Archiv für die Kategorie „Gay-Szene“
In Argentinien ist die Ehe zwischen homosexuellen Menschne jetzt der Ehe zwischen heterosexuellen Menschen rechtlich völlig gleich gestellt. Auch Adoptionen sind möglich.
Argentinien ist das erste Land Lateinamerikas, das diese Gleichstellung rechtlich fundiert hat. Natürlich hatte die katholische Kirche vehement interveniert, aber in diesem Fall ließ “Gott” wohl anders entscheiden!
Und hier noch ein Videoclip vom ZDF-auslandsjournal, in dem über das erste homosexuelle Ehepaar Argentiniens:
Religion und eine schwule Beziehung, das im ultra-orthodox-religiösen Viertel Jerusalems? In diesem Film ja!
Also rein…
HIER könnt Ihr zusammengefasst die Handlung nachlesen. Bis Donnerstag läuft der Film noch im “Kino Endstation” im Kultur-Zentrum Bahnhof Langendreer in Bochum, jeweils um 19:30 Uhr, Eintritt 6,00 €
Ich bin ja eher der unreligiöse Typ, der sich sein Leben nicht von altertümlichen Schriften, die dann von Päpsten, Rabbinern oder sonstigen Führern irgendeiner Glaubensrichtung individuell ausgelegt werden, vorschreiben lassen will. Ich bin da im geistlichen Lebensbereich sehr kritisch denkend und so entwickelte sich meine Meinung zu Religionen im Laufe meines Lebens aus meinem logischen Denken heraus.
Schwulsein und Kirche, zumindest nach dem, was die katholische Führungsclique in Rom von Zeit zu Zeit verbal ablässt, passt meiner Meinung nach gar nicht! Mir gefällt auch der Allgemeinverbindlichkeits-Anspruch nicht, mit dem diese Gruppen ihren Glauben der Welt aufzwingen wollen. Daher bewerte ich die Handlung des Films aus zwei Blickwinkeln.
Religiöse Menschen haben bei DU SOLLST NICHT LIEBEN sicher Probleme und ihnen werden sich die Fussnägel hochstellen, wenn sie zwei Männer beim Liebesakt miteinander hören. Am Ende, als der Jüngere auf Druck der Gesellschaft, den Älteren verlassen hat und dieser zu seiner Frau ins Haus geht, sagt der konservativ lebende Part des Päärchens reumütig und doch mit einem leichten Bedauern: “Ich hatte das Böse in mir!” Klar…schwul = böse, wie so oft! Szenenapplaus von den religiösen Rängen und alles ist wieder gut (denken die vielleicht
)! Das Filmende zeigt dann aber etwas anderes…
Aus meiner Sicht, also dem ersten Blickwinkel, ist es ein Grauen, die Lust und die Liebe als erwachsener Mensch/Mann nicht frei ausleben zu dürfen und entsprechend bekomme ich bei solchen Filmen immer leichte Atemnot in manch einer Szene. Okay, der ältere Mann ist verheiratet und hat Kinder und steht damit gleich mehrfach unter Beschuss. Dennoch entwickelt er mit zunehmender Liebe zum jüngeren Protagonisten die Stärke, zwischendurch von der “Wiedererweckung seines Lebens” zu sprechen. Ganz schön mutig, denn er sagt es dem Rabbiner seines Wohnviertels und bekommt dafür auch gleich eine gescheuert! Tz…
Was aber bei den Orthodoxen nicht sein darf, darf eben nicht sein und so ist der Familienvater am Ende des Films, nachdem der Jüngere dem Druck gewichen ist und ihn verlassen hat, durch seine Selbstzweifel völlig verwirrt!
Den Konflikt, den der Film beschreibt, habe ich jetzt schon etwas ausgeführt. Der Film ist zunächst wenig dramatisch, erreicht aber trotz der Ruhe in der Handlung, eine ungewöhnliche Spannung. Der zunehmende Druck der orthodoxen Gesellschaft auf das Paar, überträgt sich auf die Zuschauer, so empfand ich es zumindest. Und am Ende, wenn Worte nicht mehr helfen, soll eben zugeschlagen werden. Typisch für radikalisierte Religionsanhänger, die sich in solchen Momenten nicht mehr anders zu helfen wissen
Ein Film, der auf mich Eindruck gemacht hat, allerdings sicher nicht so stark, wie auf Menschen, die sich in der beschriebenen Situation wiederfinden. Dieses Leben, das irgendwann eine Entscheidung verlangt und auf jeden Fall Herzen brechen wird, weil man sich dabei meist von einer Seite abwenden muss, ist für mich persönlich unvorstellbar. Die “Lösung”, die dieser Film am Ende aufzeigt, bringt dem Zuschauer, der betroffen ist, leider nicht viel…
Fazit: Sehenswert, aber bitte nicht mit dem Anspruch rein gehen, dass Ihr massig Nackt- oder gar Sexszenen zu sehen bekommt. Fehlanzeige! Der Film, auch wenn er das Thema “schwul” behandelt, kommt fast ohne derartige Darstellungen aus, und versprüht doch in der ein oder anderen Minute prickelnde Erotik fürs Hirn, ohne viel zu zeigen! ;-) Enttäuscht war ich allerdings von einem, nach meinem Geschmack zu geringen Einblick in die orthodoxe Lebensweise. Da hätte ich mir mehr gewünscht.
Meine persönliche Wertung:
3,5 von 5 Punkten
5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, evtl. nochmal was fürs Free-TV
2 Punkte: geht nicht mal am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!
Na das ist ja komisch. Gerade sehe ich rechts in der History meines Blogs, dass ich vor genau einem Jahr die dreimonatige Pause bei Gayromeo startete. Und in diesem Jahr habe ich am selben Tag wieder mein Profil stillgelegt und off geschaltet.
Wie lange es diesmal dauern wird, weiss ich nicht. Jedenfalls sind die Gründe eigentlich die gleichen, wie vor einem Jahr: Langeweile und fehlende, neue Kontakte! Weshalb bin ich also da?
Für weitere Gründe gegen meine Präsenz, empfehle ich den Artikel aus 2009
Manchmal dürfen wir auch inkonsequent sein
Klar ist diese Stadt geil, aber nun gibt es auch wieder alle zwei Monate eine Party, die genau so heisst: HORNY COLOGNE. (Website) Und das Besondere daran ist, dass sie im BOOTSHAUS stattfindet, meiner Kölner Lieblingslocation für Party & Fun
, in der auch die Closer2Heaven-Party während des Kölner CSD stattfand
Nun ist es aber wieder so, dass House in der großen Halle, Pop im kleineren Club gespielt wird. Aber was die Partymacher als House bezeichnen, hört man schon, wenn sich die Website öffnet und ich finde, das ist ganz tanzbare, nette, coole Partymukke
Noch kämpfe ich mit mir, ob ich den langen Weg nach Köln wegen der Party auf mich nehmen soll, die Füße tänzeln ja schon zu den Website-Beatz
Wenn die HORNY Cologne ein Erfolg wird, findet sie im Wechsel mit der SEXY alle zwei Monate am 4. Samstag statt. Das wäre dann wieder eine klasse Einrichtung zum Danzzen in Kölle…
Party-Info:
Ab 23:00 Uhr, 10.00 € Eintritt, Getränkepreise, sofern nicht geändert, wie im Bootshaus üblich, eher gehobenes Maß! Shuttlebus ab/nach Schaafenstraße/Bermudadreieck in Köln
Das kommende Wochenende ist wohl das mit Terminen meist belegte des Jahres, zumindest was unsere Region angeht. Alter Schwede, da fällt die Wahl wirklich schwer, aber ein Event ist für jeden Potti (Ruhrgebietler) absolute Pflicht: Das Still-Leben auf der A40, die auf einer Strecke von 60 km von Duisburg bis Dortmund komplett gesperrt wird, ist eines der Highlights (18.07.2010) des Kulturhauptstadt-Jahres 2010. Infos HIER und zur Anreise HIER
Ich habe einen Tisch auf der A40 gesichert. Da ich gewerblich dort nichts unternehmen darf
, ist der Tisch nun frei. Wer ihn haben möchte oder eine Idee oder Lust hat, auf der A40 am Sonntag mit mir eine Runde Malefizz zu spielen, sollte sich bei mir melden
(Wie immer sind meine Dauerbelästigerer ausgeschlossen!) Bitte keine Weicheier oder Leute, die nicht verlieren können
Dann, Herrschaften, gibt es die CSD’s in Bielefeld, Münster, Frankfurt/Main und…rrrrrrrrrrrrrrr…München!
Leider werde ich nicht die Gelegenheit haben, einen davon zu besuchen
*schnief*
Wer eine Veranstaltung der Extraklasse erleben will, der fährt am Samstag nach Köln, wo die Kölner Lichter veranstaltet werden KLICK HIER Muss sehr sehenswert sein!
Düsseldorf lädt zur Rhein-Kirmes ein, der PINK MONDAY (INFO HIER), am 19.07.2010, markiert jedes Jahr rund um die “Schwarzwaldchristel” den schwulen Höhepunkt auf der Kirmes. Dann treffen sich tausende schwuler Männer zum Bier trinken, feiern und baggern
Ein Erlebnis…
Das wird sicher noch nicht alles ein, aber ich denke, das sind schon einige Veranstaltungen, bei denen jeder so n bissel Spaß haben wird
Enjoy it!
Erinnert Ihr Euch an den Namen Dominik Brunner??? Das ist der mutige Mann, der im September 2009 eine Gruppe Kids vor Jugendlichen in Schutz nahm und dafür mit dem Leben bezahlte, weil diese Jugendlichen ihn brutal erschlugen (ARTIKEL SZ HIER). Die mutmaßlichen Mörder stehen ab heute vor Gericht!
Was Menschen dazu bewegt, nicht einzugreifen, kann sich der ein oder andere sicher vorstellen und ich würde von mir niemals behaupten, IMMER so mutig sein zu können, dass ich an dieser Stelle verkünden könnte, generell einzugreifen, auch wenn ich von Natur aus sicher eher jemand bin, der die Klappe aufmacht als zu Schweigen! Wir wissen eben nicht immer, wie wir uns in bestimmten Lebensmomenten verhalten, obwohl wir glauben, es zu wissen!
Manchmal wollen sich Menschen nach einem Gewaltdelikt gegen sie aber gar nicht helfen lassen. Dies ist auch ein Grund, warum zum Beispiel bei der Gewalt gegen Schwule mit einer hohen Dunkelziffer in den Statistiken gerechnet wird. Gestern erst wurde diese These in einem Gespräch, das ich mit einem älteren Herrn führte, bestätigt.
Ein angenehm warmer, nicht mehr allzu heisser Sommertag war der gestrige Montag und ich entschloss mich, ein wenig durch die Natur zu wandern.
Okay…eher zu walken…denn ich fuhr auf die A42 und dort auf den Parkplatz Höhe Herne Baukau/Bladenhorst, der als der größte Gay-Cruising-Parkplatz im Ruhrgebiet bekannt ist. Ihr mögt es mir glauben oder auch nicht, manchmal fahre ich schlicht dorthin, um der Welt zu entfliehen und in der Sonne zu relaxxen. Es muss nicht immer der Garten sein
Wenn sich ein prickelndes Erlebnis ergibt, fein, wenn nicht, auch gut, dann habe ich mich eben in der Sonne entspannt
Jedenfalls findet man dort Ruhe an Wegrändern und selten wird man durch umher laufende Männer gestört.
Ein älterer Herr, im Alter von geschätzten Mitte 60, sprach mich im Vorbeigehen an und es entwickelte sich ein informativer Dialog. Im Laufe des Gesprächs berichtete er von einer drei- bis fünfköpfigen Bande von Jugendlichen mit vermutetem osteuropäischem Migranten-Hintergrund, wohl im Alter von 15-20 Jahren, die an den Wegen liegende Männer ausrauben. Dabei würden sie zunächst nach Zigaretten fragen, dann nach Geld und schließlich fordern sie das Handy. Von jenen Männern, die sich offensichtlich wehrten, wurden die Jugendlichen in die Flucht geschlagen. Jene, die sich nicht wehrten oder dies aus Altersgründen nicht könnten, würden aber auch verprügelt und ausgeraubt.
Der ältere Herr berichtete mir von seinem Treffen mit der Bande. Dabei habe er nach einem Knüppel gegriffen, der neben ihm lag und konnte schon beim Greifen danach die Jungs in die Flucht schlagen. Er kenne aber auch jemanden, der verprügelt und ausgeraubt wurde, sich aber vehement weigerte, dies der Polizei zu melden, weil er verheiratet sei!
OHA!!!
Wir können davon ausgehen, dass dies kein Einzelfall sein wird, denn die meisten Cruiser, die tagsüber das Hinterland des Parkplatzes nutzen, sind ältere Herren und diese sind selten geoutet. Das wissen natürlich auch die jugendlichen Banditen und nutzen diese vermeintliche Schwäche, um diese Männer ausrauben zu können. Daraufhin deutet auch die Flucht, sobald ein Mann mit Gegenwehr auf den Raubversuch reagiert. Scheinbar gilt bei dieser Bande immer noch das Vorurteil, schwule Männer seien schwach!
Mich hat diese Story einmal mehr erschreckt, nicht weil ich Angst vor dieser Bande hätte, sondern weil ich diesmal aus erster Hand erfuhr, was in schwulen Medien immer wieder berichtet wird: Gewalt gegen Schwule! Finden sich nicht mutige oder schlicht offen schwul lebende Männer, die dieser Bande das Handwerk legen wollen, werden wohl noch weitere ältere Herren den Kriminellen zum Opfer fallen! Jetzt könnte man sagen, da sind sie doch selber Schuld, wenn sie nicht die Polizei rufen. Yoah, mögt Ihr recht haben, aber es geht ja auch um das generelle Verbrechen, eben der Gewaltausübung gegenüber einer Minderheitengruppe, die als schwach gilt. Und das ist völlig inakzeptabel!
Ein Mittel gegen diese Verbrecher-Gang wäre sicher, dass sich die Herren in einem gewissen Sichtabstand zur Ruhe legen, damit man(n) gemeinsam gegen die Jugendlichen vorgehen kann. Dem müsste aber ein Gespräch im Vorfeld vorausgehen und so wie ich die Leute da bisher kennen gelernt habe, ist Kommunikation nicht gerade die Stärke der Männer.
Eine andere Möglichkeit wäre, sich in Dreier- oder Vierergruppen zusammen zu schließen und eine Art Gay-Wehr aufzustellen, die gegen die Bande vorgeht. Dazu müsste man aber wissen, wann die Kriminellen unterwegs sind. Aber im Bereich des Parkplatz-Treffs ist Solidarität alles andere als verbreitet ![]()
Somit müsste einer der Besucher den ersten Schritt unternehmen. Sobald er die Gang erkennt, sollte er andere Besucher ansprechen, mit ihnen den Jugendlichen folgen und im Falle der Belästigung diese festhalten und die Polizei rufen! Das Festhalten ist eines der Bürgerrechte und rechtlich völlig legitim! Damit wäre dieses Problem vorerst gelöst.
Naja, alles theoretische Ideen. In der Praxis wird einer die Polizei rufen und die ihre Arbeit machen lassen. Das wird einmal mehr in der schwulen Presse thematisiert werden und an die, die sich nie trauten, über Gewalt gegen sie zu sprechen, weil sie gesellschaftliche Nachteile mit ihrem Outing verbinden, wird niemand mehr sprechen oder schreiben.
Was leben wir doch in einer toleranten Gesellschaft: Das offene Leben als Gay in dieser Gesellschaft bleibt für einige Männer (und Frauen) nach wie vor schwierig…traurig, im Jahr 2010!