Die Maya, eine alte Kultur Mittelamerikas, die technisch im 16.Jahrhundert bereits hoch entwickelt war, hatte eine besondere Zeitrechnung, die aus verschiedenen Zyklen bestand. Am Ende eines dieser Zyklen, am 21. oder 23.12.2012, soll den Maya-Weissagungen nach, die Erde, zumindest so wie wir sie kennen, untergehen.
Diese Weissagung nahm sich nun Roland Emmerich als Thema seines neuesten Filmes vor. Was anderes könnte der Regisseur von Independence Day, Godzilla und The Day After Tomorrow daraus machen, als einen herrlich bildgewaltigen Film über den verheerenden Untergang der Erde?
Die Special-Effects (F/X) sind ganz hervorragend und jeder, der meint, er/sie könne warten, bis der Film auf DVD rauskommt, ist selber Schuld, wenn die über zweieinhalb Stunden Film erst auf der Mini-Mattschaibe des heimischen Wohnzimmers flimmern sollen. Und als “Mini” bezeichne ich in diesem Fall alles, was keine Kino-Leinwand-Dimensionen hat
Denn dieser Streifen lebt von der überdimensionalen Bilddarstellung.
Endlich hat ein Katastrophen-Film von Emmerich, soweit dies bei einem Szenario diesen Ausmaßes überhaupt möglich ist, eine einigermaßen gute Handlung. Manche Sprüche sind natürlich mal wieder reine National-Parolen für die Amis, aber davon lebt Hollywood schließlich.
Dass die Hauptdarsteller immer wieder dem nahenden Tod entrinnen und auch eine pyroklastische Wolke sie nicht einholen kann, mag mal entschuldigt sein. Schließlich sollten wir nicht vergessen, in welcher Art Film wir bei “2012″ sind
Aber Emmerich übertreibt es eindeutig mit seinem Weltuntergang. Am Ende, beim Verlassen des Kinos, war mein Kopf voll. Und nicht nur meiner. Viel zuviele Eindrücke musste ich in über 150 Minuten aufnehmen. Erinnert Euch an den 11.09.2001. Da verfolgten wir über Stunden die Zerstörung des World-Trade-Centers. Im Kino seht Ihr den Untergang der (fast) kompletten Welt in komprimierter Zeit und das wirkt nach! Okay, natürlich ist das nicht echt, aber die F/X kommen einem erstaunlich real vor.
So ist der Film einerseits ein absolut sehenswertes, bild- und katastrophengewaltiges Werk, das aber den Zuschauer gleichzeitig zu überfordern scheint. Lange Filme schaue ich mir eh selten ein zweites Mal an, diesen Film, auch wenn er noch so faszinierend war, muss ich nicht unbedingt nochmal sehen, ausser vielleicht an einem nassen, grauen, kalten Novembertag, wenn der Regen gegen die Scheibe prasselt. Dann könnte die Lava aus dem Fernseher tatsächlich meine Füße wärmen
Meine persönliche Wertung:
3,5 von 5 Punkten
5 Punkte: Die DVD kauf ich mir, wenn der Film raus kommt!
4 Punkte: DVD schau ich mir nochmal an, bei Gelegenheit
3 Punkte: Eher was für den Kinotag, evtl. nochmal was fürs Free-TV
2 Punkte: geht nicht mal am Kinotag als gut durch
1 Punkt : Boah, was ne Zeit- und Geldschverschwendung!
[...] Filmkritik zu “2012” lest Ihr übrigens HIER . Veröffentlicht in Mediale-Welt/Medial World – Movies, Music, Games & Internet | [...]