Archiv 1. September 2009
Piratenpartei in Kommunal-Parlamenten
Die Piratenpartei hat es in Aachen und Münster in das Stadt-Parlament geschafft
Keine überragende Prozentzahl, aber immerhin haben sie es geschafft
LIES MAL
Es wäre eine Riesen-Überraschung, wenn es die Piratenpartei am 27.09.2009 in den Bundestag schaffen würde. Die Internetgemeinde ist nicht klein und vielleicht könnte es hinhauen

Phatte Wahl-Lüge der FDP???
Oh oooh…da hat der Herr Kubicki, Landeschef der Liberalen in Schleswig-Holstein, aber einen losgelassen! Oder war es einfach nur ein missverständlich ausgedrückter Fakt?
Er verplapperte sich bei einer TV-Sendung und brachte eine Mehrwertsteuer-Erhöhung ins Spiel! Das wird sitzenbleiben in so manchen Köpfen
LIES MAL
Sowieso scheint es eine schwerwiegende Diskrepanz zwischen dem zu geben, was propagiert und dem was dann in der (Regierungs-)Politik der FDP tatsächlich umgesetzt wird. Dazu gab es schon häufiger Berichte in den Medien und vielleicht sollten sich jene Wechsel-Wähler mal Gedanken dazu machen, die den Wahl-Parolen des Herrn Westerwelle bisher Glauben schenkten.
Jedenfalls darf man wohl kaum ernsthaft den Unsinn glauben, dass die Erhöhung der indirekten Steuern allen in der Bevölkerung zugute kommt. Jene, die kaum oder keine Steuern zahlen und insbeondere ALG-II-Empfänger, wären von einer Mehrwertsteuer-Erhöhung in verstärktem Maß betroffen. Wo soll sich denn bei diesen Menschen eine Steuer-Erleichterung ergeben, wenn sie gar keine Steuern zahlen???
Für mich hat das Steuersenkungsgerede der Liberalen nach dem Auftritt Herrn Kubickis eine schwere Schlagseite im Bereich Glaubwürdigkeit bekommen. Aber das muss ja jeder für sich entscheiden und Ergebnis ist, was am 27.09. um 18:00 Uhr rauskommt!
P.S.: Dieser Artikel musste unbedingt auch in die Rubrik “Hey lach mal!”

Sprayer-Kultur
Wer issn auf so einen Lebens-Leichtsinn stolz???
Die intelligentere Variante ist, daraus eine Geschäftsidee zu machen und damit Geld zu verdienen…

Ein Jahrestag der Menschheitsgeschichte
Der 1. September.
Dieser Tag ist unwiderruflich verbunden mit dem Beginn des grauenvollsten Krieges der Menschheitsgeschichte, ausgelöst durch ein diktatorisch geführtes Deutschland, dem weltweit mehrere 10 Millionen Menschen zum Opfer fielen und der Deutschland fast vollständig zerstörte!
Es war eine Befreiung, als nach fast sechs Jahren die Alliierten das brutale, unmenschliche Regime in Deutschland zur Kapitulation zwangen. Danach zeigte sich die unerträgliche Feigheit jener Staatenlenker und deren Vertreter, die sich durch Selbstmord der Verantwortung für ihre widerlichen Taten gegen die Menschlichkeit vor den alliierten Gerichten entzogen. Alles, sogar den totalen Krieg und somit die Selbstzerstörung von der eigenen Bevölkerung verlangen, in der Stunde der Niederlage aber nicht zu den eigenen Überzeugungen und Taten stehen zu wollen, ist in meinen Augen das Schändlichste, was ein Menschin seinem Leben begehen kann.
Und es brachte ein ganzes Volk in ein anhaltendes Trauma, das nicht nur von einem Schuldgefühl gegenüber anderen Staaten und gegenüber der Religionsgemeinschaft der Juden geprägt ist, sondern auch von dem unentschuldbaren Verhalten des Wegschauens und der Untätigkeit vor den Grausamkeiten, die ein deutsches Brutalo-Regime andersdenkenden und anderslebenden Menschen in unvorstellbar unmenschlicher Art angetan hatte.
Ein “Wir wussten von nichts” oder “Was hätten wir tun sollen?” ist bis heute typisch für die deutsche Mentalität vieler Menschen in unserem Land, die in diesen Fällen oftmals geprägt ist von Desinteresse oder Angst vor Konsequenzen für das eigene Dasein. Nur in Einzelfällen entsteht auch heute noch Widerstand von Mutigen, auf die sich die Masse der passiven Widerständler dann scheinbar verlässt, bevor sie auch diese Vorkämpfer “steinigen”, wenn die angegriffenen Mächtigen im Staat sich auf diese einschießen und ihre Macht der Kommunikation der Obrigkeit und der Leichtgläubigkeit vieler Bürger dieser gegenüber, nutzen!
Nichts beschreibt den “Deutschen” und sein Denken besser als der Roman “Der Untertan” von Heinrich Mann. Nach unten treten, nach oben ducken, wie ein Radfahrer eben, so sind viele Deutsche auch heute noch (gerne). Ängste prägen ihr Verhalten, insbesondere vor der Macht des Staates. Das Gefühl der Macht der Obrigkeit ist den Deutschen auch heute noch derart tief in die Seele gepflanzt, dass ich mich frage, wie belastbar die deutsche Demokratie im Ernstfall heute wäre, wenn sie dem Angriff eines neuen optionalen “Führers” ausgesetzt wäre, der die mediale Macht geschickt nutzen und die Bevölkerung durch sein charismatisches Auftreten mit seinen Argumenten und Doktrinen begeistern würde.
Die Deutschen scheinen mir, stärker als Gesellschaften anderer Nationen, ein Volk von Egoisten zu sein, die offenbar in ihrer kleinen Individual-Welt mit eigenen Problemen derart beschäftigt sind, dass sie sich um die allgemein gesellschaftlichen Probleme nicht kümmern wollen und einen nötigen Einsatz für Werte in der Öffentlichkeit, aus Angst vor Repressalien und der möglichen Entstehung neuer Probleme, scheuen.
Allerdings erkenne ich auch erfreuliche Tendenzen, dass sich endlich mehr und mehr Leute aus ihrer Individualität befreien und Gefallen daran finden, sich ehrlich und überzeugt für Werte gesellschaftlich und öffentlich einzusetzen. Dies geschieht beispielsweise über das Internet, das veröffentlichte Meinungen sammelt und so Menschen gleicher Denkweise zusammenbringt. Die Individualität der gefühlten Einsamkeit wird zu einem Pool von Ideen und gleicher Gedanken und daraus entwickelt sich die gemeinsame Stärke vieler Einzelner. Das ist gut, solange diese Menschen- und Meinungspools auf den Grundlagen der Demokratie fußen.
Dennoch wünsche ich mir von jedem Mitbürger noch mehr Aufmerksamkeit und Einsatz für Bürgerrechte und demokratische Werte, die meiner Meinung nach in diesem Land immer mehr zugunsten der Interessen des Staates beschnitten werden. Aber ich blicke sehr zufrieden in die Zukunft und muss mich heute nicht mehr für eine Mentalität in Deutschland schämen, die von “Wegschauen” und von “Gleichgültigkeit” geprägt ist, denn dazu gibt es inzwischen viele mutige Gegenbeispiele, auch wenn dies noch zu häufig Einzelbeispiele sind.
70 Jahre nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges hat sich viel getan in Deutschland und ich hoffe, dass sich das individuelle Selbstbewusstsein weiter entwickelt und dem deutschen Staat und seiner Gesellschaft gut tun wird. Dabei bleibt Wachsamkeit und der Kampf gegenüber jenen, die den Staat gerne für ihre persönlichen Interessen nutzen wollen, unerlässlich.



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