Das Straßenfest
Nach der Verleihung der Kompassnadel und dem Wechsel in legerere Kleidung, gehe ich immer auf das Straßenfest. Es ist eine Mischung aus Fressmeile, Verkaufs- und Infoständen und verschiedenen Bühnen, auf denen Unterhaltungs-Programme, politische Reden und Gesangseinlagen geboten werden. Die Kölner bekommen diese Mischung aus Party und Demo wirklich ausgezeichnet hin, ohne dass es zwischendurch langweilig wird.
Zur Finanzierung des CSD werden unter anderem “Soli-Bändchen” verkauft. Jeder gibt dazu den Betrag, den er/sie bereit ist zu geben. Die Farbe des Jahres 2010 war grün. Meist sind auch die Bänder aus den Vorjahren zu bekommen, was das Handgelenk recht bunt aussehen lässt
Am Samstag herrschte fast unerträglich drückende Hitze in der Stadt, was wohl mit der Grund dafür war, dass der Heumarkt gegen 15:00 Uhr nicht so voll war, wie in den letzten Jahren. Ich bekam Hunger und wollte zudem das Fussball-WM-Spiel Deutschland vs Argentinien sehen. Gerade wollte ich das Hotel verlassen, um mir in der benachbarten Pizzeria mein Essen zu bestellen, als der große Regen los ging. Alter Schwede! Das waren Wassermassen,
die da plötzlich durch die Stadt fluteten und die Bühnenprogramme des Straßenfestes mussten für 2 Stunden unterbrochen werden. Die Plätze waren leer, alle Besucher versuchten, sich in den angrenzenden Kneipen unterzustellen. 2 Blitze schlugen in den Kölner Dom ein (Der himmlische Zorn aufgrund der Enthüllungen aus der katholischen Kirche der letzten Monate???
) und es kam zu einem Wasserschaden in der Kirche.
Als der Regen endete, holte ich mir schnell die Pizza und legte mich dann während der ersten Halbzeit ins Bett. Ein Glück, denn ich hatte von Freitag auf Samstag schon viel zu wenig geschlafen und mein Kreislauf ging auf und ab. Nach einer Stunde, beim Jubel über das 2:0, wurde ich wieder wach
Das war in Köln unüberhörbar, wie jeder andere Torchance für beide Seiten auch
Ein weiteres Mal ging ich auf die Plätze der Stadt, schaute mir die Stände an, fand das “Handtaschen-Torwand-Werfen”
trank hier mal ein Bier und dort mal, traf Andi, einen Twitter-Bekannten
und bereitete mich dann schließlich auf die Party am Abend vor.








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