Internet
Foursquare: Adé!
Jemandem Foursquare (FQ) zu erklären ist nicht schwer. Den Sinn des ganzen Systems zu vermitteln schon viel eher, erst recht, wenn der User nicht mehr ganz hinter dieser eigentlich guten Idee steht…
Fast 1.700 mal war ich bei Foursquare eingeloggt, ich habe ein paar “Mayor”-Titel und eine begrenzte Anzahl an Freunden. Das einzige Problem: Mir bringt FQ jetzt keinen Fun mehr!
In den letzten Tagen habe ich mich mit ein paar Leuten über FQ unterhalten. Dabei ist mir klar geworden, dass mir das Einloggen und Angeben der Orte, an denen ich mich gerade befinde, überhaupt nichts bringt/gibt! Die Leute, die ich kenne und mit denen das dann auch richtig Spaß bringen würde, sind leider mobil nicht online, weil sie keinen Sinn darin sehen. Da FQ noch ein Schritt weiter ist, sollte klar sein, dass dieses System bei ihnen gar nicht ankommt. Auch auf Twitter scheint es einige User schon zu nerven, wenn da in der Timeline dauernd steht “I am at…”.
Eigentlich hat der Dienst ja den Sinn, Freunden zu zeigen, wo man sich gerade aufhält und wenn jemand in der Nähe ist, könnte man sich treffen. Das habe ich aber nie erlebt und die Aussicht, das mal in Zukunft zu erleben, ist wohl gleich null.
In den USA erhalten die Mayor, also jene, die sich an einem Punkt/bei einem Geschäft am häufigsten eingeloggt haben, irgendeinen “Goodie”. In Deutschland jagt man nur Punkten hinterher, die man für’s Einloggen bekommt und versucht damit, den nächst höheren in der Rangliste der “Freunde” zu überholen. Schönes Spielchen, aber auf Dauer ziemlich langweilig, weil kein wirklicher “Sieg” erkennbar ist und wer spielt schon gern, wenn er nicht gewinnen kann???
Außerdem beklage ich mich immer über die Datensammelwut von Facebook, Google und Co und dann teile ich jedem mit, wo ich mich aufgehalten habe? Irgendwie nicht sehr konsequent und für ein “Spielchen” einfach viel zu wertvoll!
Also habe ich mich abgemeldet, die App gelöscht und neuen Speicherplatz auf meinem Smarty geschaffen. Fertig!

Wie das Internet Geschäfte revolutioniert oder: Der nahende Untergang der Unternehmer, die den Fortschritt verschlafen haben!
Gerade bekam ich einen Anruf. Es war eine alteingesessene Druckerei, die mir Ihren Service anbot. Da ich zur Zeit tatsächlich Printmaterial plane, kam mir der Anruf gelegen. Und dann: Auf meine Frage, ob sie mir eine Preisliste zuschicken könne, musste die Dame tatsächlich passen!
Daraufhin konfrontierte ich die Verkäuferin mit der Konkurrenz im Internet. Wieso habe ich da die Möglichkeit, an alle für mich nötigen Informationen zur Preisfindung zu kommen, bei ihr aber, die ich doch gerade persönlich am Telefon habe, bekomme ich keinen Preis genannt. Dabei half ich ihr noch, indem ich einige Punkte meiner Planung nannte. Sie meinte, ich müsse dazu mein definitives Projekt zur Druckerei schicken und dann könne man mir ein Angebot unterbreiten!
Tja, wie schnell man doch einen optionalen Kunden, der zudem auch noch aktuell plant, Material zu ordern, verlieren kann, bewies diese Verkäuferin. Wäre sie auf Zack gewesen, hätte sie mich mit der Verkaufsabteilung verbunden, von der ich vielleicht ein Preisangebot erhalten hätte. So aber werde ich mich im Internet informieren und sobald ich einen akzeptablen Preis habe, den ich für korrekt halte, schlage ich zu, ist doch klar!
Wer macht sich denn die Mühe, dann noch bei einer Druckerei in der Stadtmitte persönlich nachzufragen? Das dauert wieder mindestens ein oder zwei Tage, wenn man per E-Mail-Anfrage überhaupt eine Antwort erhält!!! In der Vergangenheit hatte ich bei Gelegenheit eh schon Preise bei Druckereien eingeholt, die allerdings weit höher waren, als die Angebote aus dem Internet!
Bei den Druckereien ist es wie mit vielen anderen Geschäftszweigen, die mit dem Internet als Konkurrenten zu kämpfen haben. Zuerst litt die Musik-Industrie, aktuell die Film- und Buchdruck-Industrie und immer häufiger verschwinden inzwischen auch Handwerksbetriebe, die es versäumt haben, ja geradezu für überflüssig hielten, sich einen Internet-Firmen-Auftritt schneidern zu lassen. Das rächt sich in einer Zeit, in der zahlungskräftige Kunden immer häufiger “googeln” und sich Angebote via Netz zukommen lassen.
Was ich auch heute wieder feststellen musste, die alteingesessenen Unternehmen, die heute mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, sind schlicht zu unflexibel und wissen nicht mehr, wie sie auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters reagieren sollen.
Wieso hatte die Telefon-Verkäuferin keinen ungefähren Preis für mich?
Wieso hat sie mich nicht weiter geleitet???
Sie ließ mich einfach so gehen!
Liegt es nicht vielmehr daran, dass sie gar keine Möglichkeit hatte, mich als Kunden zu locken??? Fast glaubte ich sowas wie Verzweiflung in ihrer Stimme hören zu können, weil sie mir an dieser Stelle wohl nicht weiterhelfen konnte. Wer als Unternehmer seinen Mitarbeitern nicht genügend Material in die Hand gibt, um potenziellen Kunden auch gleich ein Angebot unterbreiten zu können, hat verloren. Wer die Konkurrenz im digitalen Markt nicht beobachtet, wer nicht auf die Angebotsmöglichkeiten der Konkurrenz reagieren will oder, was noch schlimmer ist, reagieren KANN, der sollte sein Gewerbe einstellen und wieder abhängig beschäftigt sein Geld verdienen! Ansonsten glaube ich, das es nur eine Frage der Zeit ist, wann eine solche Firma am Stock geht!
Letztens habe ich im Bekanntenkreis erfahren, wie lukrativ das Schreiben von Büchern sein kann, wenn man nur die Verlage aussen vor lässt und sich selbst darum kümmert, sein Buch über Dienste, wie z.B. Amazon, zu veröffentlichen. Die Verlage sind zu gierig. Die Provision, die sie sich einbehalten, sind für die Autoren meist zu hoch. Aktuell fehlen den Verlagen die Ideen und statt den Autoren selbst ähnliche Dienste anzubieten, wie es Amazon inzwischen macht, ärgern sie sich und verlieren Tag für Tag Autoren und damit Umsätze. Das wird bedrohlich, nehmen doch die Verkäufe digitaler Bücher und Lesegeräte rasant zu. Zudem wächst heute eine Generation von Lesern heran, die kein physisches Buch mehr brauchen, sondern mit flachen Tablets durch die Gegend laufen, auf denen zig Bücher in vielleicht 500g gespeichert uns abrufbar sind.
Ja, das Internet hat viel Gutes…aber nicht für alle…zumindest nicht für jene, die es versäumt haben, sich rechtzeitig mit den Möglichkeiten des weltweiten Netzes zu beschäftigen. Verpennt heisst dann oft untergehen!
In der Vergangenheit bin ich desöfteren auf Menschen und Unternehmer getroffen, die mich ausgelacht haben, weil ich im Internet die Zukunft für Vieles erkannte. Mein Fazit geht deshalb recht brutal an die Verschläfer: Tschüss!

Und der Herr sprach zu seinen Jüngern…
“Facebook hilft, mit Leuten in Kontakt zu bleiben, die wir auch im echten Leben kennen. Mehr nicht. Wer glaubt, dass jeder Facebook-Kontakt ein Freund ist, der weiß nicht was Freundschaft bedeutet.”
Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook
Wie wahr, wie wahr…

Lecker: Ice Cream Sandwich
Nein, ich mache hier keine Werbung für eine Eismarke
Vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass Google (gemeinsam mit Samsung) am 19.Oktober 2011 neben dem neuen Google-Smartphone “Nexus Prime“, auch die neueste Version des Android Betriebssystems mit dem Namen “Ice Cream Sandwich” präsentieren wird (KLICK).
Zwar ist es sehr früh, aber wer mag, kann der Vorstellung ab 4:00 Uhr morgens deutscher Zeit live via YouTube folgen (KLICK).
Na dann schaun wir mal…

Facebook: Hol’ Dir Deine Nutzerdaten!
Das ist ja mal ein klasse Artikel über Facebook in der ZEITonline KLICK HIER ! Du möchtest wissen, was das weltweit größte social Network über DICH bzw. Dein Profil gespeichert hat??? All Deine Nutzerdaten darfst und kannst Du anfordern und schauen, was Facebook über Dich weiss und speichert.
Okay, vielleicht, sofern Du das Ergebnis ausdrucken möchtest, solltest Du Dir einen Drucker, zumindest aber neue Tintenpatronen zulegen, denn es können schon eine Menge Seiten sein, wie in dem Beispiel des Artikels, bis zu 1.200 Seiten
.
Und Du solltest Dich nicht abwimmeln lassen und hartnäckig bleiben. Ich finde, der Artikel gibt dazu ganz gute Anleitungen, wie man seine Daten schließlich bekommt…sofern sie unterwegs auf dem Postweg nicht verloren gehen…

Onlinesucht
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung will mit Hilfe einer Studie herausgefunden haben, dass etwa 560.000 Menschen in Deutschland onlinesüchtig sind. Offen bleibt aber, nach welchen wissenschaftlichen Kriterien “Onlinesucht” erkannt werden soll (KLICK HIER).
Mögen sich die sogenannten Fachleute darüber streiten, wer als internetsüchtig gilt. Ich stelle mir nach der Veröffentlichung einer solchen Studie natürlich als “Laie” auch die Frage: “Bin ich es auch???” Und logisch wurde ich im Bekanntenkreis auf die Studie angesprochen und gefragt, wie das denn bei mir sei. Schließlich fülle ich unter normalen Umständen einen großen Teil des Tages meine Zeit auch mit der Arbeit am PC aus, beruflich wie privat. Wobei das bei Selbstständigen eh fließend ist…
Nun, die Frage ist sicherlich berechtigt. Welcher Süchtiger gibt schon gerne zu, dass er von einer Sache abhängig ist und … kann diejenige/derjenige das überhaupt selbst einschätzen???
Das Web-Design ist eine meiner selbstständigen Tätigkeiten und wenn ich mir mal genau überlege, wieviel meiner Onlinezeit ich privat, wieviel ich beruflich und wieviel ich schlicht überflüssig oder aus reiner Langeweile im Internet verbringe, so kommen schon viele Stunden zusammen.
Langeweile habe ich selten und Zeit für irgendwelche Onlinegames “gönne” ich mir, aus dem Gefühl der Zeitverschwendung heraus, schon mal gar nicht. Im Übrigen mag ich Brettspiele oder Spieleabende mit anderen Menschen viel lieber als allein zu daddeln oder virtuell mit anderen einsam vor dem PC spielenden Internettern, um Punkte oder den Sieg zu kämpfen. Wo sind da die Emotionen? Wo der Spaß, dem anderen beim Spiel eins auszuwischen? Wo ist der Siegesschrei, der Mitspieler/innen in tiefste Depressionen stürzen soll?
Das gehört für mich zum Spiel dazu, egal ob ich gewinne oder verliere
Onlinesucht ist sicher nicht gegeben, wenn man das Internet als Informations- oder Hilfsmedium nutzt. Ob ich nun Zeitung lese, vor dem TV sitze oder ich online bei SPIEGEL, ZEIT, STERN oder ähnlichen Magazinen “blättere” und mir anschließend STROMBERG anschaue…wo ist da der Unterschied? Fail!
Gefährlich wird es meiner Ansicht nach, wenn jemand beginnt, sich aus dem sogenannten “Real-Life” nach und nach zurück zu ziehen, er/sie Kontakte und Freundschaften mehr im Internet pflegt, statt bei persönlichen Treffen. Wie sozial kann so ein Mensch noch sein, wenn er auf Dauer bei “Unterhaltungen” keinerlei Mimiken oder Gestiken der Mitmenschen mehr sieht und so auch nicht erfährt, wie die Umgebung auf sein/ihr Verhalten reagiert?
Sich der Gefahr bewusst zu sein, erkennen zu können, wann das Surfverhalten ungesund und schädlich ist, können sicher nur wenige Menschen. Erst recht nicht jene, die mit dem Internet aufgewachsen sind, für die die digitale Welt bereits ein normaler Weg zur zwischenmenschlichen Kommunikation geworden ist. Achten Eltern hier nicht auf ein gesundes Maß an Internetkonsum, gefährden sie ihre Kinder möglicherweise in Bezug auf das normale Lernen des gesellschaftlichen sozialen Umgangs (Interessant dazu auch DIESER ARTIKEL). Denn selten verhalten sich Menschen im Internet so, wie sie es im realen Leben machen. Die Anonymität des Netzes wird immer noch oft genug genutzt und das Fehlen des physischen Gegenübers lässt die ein oder andere freche Verbal-Attacke schneller aus den Fingern als aus dem Mund fließen. Manche mögen sich daraus einen Spaß machen, der ebenfalls zur Dauerbeschäftigung werden kann.
Gründe für die Internetsucht mag es viele geben, Definitionen (zur Zeit) auch. Wie so oft hinken Politik und Wissenschaft den Neuerungen hinterher und wenn es etwa 15 Jahre nach Masseneinführung des Internets für diese Art der Sucht noch keine konkreten, allgemein gültigen Kriterien zur Bestimmung gibt, dann macht mir das irgendwie Sorgen. Offenbar war das Thema bislang auch nicht derart akut, dass es für ernsthafte, umfangreiche Studien interessant genug gewesen sein mag.
Jedenfalls stellte ich für mich gerade (wieder einmal) fest, dass ich zeitweise (privat) auch ohne Internet leben kann. Ich beginne nicht zu zittern, wenn ich mich gesundheitlich unwohl fühle und nicht twittern, bloggen oder chatten kann bzw. möchte. Nur bei den fehlenden Nachrichten fängt mein Daumen an zu zucken…dann aber auf der Fernbedienung meines Fernsehers, um die entsprechenden Nachrichtenkanäle beim Zappen zu finden
Und wie ist das bei Dir? Her mit Deiner Meinung…


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