abgeordnetenhaus kommen konnte, sollten die anderen Parteien jetzt einmal analysieren und sich Gedanken über die Sorgen und Wünsche der Bürger machen. Auch wenn viele Wähler aus reinem Protest ihr Kreuz bei den “Enterern” machten, könnten viele weitere unzufriedene Nichtwähler es Ihnen in anderen Bundesländern nachmachen.
Die Piraten traten mit öffentlichem W-LAN für alle, aber auch mit der Forderung nach einem Grundeinkommen zur Wahl an und nahmen sich, gerade mit letzterem Thema, der Ängste vieler um ihre Altersbezüge besorgten Bürgerinnen und Bürger an. Sicher ein Pluspunkt gegenüber den Etablierten, die sich diesem Problem, trotz der verstärkten Diskussion der letzten Tage in den Medien, immer noch verweigern.
Die Berlin-Wahl war die letzte im Jahr 2011. Auf ins nächste Wahljahr…
Kirche, Staat und Homosexualität
Wie mich diese Art und Verhaltensweise einiger hochgestellter Vertreter der katholischen Kirche anwidert!
Vor genau zehn Jahren wurde die “Eingetragene Lebenspartnerschaft” in Deutschland rechtlich zementiert. Diese Bezeichnung entstand, weil es einigen Politikern nach, rechtlich einfach noch nicht möglich sein sollte, Schwulen und Lesben die gleichen Rechte wie verheirateten Heterosexuellen zu ermöglichen. “Homo-Ehe” wurde zum “Ersatzbegriff”!!! Heute ist die gleichberechtigte Ehe ein nahes, erreichbares Ziel geworden.
23.000 gleichgeschlechtliche Paare gibt es heute. Auch wenn dies bei weitem weniger sind, als man hätte erwarten können, bekamen sie 2001 doch endlich die Möglichkeit, sich rechtlich als Paar eintragen zu lassen. Schwule und Lesben müssen nicht, aber sie können, wenn sie wollen und DAS ist Gleichberechtigung Gleichstellung!
2011. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat mehrfach die Angleichung der Rechte für verheiratete Homosexuelle an denen der konventionellen Ehe in Deutschland angemahnt. Die Umsetzung wird von einigen Bundesländern verzögert. Sogar die Bundes-Justizministerin, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, 2010 noch mit der “Kompassnadel des Schwulen Netzwerkes NRW” ausgezeichnet (KLICK), sagte, Schwule und Lesben müssten wohl auch weiterhin ihre Rechte einklagen! Soviel zur Regierungspartei FDP, deren ehemaliger Vorsitzender Westerwelle, selbst schwul, sich für die Rechte von Gays genauso stark eingesetzt hat, wie für die versprochenen Steuersenkungen, nämlich gar nicht!
Die Konservativen, in Deutschland als “CDU” und “CSU” bekannt, schmücken sich mit dem “C” im Parteinamen für “christlich”! Was gleiche Rechte für Gays angeht, sind sie wirklich äusserst “christlich”, nämlich genauso “christlich” intolerant, ignorant und verachtend, wie einige höhere Vertreter der römischen Kirche. Passt ja, denn für die katholische Kirche bleiben Schwule und Lesben auch 2011 Jahre nach der Geburt ihres Herren auf Erden, “gescheiterte und zerbrochene Menschen” (KLICK)! Wie armselig ist nur das Verständnis jener über Gays, die Gläubige als “Schäfchen” bezeichnen und sich als deren “Hirten” anbiedern wollen?! Ihr habt schlicht und einfach keine Ahnung, unterstelle ich jetzt höflicherweise an dieser Stelle mal, wie herrlich Schwule und Lesben ihr Leben und ihre Natur empfinden (können), wenn sie frei von gesellschaftlichen Vorurteilen, fern der Kirche und deren inquisitative Repressalien sein können.
Was die Kirche angeht, habe ich mich inzwischen daran gewöhnt, mich von geistig zurückgewandt denkenden Kardinals-Hinterwäldlern beschimpfen und beleidigen zu lassen. Manchmal glaube ich ja wirklich, da spricht der Neid aus einigen…
Meisner, Marx, Ratzinger & Co, die konservativsten Vertreter jener Organisation, die noch vor einem Jahr unfreiwillig eingestehen musste, dass die Homosexualität in ihrer Männer-Gemeinschaft wohl doch stärker verbreitet ist, als ihnen (öffentlich!) lieb zu sein scheint, hetzen gegen ihre eigenen Mitarbeiter. Und das ist auch das Unerträgliche an dieser religiösen Verbindung: Öffentlich darf es keine Schwulen und Lesben in den Reihen der katholischen Kirche geben. Werden sie geoutet, gehören sie nicht mehr dazu, jene, die unter dem Talar des Schweigens bis dato “toleriert” wurden.
Es ist unerträglich zu sehen, wie Bekannte von mir ein Doppelleben führen und um ihren Job fürchten müssen, nur weil sie so sind, so leben wollen, wie es ihnen die Natur (manche sagen “GOTT”!) erlaubt hat und weil sie, trotz aller Widrigkeiten, ihren Job lieben! Für mich ist das ein Leben in Unfreiheit und Angst. Und die römische Kirche macht daraus eine Hexenjagd, verbreitet Furcht und Verunsicherung, schürt Misstrauen und scheint sich über jeden zu freuen, der öffentlich an den Pranger gestellt wird (ARTIKEL DAZU) (FOLGEARTIKEL DAZU). WIDERLICH! Dieser Zustand der dauerhaften Angst und eines gefühlten luftabschnürenden Denunziantentums, erinnert mich an Erzählungen aus Stasi- und Gestapo-Zeiten! Ja, das ist ein harscher Vergleich, aber habt Ihr Euch jemals in diese Personen versetzt und versucht zu verstehen, unter welch immensem Druck sie stehen, welcher dauernden Angst vor Entdeckung sie leben müssen??? Der Vergleich ist, zumindest aus meiner Sicht, wie beschrieben, absolut gerechtfertigt!
Eigentlich sollten Kirche und Staat in Deutschland streng getrennt sein. Mir fehlt diese Trennung (KLICK) und ich finde, die katholische Kirche versucht mit ungeheuren Verbal-Parolen (KLICK) gegen schwule und lesbische Menschen und gegen gesetzliche Entscheidungen zur Gleichstellung von Homosexuellen in Deutschland (und Europa) zu hetzen (KLICK). Manche nehmen sich diese steinzeitlichen Kloakensprüche wirklich zu Herzen, ja leiden zutiefst unter dem daraus resultierenden Gewissenskonflikt und das ist das Schlimme an der Sache. Manchmal wirken die in den Links genannten “Kirchenfürsten” auf mich wie sadomasochistisch veranlagte geistige Brandstifter, die zunächst mit markanten Worten die Öffentlichkeit suchen und provozieren, bevor sie, aufgrund des Drucks der Gesellschaft, ihre oft erniedrigenden Verbal-Attacken wieder zurück nehmen oder “sanft näher erläutern”. Der Sinn bleibt meist derselbe! Wirklich Gläubige erleben Schwule und Lesben vielleicht als ganz normale Menschen und sehen sich plötzlich mit der irrealen, wirren Theorie ihrer Glaubens-Hirten konfrontiert, die so gar nicht zum eigenen Erfahrenen passen mag. Googelt doch einfach mal mit dieser Begriffsreihe: “katholische kirche, papst, meisner, marx, schwul, homosexuell”. Wann ist eigentlich das Maß an Unverschämtheiten erreicht, mit dem man diese Herren vor Gericht schleifen und ihnen rechtlich klar machen kann, dass sie in Deutschland und nicht in einem extremistischen Gottesstaat katholischer Prägung oder im Vatikan leben???
In Münster hat sich nun wieder ein Weihbischof aus Köln in einen Vorfall eingeschaltet, der gezeigt hatte, wie sehr Gays in der Gesellschaft angekommen und als fast selbstverständlich gleichberechtigt akzeptiert sind, wie kompliziert andererseits die ganze Angelegenheit aber wird, wenn sich die katholische Kirche in eigentlich bereits abgesprochene Abläufe einmischt. Ein Brief des Herrn Heiner Koch aus dem Erzbistum Köln, machte aus dem schwulen Münsteraner Schützenkönig und seinem Partner ein Problem bzw. bescherte den beiden eins (ZUM NACHLESEN UND AN DEN KOPF FASSEN). Wie war das? Jeder blamiert sich so gut, wie er kann…
2010 wurde offenbar, was im Namen der Kirche in den 60ern, 70ern und 80ern des letzten Jahrhunderts Kindern und Jugendlichen widerfahren war. Nicht selten wurden die Täter anscheinend nur versetzt, kirchenintern, ohne dass die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wurde. Die katholische Kirche stellte sich aus meiner Sicht damit ausserhalb des deutschen Rechts, was für ein Affront! SO war die Trennung von Kirche und Staat sicher nicht gemeint! Und wie dann die “Aufklärungsarbeit” erledigt wurde, war doch wohl ein Ausmaß an Frechheit. Nicht von ungefähr haben im letzten Jahr mehr Gläubige der katholischen Kirche den Rücken gekehrt, als je zuvor. Richtig so, denn keine Macht ist größer als die der abstimmenden Füße!
Was sich zudem im Inneren der katholischen Kirche tut, kann man in dem Buch von David Berger nachlesen (KLICK). Der ehemalige Spitzenmann Berger ist ein Mensch, der in der oberen Riege Einblicke in diese Organisation hatte und mit seinem Wissen und seiner Erfahrung an die Öffentlichkeit ging. Für die einen ist sein Werk und sein Mut eine lange nur vermutete Bestätigung, für die anderen Teufelswerk und nichts als Lügen! Jaja…Lügen…
Soll ich mal nachzählen, mit wievielen Priestern, Pastoren und sonstigen Kirchenmännern (ein Kardinal war bislang nicht dabei! Glaube ich…
) ich schon im Bett war
? Wie krank ist das System, dass ich mit Geschichten dazu, diesen Leuten den Job rauben und sie in das soziale Nirwana schicken würde! Ich ekel mich richtig vor dieser Gefahr für diese Menschen, die die Kirche auf den Weg gebracht hat!
Im normalen Arbeitsleben würde ich das “Mobbing” nennen…
Trotz allem, Schwule und Lesben stehen 2011 in dieser Gesellschaft rechtlich erfreulich gleichgestellt neben heterosexuellen Menschen und das ist auch gut so. Allerdings ist das Ende des Weges noch nicht erreicht und es bleibt viel zu tun.
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GRÜNE siegen, SPD feiert, FDP eiert, CDU trauert!
Die Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sind gelaufen, Sieger und Verlierer stehen fest. Oder doch nicht?
Wenn die SPD sich fragt, warum sie bei vielen Wahlen nicht mehr an die 30%-Marke heran kommt, sollten sich die Partei-Mitglieder am Wahlabend vor den Fernseher setzen und ihrem großen Vorsitzenden lauschen. Was der den Wählern erzählt, ist schon eine sehr individuelle Wahrnehmung von Ergebnissen, die jedem Sozialdemokraten in dieser Republik die Tränen in die Augen schießen lassen sollten. Mit Realität haben seine Einschätzungen nichts mehr zu tun, wenn er Stimmenverluste als “Sieg” feiert, weil die Regierungsmacht in Baden-Württemberg nun nicht mehr in den Händen der politischen Gegner liegt. Da sitze ich fassungslos und mit einem breiten Grinsen zugleich vor der Flimmerkiste und schalte um! Ernst nehmen kann ich diese Art “Politik” nicht mehr!
In Rheinland-Pfalz verlor die SPD unter dem langjährigen Ministerpräsidenten Kurt Beck, sagenhafte 9,9% Prozentpunkte (KLICK). Wie kann man eigentlich mit so einer Klatsche noch weiter regieren wollen???In Baden-Württemberg, wo die Sozialdemokraten immer schon Schwierigkeiten hatten, verloren sie auf niedrigem Niveau noch einmal 2,1 Prozentpunkte auf jetzt 23,1% (KLICK). Damit ist die SPD in diesem Bundesland hinter BÜNDNIS’90/DIE GRÜNEN nur noch drittstärkste, politische Kraft. Der SPD-Spitzenkandidat, Nils Schmid (KLICK) aber, der das schlechteste Wahlergebnis überhaupt für seine Partei im Südwesten der Republik einfuhr, steht an den Mikros und grinst in die Kameras. Fröhlich verkündet er, die Zeiten schwarz-gelber Regierungen in Baden-Württemberg seien nun vorbei. Dass die GRÜNEN die neue Regierung anführen werden, scheint ihn dabei weniger zu stören. Erstaunlich, wie bescheiden die SPD geworden ist!
Die CDU nimmt ihre Ergebnisse ernster! Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel beschönigt nichts und liefert eine realistische Einschätzung der Wahlen. Dass der Stimmenzuwachs in Rheinland-Pfalz erfreulich ist, finde ich mehr als nachvollziehbar. Es ist ein Achtungserfolg für die konservative Spitzenkandidatin Julia Klöckner (KLICK, nicht erschrecken!
), die, entgegen der scheinbar allgemeinen Stimmung, nicht nur um fast zweieinhalb Prozentpunkte zulegen konnte, sondern jetzt auch nur noch knapp hinter der Beckschen SPD liegt.
CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus dagegen, trug Trauer. Er verlor über 5 Prozentpunkte und zudem seinen Posten. Ich denke, als erzkonservativer, polarisierender Politiker, darf er sich darüber nicht wundern. Diesen Mann brauchte Deutschland nicht und es ist gut, dass er politisch nichts mehr zu melden hat! Warum ich dieser Meinung bin, könnt Ihr auch HIER nachlesen.
Die FDP durfte bei diesen Wahlen nicht all zu viel erwarten. In BW schafften sie gerade eben noch den Einzug, während sie in RLP aus dem Parlament flogen. “Wir haben verstanden!”, sagte FDP-Chef Westerwelle gestern auf der Pressekonferenz in Berlin. Was die Parteilenker “verstanden” haben wollen, versuchte er auf Nachfrage zu erläutern. Das Handeln der Liberalen wird zeigen, was sie vom Wähler tatsächlich gelernt haben, denn “verstanden” haben die FDP-Oberen schon öfter, nur haben sie offenbar noch keinen Weg gefunden, das umzusetzen, was geändert werden sollte, wenn überhaupt ernsthaft Änderungen geplant sind/waren. Taten sagen mehr als Worte!
Die LINKE spielt in beiden Parlamenten überhaupt keine Rolle, daher kein weiterer Kommentar von mir an dieser Stelle.
Richtig freuen, und das wohl zurecht, dürfen sich BÜNDNIS’90/DIE GRÜNEN. Fulminante Stimmenzuwächse in beiden Bundesländern, wobei jene Themen den Grünen natürlich zugute kamen, die den Menschen derzeit besonders Angst und Wut bereiten: “Atom” und “Stuttgart 21″ (S21)! Die Menschen haben die Nase voll, sich alle politischen Entscheidungen einfach vorsetzen zu lassen, ohne dass man ihre Bedenken anhört und in die Entscheidung mit einfließen lässt. Jetzt bekommt wahrscheinlich der Spitzenkandidat der GRÜNEN, Winfried Kretschmann (KLICK), die Chance, als erster grüner Ministerpräsident zeigen zu können, wie grüne Politik in der Realität aussehen kann. Und das in einem konservativen Urland in Deutschland. Wir dürfen gespannt sein…
Jedenfalls haben uns beide Wahlen deutlich gemacht, dass in diesem Land inzwischen alles möglich ist. Die Wähler erkennen ihre Macht der Stimme wieder und das treibt die Wahlbeteiligung hoch. Demokratie scheint wieder Spaß zu machen, wir sehen es an historisch zu bezeichnenden Veränderungen und das ist gut so!
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