Impfen betrifft nicht nur mich!

Als ich Anfang des Jahres zwei Schulungen durchführte, eine zu Beginn des Januars, eine am Ende, fing ich mir gleich zweimal eine Grippe ein. Warum? Ganz einfach. Einige der Teilnehmer wollten unbedingt mitmachen, warfen sich 1-3 Aspirin ein und sorgten so dafür, dass ich mir die Grippe einfing.

Ich ärgerte mich damals maßlos, zeugt dies doch in meinen Augen von einem rücksichtslosen, egoistischen Verhalten, durch das nicht nur ich allein, sondern auch alle anderen Teilnehmer des Kurses durch die Ansteckungsgefahr ebenfalls unnötig bedroht wurden. Mich setzte die Grippe für über eine Woche ausser Gefecht, meine Arbeit blieb liegen und das kann sogar soweit gehen, dass ich Aufträge erst verspätet zuende führen kann.

Abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden, der mir entstand, geht man in solchen Situationen natürlich auch das Risiko ein, Andere anstecken zu können. Also vermeidete ich zumindest in dieser Situation auch soziale Live-Kontakte…

Daran erinnerte ich mich gerade, als ich den Artikel bei ZEITonline las (HIER FÜR DICH). Dort geht es um die mangelnde Impfbereitschaft der Leute, insbesondere jüngerer Menschen, die sich offenbar keine Gedanken um die Folgen der (Mexiko-)Grippe machen.
Wie im Artikel beschrieben, ist es eben nicht nur der Schutz der eigenen Gesundheit, der fahrlässig unterlassen wird, auch die optionale Infizierung des sozialen Umfeldes ist bei einer Grippe-Erkrankung schnell möglich.
Aber Andere werden den Menschen offensichtlich immer gleichgültiger, manche mögen gar so schräg denken: “Wenn ich leide, sollen andere es auch!” Vielleicht sehe ich in Grippezeiten deshalb soviele, die sich nicht einmal die Hand vor den Mund halten, wenn sie lauthals, und manchmal offenbar auch mit Genuss, in die Umgebung nießen! :-(

Danke der ZEIT für diesen Artikel, der mir die Erfahrung aus dem Januar 009 in Erinnerung rief und der meine Leser über eine Impfung nachdenken lassen soll…

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2 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Daniel #

    naja, ich finde den Artikel bei Zeit-Online etwas sehr einseitig und nicht unbedingt objektiv.
    Das eine Impfung gerade gegen diese Form der Grippe sinnvoll ist, sei mal gegeben.
    Die Sorge vor einem Impfstoff der innerhalb so kurzer Zeit entwickelt und kaum an Probanden validiert worden ist wird nicht beschrieben. Auch die Kritik von einigen Experten gegenüber dem Impfstoff bleibt unerwähnt; nicht zuletzt die Gier der Pharmakonzerne an dieser Goldgrube.
    Ich finde dann auch, dass dein Artikel diese Seite zeigen sollte.

  2. Moin Daniel :-)
    Das ist mit Deinem Hinweis geschehen! Danke dafür ;-)
    Natürlich stimmen Deine Bedenken. Gegen das Impfen gibt es immer wieder Einwände.

    Ich wollte aber mit diesem Artikel in erster Linie auch den Aspekt des Solidarischen anderen gegenüber ins Spiel bringen, weil darüber sonst eher selten berichtet wird. :-)

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