COLOURS-Party
Der Samstagabend ist immer unsere Partynacht. Allein deshalb lohnt es schon, sich ein Zimmer zu nehmen, denn würde man Samstag und Sonntag hin und herfahren, kommen ebenfalls schnell soviele Euronen zusammen, dass sich ein Zimmer allemal lohnt.
“IT’S SO FUCKING BIG!” lautet das Motto der größten CSD-Party in Köln, der COLOURS-COLOGNE, die auch dieses Jahr wieder in der Kölner Arena stattfand.
Letztes Jahr sollen über 8.000 Partypeople dort gewesen sein. Bisher konnte ich mir nicht vorstellen, auf so einem Mega-Event Spaß haben zu können, aber als ich zum Jahreswechsel 008/009 etwas günstiger an die Karten rankommen konnte, dachte ich, versuchen wir es doch einfach mal.
Der Normalpreis an der Abendkasse lag irgendwas um die 30,00 €, das ist schon happig! Die Getränkepreise liegen bei 3,00 € für ein Bier und bei 7,00 € für z.B. ein Wodka-Red-Bull! Köln ist ja immer n bissel teurer, was Party-Erfrischungen angeht, aber im Vergleich zu 1,60 € für ein Kölsch in der Innenstadt, ist das schon heftig. Christian weigerte sich dann auch, diesem Kommerz nachzugeben…
Es gab diverse Areas. Die beeindruckendste war natürlich die Main-Area, also das große Innenareal der Arena.
Dort wurde überwiegend House von internationalen Top-DJs gespielt, nicht gerade meine bevorzugte Dance-Mukke. Dennoch war es schon faszinierend, was hier abging.
Lichtspiele, Danzzer und ein Karussel gaben dem riesigen Raum massig Leben bis in den letzten Winkel.
Dennoch war mir das alles einfach zu überdimensioniert. Klar, imposant war es, keine Frage, aber die Leute liefen wie ein Rudel Ameisen durcheinander. Es gab keine Richtung, alles schien chaotisch zu sein, jeder lief so, wie er/sie gerade wollte.
Der DJ-Pult war auf einer riesigen Empore aufgestellt, an deren Fundament das Fußvolk zappelte.
Von der Main-Area aus gingen wir uns das Cruising-Areal anschauen. For MEN ONLY natürlich und ich möchte nicht wissen, wieviele Frauen D A mal gerne reingehen würden *LOL*
Naja, was man(n) so Cruising-Area nennt…Gitter-Bauzäune mit schwarzer Folie abgeklebt, relativ hell beleuchtet und wenn irgendwo was abging, standen gleich massig Männer drumrum oder davor und….schauten zu!
Auch hier nichts Neues im Trendbereich Sex, Zuschauen und inaktives Cruisen wird ja auch ind en Saunen immer beliebter…ausser in den dunkelsten Ecken!!! Richtig viel lief da auch (noch) nicht und ein bisschen was Prickelnderes, so rein atmosphärisch, hätte ich mir da schon gewünscht, vorausgesetzt, ich hätte da eine Massenorgie mitmachen oder auslösen wollen *LOL*
Weiter in die Indie-Musik-Zone, die mir die kleinste Area zu sein schien.
Christian schwang kurz das Tanzbein zu Depeche Mode, während ich mich eine Etage höher aufmachte, um die dortigen Räumlichkeiten zu erkunden. Mehr als einen Ausgang konnte ich aber nicht entdecken…
Weiter ging es in die Pop- und Rock-Area. Mal abgesehen von dem fasersplitternackten Mann am Eingang, der seine dortige Anwesenheit sichtlich genoss, war dies wohl die für mich tanzbarste Location. Übersichtlich, nicht zu voll, aber ein Betonboden, der für meine Art zu Tanzen nicht gerade optimal war
und eine ziemlich stickige Luft
hoben die Vorteile aber wieder auf.
In die VIP-Area kamen wir natürlich nicht
Brauch’ ich aber auch nicht
Die Aussenlocation war noch ganz angenehm. Viele Sitzbänke und bei der milden Sommernacht tat die Abkühlung mal ganz gut.
So richtig kam ich in der Arena nicht auf Touren. Wirklich schade, hatten wir doch in den Vorjahren die KINGS & QUEENS-Party im Bootshaus immer sehr geschätzt und genossen. Leider fand die K & Q dieses Jahr aber im Gloria statt. Dort war ich erst einmal auf einer CSD-Abschluss-Party vor ein paar Jahren, die mir aber damals gar nicht gefallen hatte.
In der Arena war mir das irgendwie alles zu…ja, was war das für ein Gefühl? Gerenne? Zu groß? Zu unübersichtlich? Zu dunkel? Zu hektisch?
Nein, diese Veranstaltung hat meiner Meinung nach überhaupt keinen Party-Charakter, sondern ist, wie sie sich auch anpreist, ein Mega-Event! Wenn ich tanzen will, gehe ich nicht in die Arena. Ich weiss nicht, wer da warum hingeht, vielleicht sind es auch Viele, die sich auch nur eine Meinung bilden wollen. Als wir letztes Jahr aus dem Bootshaus zurück ins Hotel fahren wollten, trafen wir auf einen Besucher, der gerade wieder zurück zum Re-Entry in die Arena fuhr. Auch er war wenig begeistert, aber ich finde, man muss sich immer selbst ein Bild von etwas machen, bevor man dazu den Schnabel aufreisst.
Und meine Meinung kennt Ihr ja jetzt. Ich habe diese Party mal erlebt und einmal reicht mir ehrlich gesagt. 2010 geht es wieder auf die konventionelleren Parties mit Atmosphäre, die finde ich besser und persönlicher














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