Archiv für 3. März 2010

Der neue Film von Doris Dörrie, deren bekanntestes Werk wohl immer noch MÄNNER zu sein scheint, heisst DIE FRISEUSE.

Gabriela Maria Schmeide spielt Kathi König, eine arbeitssuchende Friseurin, die aber niemand will, weil Kathi ein Figurproblem hat. Morgens muss sie sich mit einer Leine aus dem Bett ziehen, damit sie überhaupt hoch kommt. Ihre Kleidung schneidert sie in Eigenarbeit, ganz figurbetont und auf ihr Körpermaß abgestimmt ;-)

Obwohl sie ein fröhlicher, positiv eingestellter Mensch ist, will sie niemand einstellen, denn dick sein ist ein Manko im Friseurhandwerk, bei dem offensichtlich Vieles auf das Äussere abgestimmt ist. Und wer die Bilder der nackigen Kathi sieht, wie sie morgens aus dem Bett kriecht, der wird mit seinen persönlichen Ansichten zu diesem Thema sehr direkt konfrontiert.

Hinzu kommen dann noch die Konflikte mit der pubertierenden Tochter und die beruflichen Probleme mit ihren weniger legalen “Nebenjobs”, die Kathi annimmt, um sich den Traum vom eigenen Laden in einem Einkaufszentrum erfüllen zu können.

Zugegeben, ich musste viel lachen in diesem Film, weil durch die bewegliche Einschränkung von Kathi schon einige lustige Aufnahmen entstanden und ich gebe offen zu, dass ich mit volumigen Menschen dieser Art durchaus meine Probleme habe (vielleicht auch, weil ich ähnliche Erfahrungen mache, wie Kathi selbst, die zu Beginn des Films gleich derbe angebaggert wird, nur weil sie zu einem anderen Übergewichtigen freundlich ist!). Wenn Kathi beispielsweise nur noch seitlich gehend durch eine Tür passt, versinke ich in völligem Unverständnis und frage mich, was es noch braucht, um etwas an sich ändern zu wollen…

Natürlich geht der Film auch auf die Gründe für Kathis Übergewicht ein. Sie isst definitiv zuviel und zu ungesund und dies scheint sich aus ihrer Lebenssituation zu ergeben: arbeitslos, zerstörte Ehe, Einsamkeit, Konflikte mit der Tochter.  In einer fiesen Rolle ist übrigens auch Maren Kroymann zu sehen ;-)

Die Form der Vorbehalte oder ich nenne es besser “Diskriminierung” gegenüber dicken Menschen, erfuhr übrigens auch die Regisseurin, Doris Dörrie, als sie als dicke Frau verkleidet durch Berlin lief. Danach war sie überzeugt, dass sie den Film machen musste, sagte sie anlässlich der Berlinale im 3sat-Interview.

Der Film hat einiges zu bieten, ist kurzweilig, amüsant, manchmal dann doch ernst und bietet hinterher genügend Gesprächsstoff für eine Unterhaltung in der Kneipe.

Website des Films

Meine persönliche Wertung:

3,5 von 5 Punkten

5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, evtl. nochmal was fürs Free-TV
2 Punkte: geht nicht mal am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!

Irgendwie hatte ich in letzter Zeit schon das Gefühl, ich komme nur noch in Depri- oder Kulturfilme, aber die letzten Streifen waren doch sehr erfrischend. Dazu zählt auch WENN LIEBE SO EINFACH WÄRE ;-)


Ein Service von TrailerSeite.de

Der Film mit Meryl Streep, Steve Martin und Alec Baldwin sorgt für ein unterhaltsames Training der Bauchmuskeln. Leidet der Zuschauer zu Beginn des Films noch mit der Hauptdarstellerin, so führt deren zunehmende Unsicherheit in Bezug auf ihr eigenes Verhalten nach und nach dazu, dass einem ihre Männer fast schon leid tun.

Jane beginnt eine Affäre mit ihrem Ex-Mann Jake, von dem sie seit über 10 Jahren getrennt ist, weil er eine Affäre zu der weit jüngeren Agness hatte, mit der er nun verheiratet ist. Nebenher interessiert sich aber auch der Innenarchitekt Adam für Jane und damit beginnt das komplizierte, aber humorvolle Spiel des Trios. Wie es ausgeht, sei hier nicht verraten, ich war einigermaßen überrascht ;-)

Streep spielt wie so oft souverän, allerdings erinnerte mich ihr Schauspiel doch sehr an ihre Rolle in Julie & Julia, wo sie ebenfalls eine fröhliche Frau in den besten Jahren spielt. Besonders die Szene in der Bäckerei, in der sie Adam mit Hilfe ihrer Backfertigkeit umgarnt, empfand ich fast ein wenig “nachgemacht”.

Ansonsten zeigt der Film keine Beau’s, sondern Männer mit Bäuchen und Haaren, die eben nicht mehr die attraktivsten Geschöpfe männlicher Prägung sind :-)
Lohnenswert ist der Film allemal, weil gelacht werden kann und darf und ein Happy End gibt es schließlich auch noch ;-)

Website zum Film

Meine persönliche Wertung:

4 von 5 Punkten

5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, evtl. nochmal was fürs Free-TV
2 Punkte: geht nicht mal am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!

Das gibt es auch noch: Qualität, gay, kurz, kompakt, nett, unterhaltsam, einfach gut gemacht für eine anspruchsvolle Zielgruppe! Die Serie, über die ich gerade schreibe nennt sich DOC LOVE und ist seit dem 15.Februar 2010 im www auf 3Min.de zu sehen.

Um die 5 Minuten lang oder kurz sind die einzelnen Episoden, in denen der Psychotherapeut “Doc Love”, sein Lover Michi und die “heisse” Sprechstundenhilfe Magda die Hauptrollen spielen. Zwei Darsteller kommen aus GZSZ und “Verliebt in Berlin”, sind also keine Amateure und auch ansonsten wirkt die Serie recht professionell, obwohl mit der Praxis und der Bar, in der der Lover des Docs arbeitet, nur zwei Locations zur Verfügung stehen.

Hier der Teaser zur Serie:

Anschauen kann man sich die Serie aufgrund ihrer Kürze ziemlich schnell. Allerdings muss ich gestehen, dass aus meiner Sicht der Unterhaltungsfaktor nach und nach geringer wurde, allerdings nicht so gering, dass ich mir jetzt keine Folge mehr anschauen würde ;-) Es lohnt ein Blick drauf…

Montags, mittwochs und freitags erscheinen neue Folgen der Serie.

.

Leute, ich muss was loswerden!

In den letzten Tagen hatte ich wieder einige Erlebnisse, die ich hier verarbeiten muss ;-) Dabei lautet das Thema “Wie verbringen Gays ihren Urlaub?”. Wie ich zu diesem Thema komme, beschreibe ich jetzt.

Der schwule Mann ist aus irgendwelchen, aus meiner Sicht verständlichen Gründen, in Bezug auf Sex etwas anders als andere Männer. Da gibt es Studien, nach denen ein Mann (egal ob bi, hetero oder gay) alle paar Sekunden an Sex denkt (frauen sind da wohl etwas zurückhaltender!). Ich bin inzwischen der Meinung, dass schwule Männer in noch kürzeren Abständen an Sex denken :lol: , faktisch also immer! :-P   Dabei denke ich allerdings eher an jene, die wissen, wo sie relativ schnell Sex bekommen können, wenn die Meute “mitspielt” und nicht zickt. Wer zudem weiss, wieviel Spaß es mit anderen Männern machen kann, gehört wohl ebenso zu dieser Gruppe :-)

Was hat das aber nun mit dem Thema “Urlaub” zu tun?

Wie verbringt wohl die Leserin/der Leser meines Blogs den Urlaub? Freue mich auf Kommentare ;-)
Bei mir ist es so: Ich fahre in erster Linie zum Entspannen und Abschalten in den Urlaub. Die Art dies zu tun, ist sicher sehr individuell. Dabei zählt eine neue Umgebung, das Kennenlernen der Zielregion und als Funfaktor die Partyszene für mich dazu. Natürlich fühle ich mich auch dort in Gay-Locations wohler als in den “Machobullen-Hetenschuppen”, in denen die “Bullen” um die “Kühe” tanzen und sie mit mehr oder weniger gelungenem Balzverhalten zu beeindrucken versuchen :-P

Hätte ich Lust, würde ich in ruhigen Minuten sogar ein bisschen am Laptop arbeiten, denn in einer Loca am Strand ist Arbeiten für mich keine Arbeit, sondern ein entspanntes Vergnügen. Ich mag meinen Job eben und in einer solchen Umgebung, entwickelt sich die persönliche Kreativität besonders gut und die entstehende Energie MUSS irgendwo hin ;-)

Insoweit spielt die Tatsache, dass ich gay bin, nicht die erste Geige in meinem Urlaub. Anders ist dies scheinbar bei Männern, deren Lebensmittelpunkt und Zielsetzung offenbar die Maximierung sexueller Kontakte im Leben ist.

Letzte Woche also schrieb mich bei Gayromeo ein Päärchen aus Köln an, zu denen ich seit etwa 3 Wochen einen sehr leichten Chat-Kontakt habe. Das Profil aufgeklickt, konnte ich lesen, dass die beiden zur Zeit in Punta Cana (Dominikanische Republik) Urlaub machen. Somit fragte ich also, ob sie gerade vom Pool aus chatten würden und tatsächlich beantworteten sie die Frage mit einem “Fast, wir sind gerade beim Frühstück!”

Nun kennen wir ja alle diese wunderbaren Karikaturen, wenn Vatta mit Mudda am Frühstückstisch sitzt, er die Zeitung liest und sie sich gerade langweilt oder in der ELLE blättert! Aber im Urlaub??? Ist die moderne (Gay-)Version die, dass sich die Partner mit Laptops sprachlos gegenüber sitzen und sich bei GR Messages schicken, weil sie den Mund mit einem Brötchen gestopft haben??? :twisted:  

Ich stellte mir die Frage, ob ich mit meinem Freund im Urlaub tatsächlich nichts Anderes zu tun hätte, als morgens beim Frühstück bei Gayromeo eingeloggt zu sein und wahrscheinlich auf ein Sexdate mit einem Einheimischen (?) zu hoffen?

Ich verspüre, gerade im Urlaub, nicht die Lust, jeden Tag bei Gayromeo sein zu müssen. Okay, bei mir wäre es vielleicht der/das Blog, in dem ich eine Art Reisebericht mit Bildern posten würde/könnte, aber nicht müsste. Den ein oder anderen Begleiter nervt meine Internet-Aktivität ja schon, wenn ich beim Zug durch die Kneipen twittere oder Bilder ins Netz lade (“Was machst Du denn da immer mit dem Handy???” Twitter und Blog und das Verständnis für deren Sinn, sind diesen Menschen (leider) meist unbekannt!!!)! :evil:

Genau erklären konnten oder wollten die beiden Kölner mir den Log-In bei GR nicht und kurze Zeit später waren sie dann auch raus. Warum sie aber on waren, ist nicht schwer zu erraten: Sie hatten zudem eine Anzeige bei GR gepostet, mit der sie “Kontakte” vor Ort suchten ;-) Die beiden Partner reichen sich also, auch im Urlaub, nicht!

Das ist nur eine Erfahrung von vielen anderen, die ich hier noch aufführen könnte. In meinen Augen zeigen solche Beispiele, wie hochgradig sexuell manche Gay-Men ihre Partnerschaft und ihre Freizeit sehen. Kratzt man da an der Oberfläche und versucht mittels gezielter Fragen, tiefer in die Gedankengänge dieser Männer vorzudringen, so sind die “besten” Argumente für diese Art des Gay-Life aus deren Sicht die Selbstverständlichkeit einer gewissen “Freiheit”, auch in der Beziehung, weil eine zu starke Bindung ja “einengend” ist. Ist das noch “Partnerschaft”???

Ausserdem herrscht wohl eine gewisse Langeweile vor, wenn nicht mindestens ein fremder Sex-Partner mit im Spiel sein kann. Manchmal argumentieren sie auch damit, dass man mit dem Partner ja schliesslich nicht den erfüllenden “Komplett-Sex” bekommt, weil der Freund die ein oder andere Spielart ausschließt und um dieses Manko (auch noch) beseitigen zu können, muss eben eine aussenstehende Person den Rest liefern! :roll:

Natürlich nutzen auch andere Menschen ihren Urlaub für Sexabenteuer, das sei ihnen auch gegönnt, aber ich glaube, keine andere Bevölkerungsgruppe fährt in solchen Massen so zielstrebig auf Sex ausgerichtet in den Urlaub, wie Gay-Men.

Nun bin ich ja auch nicht gerade als zurückhaltend bekannt, was Sexdates angeht, aber erstens bin ich Single und zweitens werfe ich mich nicht jedem Xbeliebigem Typen an den Hals, nur um ein wenig “Entspannung” erleben zu können :-P

Ungeachtet meines Respektes anderen Menschen gegenüber, dass sie ihr Leben so leben sollen, wie sie es für sich korrekt finden, fehlt mir dennoch in solchen Momenten das Verständnis, denn irgendwann liegt wieder einmal so ein Mann auf meiner Couch und jammert mir die Ohren voll, dass die Beziehung plötzlich Vergangeheit ist, weil da ein Dritter im Spiel ist/war! Ach…

Und so komme ich zu dem Schluss, dass ich eine solche Beziehung, die von ewiger Jagdlust und von andauernder Suche nach (sexueller) Abwechslung geprägt ist, nicht führen möchte. Denn wo wäre der Unterschied zu meinem jetzigen (Single-)Leben? Ich verspüre zwar eine gewisse “Befriedigung”, wenn ich mal wieder ein “Abenteuer” hatte, aber diese Befriedigung hält nicht (mehr) lange an, denn ich vermisse etwas dabei: die Kontinuität, das Wohlbefinden, nicht beim nächsten Mal wieder einen neuen Kontakt suchen zu müssen! Das nervt ganz schön in letzter Zeit und bindet zudem Energien, die ich für andere Dinge besser einsetzen könnte.

Natürlich ist ein triebhaftes Leben geil und für ganz Viele sicher interessant und spannend, aber was bringt es denn langfristig? Ich kann als Fazit bisher nur sagen: Nichts, ausser mehr oder weniger nette Erlebnisse, die kurzfristig ein Glücksgefühl auslösen, bis die Besinnung zurückkehrt! :evil: Und das geht schon mal ganz schnell…

Eine Beziehung sollte, aus meiner Sicht, anders sein. Sie sollte ein solches Leben des Jagens und der ungezügelten Lust-Auslebung beenden und die zwischenmenschliche Beziehung der Partnerschaft auf einen höheren Level, als den reinen, gemeinsamen Trieb heben. Ist dann nach einiger Zeit ein Maß an Sicherheit erreicht, und mit Sicherheit meine ich das Vertrauen zu dem Partner, dass beide die Beziehung ernst nehmen und gemeinsam für die Zukunft planen, kann man sicher hin und wieder gemeinsam ein Erlebnis ausserhalb der Beziehung suchen, solange die Gefahr nicht besteht, das das dann zu einer notwendig werdenden Dauereinrichtung wird. Denn ich kenne keine Gay-Beziehung, die nicht langfristig als “offene Beziehung” tituliert werden müsste, nicht eine einzige

In meinem Urlaub jedenfalls konzentriere ich mich gerne auf meinen Partner, natürlich auch sexuell, aber das Wichtigste in dieser kurzen, intensiven Zeit ist ganz sicher die Vertiefung der Bindung zu ihm und die Fixierung auf den gemeinsamen Spaßfaktor jenseits des Sex. Für alles andere, das habe ich in meinem Leben erkannt, brauche ich keinen Partner, da reicht auch ein “netter Mitreisender”! :twisted:

Wie gesagt, das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Aber ganz ehrlich: Mich nerven diese Urlaubs-Schwuppen, denen die Parties und massige Sex-Kontakte wichtiger sind als mitreisende Freunde, kulturelle oder landschaftliche Schönheiten und denen ihr Äusseres über alles geht und die sich allein darüber definieren und dann noch meinen, nur weil man Gay ist, müsste man immer und überall zu allem bereit sein!

Das hindert mich natürlich nicht daran, am Gay-FKK-Strand Gran Canarias liegen zu wollen, aber ich weiss ja auch, was ich da will und was nicht! Das ist der Unterschied… ;-)

NACHTRAG: Sorry, mit diesem Artikel wollte ich keinesfalls den Eindruck vermitteln, dass alle schwulen Männer mit Ausnahme meiner Person :lol: nur in den Urlaub fahren, um Sex zu haben! Das ist natürlich Unsinn!!! Aber wie so oft, fallen eben die offenen, extrovertierten Gays eher auf, als die dezenteren ;-) Und natürlich bin ich mit diesen Gedanken ganz sicher nicht allein auf der Welt…

.

Blog-Artikel
März 2010
M D M D F S S
« Feb   Apr »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  
Themenbereiche
Artikel-Archiv
Aus dem letzten Jahr:

by www.tweet-rank.de

Get Adobe Flash playerPlugin by wpburn.com wordpress themes