SAME SAME BUT DIFFERENT
Wie das Leben manchmal so spielt. Seit einiger Zeit verfolge ich Marcel’s Blog. Sein größter Wunsch ist es, HIV-infizierten Menschen in Afrika helfen zu können, weil gerade die nicht in den Genuss unserer hochentwickelten, medizinischen Versorgung kommen und deren langfristiges Überleben nach einer HIV-Infektion daher fast unmöglich ist. Schlimm genug.
SAME SAME BUT DIFFERENT, der aktuelle Film von Deltev Buck, behandelt genau das Thema und zeigt uns, wie schwer es den Menschen in Ländern der Dritten Welt gemacht wird, an geeignete, gute Medikamente gegen das Virus zu kommen.
Same same but different – der Trailer – MyVideo
David Kross spielt in dem Film Benjamin Prüfer, auf dessen Buch die Story für den Film basiert. Es ist Bens real erlebte Geschichte, die ihn zu Beginn nach Kambodscha führt, wo er mit seinem Kumpel einen Rucksack-Trip unternimmt. Er lernt das Barmädchen Sreykeo, überzeugend gespielt von Apinya Sakuljaroensuk, kennen und verliebt sich in sie. Zurück in Deutschland hält er den Kontakt via Internet zu Sreykeo aufrecht. Als sie ihm via Internet-Cam mitteilt, dass sie HIV+ ist, verabschiedet sie sich von Ben (“Bis zum nächsten Leben”), der daraufhin zurück nach Kambodscha fliegt, seine große Liebe ausfindig macht und mit ihr zusammen die Schwierigkeiten der gesundheitlichen Hilfe in einem Dritte-Welt-Land kennenlernt.
Das Interessanteste an dem Film ist wirklich die intensive Darstellung des Aspekts, wie schwer es für die einfachen Menschen ist, an geeignete Medikamente heran zu kommen, die den Ausbruch der Krankheit AIDS verzögern können. Mit Bens Geld und Kontakten, die er nur als Deutscher/Europäer in Kambodscha haben kann, ist es schließlich möglich, seiner Freundin die überlebenswichtigen Medikamente zu besorgen.
Der Film vermittelt ein Gefühl der Bedrückung angesichts der Hilflosigkeit der einfachen Menschen in dem süd-ostasiatischen Land und zwar so intensiv, dass ich ihn als äusserst sehenswert einstufe. Zudem tragen die guten schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller zum Gelingen des Streifens bei. Sicher, der Film mag keine leichte Kost sein und somit ist es Unterhaltung jenseits des Mainstream-Popcorn-Kinos, aber wer sich einmal einen gemütlichen Abend machen will und sich dem Thema HIV und Dritte Welt nicht verschliesst, bekommt Unterhaltung auf hohem Niveau geliefert.
Da ich meine Filmbewertung etwas verschlusert habe, der Film lief am 21.Januar an, empfehle ich das Anschauen auf DVD. Diese erscheint voraussichtlich erst im August. Bis dahin könnt Ihr den Film entweder noch in ausgewählten Programm-Kinos sehen oder das Buch, auf dem der Film basiert, lesen:
Meine persönliche Wertung:
4 von 5 Punkten
5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt!
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher nochmal was fürs Free-TV oder für den Kinotag
2 Punkte: geht gerade mal eben noch am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!

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