Politik & Gesellschaft

Zum Kotzen: Pädophiler Priester hält Kinder-Messe im Bistum Trier

Missbrauch durch Mitarbeiter der katholischen Kirche

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Ein pädophiler Straftäter wird aus der Haft entlassen. Er findet eine neue Wohnung. Die Nachbarn erfahren, was er verbrochen hat. Sie gehen auf die Straße, wollen den neuen Nachbarn weg haben, ihre Kinder nicht einer optionalen Gefahr aussetzen. Sie haben Angst. Der Protest wird größer, öffentlicher…verständlich und nachvollziehbar, selbst für mich, der keine eigenen Kinder hat.

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, erscheint es mir unglaublich, was sich die katholische Kirche im Bistum Trier im Umgang mit pädophilen Tätern in ihren eigenen Reihen erlaubt! Und das, obwohl seit eineinhalb Wochen (KLICK) in den Medien bekannt ist, dass der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, einige, es wird von sieben berichtet, Priester in seinem Bistum weiter beschäftigt, obwohl er als Missbrauchsbeauftragter eine “Null-Toleranz-Linie” verkündet hatte.

Wer unter Beobachtung der Medien steht, sollte sensibel, gerade mit den Themen Missbrauch und Pädophilie umgehen. Stattdessen agieren Vertreter des Bistum Trier, als würde es in einem moralfreien Raum innerhalb unseres Landes existieren. Die Empörung der Öffentlichkeit ist dem Bistum scheinbar völlig egal, sie ziehen ihre Linie durch!

Vor zweieinhalb Wochen hat wohl ein 1995 verurteilter Kinderschänder im Priesteramt, eine Messe mit Kindern zelebriert. Nach den kirchlichen Richtlinien ist dies verboten (KLICK)!

Der Priester habe die Messe mit Kindern im Kommunionsalter in Vertretung gehalten, obwohl er eigentlich nicht in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden darf. Auch habe er, den Angaben der bischöflichen Pressestelle zufolge (n-tv berichtet darüber HIER), nicht gewusst, dass Kinder sein Publikum sind. Noch am 20.März 2012 hatte die Süddeutsche Zeitung Ackermann zitiert, dass keiner dieser Priester in der Kinder- und Jugendarbeit beschäftigt sei (KLICK). Will ich dem Herrn Bischof hier keine Lüge unterstellen, hat er wohl seinen Laden, bzw. die Pädophilen in seiner Amtskirche, nicht unter Kontrolle!

Eigentlich sollen die Täter im “eingeschränkten Einsatz unter Auflagen” (KLICK) beschäftigt sein. Sieht so der “eingeschränkte Einsatz” aus? Und wie versteht die katholische Kirche in Trier diese “Auflagen”???

In der Stellungnahme der bischöflichen Pressestelle wird durch den Einsatz des Pädo-Priesters “keine Gefahr für die Kinder” gesehen. Allerdings hat die Kirche Verständnis, dass “die Eltern der Kinder den Fall für problematisch halten”! Weiter heisst es (Zitat n-tv):

“Der Vorfall und die Reaktionen zeigen, dass wir uns der Frage, ob und wie jemand weiter glaubwürdig als Priester arbeiten kann, wenn er Missbrauchstäter geworden ist, weiter zu stellen haben”

Das sind die üblichen Formulierungen, mit denen die Kirche gerade den Opfern immer wieder vor den Kopf stößt, weil sie sich verbalen Formulierungen bedient, die alles andere als eine konsequent verfolgte Linie im Umgang mit den Tätern erkennen lassen. Auch zwei Jahre nach der Veröffentlichung vieler Missbrauchsfälle…

Aber sagen die Richtlinien der katholischen Kirche nicht etwas anderes??? War nicht von einem Verbot nach kirchlichen Regeln die Rede (siehe oben)???

Was ist das hier? Nicht nur, dass die katholische Kirche mit diesem Handeln, aus meiner Sicht, den Focus auf mehr Verständnis für die Täter richten will und damit die Leiden der Opfer in den Hintergrund drängt, nein, ich fühle mich von einem solchen Verhalten schlicht und einfach belogen und verarscht!

Ist es verwunderlich, dass mir die Frage in den Kopf schießt, wie weit dem Pädophilen-Priester wohl der Talar Abstand, als er die Messe hielt???

Soll ich hier Verständnis für Täter aufbringen, wenn die katholische Kirche, zumindest im Bistum Trier, mit ausgerechnet dem Missbrauchsbeauftragten der katholischen Kirche in Deutschland, derart frech, verletzend und verständnislos mit den Gefühlen der Opfer umgeht???

Was mich einmal mehr erschreckt, ist dieses absolut rücksichtslose, moralisch empfunden, verkommene Verhalten von Vertretern einer Institution, die aus den Veröffentlichungen des Jahres 2010 nichts gelernt hat und die für sich in Anspruch nimmt, die Moral mit Schaufeln gefressen zu haben!

Wo ist der kontrollierende Staat?
Wo sind Sanktionen?
Wo werden die Regeln konsequent eingehalten, die sich die katholische Kirche im Umgang mit pädophilen Angestellten angeblich selbst auferlegt hat?

In meinen Augen erscheint das alles als freche Maskerade, um aus den Schlagzeilen der Medien zu kommen. Wer ernsthaft aufklären, konsequent handeln und glaubwürdig agieren will, macht es einfach anders, als der Missbrauchsbeauftragte!

Warum mir jedes Mal beim Anblick eines katholischen Priesters, Bischofs, Kardinals oder gar des Papstes schlecht wird, muss wohl niemanden mehr wundern! Leider fällt es mir schwer, keine Verallgemeinerung aufkommen zu lassen, obwohl ich natürlich weiss, dass gerade die kirchlichen Mitarbeiter an der Basis schwer mit dem Verhalten ihrer “Spitzen-Angestellten” zu kämpfen haben.

Andererseits steht die katholische Kirche für mich, und nicht nur in Deutschland, für einen Haufen von Menschen, die immer offensichtlicher ihre eigenen Moral- und Glaubensrichtlinien verraten, diese zwar den einfachen Menschen als das Non-Plus-Ultra und als Lebensrichtlinie predigen, sie aber selbst in ihrem Sinne und zu ihrem Vorteil im Handeln, zurechtbiegen. Das ist für mich keine ernsthaft glaubwürdige Religionsgemeinschaft und deren Führer sind nichts anderes als schwächliche Charaktere, die versuchen, mit aller Verbalgewalt den Untergang ihrer altertümlich orientierten Kirche zu verhindern!

Die Reaktion vieler Gläubiger ist eindeutig und aus meiner Sicht richtig: Sie verlassen die katholische Kirche in Scharen und entziehen ihr so nicht nur die moralische Unterstützung, sondern auch wichtige finanzielle Mittel. Traurig nur, dass darunter die Gemeinden und die Mitarbeiter an der Basis leiden müssen. Oder glaubt hier jemand, dass die rot gewandeten Kirchen-Fürsten, und man nennt sie ja nicht umsonst so, einen Sonntagsbraten weniger essen???

Die katholische Kirche, und das ist heute ihr größtes Problem, hat ihre Glaubwürdigkeit verloren, hat ihr größtes Pfund geopfert, die Möglichkeit des Hinweises auf moralische Werte und ein moralisch geführtes Leben. Die Vertreter dieser Organisation werden nicht mehr als Vorbilder angesehen und sie haben sich den zerstörten Ruf der katholischen Kirche selbst zuzuschreiben. Es ist nicht die “böse Presse”, es sind keine Kirchenfeinde von aussen, keine Ketzer, keine Hexen mehr, es sind die Bischöfe, Kardinäle und der Papst selbst, es sind ihre unsäglichen Formulierungen, ihr gefühlskalter Umgang mit eigentlich sensiblen Problemen, mit denen die Kirchenoberen immer und immer wieder Menschen vor den Kopf gestoßen haben und davon haben die Gläubigen mehr und mehr die Schnauze voll.

Ich würde mir einmal mehr wünschen, dass der Staat hier mehr Kontrolle auf die Kirche ausüben würde. Es kann einfach nicht sein, was da im Bistum Trier zur Zeit abgeht und auf welche Art das Verhalten gerechtfertigt und kommuniziert wird.

Weitere Meinungen zum Thema:

The European

SPREEWILD- Die Jugend- und Schuleseite der Berliner Zeitung

Ein besonderer Dank geht außerdem an einen weiteren Menschen, der jetzt ganz sicher weiss, dass ich ihn meine! ;-)

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Wahl an der Saar – FDP bedeutungslos!

CDU 35,2 (34,5) Prozent.
SPD 30,6 (24,5) Prozent.
Linkspartei 16,1 (21,3) Prozent.
Piratenpartei 7,4 (0,00) Prozent.
Grüne/Bündnis90 5,0 (5,9) Prozent.
FDP 1,2 (9,2) Prozent.
(Vorläufiges amtliches Endergebnis: Quelle)

So! Und, wen wundert`s? Seien wir doch mal ehrlich:

Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer (CDU) erwies sich als gute Strategin und hat die Wahl für sich entscheiden können.

Heiko Maas (SPD) hat viel geholt, aber sein Ziel, selbst die Regierung führen zu können, nicht erreicht. Über 6% Plus sind gut, aber eben nicht gut genug für die große schwarze Konkurrenzpartei.

Die Piratenpartei profitiert von der Unzufriedenheit der Nichtwähler (KLICK) und klaut allen Parteien ein paar Stimmen (KLICK), was sie in den Landtag bringt. Kritiker gibt es bei allen Etablierten, da ist genügend Platz für die Piraten. Nicht nur an der Saar…

Die Linkspartei mit ihren sozialistischen Phantasien verbucht trotz ihres Saar-Super-Stars Lafontaine satte Einbußen. Gerade ER sollte sich mal etwas zurücknehmen und nicht weiter träumen.

Die  Grünen, im Saarland noch nie sonderlich stark, zudem in wichtigen Personalien mit Vertretern besetzt, die, aus meiner Sicht, ein zuweilen merkwürdiges, politisches Verhalten an den Tag legen, sind haarscharf, mit gerade einmal 185 Stimmen mehr als nötig, über 5%-Hürde gehüpft.

Und die FDP? 1,2% nennt man dann wohl wirklich “Bedeutungslosigkeit”, zumindest im Jahr 2012 und im Saarland! Sie werden abgestraft für eine Berliner Politik, in der die Liberalen aber auch wirklich alles falsch gemacht haben, was sie falsch machen konnten. Wobei ich gerade überlege, ob das Wort “LIBERAL” in Zusammenhang mit der FDP noch die richtige Umschreibung ist. 1,2% sind so gut wie nix mehr!

Erinnern wir uns doch an die vollmundigen Wahlversprechen des Herrn Guido Westerwelle bei der Bundestagswahl 2009. Dass seine Wählerklientel die Schnauze voll von der blau-gelben Partei hat, kann ich sehr gut nachvollziehen. Dass selbst manch ein FDP-Verband oder eine FDP-Fraktion sich in Auflösung befindet, halte ich dann auch für folgerichtig und konsequent. Gerade im Saarland nahmen die Zustände bei der FDP katastrophale Verhältnisse an. Sicher auch ein Grund, aber nicht der Alleinige für den Stimmen-Einbruch. Wenn diese Partei es in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen bei den Landtagswahlen am 06. und 13.Mai nicht schafft, aus diesem Tief heraus zu kommen, ist eine Reaktion in Berlin nicht mehr abzuwenden. Das war`s dann!

Welche Partei in Deutschland vertritt eigentlich zur Zeit den Begriff “LIBERAL”??? Mir scheint, er ist in den letzten 18 Monaten von der FDP zu den Grünen geflohen und übergesprungen, dort beim Aufprall zersplittert und in Teilen bei den Piraten gelandet. Wenn LIBERAL für freiheitliche Bürgerrechte steht, dann dürfen Grüne und Piraten durchaus die FDP beerben. Wer braucht dann noch die Blau-Gelben?

Und wer kann dann ernsthaft die Ministerriege einer Splitter-Partei in einer Regierung dulden, die unter völlig anderen Voraussetzungen zusammen geraten war? Das wird selbst Merkel nicht mehr vom Tisch wischen und aussitzen können, wenn die Wählerflucht weiterhin derart panikartig anhält. Die Macht der FDP in der Regierung und im Parlament entspricht seit längerem nicht mehr dem Wählerverhalten im Lande. Spätestens am 13.Mai muss dann die Frage nach der Berechtigung der momentanen Abgeordneten-Stärke dieser geschrumpften Mini-Gruppierung in der deutschen Parteienlandschaft, auch im Reichstag ernsthaft hinterfragt werden!

Bis dahin darf die FDP politisch (noch) überleben… :twisted:

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Katholischer Missbrauchs-Beauftragter im medialen Focus

Am Ende dieses Blog-Beitrages findet Ihr eine Petition zur Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch, um deren Unterstützung ich bitte!

Missbrauch durch Mitarbeiter der katholischen Kirche

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Die Art des Umgangs mit pädophilen Tätern im kirchlichen Umfeld seines Bistums, bringt den Missbrauchs-Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann aus Trier, in der Öffentlichkeit zunehmend unter Druck. Inzwischen hat ein Bericht (endlich) auch den Weg in das ZDF-Nachtmagazin gefunden (KLICK), wobei ich finde, das Thema gehört nicht nur in die Nacht-Nachrichten, sondern in die Hauptnachrichten-Sendungen von “Tagesschau” und “heute”!

Worum es genau geht, könnt Ihr HIER und HIER noch einmal nachlesen.

Zahlreiche überregionale Tageszeitungen (taz, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG, SPIEGELonline…) haben bereits über die diskussionswürdige Auslegung Ackermanns “Null-Toleranz-Linie” berichtet.

An dieser Stelle möchte ich Euch auch auf eine Petition an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte aufmerksam machen, die ich bereits mit meiner Zeichnung unterstützt habe und für die ich um weitere Unterstützer/innen werben möchte. Darin geht es um die Aufhebung der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch im Zivilrecht. Ihr findet den Zugang zur Petition HIER !

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Der Herr Missbrauchs-Beauftragte und die Täter

Missbrauch durch Mitarbeiter der katholischen Kirche

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Zunächst möchte ich Euch heute einen Blog von Missbrauchs-Betroffenen vorstellen, von Menschen, die nicht mehr schweigen wollen, die den Mut hatten, aufzustehen und zu sagen: ICH BIN MISSBRAUCHT WORDEN, ICH BIN EINES DER OPFER: MissBiT !
Wenn Ihr auf DIESER SEITE runterscrollt, lest Ihr zwischen dem Domradio-Interview mit Bischof Ackermann, welche Empfindungen ein Betroffener hatte, als er die “Verteidigungsrede” des Missbrauchs-Beauftragten las. Wirklich ergreifend und wenn ich dagegen die Worte des Kirchenmannes dagegen halte, wird mir, sorry, speihübel :evil: ! Selbst ich, als Nichtbetroffener, empfinde seine Worte als neuerlichen Schlag ins Gesicht aller Missbrauchs-Opfer!!!

Nun zu meinen Gedanken:

Es ist einfach unglaublich und das Thema geht mir, auch wenn es Einige nerven mag, nicht aus dem Kopf! Der Grund ist die ungeheuerliche Kälte und emotionale Rücksichtslosigkeit gegenüber den Missbrauchten und die Dreistigkeit, mit dem wieder einmal ein höherer Kirchenmann der katholischen Glaubensgemeinschaft an die Öffentlichkeit geht. Nein, nach 2010 haben Vertreter der katholischen Kirche eben NICHTS gelernt, das beweist mir das Bischofs-Interview.

Ich selbst habe schon vor längerem den Glauben daran verloren, dass katholische Kirchenvertreter, die im System eingebunden sind, überhaupt noch emotional sein können, zum Beispiel auf einer Beerdigung, einer Taufe oder einer Hochzeit. Wie Beerdigungen von katholischen Priestern/Pastoren “abgehandelt” werden können, musste ich in meinem Leben selbst schon zweimal erleben. Das reichte vom Verwechseln des Namens des Verstorbenen beim Vortragen der Trauerrede bis hin zu einer unglaublich konservativen Trauerrede, die alles andere als dem Willen und dem Leben der Verstorbenen und deren Hinterbliebenen entsprach.
Ja, es mag sein, dass ich guten Geistlichen gerade Unrecht antue, sorry, ich weiss, es gibt Euch, aber ich habe eben mehr emotionsfragliche Verhaltensweisen kennengelernt, die eindeutig zu manch einem unnachvollziehbaren “Spruch” von Ratzinger, Marx, Meissner, Overbeck und jetzt auch Ackermann passen.

Der Trierer Bischof Ackermann, aktuell Missbrauchs-Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, beschäftigt nach SPIEGELonline-Recherchen mehrere Pädophile in seinem Bistum. Ackermann besitzt die Verfrorenheit, in einem Interview mit dem KÖLNER DOMRADIO zu äussern, dass der SPIEGEL wohl beabsichtige, eine “neue Empörung” mit “bereits bekannten Tatsachen” in der öffentlichen Diskussion erzeugen zu wollen. Dass es bei dem Artikel eher um IHN, seine Rolle als Missbrauchs-Beauftragten geht und (s)einer besonderen Verantwortung dabei, blendet der Bischof völlig aus.

Desweiteren lese ich in dem Interview fast nichts von den Opfern! Über die Täter und dem Umgang mit ihnen, lässt sich Ackermann gerne aus, aber was ist mit den Opfern, die wissen, dass dort im Bistum Menschen arbeiten, die sie als kleine Kinder angegrapscht und verführt haben, ohne dafür bestraft zu werden, weil alle Taten verjährt waren? Und nun erleben sie, wie diese Pädophil-Bestien unbehelligt einem Job nachgehen können und das beim selben Arbeitgeber, wie zu dem Zeitpunkt, als die Straftaten ausgeführt wurden. Das muss doch jedem einigermaßen mit Emotionen ausgestatteten Menschen klar sein, welche Wut damit provoziert wird…

Das sind feine Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland, die vor laufenden kirchenexternen Fernsehkameras von “Bedauern” und “Wiedergutmachung” und einer “Null-Toleranz-Linie” sprechen, und dann, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat, wieder in eine “Täter-Integration” unter dem Deckmantel von “Güte und Vergebung” zurück fallen. WIDERLICH nenne ich das!

Pädophile Taten müssen massive Konsequenzen für die Täter haben! Die Opfer leiden ein Leben lang, aber die Täter sollen gestreichelt und integriert werden. Was ist das für eine Verantwortung, die uns die katholische Kirche hier zeigt???

Dass Ackermann als “Missbrauchs-Beauftragter”, wahrscheinlich nicht nur in meinen Augen, spätestens jetzt kaum noch glaubhaft ist, scheint der Bischof von Trier nicht verstanden zu haben. In dieser Position muss man seinen Bereich sauber halten, nur dann kann man auch nach aussen hin tatsächlich Glaubwürdigkeit vermitteln. Alles andere ist eine Farce! Auch Politiker wissen das inzwischen. Aber auch im Domradio-Interview gibt es keinerlei Hinweis auf ein Bedauern, auf die Gefühle der Opfer, die ein solches Verhalten als unerträglich empfinden müssen und sich ganz sicher wieder in das Jahr 2009 zurück versetzt fühlen!

Ja, somit ist es richtig, dass der SPIEGEL das Thema jetzt wieder in die öffentliche Diskussion einbringt. Es ist gut, denn seit 2010 ist alles anders und das muss auch der Haufen katholischer Führungskräfte begreifen, der sich in seiner Besinnlichkeit derzeit erneut gestört fühlt! Oh, sorry, Ihr Herren :twisted: !

Hat sich wirklich etwas geändert im Verhalten der katholischen Kirche in Deutschland gegenüber pädophilen Straftätern? Ich bin nicht überzeugt und mir fehlt von Seiten der verantwortlichen Kirchenvertreter der Wille, hier glaubwürdig und ernsthaft erscheinen zu wollen. Artikel, wie der von SPIEGELonline, decken nur Fakten auf, die von Ackermann schließlich zum großen Teil bestätigt wurden. MIR war das nicht bekannt!

Dass man in dieser Organisation, der Ackermann angehört, nicht gerne öffentlich über Tabu-Themen spricht und dies als Verrat oder gar Angriff auf die arme, leidende Kirche ansieht, hat unter anderem das Outing von David Berger (INFO) gezeigt.

In Deutschland leben wir in einem Rechtsstaat, nicht in einer Theokratie, wie im Vatikan und hier gelten Gesetze, die für alle Bürger gelten. Nur hat die katholische Kirche hier wohl leider eine Sonderstellung und ich bedaure zutiefst, dass nach Aufdeckung der Missbrauchsfälle im Jahr 2010, hier keine breite gesellschaftliche Diskussion entfacht wurde, inwieweit es neben dem Zivil- und Strafrecht auch weiterhin noch ein Kirchenrecht geben darf! Für mich ist dieser Gedanke unerträglich! Ich finde, es gibt genügend Beispiele, die uns Bürgern gezeigt haben, dass Kirchenführer nicht in einer abgeschotteten Welt leben dürfen, sondern Teil unseres Staates sind, solange sie Deutsche sind und hier leben. Es gibt da einfach zuviele Privilegien, die abgeschafft gehören!

Das ist meine Meinung und dazu stehe ich!

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Pädophile im Bistum beschäftigt – Trierer Bischof Ackermanns Rechtfertigung

Wie ich befürchtet hatte, schaffte es die Nachricht am Sonntag nicht in die breite Öffentlichkeit, dass der Missbrauch-Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz,  der Trierer Bischof Stephan Ackermann, Pädophile in seiner Diözese beschäftigt (LIES NOCHMAL).

Also traf die Recherche von SPIEGELonline, wie von mir vermutet, zu und der Bischof sah sich genötigt, den Medien eine Stellungnahme zuliefern. Das Interview gab er dem Kölner Domradio. Praktisch, beim Domradio kann man sich sicher sein, dass kritisches Nachfragen eher unwahrscheinlich ist :-P . Das Ergebnis könnt Ihr HIER NACHLESEN.

Tja, soll ich dazu jetzt was schreiben oder diese Rechtfertigung einfach unkommentiert stehen lassen? ;-) Ihr wisst ja, wie ich darüber denke und ich mag keine Wiederholungen. Eins nur: Konsequent die “Null-Toleranz-Linie gegenüber Tätern” umsetzen, denke ich, geht anders :twisted: !

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Ruhrgebietsarmut vs. Solidarpakt – Kompliziertes System!

Förderturm Zeche Zollverein in Essen

Förderturm Zeche Zollverein in Essen

Da dachte ich gestern: Ach, wie einfach, die Oberbürgermeister armer Städte aus dem Ruhrgebiet stellen einfach die Zahlungen zum Solidarpakt ein und gut is! Nix is! Die Sache stellt sich als komplizierter heraus, als der Normalbürger sich ein solches System wünschen würde.

Schuld daran ist natürlich wieder einmal der Aufbau und die Hierarchie unseres Staates: Bund, Länder, Gemeinden! Wer sich wünscht, dass der Bund Gelder aus dem Solidarpakt einfach umleitet und sie westdeutschen Gemeinden zukommen lässt, hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. DER sind nämlich die Länder und wenn es um Länderförderung geht, stehen die westdeutschen immer noch viel besser da, als die ostdeutschen LIES MAL HIER .

Ja, so einfach ist das. Oder kompliziert. Oder schlicht gesagt: Unlogisch für uns Normalbürger! :evil: Und wer macht was dagegen? NIEMAND! :-P

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